Ines Beilke-Voigt

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Ines Beilke-Voigt (* 1966) ist eine deutsche Prähistorikerin.

Ines Beilke-Voigt besuchte von 1973–1985 die Schule in Stralsund. 1985–1986 absolvierte sie ein Praktikum im wissenschaftlichen Informationszentrum der Akademie der Wissenschaften Berlin. Anschließend studierte Beilke Voigt bis 1991 Ur- und Frühgeschichte, Anthropologie und Klassische Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Beilke-Voigt promovierte 1995 mit der Dissertation „Frühgeschichtliche Miniaturobjekten mit Amulettcharakter zwischen Britischen Inseln und Schwarzem Meer“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1994–1996 war sie Mitarbeiterin der Grabungsfirma „Archäologie Manufaktur GmbH Berlin“. Für diese Arbeit wurde ihr für den Zeitraum 1996/1997 das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts zuerkannt. Seit 1997 lehrt sie an der Humboldt-Universität als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Privatdozentin auf einer von der Volkswagenstiftung geförderten Habilitationsstelle. Beilke-Voigt weilte 2001 zu einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Kopenhagen. 2001 war sie für drei Monate als Dozentin an der Universidad Autónoma de Chiriquí in David, Panama (UNACHI) zu „Methoden und Theorien zur Dokumentation, Konservierung und Erhaltung von Felsbildern“ (spanisch “Métodos y Teorias de Documentación, Conservación y Preservación del Arte Rupestre”). Dort wurde als Praxisteil eine Lehrgrabung in der präkolumbischen Siedlung Sitio Barriles durchgeführt.[1] Seit 2006 ist Beilke-Voigt Fellow des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hatte von 2009 bis 2010 eine Gastprofessur an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken inne.[2]

Beilke-Voigts Forschungsschwerpunkte liegen bei der Archäologie der Römischen Kaiserzeit bis zum frühen Mittelalter, der Volkskunde, Sitten, Bräuche, Symbolik, Bestattungssitten und der Felsbildkunst. Sie habilitierte 2004 mit dem Thema „Das Opfer im archäologischen Befund. Studien zu den so genannten Bauopfern, kultischen Niederlegungen und Bestattungen in ur- und frühgeschichtlichen Siedlungen Norddeutschlands und Dänemarks“.

Aktuelle Forschungsprojekte, die im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Heisenberg-Stipendiums durchgeführt werden, sind der Burgwall Lossow in Frankfurt (Oder), die „kultischen“ Feuerstellen der Bronze- und Eisenzeit sowie Forschungen zum Kind in der Römerzeit anhand der Befunde von Kinderbestattungen auf Gräberfeldern und in Siedlungen im germanischen, provinzialrömischen sowie im italischen Raum.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Opfer im archäologischen Befund. Studien zu den sog. Bauopfern, kultischen Niederlegungen und Bestattungen in ur- und frühgeschichtlichen Siedlungen Norddeutschlands und Dänemarks. Habilitationsschrift Berlin 2004 (in: Johann Callmer, Michael Meyer, Ruth Struwe, Claudia Theune (Hrsg.): Berliner Archäologische Forschungen Band 4; Rahden, Westfalen; 2007 [1]).
  • Frühgeschichtliche Miniaturobjekte mit Amulettcharakter zwischen Britischen Inseln und Schwarzem Meer. Habelt, Bonn 1998 (Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie, Band 51 / Schriften zur Archäologie der germanischen und slawischen Frühgeschichte, Band 3) ISBN 3-7749-2876-2.
  • Die Sitte der Miniaturgerätebeigabe bei den Germanen der späten Kaiserzeit. Diplomarbeit Berlin 1991 (unpubliziert).
  • Das jungbronze- und früheisenzeitliche Burgzentrum von Lossow. Ergebnisse der Ausgrabungen 2008 und 2009 (= Materialien zur Archäologie in Brandenburg. Band III). 1. Auflage. VML Verlag Marie Leidorf, 2014, ISBN 978-3-86757-318-4.
  • Lossow, alte Forschungen und neue Projekte. Hrsg.: Franz Schopper (= Materialien zur Archäologie in Brandenburg. Band 4). VML Verlag Marie Leidorf, Rahden / Westfalen 2010, ISBN 978-3-86757-314-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sitio Barriles (BU-24-I), Panama (2001). 26. Juni 2001, abgerufen am 9. Mai 2016.
  2. Beilke-Voigt, Ines. In: www.topoi.org. Abgerufen am 9. Mai 2016 (englisch).