Beleidigung (Psychologie)

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Eine Beleidigung ist eine Aussage oder Handlung eines Senders, die das Ego bzw. den Stolz eines Empfängers mit negativen Emotionen assoziiert – der Kränkung – und somit herabwürdigt. Wenn der Empfänger (d. h. die beleidigte Person) ein geringes Selbstwertgefühl hat und die Aussage als Angriff auffasst, entsteht eine Angstreaktion und der Empfänger ist „beleidigt“. Diese Angst kann zu einem Gegenangriff (Wut), Flucht oder ohnmächtiger Erstarrung führen und auf Dauer Depressionen verursachen, falls der Empfänger mit der Situation überfordert ist.

Unterscheidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beleidigungen sind aufgrund des Attributionsfehlers sehr häufig. Hierbei wird eine Aussage mit positivem Motiv vom Empfänger als negativ aufgefasst. Hierbei gilt es im Wesentlichen, zwischen zwei Motiven zu unterscheiden:

  1. Das Aufmerksammachen auf eine Problemstellung, damit der Empfänger über das Problem nachdenken und reflektieren kann.
  2. Das bewusste Induzieren einer Angstreaktion im Empfänger, um den eigenen Status innerhalb einer sozialen Gruppe relativ zum Empfänger zu erhöhen.


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Steffen Herrmann: Beleidigung. In: Christian Gudehus, Michaela Christ (Hrsg.): Gewalt. Ein interdisziplinäres Handbuch. Metzler, Stuttgart 2013, S. 110–115.
  • Jens Jessen: Warnung! Dieser Artikel kann Gefühle der Kränkung auslösen. In: Die Zeit. 20. Oktober 2016 (Online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Beleidigung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]