Behamberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Behamberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Behamberg
Behamberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: Penz
Fläche: 20,26 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 14° 30′ OKoordinaten: 48° 2′ 6″ N, 14° 29′ 50″ O
Höhe: 524 m ü. A.
Einwohner: 3.455 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 171 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4441
Vorwahl: 07252
Gemeindekennziffer: 3 05 06
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Behamberg 30
4441 Behamberg
Website: www.behamberg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Karl Josef Stegh (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(23 Mitglieder)
17
4
2
17 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Behamberg im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreichLage der Gemeinde Behamberg im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Behamberg ist eine Gemeinde mit 3455 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Behamberg umfasst 20,26 km² und liegt im Mostviertel. Die Gemeinde liegt wenige Kilometer östlich der Stadt Steyr. Mehr als siebzig Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, sechzehn Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Behamberg besteht aus vier Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften (Fläche 2016[2]), (Bevölkerung am 1. Jänner 2021[3]):

  • Badhof (432,93 ha, 350 Ew.) samt Daxberg, Laach, Ritz und Steinbach
  • Penz (inkl. Behamberg Ort, Post und anderen Ortsteilen; 709,86 km², 1953 Ew.) samt Anger, Behamberg, Brettbach, Eglschachen, Kindlehen, Post, Raming und Schaumberg
  • Ramingdorf (156,04 km², 409 Ew.) samt Weixlgarten
  • Wanzenöd (726,71 km², 743 Ew.) samt Anetzberg, Blindhof, Heuberg, Holz, Knarzhub, Oedt, Pühring und Wachtberg

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haidershofen
Steyr (Statutarstadt), Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
St. Ulrich bei Steyr (Bez. Steyr-Land, ) St. Peter in der Au

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Antike war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Am Hardeggerfeld gibt es nach Luftaufnahmen aus den 1970er-Jahren und nach Prospektion per Magnetfeldmessung und Bodenradar 2018 anlässlich des Plans einen neuen Fußballplatz zu errichten Hinweise für eine Römersiedlung im Boden.[4]

Der Name Behamberg scheint erstmals um 1082 urkundlich auf. Um 1254 teilt König Ottokar Oberösterreich und Niederösterreich; Behamberg wird zu Oberösterreich gegliedert. Seitdem 1490 der ungarische König Corvinus das Gebiet besetzte, gehört Behamberg zu Niederösterreich, da es in das Besatzungsgebiet von Corvinus eingegliedert wurde. 1577 wird ein Schulmeister in Behamberg durch eine Namensnennung urkundlich dokumentiert.

Das ehemalige Schloss Steinbach ist um 1800 verfallen.

1850 wurde erstmals ein Gemeinderat gewählt. 1868 wurde mit der Eröffnung der Rudolfsbahn ein Bahnhof in Rammingdorf in Betrieb genommen. 1880 wurde der Musikverein Behamberg gegründet, 1902 wurde eine Raiffeisenkasse eröffnet. In den Jahren 1923 und 1924 wurden die Freiwilligen Feuerwehren in Behamberg bzw. Wachtberg gegründet. Im Jahr 1927 wurde Behamberg an das Telefonnetz angeschlossen. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Behamberg ein Arzt, zwei Gastwirte, eine Schneiderin, zwei Schuster, drei Viehhändler, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig.[5] Nach dem Anschluss an das NS-Deutschland wurden die Katastralgemeinden Hinterberg und Münichholz nach Steyr eingemeindet.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Behamberg von der Sowjetarmee als Stützpunkt genutzt. Von 1949 bis 1950 wurde der Ort an das Stromnetz angeschlossen. Von 1973 bis 1975 wurde ein Wasserleitungsnetz von 25 km Länge errichtet. 1988 wurde ein Kanalnetz, 1994 ein Seniorenwohnhaus errichtet. Von 2005 bis 2007 wurde der Ortsplatz in Behamberg umgebaut.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der starken Zunahme rund um die Jahrtausendwende waren Geburtenbilanz und Wanderungsbilanz positiv. Nach 2001 gab es eine Abwanderung, die aber durch den Geburtenüberschuss ausgeglichen wurde.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Behamberg

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Behamberg gibt es zahlreiche Vereine, darunter:

  • FF Behamberg
  • FF Wachtberg
  • ASV Behamberg-Haidershofen
  • Bauernbund
  • FC Behamberg
  • Perchtenverein Höhnpass
  • Jägerschaft
  • Landjugend
  • Motocrossclub
  • Musikverein Wachtberg
  • Musikverein Behamberg
  • Theatergruppe

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es eine Volksschule.[7]

Bahnhof Ramingdorf-Haidershofen

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahn: Durch das Gemeindegebiet verläuft ein Ast der Rudolfsbahn und bei Ramingdorf befindet sich die Haltestelle Ramingdorf-Haidershofen mit Schnellbahnverbindungen nach Linz und Steyr.[8]
  • Straßen: Die Haager Straße B 42 verbindet die Gemeinde mit Steyr im Westen und der West Autobahn A1 im Nordosten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2008 Josef Gaßner (ÖVP)
  • seit 2008 Karl Josef Stegh (ÖVP)
AUT Behamberg COA.jpg

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt den doppelschweifigen Löwen des ehemaligen Kronlandes Böhmen auf grünem Dreiberg. Es soll als redendes Wappen einen Bezug zum Ortsnamen herstellen. Die Ortsbezeichnung Behamberg (= Berg der Böhmen) weist in seiner Deutung auf eine slawische Siedlung des 9. bzw. 10. Jahrhunderts hin (Beham/Böhme = Synonym für Slawe), die als Vorläufer der heutigen Siedlung anzusehen ist. Der grüne Dreiberg soll zusätzlich die hügelige Landschaft des Alpenvorlandes, in der das Gemeindegebiet liegt, symbolisieren. Blasonierung: Im roten Wappen mit einem grünen Dreiberg im Schildfuß wächst ein schwarz bewehrter silberner doppelschwänziger goldgekrönter Löwe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Fuchshuber: Aus der Geschichte und der neuen Zeit von Behamberg. In: Heimatkundliche Beilagen zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Amstetten 13, 142, 1984, S. 1–4. (Artikel online, auf heimatforschung-noe.blogspot.co.at, 2012).
  • Josef Fuchshuber: Behamberg und seine Geschichte 1082-1982. Gemeinde Behamberg, Behamberg 1982.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Behamberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Behamberg, Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, 31. Dezember 2018, abgerufen am 15. Oktober 2020.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2016, abgerufen am 19. Februar 2017
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  4. Römische Villa unter neuem Fußballfeld orf.at, 22. April 2018, abgerufen 22. April 2018.
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 210
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Behamberg, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 15. Oktober 2020.
  7. Schulensuche auf Schulen online, abgerufen am 4. September 2020
  8. Stationsinformation. Abgerufen am 15. Oktober 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Behamberg. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Behamberg. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Behamberg. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Behamberg. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Behamberg. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Behamberg. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 17. Februar 2020.
  15. https://www.meinbezirk.at/steyr-steyr-land/c-lokales/ehrenbuerger-anton-fuchshuber-verstorben_a3745134, abgerufen am 30. November 2019.