Becheln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Becheln
Becheln
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Becheln hervorgehoben
Koordinaten: 50° 18′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Bad Ems
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 4,41 km2
Einwohner: 658 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56132
Vorwahl: 02603
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 008
Adresse der Verbandsverwaltung: Bleichstraße 1
56130 Bad Ems
Webpräsenz: www.bad-ems.de
Ortsbürgermeister: Patrick Becker (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Becheln im Rhein-Lahn-Kreis
LahnsteinLahnsteinArzbachBad EmsBechelnDausenauFachbachFrüchtKemmenauMiellenNievernBraubachDachsenhausenFilsenKamp-BornhofenOsterspaiBurgschwalbachFlachtHahnstättenKaltenholzhausenLohrheimMudershausenNetzbachNiederneisenOberneisenOberneisenSchiesheimAuelBornichDahlheimDörscheidDörscheidKaubKestertLierschiedLykershausenNochernPatersbergPrathReichenberg (Rheinland-Pfalz)Reitzenhain (Taunus)Sankt GoarshausenSauerthalWeisel (Rhein-Lahn-Kreis)Weyer (Rhein-Lahn-Kreis)AltendiezAullBalduinsteinBirlenbachCharlottenbergCrambergDiezDörnberg (Lahn)EppenrodGeilnauGückingenHambach (bei Diez)HeistenbachHirschberg (Rhein-Lahn-Kreis)HolzappelHolzheim (Aar)Horhausen (Nassau)IsselbachLangenscheidLaurenburgScheidt (Rhein-Lahn-Kreis)Steinsberg (Rheinland-Pfalz)WasenbachAllendorf (Rhein-Lahn-Kreis)Berghausen (Einrich)BerndrothBiebrich (bei Katzenelnbogen)Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis)DörsdorfEbertshausenEisighofenErgeshausenGutenackerHerold (Rheinland-Pfalz)KatzenelnbogenKlingelbachKördorfMittelfischbachNiedertiefenbachOberfischbachReckenrothRettertRoth (Rhein-Lahn-Kreis)Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis)AttenhausenDessighofenDienethalDornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis)GeisigHömbergLollschiedMisselbergNassau (Lahn)ObernhofOberwiesPohl (Nassau)Pohl (Nassau)SchweighausenSeelbach (Nassau)SinghofenSulzbach (Rhein-Lahn-Kreis)WeinährWinden (Nassau)ZimmerschiedZimmerschiedBerg (Taunus)Bettendorf (Taunus)BogelBuch (Taunus)DiethardtEhrEndlichhofenEschbach (bei Nastätten)GemmerichHainauHimmighofenHolzhausen an der HaideHunzelKasdorfKehlbach (Rheinland-Pfalz)LautertLippornMarienfelsMiehlenNastättenNastättenNiederbachheimNiederwallmenachOberbachheimObertiefenbach (Taunus)OberwallmenachOelsbergRettershainRuppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis)StrüthStrüthWeidenbach (Taunus)WelterodWinterwerbHessenLandkreis Mainz-BingenRhein-Hunsrück-KreisLandkreis Mayen-KoblenzWesterwaldkreisKoblenzLandkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild

Becheln ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems an.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Becheln ist eine Exklave der Verbandsgemeinde Bad Ems im westlichen Hintertaunus und liegt im Naturpark Nassau auf den Taunushöhen. Der Ort mit Blick über das Rheintal bis in den Hunsrück liegt auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Lahn. Nähere größere Siedlungen sind die Städte Bad Ems und Nassau (jeweils ca. 7 km entfernt), die Stadt Lahnstein (ca. 10 km) und das Oberzentrum Koblenz (ca. 17 km).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Wäldern um Becheln zeugen Hügelgräber von früher Besiedlung. Reste des Obergermanisch-Raetischer Limes sind in den Wäldern der Gemeinde Becheln auch heute noch sichtbar. Zur römischen Vergangenheit siehe separaten Artikel Kleinkastell Becheln. Becheln selbst geht mindestens auf das 13. Jahrhundert zurück. Der romanische Kirchturm ist das älteste erhaltene Bauwerk in Becheln und geht ebenfalls auf das 13. Jahrhundert zurück.

Ab 1806 gehörte Becheln zum Herzogtum Nassau, ab 1866 zu Preußen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gehörte der Ort bis 1929 zur französischen Besatzungszone.

Am 27. März 1945 wurde Becheln gegen 08:00 Uhr von amerikanischen Truppen des 346. US-Infanterieregiment besetzt, die von Braubach/Lahnstein über Hinterwald und durch den Wald zwischen Dachsenhausen und Schweighausen gezogen waren.[2] In Becheln wurde kein Widerstand geleistet. Später zogen die US-Truppen weiter in die Richtung Dienethal, Sulzbach, Bergnassau. Nach dem Ende des Krieges gehörte Becheln zur französischen Besatzungszone. Seit 1946 gehört es zum neugegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz, ab 1969 zum Rhein-Lahn-Kreis und ab 1972 zur Verbandsgemeinde Bad Ems.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Becheln besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FBL Gesamt
2014 3 4 5 12 Sitze
2009 3 4 5 12 Sitze
2004 3 5 4 12 Sitze
1999 4 5 3 12 Sitze
1994 5 4 3 12 Sitze
1989 5 3 3 11 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lilienzepterrad auf einem Weiß über Blau geteilten Schild im Gemeindewappen geht auf das Familienwappen des mittelalterlichen Adelsgeschlecht von Becheln zurück. Die Rose basiert auf dem Wappen der Freiherren vom und zum Stein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche geht auf einen Kirchenbau des 13. Jahrhunderts zurück. Bis ins 18. Jahrhundert hinein wurde das Gotteshaus immer wieder umgebaut und weiter ausgestaltet. Heute verfügt es über einen romanischen Turm sowie gotische Fresken, Wandmalereien und Stuckaturen im Inneren.

Vereine in Becheln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportverein 1911 Becheln
  • Männergesangverein „Friede“ 1870/71 Becheln

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Becheln – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Michels, Stefan: Sturm am Mittelrhein die deutschen Rückzugskämpfe im Vorderhunsrück und dem Rhein-Mosel-Dreieck sowie das Kriegsende im Rhein-Lahn-Kreis im März 1945. 1. Auflage. Helios, Aachen 2013, ISBN 978-3-86933-090-7, S. 214.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen