Beneath the Remains

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Beneath the Remains
Studioalbum von Sepultura
Veröffentlichung Mai 1989
Label Roadrunner Records
Format CD
Genre Thrash Metal
Anzahl der Titel 9
12 (Wiederveröffentlichung)
Laufzeit 42 min 10 s (Original)
54 min 12 s (Wiederveröffentlichung)

Besetzung

Produktion Scott Burns
Studio Nas Nuvens Studio, Rio de Janeiro
Dezember 1988
Chronologie
Schizophrenia
(1987)
Beneath the Remains Arise
(1991)

Beneath the Remains (engl. für Unter den Überresten) ist das dritte Studioalbum der brasilianischen Thrash-Metal-Band Sepultura. Es erschien im Mai 1989 über Roadrunner Records und war die erste Veröffentlichung der Band für diese Firma. Das Album brachte der Band den weltweiten Durchbruch und verkaufte sich insgesamt über 600.000 Mal.[1]

Entstehung[Bearbeiten]

Das Vorgängeralbum Schizophrenia war in Brasilien recht erfolgreich und konnte sich über 15.000 Mal verkaufen.[2] Die guten Verkäufe weckten das Interesse von Roadrunner Records, die die Band unter Vertrag nahmen. Für das Album erhielt die Band ein vergleichsweise kleines Budget in Höhe von 8.000 Dollar, das letztendlich um den gleichen Betrag überzogen wurde.[3] Die Aufnahmen fanden im Dezember 1988 im Nas Nuvens Studio in Rio de Janeiro statt. Hierbei handelt es sich um das größte Tonstudio Brasiliens. Die Band arbeitete jeweils von Mitternacht bis acht Uhr morgens. Als Produzenten verpflichtete die Band den US-Amerikaner Scott Burns, der in den frühen 1990er Jahren zum gefragtesten Produzenten der Death- und Thrash-Metal-Szene wurde. Da Burns neugierig auf Brasilien war, verlangte er ein kleines Honorar von 2.000 US-Dollar.[3] Während des ersten Studiotages wurde Burns’ Hotelzimmer ausgeraubt. Diebe stahlen seinen Ghettoblaster und diverse Kleidungsstücke.[1]

Als Gastsänger treten bei dem Lied Stronger Than Hate John Tardy (Obituary) und Kelly Shaefer (Atheist) auf. Das Albumcover wurde von Michael Whelan entworfen. Für das Lied Inner Self drehte die Band ihr erstes Musikvideo.

Rezeption[Bearbeiten]

Während die ersten beiden Alben von der europäischen Fachpresse verrissen und mit hämischen Kommentaren versehen wurden, erhielt Beneath the Remains erstmals positive Kritiken. Teilweise wurde das Album mit Slayers Reign in Blood verglichen.[1] Eduardo Rivadavia vom Online-Magazin Allmusic bezeichnete Beneath the Remains als „eines der essentiellsten Death-/Thrash-Metal-Alben“.[4] Das Magazin Terrorizer zählte Beneath the Remains im Jahre 2003 zu den 20 besten Thrash-Metal-Alben aller Zeiten.[5]

Im Buch Best of Rock & Metal des deutschen Magazins Rock Hard, in dem die nach Meinung der Redaktion 500 stärksten Metal- und Hard-Rock-Alben aller Zeiten aufgeführt werden, belegte Beneath the Remains Platz 99. Laut Andreas Stappert „zeigte die Band der Fachpresse, wo im Thrash Metal der Hammer wirklich hängt“ und legte ein Album vor, mit dem Sepultura „einer Band wie Slayer locker Paroli bieten konnten“.[6]

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Beneath the Remains – 5:13
  2. Inner Self – 5:11
  3. Stronger Than Hate – 5:53
  4. Mass Hypnosis – 4:26
  5. Sarcastic Existence – 4:46
  6. Slaves of Pain – 4:04
  7. Lobotomy – 4:59
  8. Hungry – 4:31
  9. Primitive Future – 3:11
  10. A hora e a vez do cabelo nascer – 2:23 1
  11. Inner Self (drum tracks) – 5:11 1
  12. Mass Hypnosis (drum tracks) – 4:22 1

1 Bonustitel der 1997 remasterten Wiederveröffentlichung. [7] [8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Conny Schiffbauer: Thrashin’ Brazil. In: Rock Hard, März 2008, Seite 72ff.
  2.  Stratmann, Holger (Hrsg.): Rock Hard Mania. Rock Hard GmbH, Dortmund 2004, ISBN 3-9805171-5-2, S. 93.
  3. a b  Barcinski, André & Gomes, Silvio: Sepultura: Toda a História. Ed. 34, São Paulo 1999, ISBN 85-7326156-0, S. 60-69.
  4. allmusic.com: Beneath the Remains > Overview
  5. A Megaton Hit Parade: The All-Time Thrash Top 20. In: Terrorizer, Ausgabe 109, Seite 34f.
  6.  Rock Hard (Hrsg.): Best of Rock & Metal – Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten. Heel Verlag, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-517-4, S. 183.
  7. musicbrainz.org: Release: Beneath the Remains
  8. discogs.com: Sepultura – Beneath The Remains (CD, Album, RM)