Beluga II

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Beluga II
Beluga II auf Tour gegen neue Kohlekraftwerke
Beluga II auf Tour gegen neue Kohlekraftwerke
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Klipper
Rufzeichen DOGE
Heimathafen Hamburg
Eigner Greenpeace Deutschland
Bauwerft Fridtjof-Nansen-Werft, Wolgast
Baukosten 1,4 Mio. Euro
Bestellung 2003
Indienststellung 2004
Verbleib In Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
34,00 m (Lüa)
28,00 m (Lpp)
Breite 5,60 m
Tiefgang max. 1,90 m
Verdrängung 135 t
 
Besatzung 4
Maschinenanlage
Maschine dieselelektrisch
Haupt- und Hilfsmaschinen
Maschinen-
leistung
173 kW und 40 kVA
Takelung und Rigg
Takelung
  • Besan 85 (2 Reffs)
  • Großsegel 108 (2 Reffs)
  • Fock 74 (1 Reff)
  • Klüver / Groß 56
  • Sturmklüver 19
Anzahl Masten 2 (25,40 m)
Segelfläche 320 m²
Geschwindigkeit
unter Segeln
max. 8,5 kn (16 km/h)

Die Beluga II ist ein zweimastiger Klipper mit weißem Rumpf und weißer Besegelung der Umweltorganisation Greenpeace mit Heimathafen Hamburg.

Geschichte und Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2003 beauftragte Greenpeace Deutschland die Fridtjof-Nansen-Werft in Wolgast, Mecklenburg-Vorpommern, am Westufer des Peenestroms zum Neubau eines Schiffes vom Typ Klipper. Es war der erste durch Greenpeace in Auftrag gegebene Neubau.

Im August 2004 in Dienst gestellt löste die Beluga II ihre Vorgängerin, die 2004 außer Dienst gestellte Beluga, ab. Namensgeber für beide Schiffe ist der Beluga, ein weißer Gründelwal, der sporadisch in Flüsse einwandert.

Das Schiff ist universell einsetzbar und kann auf sämtlichen europäischen Binnengewässern fahren, sowie vor den Küsten der Nord- und Ostsee, des Atlantiks, des Mittelmeeres, des Kaspischen und des Schwarzen Meeres.

Die Beluga II mit der Schute nach der Beschlagnahmung

Am 7. Juli 2017 wurde die Beluga II bei den Protesten rund um den G20-Gipfel 2017 in Hamburg eingesetzt: Während die eingeladenen Staatsgäste in der Elbphilharmonie zu einem Konzert versammelt waren, führte der Klipper eine Schute mit einer großen Pappmachéfigur Donald Trumps auf der Elbe an der Grenze der marinen Sicherheitszone vorbei. Die Figur zeigt Trump als Baby mit einer Windel, aus der Rohöl quillt, auf der Weltkugel sitzend. Mit rot angelaufenem Kopf und zum Schrei aufgerissenem Mund hält er in beiden Händen die Hälften eines zerrissenen Klimaschutzabkommens. Kleinboote von Greenpeace steuerten auf die Grenze der Sicherheitszone zu und ließen Schwimmer ins Wasser, die auf das Konzerthaus zuschwammen. Die Beluga II mitsamt Schute, die Kleinboote und alle beteiligten Personen wurden wegen „gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr“ beschlagnahmt bzw. festgenommen und zum Wasserschutzpolizeikommissariat 3 an der Süderelbe in Hamburg-Harburg gebracht.[1]

Konstruktion und technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff ist 34,00 Meter lang, 5,60 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,90 Meter. Es hat eine Verdrängung von 135 Tonnen und kann mit seiner 173 kW starken Maschine eine maximale Geschwindigkeit von 8,5 Knoten erreichen; der Brennstoffverbrauch liegt bei ca. 20 Litern pro Stunde.

Die elektrische Energieversorgung wird durch einen hydraulisch betriebenen Stromgenerator mit 10 kVA Leistung gewährleistet. Das Gerät wird direkt durch die Schiffshydraulik angetrieben.[2]

Die Brückendurchfahrthöhe des leeren Schiffes mit stehendem Mast beträgt 27,40 Meter. Da sich jedoch die zwei knapp über 25 Meter hohen Masten mit Hilfe eines Fußgelenkes (Mastkoker) umlegen lassen, beträgt die minimale Brückendurchfahrtshöhe 3,95 Meter.

Die volle Segelfläche der Takelage besteht beläuft sich auf ca. 320 Quadratmeter. Zur Crew gehören 3–4 Personen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. André Zand-Vakili: Beschlagnahmtes Greenpeace-Schiff liegt bei der Polizei in Harburg. In: harburg-aktuell.de. 21. Juli 2017, abgerufen am 22. Juli 2017.
  2. Projektreport und Einbaubilder des Generators [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beluga II – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Informationen zum Schiff Beluga II auf greenpeace.de