Beddingen

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Beddingen
Ortswappen von Salzgitter-Beddingen
Koordinaten: 52° 10′ 59″ N, 10° 25′ 30″ O
Höhe: 86 m
Fläche: 9,23 km²
Einwohner: 439 (31. Dez. 2019)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1942
Eingemeindet nach: Watenstedt-Salzgitter
Postleitzahl: 38239
Vorwahl: 05341
Karte
Lage von Beddingen in Salzgitter
Dorfkirche
Dorfkirche

Beddingen ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nordost. Beddingen gehörte bis zum 31. März 1942 zum Landkreis Wolfenbüttel und wurde durch einen Verwaltungsakt am 1. April 1942 ein Teil der Großstadt Watenstedt-Salzgitter. Am 23. Januar 1951 wurde diese amtlich in Salzgitter umbenannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenbrücke über den Kanal

Der Stadtteil gehört zu den sogenannten „Kanaldörfern“, da er unmittelbar am Ostufer des Stichkanals Salzgitter liegt. Beddingen ist durch die 1964 erbaute, nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebene Beddinger Brücke mit Sauingen verbunden.[1] Beddingen liegt unmittelbar nördlich der Industriestraße Nord, die Salzgitter-Lebenstedt mit den wichtigen Unternehmen verbindet. Durch den Beddinger Ortskern führt die Hafenanschlussbahn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beddingen wird bereits im achten Jahrhundert als „Bettingen“ urkundlich erwähnt. Namentliche Nennung findet Beddingen im Rahmen einer Schenkung des sächsischen Fürsten Odiltag und seiner Gattin Wentelsuint an das Kloster Fulda im Jahre 780. Dort werden zwanzig Güter des Liergaus erwähnt, darunter Bettingen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salzgitter-Beddingen – Bevölkerungsentwicklung seit 1821
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1821 544 1946 1244 2000 530
1848 597 1950 1278 2006 518
1871 590 1955 1188 2010 472
1900 598 1960 990 2012 468
1925 539 1970 898 2014 437
1933 514 1980 538 2016 455
1939 820 1990 525 2018 433
2019 439
Quellen: Die Bevölkerungszahlen von 1821 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter.[2] Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde der Dorfkirche St. Petri gehört zum 2019 gegründeten Pfarrverband „Salzgitters Norden“ in der Propstei Salzgitter-Lebenstedt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.[4] Die katholischen Bewohner sind der Pfarrei St. Bernward in Salzgitter-Thiede zugeordnet, die zum Dekanat Goslar-Salzgitter im Bistum Hildesheim gehört.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt eine silberne Kombination aus Schwert und Anker auf grünem Grund. Das Schwert steht als Symbol für das Gericht und erinnert daran, dass Beddingen über Jahrhunderte – spätestens ab 1402 und bis 1807 – ein zentraler Gerichtsort war. Der Anker steht für den am Stichkanal Salzgitter gelegenen Beddinger Hafen, dem größten Binnenhafen in Niedersachsen. Auf die Lage des Ortes am Kanal verweist auch die Farbe Silber, die hier symbolisch für das Wasser steht. Die Grundfarbe Grün repräsentiert die Landwirtschaft, die lange die wirtschaftliche Grundlage für den Ort bildete.

Das Wappen wurde am 18. Mai 1999 von der Bürgerversammlung als Ortswappen von Salzgitter-Beddingen angenommen.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Beddingen und der direkten Nachbarschaft des Ortes befinden sich einige große Industrieunternehmen. Das 1970 eröffnete VW-Werk Salzgitter ist einer der größten Arbeitgeber der Region und fertigt rund die Hälfte aller Motoren des VW-Konzerns.

Mit der amerikanischen Firma Cargill ist ein weiteres großes Unternehmen hier ansässig, die den Standort Beddingen mit seiner guten Infrastruktur – insbesondere die Nähe zur A 39 – nutzt. Dasselbe gilt für die Salzgitter AG (vormals Stahlwerke Peine-Salzgitter AG, davor Hermann-Göring-Werke), die durch den Stichkanal an das deutsche Wasserstraßennetz angebunden ist.

Beddingen verfügt über den Hafen Beddingen, in dessen Nachbarschaft sich verschiedene Unternehmen angesiedelt haben, darunter auch ein Tanklager, das über den Mittelland-/Stichkanal beliefert wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karen Fröhlich: Eine Spröde mit üppigem Charme – Die Beddinger Brücke ist ein wichtiges Bindeglied. In: Salzgitter-Zeitung, 4. Juli 2013.
  2. Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistisches Jahrbuch der Stadt Salzgitter. Stadt Salzgitter, abgerufen am 22. Februar 2020 (Gesamtzahl Wohnberechtigter (Haupt- und Nebenwohnsitz) © Stadt Salzgitter).
  3. Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistische Monatsberichte der Stadt Salzgitter. Stadt Salzgitter, abgerufen am 22. Februar 2020 (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung © Stadt Salzgitter).
  4. Pfarrverband Salzgitters Norden ist gegründet. In: Salzgitter-Zeitung, 15. Januar 2019.
  5. Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 34.