Bella Rose

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Bella Rose 2
Rasse: Westfale
Vater: Bellissimo M
Mutter: Cedra II
Mutter-Vater: Cacir AA
Geschlecht: Stute
Geburtsjahr: 2004
Land: Deutschland
Farbe: Fuchs
Züchter: ZG Strunck, Bochum
Besitzer: Madeleine Winter-Schulze
Reiter: Isabell Werth
Größte Siege, Titel und Auszeichnungen
Titel
Weltmeisterschaften

2014 – Goldmedaille Mannschaft
2018 – Goldmedaille Mannschaft
2018 – Goldmedaille Einzel Grand Prix

Die Westfalen-Stute Bella Rose (* 2004) ist ein internationales Dressurpferd und eines der Toppferde von Isabell Werth. Sie gilt als eines der besten Dressurpferde der Welt.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren bei der Züchtergemeinschaft Heinrich und Wilhelm Strunck, wechselte die Fuchsstute bereits dreijährig in den Stall von Isabell Werth. Entdeckt wurde die Stute von Werths ehemaligem Bereiter Matthias Bouten. Bella Rose zeigte schon früh Talent für höhere Lektionen. 2011, im Alter von 7 Jahren, absolvierte sie bereits ihre ersten S-Dressuren.

Einstieg in den Grand Prix Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren ersten internationalen Grand Prix absolvierte die Stute im Mai 2013, damals 9-jährig, in München. Dort konnte sie den Grand Prix und den Grand Prix Special mit jeweils über 75 % für sich entscheiden. Im gleichen Jahr war sie noch in Perl-Borg und Frankfurt siegreich.

Beim internationalen Dressurturnier im Juni 2014 in Perl-Borg erzielte Bella Rose erstmals über 80 % im Grand Prix und Special und wurde jeweils zweite hinter Matthias Alexander Rath mit Totilas. Beim CHIO Aachen im Juli erzielte sie wiederum hervorragende Ergebnisse und wurde mit Isabell Werth für die WM nominiert. Die Stute rückt durch ihre Auftritte nun auch mehr in den internationalen Fokus und galt als einer der Favoriten für die Weltmeisterschaft im August.

Zusammen mit Fabienne Lütkemeier auf D'Agostino, Kristina Sprehe auf Desperados FRH und Helen Langehanenberg auf Damon Hill bildeten Isabell Werth und Bella Rose das Dressurteam für die Weltreiterspiele 2014 in Caen. Als dritte Mannschaftsreiterin gingen sie am zweiten Wettkampftag an den Start und erreichten über 81 % im Grand Prix. Sie übernahmen dadurch die Führung, die sie am Ende nur an Charlotte Dujardin mit Valegro abgeben mussten. Erstmal ließen sie damit das bisherige deutsche Top-Paar Helen Langehanenberg mit Damon Hill NRW hinter sich. Mit über 10 Prozentpunkten Vorsprung sicherte sich das deutsche Dressurteam die Mannschafts-Goldmedaille. Am selben Tag entwickelte Bella Rose eine Huflederhautentzündung, weshalb sie für die restlichen Wettbewerbe ausfiel. Im November gab sie ihr Comeback beim Stuttgart German Masters und siegte sowohl im Grand Prix als auch im Special. Danach pausierte die Stute aus gesundheitlichen Gründen wieder, diesmal für mehrere Jahre.

Comeback nach Verletzungspause[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2018 gab die Stute ihre Comeback beim Dressurturnier auf dem Schindlhof in Fritzens. Dort konnte sie direkt wieder den Grand Prix und den Grand Prix Special mit 77 % bzw. 80 % für sich entscheiden. Daraufhin wurde sie für eine Teilnahme beim CHIO Aachen nominiert, wo sie wiederum beide Prüfungen mit deutlichem Abstand gewann. Ab diesem Zeitpunkt war sie auch wieder ein Kandidat für die Weltreiterspiele 2018 in Tryon. Im August siegte sie beim Turnier in Cappeln wiederum im Grand Prix und mit 87 % auch in der Kür, der erst zweiten Kür ihres Lebens. Isabell Werth bestätigte nach dem Turnier, dass die Stute ihre erste Wahl für Tryon ist.

Bei der Nominierung erhielt Bella Rose dann den Vorzug vor Werths anderen Pferden, der dreifachen Europameisterin Weihegold OLD sowie Emilio. Im Grand Prix, dem Mannschaftswettbewerb, gingen Isabell Werth und Bella Rose als letztes deutsches Paar an den Start. Mit einer überragenden Leistung und einer Bewertung von fast 85 % trugen sie maßgeblich zur Mannschafts-Goldmedaille bei. Im Grand Prix Special sicherten sie sich mit über 86 % die Einzel-Goldmedaille vor der Amerikanerin Laura Graves. Aufgrund des drohenden Sturms wurde die Grand Prix Kür abgesagt. Im November ging die Stute abermals bei den German Masters in Stuttgart an den Start und siegte hier sowohl im Grand Prix als auch in der Weltcup Kür.

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bella Rose stammt vom Rheinischen Warmblut Bellissimo M ab, der selbst erfolgreich im Grand Prix war. Die Mutter ist die Westfalen-Stute Cedra II, Muttervater ist der Anglo-Araber Cacir AA.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]