Benedict Cumberbatch

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Benedict Cumberbatch auf der San Diego Comic Con (2014)

Benedict Timothy Carlton Cumberbatch, CBE (* 19. Juli 1976 in London, England) ist ein britischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Cumberbatch ist der Sohn der Schauspieler Timothy Carlton und Wanda Ventham. Seine Cousine ist die Schauspielerin Hannah Taylor-Gordon. Er besuchte die Harrow School und die Universität Manchester. Anschließend absolvierte er die London Academy of Music and Dramatic Art.

Im November 2014 verlobte er sich mit der Schauspielregisseurin Sophie Hunter.[1] Die Heirat fand im Februar 2015 auf der Isle of Wight statt.[2] Im Juni 2015 kam das erste gemeinsame Kind, ein Sohn, zur Welt.[3]

Am 12. Juni 2015 wurde Cumberbatch von Elisabeth II. zum Commander of the British Empire ernannt.[4]

Karriere[Bearbeiten]

Seine ersten Erfahrungen im Fernsehgeschäft sammelte er 2000 in einer Episode der britischen Seifenoper Heartbeat. 2003 erhielt er eine Rolle in To Kill a King mit Tim Roth und Dougray Scott und spielte in Dr. Slippery den Sohn von Paul Slippery (gespielt von Hugh Laurie). Seinen Durchbruch feierte er 2004 mit Hawking – Die Suche nach dem Anfang der Zeit, eine Filmbiografie über den Wissenschaftler Stephen Hawking. Hierfür bekam Cumberbatch eine Nominierung als „Bester Schauspieler“ bei den BAFTA Awards. 2005 spielte er die Hauptrolle in der Miniserie To The Ends of The Earth, die auf der gleichnamigen Buchserie des Autors William Golding basiert. 2007 war er in der Rolle des William Pitt in dem Drama Amazing Grace zu sehen. Seit 2010 spielt er die Titelrolle in Sherlock, einer auf Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes basierenden Serie.

In Peter Jacksons Verfilmung des Tolkien-Romans Der Hobbit stellt er den Drachen Smaug mittels Performance Capture dar und spricht den Nekromanten.[5] In der Fortsetzung von Star Trek, Star Trek Into Darkness, stellt er den Bösewicht John Harrison alias Khan dar.[6][7] Im Jahr 2013 spielte er in Steve McQueens Filmdrama 12 Years a Slave, das mit einem Oscar für den besten Film ausgezeichnet wurde. Für seine Darbietung in der Sherlock-Episode Sein letzter Schwur gewann er 2014 einen Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm. In der Filmbiografie über Alan Turing The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben (2014) spielte er die Hauptrolle und war für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. 2015 wird er in als William Bulger im Mafia-Drama Black Mass zu sehen sein. Für November 2016 ist die Veröffentlichung von Marvels Doctor Strange geplant, in der Cumberbatch die Titelrolle übernehmen soll.[8]

In Danny Boyles Inszenierung von Frankenstein am Royal National Theatre in London spielte er die Hauptfiguren Victor Frankenstein oder Frankensteins Monster im abendlichen Wechsel mit Jonny Lee Miller. Beide wurden von den Kritikern gefeiert und erhielten gemeinsam den Evening Standard Theatre Award für das Jahr 2011 und den Olivier Award.[9][10][11][12]

Im Deutschen wird Benedict Cumberbatch meist von Tommy Morgenstern oder Sascha Rotermund synchronisiert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Martin Freeman und Cumberbatch bei den Dreharbeiten zu Sherlock
Benedict Cumberbatch bei der Premiere zu Dame, König, As, Spion im Jahr 2011

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Cumberbatch bei den Dreharbeiten zur Serie Sherlock im Jahr 2010

Oscar

Golden Globe Award

BAFTA Film Award

Emmy

  • 2012: Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Sherlock: Ein Skandal in Belgravia
  • 2013: Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Parade's End
  • 2014: Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm in Sherlock: Sein letzter Schwur

BAFTA TV Award

  • 2005: Nominierung als bester Darsteller in Hawking
  • 2010: Nominierung als bester Nebendarsteller in Small Island
  • 2011: Nominierung als bester Hauptdarsteller in Sherlock
  • 2012: Nominierung als bester Hauptdarsteller in Sherlock

ALFS Award

  • 2008: Nominierung für Amazing Grace

Satellite Award

  • 2008: Nominierung für The Last Enemy
  • 2012: Auszeichnung für Sherlock[13]

National Television Awards

  • 2011: Nominierung für „Outstanding Drama Performance“ in Sherlock
  • 2013: Nominierung für „Outstanding Drama Performance“ in Sherlock
  • 2014: Auszeichnung als „Best TV Detective“ in Sherlock

Goldene Nymphe

  • 2004: Auszeichnung für Hawking

Olivier Award

  • 2012: Auszeichnung als bester Schauspieler zusammen mit Jonny Lee Miller in Frankenstein

BAFTA Los Angeles Britannia Award

  • 2013: Auszeichnung als Künstler des Jahres

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Benedict Cumberbatch – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Sherlock“-Star Cumberbatch verlobt stol.it, Artikel vom 5. November 2014
  2. Benedict Cumberbatch Marries Sophie Hunter HollywoodReporter.com, Artikel vom 14. Februar 2015
  3. Meldung auf gala.de vom 14. Juni 2015, abgerufen am 14. Juni 2015.
  4. http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/honours-list/11671979/Queens-Birthday-Honours-Van-Morrison-knighted.html
  5. Mike Fleming: Benedict Cumberbatch To Voice Smaug in ‘The Hobbit’. deadline.com, 16. Juni 2011, abgerufen am 19. November 2011 (englisch).
  6. George Wales: Benedict Cumberbatch is Star Trek 2 Villain. totalfilm.com, 5. Januar 2012, abgerufen am 5. Januar 2012 (englisch).
  7. http://www.moviejones.de/news/news-star-trek-2-wird-zu-star-trek-into-darkness_10654.html
  8. Graeme McMillan: Benedict Cumberbatch Confirmed as Marvel's 'Doctor Strange'. In: TheHollywoodReporter.com. 4. Dezember 2014. Abgerufen am 5. Dezember 2014.
  9. Danny Boyle's Frankenstein wows critics (BBC). BBC news, 24. Februar 2011, abgerufen am 5. März 2012 (englisch).
  10. Tim Masters: Frankenstein stars win Evening Standard Theatre Awards. BBC news, 21. November 2011, abgerufen am 5. März 2012 (englisch).
  11. Alexander Menden: Lügen lernen. Die Süddeutsche, 3. März 2011, abgerufen am 5. März 2012.
  12. Cumberbatch and Miller share Actor Award. Olivier Awards, 15. April 2012, abgerufen am 26. April 2012 (englisch).
  13. 2012 Nominees. International Press Academy, abgerufen am 7. Dezember 2012 (englisch).