Benedikt Hösl

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Benedikt Hösl (* 1992[1]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hösl kommt aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck in Oberbayern, wuchs in Oberschweinbach auf und besuchte die Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell.[2][3] Er stammt aus der Well-Familie, der bekannten bayerischen Volksmusik-Dynastie (Biermösl Blosn, Die Wellküren) aus Günzlhofen.[2] Er ist einer von 36 Enkeln der Volksmusikerin Gertraud Well.[2]

Hösl stand bereits als Jugendlicher vor der Kamera. Sein Fernsehdebüt gab er 2008 in dem Tatort: Häschen in der Grube.[2] In dem Kinofilm Die Perlmutterfarbe (2009) spielte er die Rolle des Mitschülers Reinhard Gruber, genannt „Langer Gruber“; er war der Sohn des Insolvenzverwalters für das Stahlwerk. In der Fernsehreihe Klarer Fall für Bär mit Hans Sigl verkörperte er 2011 in der Folge Gefährlicher Freundschaftsdienst die Rolle des Jugendlichen Manuel, der mit seinen Freunden mit einer Waffe im Wald geschossen hat.[4] In der ZDF-Krimireihe Kommissarin Lucas war er 2012 in dem Film Die sieben Gesichter der Furcht zu sehen. Er spielte Joschka Haffner, den Sohn des verschwundenen Schreiners Oliver Haffner.

In dem Kinofilm Blutbrüder teilen alles (2012), der Geschichte über die Freundschaft zweier Jungen während des Zweiten Weltkriegs, spielte er, an der Seite von Johannes Nussbaum und Lorenz Willkomm, den sadistischen Stubenältesten Benedikt. In dem Tatort-Fernsehfilm Der tiefe Schlaf war er im Dezember 2012 in einer Nebenrolle zu sehen. Er spielte de Freund des tot aufgefundenen Mädchens Carla. In dem Fernsehfilm Familie inklusive mit Uschi Glas und Michael König, der 2013 auf Das Erste zuerst gezeigt wurde, spielte er Florian, den Enkel der männlichen Hauptfigur Peter Meininger. In dem Fernsehfilm Weniger ist mehr (2013) verkörperte er den Halbstarken Viktor, der dem neu hinzugezogenen Nachbarn Frank Schuster (Benno Fürmann), die männliche Hauptfigur des Films, provoziert.[5]

Hösl hatte auch Episodenrollen u. a. in den Serien Heiter bis tödlich: Hubert und Staller (2012), Der Alte (2015; als Leo Brunner, Sohn des Tiroler Sargschreiners Franz Brunner), München 7 (2015) und mehrfach in SOKO 5113 (2009–2014). In der 35. Staffel der ZDF-Serie SOKO München (2020) übernahm Hösl eine der Episodenrollen als frustrierter Kochlehrling, der unter Verdacht steht, ein zweites Mal auf einen Busfahrer geschossen zu haben.[6]

Als Gast trat er auch bei einem Programm der bayerischen Kabarett-Gruppe Die Wellküren auf; er spielte den sächsischen Enkel.[7] Neben seiner Schauspielkarriere ist Hösl als Musiker tätig. Er war Sänger und Gitarrist (Akustik-Gitarre) der Band getting private in public.[8] Er tritt deutschlandweit unter dem Künstlernamen „Ben Deen“ als Indie/Folk-Singer-Songwriter auf.[9]

Hösl lebt in Leipzig.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Benedikt Hösl Profil; Agentur Walcher für Schauspieler. Abgerufen am 15. Mai 2015
  2. a b c d Die Perlmutterfarbe und eine stolze Oma in: Münchner Merkur vom 4. Januar 2009. Abgerufen am 15. Mai 2015
  3. Als Filmkritiker nach Cannes in: Münchner Merkur vom 11. Mai 2009. Abgerufen am 15. Mai 2015
  4. Klarer Fall für Bär. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 29. Dezember 2021.
  5. "Weniger ist mehr" in Bildern (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive). Szenenfoto. Abgerufen am 15. Mai 2015
  6. SOKO München: Endstation (Memento vom 27. November 2020 im Internet Archive). Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. 26. Oktober 2020.
  7. Dank an unsere fantastischen Gäste! (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive). Offizielle Internetpräsenz Die Wellküren. Abgerufen am 15. Mai 2015
  8. getting private in public Porträt der Band. Testspiel.de vom 26. März 2014. Abgerufen am 15. Mai 2015
  9. Ben Deen – In love again (Song). Abgerufen am 6. September 2018.