Quartier de Belleville

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Koordinaten: 48° 52′ N, 2° 23′ O

Quartier de Belleville
Verwaltung
Staat Frankreich
Region Île-de-France
Arrondissement 20.
Demographie
Verkehrsanbindung
Metro Metro-M.svg Paris Metro 2.svg Paris Metro 7 bis.svg Paris Metro 11.svg
Rue Ramponeau in Belleville
Rue de Belleville

Das Quartier de Belleville ist der 77. Verwaltungsbezirk (französisch Quartier administratif) im 20. Arrondissement von Paris.

In der Vorstellungswelt der Pariser ist das «Quartier de Belleville» viel größer, denn sie meinen das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Belleville, das zu beiden Seiten der heutigen Rue de Belleville lag und somit die Arrondissements 10, 11, 19 und 20 berührt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gleichnamige, ursprünglich vor den Toren von Paris (Porte du Temple) gelegene, eigenständige Vorort wurde erst 1860 eingemeindet und durch die damit verbundene willkürliche Festlegung der Arrondissements und Quartiers genau in der Ortsmitte geteilt, so dass heute die eine Ortshälfte im 19. Arrondissement liegt, die andere im 20. Dessen ungeachtet hat die frühere Gemeinde ihren Zusammenhalt größtenteils bewahrt.

Belleville: eines der 4 Quartiers administratifs des 20. Arrondissement von Paris

Im Übrigen ist das Gebiet des Conseil de quartier[1] von «Belleville 20e»[2] etwas kleiner als der eigentliche Verwaltungsbezirk.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belleville ist eines der typischen Einwandererviertel von Paris, u. a. leben hier größere Gruppen von Maghrebinern, Schwarzafrikanern, sephardischen Juden und Chinesen. Die herrschende multikulturelle Atmosphäre befruchtet das Schaffen der hiesigen großen Künstlerszene.

Traditionell ist Belleville politisch linksgerichtet. Die Parti Socialiste, die Kommunistische Partei Frankreichs, die Grünen und die Lutte Ouvrière sind stark vertreten. Das Hauptquartier der Parti communiste français befindet sich nahe der Colonel Fabien-Station zwischen Belleville und La Villette. In dem Stadtteil ist auch ein nach Louise Michel benanntes Kulturzentrum ansässig, das von Lucio Urtubia mitbegründet wurde. Er selbst lebte in einer Wohnung direkt darüber.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Hügel von Belleville (franz. Butte de Belleville) liegt der Parc de Belleville, von dessen Terrassen es einen guten Überblick über das Panorama von Paris gibt.

Édith Piaf wurde 1915 auf den Stufen des Hauses 72 in der Rue de Belleville geboren. Dort erinnert eine Gedenktafel an die berühmte Sängerin.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gleichnamige Métro-Umsteigebahnhof Belleville am westlichen Rande des Stadtteils verbindet die Linie 2 mit der 11. Weitere Métrostationen sind Pyrénées und Jourdain.

Filme, die in Belleville gedreht wurden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emmanuel Jacomin: Histoire de Belleville. in: Clément Lépidis (Hrsg.): Belleville. Editions Henri Veyrier, Paris 1980, ISBN 2-85199-216-3.
  • Clément Lépidis: Belleville, mon village. in: Clément Lépidis (Hrsg.): Belleville. Editions Henri Veyrier, Paris 1980, ISBN 2-85199-216-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Durch ein Gesetz von Daniel Vaillant vom 27. Februar 2002 wurden neue Verwaltungseinheiten geschaffen, deren Aufgabe und Stellung etwa denen unseres Ortsbeirats entsprechen.
  2. In Paris wird vom Belleville 20e gesprochen, wenn man das Quartier de Belleville meint.
  3. Gitta Düperthal Ein moderner Robin Hood in: junge Welt, 21. Juli 2020, S. 7
  4. Belleville - Paris Sehenswürdigkeiten Online, abgerufen am 20. Juni 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Belleville, Paris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien