Behindertentauchen

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Behindertentauchen ist das Sporttauchen behinderter Menschen, die trotz Behinderung Tauchen lernen und weltweit anerkannte Qualifikationen erwerben können.

Die Ausbildungsanforderungen sind gegenüber den Nichtbehinderten keineswegs verringert, sondern eher erhöht. Denn trotz möglicherweise eingeschränkter Fähigkeiten des Tauchschülers ist der gleiche Sicherheitsstandard wie bei einem nichtbehinderten Gerätetaucher einzuhalten. Der betroffene Schüler muss also zum Teil andere, schwierigere Techniken erlernen, um sicher tauchen zu können. Jede Ausbildung eines behinderten Sporttauchers wird dadurch individuell.

Teil des Sicherheitskonzeptes ist die korrekte Einstufung des behinderten Sporttauchers. Es gibt Taucher, die im Notfall sich selbst und dem Tauchpartner helfen können, solche, die nur sich selbst helfen können und solche, die sich im Notfall nicht selbst helfen können. Davon hängt insbesondere die erforderliche Zahl und Qualifikation der Tauchbegleiter ab. Die genauen Richtlinien hierfür wurden z. B. von der weltweit führenden Tauchorganisation für Behinderte, der Handicapped Scuba Association (HSA), definiert und weiterentwickelt.

Tauchbegleiter für Behinderte sollten idealerweise erfahrene Sporttaucher mit einer entsprechenden Zusatzausbildung sein, in der die künftigen Begleiter auf die Besonderheiten des Tauchens mit Behinderten vorbereitet werden. Diese Lehrgänge werden ebenfalls von den Verbänden angeboten (z. B. „HSA Dive Buddy“). Als Ausbilder für Behinderte und ihre Begleiter werden nur entsprechend geschulte Tauchlehrer zugelassen.

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