Beatrix von Este

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Beatrix von Este

Beatrix von Este (* 1215; † 1245) war durch ihre Ehe mit Andreas II. Königin von Ungarn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beatrix von Este war die Tochter des Markgrafen Aldobrandino I. von Este (* 1190; † 1215). Früh verlor sie ihre Eltern und wurde am Hofe ihres Onkels Azzo VII. Graf von Este erzogen. Ihren (späteren) Mann lernte sie im Jahre 1233 kennen, als sich dieser auf einer Pilgerreise in Italien befand.

Nachdem die beiden ersten Ehefrauen des Königs, Gertrud von Andechs († 1213) und Jolante von Courtenay († 1233) gestorben waren, wurde Beatrix am 14. Mai 1234 mit dem fast vierzig Jahre älteren König Andreas II. in Ungarn verheiratet. Diesem Heiratsentschluss des Königs standen der Thronfolger (der spätere König Béla IV.) und dessen Geschwister ablehnend gegenüber.[1]

Die Ehe dauerte nur kurze Zeit, da Andreas II. bereits nach 16 Monaten starb. Als Beatrix nach dem Tode des Königs erklärte, dass sie schwanger wäre, wurde sie von Béla IV. des Ehebruchs beschuldigt und bezichtigt, das Kind von einem Höfling empfangen zu haben. Sie wurde als Gefangene des Königs eingekerkert. Am Begräbnistag von Andreas II. erschien (in Auftrag Kaiser Friedrichs II.[2]) eine kaiserliche Abordnung, die ihr die Flucht nach Deutschland ermöglichte.[1] Sie kam nach Wehrda (das damals zu Thüringen gehörte) und gebar 1236 den Sohn Stefan Posthumus (* 1236; † 10. April 1271), den späteren Herzog von Slawonien, der erst nach dem Tod[3] des Vaters zur Welt kam. Stephan Posthumus (ung. István) wurde später der Vater von Andreas III. dem letzten ungarischen König aus dem Hause der Arpaden.

Den ungarischen Königsthron erbte dessen älterer Halbbruder Béla IV. Die junge Witwe überlebte ihren Gemahl nur um zehn Jahre. Nach der Geburt zog sie sich nach Este zurück und aß das Gnadenbrot der Päpste. Sie starb 1245 in Kloster Gemmola (bei Baone), wo sie auch beigesetzt wurde. Beatrix wurde nur 30 Jahre alt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brigitte Sokop: Stammtafeln europäischer Herrscherhäuser. 3. Auflage, Wien 1993.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Magyar életrajzi lexikon, ("Ungarisches Biographisches Lexikon"), Budapest 1981 (ISBN 963-05-2498 8 I.), Bd. 1, S. 152 (ungarisch)
  2. Friedrich II. kam aus Italien zu den Begräbnisfeierlichkeiten für Andreas II. nach Ungarn.
  3. Dezső Dümmerth: Az Árpádok nyomában, Budapest 1977, S.402 , ISBN 963-243-224-X (ungarisch)
VorgängerAmtNachfolger
Jolante von CourtenayKönigin von Ungarn
1234–1235
Maria Laskaris von Nicäa