Beddingen

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52.18305555555610.42586Koordinaten: 52° 10′ 59″ N, 10° 25′ 30″ O

Beddingen
Ortswappen von Salzgitter-Beddingen
Höhe: 86 m
Fläche: 9,23 km²
Einwohner: 437 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1. April 1942
Eingemeindet nach: Watenstedt-Salzgitter
Postleitzahl: 38239
Vorwahl: 05341
Karte

Lage von Beddingen in Salzgitter

Salzgitter-Beddingen, im Hintergrund das Volkswagen-Werk

Salzgitter-Beddingen, im Hintergrund das Volkswagen-Werk

Beddingen ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nordost. Beddingen gehörte bis zum 31. März 1942 zum Landkreis Wolfenbüttel und wurde durch einen Verwaltungsakt am 1. April 1942 ein Teil der Großstadt Watenstedt-Salzgitter. Am 23. Januar 1951 wurde diese amtlich in Salzgitter umbenannt.

Lage[Bearbeiten]

Der Stadtteil gehört zu den sogenannten „Kanaldörfern“, da er unmittelbar am Ostufer des Stichkanals Salzgitter liegt. Beddingen ist durch die 1964 erbaute, nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebene, Beddinger Brücke mit Sauingen verbunden.[1] Beddingen liegt unmittelbar nördlich der Industriestraße Nord, die Salzgitter-Lebenstedt mit den wichtigen Unternehmen verbindet. Durch den Beddinger Ortskern führt die Hafenanschlußbahn.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Beddingen und der direkten Nachbarschaft des Ortes befinden sich einige große Industrieunternehmen. Das 1969 eröffnete VW-Werk Salzgitter ist einer der größten Arbeitgeber der Region und fertigt die Hälfte aller Motoren des VW-Konzerns.

Mit der amerikanischen Firma Cargill ist ein weiteres großes Unternehmen hier ansässig, die den Standort Beddingen mit seiner guten Infrastruktur, insbesondere die Nähe zur A 39, nutzt. Dasselbe gilt für die Salzgitter AG (vormals Peine & Salzgitter-Stahl, davor Hermann-Göring-Werke), die durch den Stichkanal an das deutsche Wasserstraßennetz angebunden ist.

Beddingen verfügt über den Hafen Beddingen, in dessen Nachbarschaft sich verschiedene Unternehmen angesiedelt haben, darunter auch ein Tanklager, das über den Mittelland-/Stichkanal beliefert wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Beddingen wird bereits im 8. Jahrhundert als „Bettingen“ urkundlich erwähnt. Namentliche Nennung findet Beddingen im Rahmen einer Schenkung des sächsischen Fürsten Odiltag und seiner Gattin Wentelsuint an das Kloster Fulda im Jahre 780. Dort werden zwanzig Güter des Liergaus erwähnt, darunter Bettingen (=Beddingen).

Politik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ortschaft Nordost

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt eine silberne Kombination aus Schwert und Anker auf grünem Grund. Das Schwert steht als Symbol für das Gericht und erinnert daran, dass Beddingen über Jahrhunderte - spätestens ab 1402 und bis 1807 - ein zentraler Gerichtsort war. Der Anker steht für den am Stichkanal Salzgitter gelegenen Beddinger Hafen, dem größten Binnenhafen in Niedersachsen. Auf die Lage des Ortes am Kanal verweist auch die Farbe Silber, die hier symbolisch für das Wasser steht. Und die Grundfarbe Grün repräsentiert die Landwirtschaft, die lange die wirtschaftliche Grundlage für den Ort bildete.

Das Wappen wurde am 18. Mai 1999 von der Bürgerversammlung als Ortswappen von Salzgitter-Beddingen angenommen.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Quellen: Die Bevölkerungszahlen von 1821 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter.[3] Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.[4]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karen Fröhlich: Eine Spröde mit üppigem Charme - Die Beddinger Brücke ist ein wichtiges Bindeglied, Salzgitter-Zeitungvom 4. Juli 2013
  2.  Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 34.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatReferat für Wirtschaft und Statistik: Statistisches Jahrbuch 2013. Stadt Salzgitter, 31. Dezember 2013, S. 31–108, abgerufen am 18. Januar 2015 (Gesamtzahl Wohnberechtigter (Haupt- und Nebenwohnsitz) © Stadt Salzgitter).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatReferat für Wirtschaft und Statistik: Statistische Monatsberichte der Stadt Salzgitter. Stadt Salzgitter, abgerufen am 18. Januar 2015 (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung © Stadt Salzgitter).