Befragen

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Unter Befragen versteht man beim Schach den Angriff auf einen aktiv positionierten Stein des Gegners mit einem minder- oder gleichwertigen Stein, wodurch der gegnerische Stein gezwungen wird, sich zu deklarieren: Er muss abziehen, angreifen, sich tauschen oder opfern.

François-André Danican Philidor, der führende Schachspieler des 18. Jahrhunderts, stellte das Prinzip auf, dass auf die fünfte Reihe vorgestoßene Bauern so schnell wie möglich mit einem eigenen Bauern befragen müsse, um entweder die gegnerische Stellung zu lockern oder Abtausch mit Entwicklung der eigenen Figuren zu erlangen.[1]

Wenn ein Figurenvorposten einer Seite nicht mehr befragt werden kann, sichert er seiner Seite üblicherweise einen Vorteil. Ein typisches Beispiel hierfür ist der sogenannte Ewige Springer.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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8 Chess rdt45.svg Chess --t45.svg Chess bdt45.svg Chess qdt45.svg Chess kdt45.svg Chess bdt45.svg Chess ndt45.svg Chess rdt45.svg 8
7 Chess --t45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess --t45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg 7
6 Chess pdt45.svg Chess --t45.svg Chess ndt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 6
5 Chess --t45.svg Chess blt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess pdt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 5
4 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 4
3 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess nlt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 3
2 Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg 2
1 Chess rlt45.svg Chess nlt45.svg Chess blt45.svg Chess qlt45.svg Chess klt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess rlt45.svg 1
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Befragung des weißen Läufers in der Spanischen Eröffnung durch 3. ... a7-a6

Vorlage:Schachbrett/Wartung/Alt

Die mit Abstand häufigste Befragung in der Schachpraxis findet im dritten Zug der Spanischen Partie statt: Nach 3.Lf1-b5 zieht Schwarz a7-a6 (in Eröffnungs-Lehrbüchern des 19. Jahrhunderts als Morphy-Verteidigung der Spanischen Partie bezeichnet und mittlerweile in über zwanzig Varianten ausgearbeitet) und stellt den angegriffenen Lb5 vor die sofortige Wahl, sich gegen den Sc6 zu tauschen oder auf a4 abzuziehen. Im letzteren Fall kann Schwarz bei Bedarf den Läufer mit b7-b5 zum weiteren Rückzug auf b3 zwingen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wiener Schachzeitung, Band 9, 1906, bei Google Books