Beltheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Beltheim
Beltheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Beltheim hervorgehoben
50.1077777777787.4625440Koordinaten: 50° 6′ N, 7° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kastellaun
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 24,85 km²
Einwohner: 1925 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56290
Vorwahl: 06762
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 010
Gemeindegliederung: 6 Ortsbezirke
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 1
56288 Kastellaun
Webpräsenz: www.beltheim.de
Ortsbürgermeister: Uwe Hammes
Lage der Ortsgemeinde Beltheim im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Beltheim ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kastellaun an.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Beltheim liegt zentral in der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks nördlich der Hunsrückhöhenstraße etwa fünf Kilometer nordöstlich der Stadt Kastellaun.

Angrenzende Nachbargemeinden von Beltheim sind (im Uhrzeigersinn) Gondershausen, Bickenbach, Braunshorn, Gödenroth, Roth, Uhler, Korweiler, Dommershausen und Beulich.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Beltheim gliedert sich in die Ortsbezirke bzw. Ortsteile: Beltheim, Frankweiler, Heyweiler, Mannebach, Schnellbach und Sevenich.[2]

Ortsteil Beltheim[Bearbeiten]

Zum Ortsteil Beltheim mit 992 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2010) gehören auch die Wohnplätze Olbermannsmühle, Schmausemühle am Deimerbach und Schmollemühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Beltheim war im Jahre 893 im Prümer Urbar als „Beltuom“.

Beltheim war seit dem späten Mittelalter der Hauptort des Beltheimer Gerichts, ein dreiherrisches Kondominium, zu dem 13 umliegende Ortschaften gehörten.

Im 14. Jahrhundert war die Hälfte des Gerichtes in den Händen von Kurtrier und jeweils ein Viertel als Lehen im Besitz der Herren von Braunshorn und Waldeck. Der Waldecker Anteil gelangte 1366 an die Grafen von Sponheim.

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) kam Beltheim zu Frankreich und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Kastellaun im Rhein-Mosel-Departement.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen wurde die Region 1815 dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kamen alle heute zur Ortsgemeinde gehörenden Orte zur Bürgermeisterei Kastellaun im 1816 gebildeten Kreis Simmern im Regierungsbezirk Koblenz.

Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Die heutige Gemeinde Beltheim entstand am 17. März 1974 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinde Beltheim mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Frankweiler, Heyweiler, Mannebach, Schnellbach und Sevenich am 17. März 1974.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Beltheim bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 1.106
1835 1.483
1871 1.699
1905 1.835
1939 1.921
1950 1.727
Jahr Einwohner
1961 1.646
1970 1.773
1987 1.829
1997 2.047
2005 2.054
2013 1.925

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Beltheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die 16 Sitze verteilen sich auf insgesamt sechs Wählergruppen.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Beltheim ist Uwe Hammes.

Ortsbezirke[Bearbeiten]

Jeder der sechs Ortsteile von Beltheim bildet einen Ortsbezirk mit einem Ortsbeirat und einem Ortsvorsteher. Ortsvorsteherin des Ortsbezirks Beltheim ist Kornelia Kremer.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Gespalten, vorn in Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, hinten geteilt, oben von Rot und Silber in vier Spalten geschacht, unten in Rot drei silberne Hifthörner ohne Fessel (2:1).“

Das rote Kreuz in Silber (Sankt-Georgs-Kreuz) steht für Kurtrier, das rot-silberne Schachmuster erinnert an das Geschlecht der Sponheimer und die drei silbernen Hifthörner in Rot sind das Wappen der Freiherren von Braunshorn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der wohl bekannteste Beltheimer ist der Kleinwarenhändler Beldemer Lippert, der von 1888 bis 1963 lebte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ortsgemeinde Beltheim (Hrsg.): Beltheim im Wandel der Zeit 893–1993. Aus der Geschichte eines Hunsrückdorfes; Beltheim 1993, 494 S.
  • Dietrich, Ewald: Auswanderung und Binnenwanderung Beltheimer Leibeigener im 18. Jahrhundert. In: Rhein-Hunsrück-Kalender, 54 (1998) S. 85–91.
  • Paul B. Steffen: Eine von Vielen! Das Leben von Anne Steffen aus Beltheim als Missionsschwester in Brasilien (1882 bis 1914). In: Rhein-Hunsrück-Kalender 1983, S. 91–93.
  • Paul B. Steffen: Von einer Hunsrücker Dienstmagd zu einer Missionsschwester in Brasilien. Der Werdegang der Anna Steffen, Schwester Zachäa (1882–1914) aus Beltheim, in: Hunsrücker Heimatblätter Nr. 148, 54 Jg., März 2012, 469–479.
  • Paul B. Steffen: Schwester Wendelina SSpS, Anna Maria Kreuz 1871–1950. Ein Leben der aufopfernden Liebe für Arme u. Kranke in Argentinien, in: Rhein-Hunsrück Kalender Heimatjahrbuch 69 (2013) S. 123–129.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beltheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 36 (PDF; 2,3 MB)
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 171 (PDF; 2,6 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Direktwahlen der Ortsvorsteher