Bellenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Bellenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bellenberg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 15′ N, 10° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Neu-Ulm
Höhe: 504 m ü. NHN
Fläche: 5,12 km2
Einwohner: 4544 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 888 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89287
Vorwahl: 07306
Kfz-Kennzeichen: NU, ILL
Gemeindeschlüssel: 09 7 75 115
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Memminger Str. 7
89287 Bellenberg
Website: www.gemeinde-bellenberg.de
Erster Bürgermeister: Oliver Schönfeld (CSU)
Lage der Gemeinde Bellenberg im Landkreis Neu-Ulm
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Über dieses Bild

Bellenberg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm (Bayern).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bellenberg liegt etwa einen Kilometer östlich des bayerisch-württembergischen Grenzflusses Iller zwischen den Städten Vöhringen im Norden und Illertissen im Süden und 15 Kilometer südlich des Ballungsraumes Ulm/Neu-Ulm. Zu erreichen ist der Ort über die Autobahn A 7, die Staatsstraße 2031 und die Bahnstrecke Ulm–Memmingen.

Außer dem Pfarrdorf Bellenberg gibt es keine weiteren Gemeindeteile.[2]

Grundwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1960er und 1970er Jahren sind mutmaßlich krebserregende leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe aus einer Großreinigung in Bellenberg in das Grundwasser gelangt.

Der Trinkwasser-Grenzwert für diese Substanzen liegt bei höchstens zehn Mikrogramm pro Liter. Messungen zeigen jedoch eine dauerhafte Überschreitung dieses Werts im Grundwasser westlich der Bachstraße und nördlich des Mühlbachs (2008: 43 Mikrogramm je Liter; 2015: 38 Mikrogramm je Liter; 2017: 80 Mikrogramm pro Liter; 2018: 64 Mikrogramm je Liter). Brunnenwasser soll deshalb in Bellenberg nicht zum Gießen oder Reinigen von Gemüse und Obst verwendet werden. Auch zum Baden, Duschen, Befüllen von Planschbecken sowie zum Tränken von Nutztieren ist es nicht geeignet.[3][4][5][6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1302 wurde Bellenberg erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Ausgrabungen haben zudem belegt, dass es bereits in der Mittelbronzezeit (etwa 1500 bis 1300 v. Chr.) ein Siedlungsraum war.

Die Burg auf dem Schlossberg war Mittelpunkt der Herrschaft Bellenberg. Sie wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts im Städtekrieg von den Ulmern zerstört. Die Herren von Ellerbach waren von 1357 bis 1570 Inhaber der Herrschaft Bellenberg. Die Ulmer benutzten die Steine der zerstörten Burg als Baustoff für das Ulmer Münster.

Die neue Pfarrkirche „Unsere liebe Frau vom Rosenkranz“

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 3769 auf 4531 um 762 Einwohner bzw. um 20,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bellenberg setzt sich aus 16 Politikern zusammen:

Bei der Kommunalwahl 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • Freie Wähler: 7 Sitze
  • CSU: 5 Sitze
  • SPD: 4 Sitze

Bei der Kommunalwahl 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • Freie Wähler: 8 Sitze
  • CSU: 6 Sitze
  • SPD: 2 Sitze

Bei der Kommunalwahl 2020 ergab sich folgende Sitzverteilung[7]:

  • Freie Wähler: 8 Sitze
  • CSU: 6 Sitze
  • SPD: 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. März 2020 wurde Susanne Schewetzky (CSU) mit 57,5 % der Stimmen zur neuen Ersten Bürgermeisterin gewählt; die Amtszeit begann am 1. Mai 2020. Deren Vorgängerin war von Mai 2008 bis April 2020 Simone Vogt-Keller, nominiert von CSU und Freien Wählern, die bereits vor ihrer Wahl in der Gemeindeverwaltung als Beamtin tätig gewesen war und 69,8 % der Stimmen erhalten hatte.[8]

Susanne Schewetzky hat zum 1. September 2021 ihren Rücktritt erklärt, die Neuwahl fand am 26. September 2021 statt.[9]

Ab 1. Oktober 2021 ist Oliver Schönfeld Bürgermeister.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Bellenberg.svg
Blasonierung: „Über grünem Schildfuß in Grün ein goldener Dreiberg, darauf ein goldener Laubbaum (Linde).“[11]

Wappenführung seit 1964.

Wappenbegründung: Auf dem Schlossberg von Bellenberg stand bis zum Ende des 14. Jahrhunderts eine Burg. Sie war der Mittelpunkt der Herrschaft Bellenberg und wurde im Städtekrieg 1375/77 von den Ulmern zerstört. Später stand an ihrer Stelle auf dem Schlossberg eine Linde, ein Wachbaum. Daran erinnert der goldene Laubbaum im Wappen. Der Dreiberg stellt den Ortsnamenbestandteil 'Berg' dar. Die Farben Grün und Golden sind dem Wappen der Herren von Ellerbach entnommen, die seit 1357 die Herrschaft Bellenberg innehatten.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt den ASV Bellenberg (Gymnastik, Ringen, Turnen, Ski, Tischtennis, Volleyball, Wandern), den FV Bellenberg, den Tennisverein, den Eishockeyclub und den Schützenverein "Pfeil", außerdem den FV Bellenberg (Fußballverein).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Mang (1950–2018), Weltmeister und Olympia-Zweiter (1972) im Gewichtheben des Superschwergewichtes
  • Guido Oberdorfer, Firmengründer der WAP-Reinigungsgeräte (heute Nilfisk GmbH)
  • Roland Bürzle (* 1947), Bürgermeister (1984–2008)

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bellenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Bellenberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 9. Juni 2021.
  3. Belastung des Grundwassers. In: Bellenberg Aktuell -- Bürgerinformation für die Gemeinde Bellenberg. Juni 2008, S. 18, abgerufen am 21. August 2018.
  4. Augsburger Allgemeine: Wie belastet ist das Wasser im Illertal? In: Augsburger Allgemeine. 4. Juli 2015 (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 21. August 2018]).
  5. Augsburger Allgemeine: Wenn Giftiges im Grundwasser lauert. In: Augsburger Allgemeine. 11. Juli 2017 (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 21. August 2018]).
  6. Augsburger Allgemeine: Grundwasser im Illertal ist weiter belastet. In: Augsburger Allgemeine. 21. Juni 2018 (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 21. August 2018]).
  7. Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 in Bellenberg
  8. Homepage der Gemeinde Bellenberg (Memento des Originals vom 23. März 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-bellenberg.de, gemeinde-bellenberg.de, abgerufen am 19. Mai 2017.
  9. Augsburger Allgemeine vom 22. Mai 2021, abgerufen am 2. Juli 2021
  10. Augsburger Allgemeine vom 27. September 2021, abgerufen am 28. September 2021
  11. Eintrag zum Wappen von Bellenberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte