Beedenkirchen

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Beedenkirchen
Wappen von Beedenkirchen
Koordinaten: 49° 44′ 3″ N, 8° 42′ 26″ O
Höhe: 321 m ü. NHN
Fläche: 4,33 km²[1]
Einwohner: 692 (30. Jun. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 64686
Vorwahl: 06254

Beedenkirchen ist ein Ortsteil der Gemeinde Lautertal im südhessischen Kreis Bergstraße.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beedenkirchen liegt nördlich des Hauptortes Reichenbach im Vorderen Odenwald in einer breiten Talmulde des Wurzelbachs, der bei Hoxhohl in die Modau mündet. Direkt südlich der Ortslage liegt die Wasserscheide zur Lauter mit einem 330 Meter hohen Übergang nach Reichenbach. Zu Beedenkirchen gehört auch der am Nordrand der Gemarkung gelegene Weiler Wurzelbach. Die höchste Erhebung ist ganz im Westen der 514 Meter hohe bewaldete Felsberg mit ehemaligem Hotel und ein afrikanisches Restaurant.[2] Im äußersten Nordwesten, am Staffeler Kreuz, zählt auch die Gaststätte Kuralpe zu Beedenkirchen. Ein ortsbildprägendes Gebäude ist die Evangelische Kirche Beedenkirchen, die zwischen 1624 und 1669 gebaut aber erst 1712 fertiggestellt wurde. sie gilt als älteste im Lautertal.

Die nächstgelegenen Ortschaften sind im Süden Reichenbach, im Westen Balkhausen, im Nordwesten Stettbach und Staffel, im Norden Schmal-Beerbach und Allertshofen, im Osten Brandau und im Südosten Lautern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der früheste erhalten gebliebene urkundliche Nachweis im Lorscher Codex belegt das Bestehen des Ortes Betenkiricha spätestens ab dem Jahr 1012. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde Beedenkirchen, als Teil des Amtes Seeheim 1714 von Erbach an Hessen-Darmstadt verkauft. 1812 wurde Beedenkirchen dem Amt und später Landratsbezirk Reinheim, dann 1824 Bensheim zugeteilt. 1832 erlebte der Ort den Übergang in den Kreis Bensheim und 1848 den Wechsel zum Regierungsbezirk Heppenheim. 1852 gehörte Beedenkirchen wieder zum Kreis Bensheim, der ab 1939 zum Kreis Bergstraße mit Kreisstadt Heppenheim geändert wurde. Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen schloss sich am 1. Januar 1970 die Nachbargemeinde Staffel an die Gemeinde Beedenkirchen an.[3] Am 31. Dezember 1971 ging Beedenkirchen als eine der Gründungsgemeinden durch Zusammenschluss in der Gemeinde Lautertal auf.[4]

Für Beedenkirchen wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet, der zunächst Beedenkirchen, Wurzelbach und Staffel umfasste, seit 1. Januar 1977 auch den Weiler Schmal-Beerbach, der kraft Gesetzes aus der Gemeinde Seeheim und der Gemarkung Ober-Beerbach herausgelöst wurde.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den überörtlichen Verkehr ist Beedenkirchen durch die Landesstraße L 3098 erschlossen, die einerseits eine Verbindung zum Hauptort Reichenbach im Tal der Lauter schafft und dort zu der als Nibelungenstraße bekannten Bundesstraße 47. In der anderen Richtung führt sie weiter über Ober-Beerbach nach Darmstadt. In Wurzelbach kreuzt sie die Landesstraße L 3101, die Balkhausen mit Hoxhohl verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Beedenkirchen im Internetauftritt der Gemeinde Lautertal, abgerufen im August 2016.
  2. Felsberg, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 211
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 349.
  5. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt (GVBl. II Nr. 330–334) vom 26. Juli 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 318 ff., §17 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]