Belair (Fluggesellschaft)

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Belair Airlines
Von Belair genutztes Logo der Air Berlin
Airbus A320-200 der Belair
IATA-Code: 4T
ICAO-Code: BHP
Rufzeichen: BELAIR
Gründung: 2001
Sitz: Opfikon, SchweizSchweiz Schweiz
Heimatflughafen:

Flughafen Zürich

Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Flottenstärke: 8
Ziele: International
Website: www.airberlin.com

Belair Airlines ist eine aus der ehemaligen Balair hervorgegangene Schweizer Fluggesellschaft mit Sitz in Opfikon und Basis auf dem Flughafen Zürich. Sie ist ein Tochterunternehmen der Air Berlin PLC und operiert in deren Markenauftritt und Streckennetz.

Geschichte[Bearbeiten]

Von Balair zu Belair Anfang der 2000er[Bearbeiten]

Eine Boeing 757-200 der Belair Anfang 2007
Eine Boeing der Belair in neuerer Variante der Bemalung Mitte 2007

Im Herbst 2001 war für die Verantwortlichen des Reisekonzerns Hotelplan klar, dass mit dem Ende der Swissair und den Airlinebetrieben der SAirGroup auch das Ende der Chartergesellschaft Balair eingeläutet war. Am 5. Oktober 2001 landete der letzte Balair-Flug in Zürich. Nach Rücksprache mit dem Mutterkonzern Migros gründete Hotelplan die neue Charterfluggesellschaft Belair Airlines, die am 16. Oktober im Handelsregister eingetragen wurde. Die beiden Boeing 757 der Balair, welche der Hotelplan gehörten, wurden in die neue Fluggesellschaft transferiert. Die geringfügige Namensänderung machte es möglich, die beiden (Hotelplan-)eigenen Boeing 757 mit sehr geringem Aufwand provisorisch umzulackieren. Von Balair konnten zudem 120 Angestellte übernommen werden.

Die Flugzeuge blieben einen Tag am Boden, ehe sie – nach dem Übertragen aller betriebsnotwendigen Unterlagen auf die neue Gesellschaft und der Erteilung der Flugbewilligung durch das BAZL – am 3. November 2001 zum ersten kommerziellen Flug der Belair abhoben. Die Flüge der beiden Maschinen führten seither hauptsächlich zu Badeorten am Mittelmeer und in Nordafrika. Neben den beiden Boeing 757-200 (HB-IHR und HB-IHS) wurde mittlerweile wieder eine Boeing 767-300ER (HB-ISE) geleast, die auf Langstrecken eingesetzt wurde.

Neben den regulären Ferienflügen dienten die Belair-767 und die Airbus A330 der Edelweiss Air bereits mehrfach gemeinsam der Rückführung von Ferienreisenden aus Krisengebieten, nach Naturkatastrophen oder Anschlägen. In Zusammenarbeit mit der Rega, der Schweizerischen Rettungsflugwacht, wurde die 757 HB-IHR der Belair so umkonzipiert, dass sie im Falle von Katastrophen als Rettungsflugzeug eingesetzt werden könnte. Somit bildete Belair eine Partnerschaft mit der Rega im Bereich Repatriierungsflüge.

Belair als Teil der Air Berlin Group[Bearbeiten]

Eine frühere Boeing 767-300ER der Belair in abgewandelter Air Berlin-Bemalung

Seit dem 1. November 2007 bestand mit Air Berlin zunächst eine strategische Partnerschaft, in der sich Air Berlin bis 2009 schrittweise mit bis zu vorerst 49 Prozent am Unternehmen beteiligte. Mit der Kooperation vergrösserte Air Berlin die Präsenz in der Schweiz über das Vertriebsnetz der Hotelplan-Gruppe, umgekehrt steht den Hotelplan-Kunden ein deutlich vergrössertes Flugangebot zur Verfügung. Aus diesem Grund wurden die beiden Boeing 757 in die Farben der Air Berlin umlackiert und in die Flotte integriert. Das erste Flugzeug in den neuen Farben war die HB-IHR.

Seit Oktober 2009 befindet sich die Gesellschaft vollständig im Besitz von Air Berlin. Die Flugzeuge der Belair sind in die Air-Berlin-Flotte integriert und tragen deren Farben.[1] Die bis November 2009 eingesetzten Boeing 757-200ER (HB-IHR und HB-IHS) sowie die Boeing 767-300ER (HB-ISE) wurden zwischenzeitlich ausgemustert.

Mit der Ausflottung der HB-ISE im November 2009 existiert Belair als Marke nicht mehr und dient heute nur noch als Firmenname. Sämtliche Flüge werden nun unter der Marke Air Berlin durchgeführt. Aus verkehrsrechtlichen Gründen werden gewisse Strecken in Nicht-EU-Länder weiterhin unter dem Belair-IATA-Code 4T geführt. Mit der Umflottung auf eine reine Airbus-Flotte sowie dem Ausbau der Flotte auf neun Flugzeuge konnte die Belair die Anzahl an Piloten und Flugbegleitern markant steigern. Die Corps der ehemaligen Air Berlin Switzerland (Air-Berlin-Piloten), der CHS Switzerland (Air-Berlin-Flugbegleiter) sowie der Belair wurden auf den 1. Januar 2010 in der Firma Belair zusammengefasst. Viele der ehemaligen Belair-Flugbegleiter haben das Unternehmen nach dem Wegfall der Langstrecken-Destinationen verlassen. Bedingt durch die Fluktuation konnten viele neue Mitarbeiter für den Beruf des Flugbegleiters gewonnen werden, was mitunter zu einer leichten Verjüngung der Kabinenbesatzungen geführt hat.

Aufgrund der Beherrschung der Gesellschaft wird diese von Berlin aus geführt und von Air Berlin im Jahresabschluss voll konsolidiert.

Flugziele[Bearbeiten]

Belair fliegt im Auftrag und Namen von Air Berlin unterschiedliche Ziele innerhalb deren Streckennetzes ab Zürich, Basel und teilweise auch ab Genf an. Ziele sind hauptsächlich Urlaubsziele rund um das Mittelmeer sowie in Ägypten und auf den Kanaren. Flüge innerhalb der EU werden mit Flugnummer der Air Berlin (AB) durchgeführt, Flüge ausserhalb der EU sind mit einer 4T-Flugnummer der Belair unterwegs.

Flotte[Bearbeiten]

Ein Airbus A319-100 der Belair im Markenauftritt der Air Berlin, zu erkennen am Schweizer Kennung

Mit Stand Januar 2015 besteht die Flotte der Belair aus acht Flugzeugen,[2] die im Markenauftritt der Air Berlin betrieben werden:

Flugzeugtyp aktiv bestellt Anmerkungen Sitzplätze Durchschnittsalter[3]
Airbus A319-100 02 7.0 Jahre
Airbus A320-200 06 5.7 Jahre
Gesamt 08 6.0 Jahre

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Balair – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma
 Commons: Belair – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Belair Airlines als Mitglied der Air Berlin Group
  2. ch-aviation.ch abgerufen am 18. Januar 2015
  3. airfleets.net, abgerufen am 18. Januar 2015