Beaumont-en-Argonne

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Beaumont-en-Argonne
Wappen von Beaumont-en-Argonne
Beaumont-en-Argonne (Frankreich)
Beaumont-en-Argonne
Region Grand Est
Département Ardennes
Arrondissement Sedan
Kanton Carignan
Gemeindeverband Portes du Luxembourg
Koordinaten 49° 32′ N, 5° 3′ OKoordinaten: 49° 32′ N, 5° 3′ O
Höhe 162–287 m
Fläche 31,05 km2
Einwohner 440 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 08210
INSEE-Code

Rathaus (Mairie)

Beaumont-en-Argonne ist eine französische Gemeinde im Département Ardennes der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Sedan und zum Kanton Carignan.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 440 Einwohner (1. Januar 2015) zählende Gemeinde Beaumont-en-Argonne liegt im Norden Frankreichs, etwa 25 Kilometer von der belgischen Grenze entfernt. Nächstgrößere Städte sind Sedan (25 km) und Charleville-Mézières (45 km entfernt).

Das 31 Quadratkilometer große Gemeindegebiet von Beaumont im Osten des Départements Ardennes umfasst einen Abschnitt der Argonne, einer Landschaft zwischen Aisne und Maas. Der Ort selbst liegt in einem Tal auf etwa 230 Metern Meereshöhe. Das Tal formt der kleine Bach Ruisseau de Beaumont, der westlich des Ortskerns entspringt. Er mündet schon nach drei Kilometern Lauf in die Maas. Der Ruisseau la Wame, ebenfalls ein Maas-Nebenfluss, bildet die südwestliche Gemeindegrenze – zugleich Grenze zur früheren Region Lothringen. Nördlich und südlich des Tales herrscht in einer leicht gewellten Landschaft Ackerland vor. Der Westen und Süden des Gemeindeareals ist von Wald geprägt. Der Forst Bois de Sommauthe ist Teil des großen zusammenhängenden Waldgebietes Forêt de Belval.

Nachbargemeinden von Beaumont sind Yoncq und Mouzon im Norden, Létanne im Osten, Laneuveville-sur-Meuse im Südosten, Belval-Bois-des-Dames im Süden, Vaux-en-Dieulet, Sommauthe und Saint-Pierremont im Südwesten, La Berlière im Westen sowie La Besace im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Erzbischof von Reims, Wilhelm von Blois, wurde Beaumont-en-Argonne im Jahr 1182 zur Neusiedlung erhoben und erhielt ein Recht (Loi de Beaumont-en-Argonne) in 52 Artikeln.

Beaumont und die unmittelbare Umgebung war im Deutsch-Französischen Krieg sowie im Ersten Weltkrieg (unter anderem bei der Meuse-Argonne-Offensive) Schauplatz erbitterter Gefechte. Der Name der Gemeinde steht für das Gefecht bei Beaumont am 30. August 1870.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 527 568 548 526 490 433 449

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gesamte Ortsensemble erinnert noch an eine kleine befestigte Stadt. In einem früher von Mauern gefassten Oval von 400 × 500 Metern wurden die Straßen schachbrettartig angelegt, in der Mitte auf dem Hauptplatz steht die Kirche und das Gebäude des Bürgermeisters (Mairie).

Vier Häuser am Place Principale sind als Monument historique eingestuft.[1] Es handelt sich um in dieser Gegend sonst nicht anzutreffende Häuserformen mit Arkaden und Kolonnaden aus der Zeit zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert.[2]

Johannes-der-Täufer-Kirche

Die Johannes-der-Täufer-Kirche (Église Saint-Jean-Baptiste), ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert stammend, ist mit einem einzigartigen steinernen Turm in Form einer Granate ausgestattet.[3] Der Stufenaltar, der Tabernakel sowie drei Gemälde (Taufe, Grablegung und Auferstehung Christi) stehen unter Denkmalschutz.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beaumont liegt an der Straße von Stenay über Mouzon nach Sedan, die größtenteils am linken Ufer der Maas entlangführt. Von Beaumont zweigen Straßen in Richtung Westen (nach Le Chesne) und Südwesten (nach Vouziers) ab.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beaumont-en-Argonne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Illustration von Frans Hogenberg von 1592: Damblaiss des Lorrains Leutenampt, Beaumont im Champaigner landt, Belegt, bescheust und setzt jm auff, Die Stat zu sturmen mit anlauff, ... (Digitalisat)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haus 1 sowie Haus 2, Haus 3 und Haus 4 auf culture.gouv.fr/public, abgerufen am 1. Januar 2011 (französisch)
  2. Eintrag auf 3cantons.org/Villages pitoresques. Abgerufen am 1. Januar 2011 (französisch).
  3. Kirche auf 3cantons.org. Archiviert vom Original am 10. März 2016; abgerufen am 2. Januar 2011 (französisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.3cantons.org