Benedikt Wurzelbauer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Tugendbrunnen auf einer alten Ansichtskarte

Benedikt Wurzelbauer (* 25. September 1548 in Nürnberg; † 2. Oktober 1620 in Nürnberg) war ein deutscher Bildhauer und Erzgießer der Spätrenaissance in Nürnberg.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurzelbauer, der bei seinem Onkel Georg Labenwolf den Beruf des Bildhauers und Erzgießers erlernte, ist bekannt durch sein Schaffen von Brunnen. Er gestaltete und goss den Tugendbrunnen in Nürnberg von 1585 bis 1589 mit der plastisch gestalteten Brunnensäule als sein frühestes Werk. Des Weiteren stammen von ihm der Venusbrunnen in Prag in den Jahren 1599 bis 1600 und der Brunnen von Durlach (1603), der nicht mehr erhalten ist.

Er schuf auch Kleinbronzen wie beispielsweise die Abundantia, die Göttinnen beim Urteil des Paris, des Weiteren Buchsbaumstatuen und Epitaphien aus Bronze.[1]

Benedikt Wurzelbauer war ein bedeutender Erzgießer der deutschen Spätrenaissance, der unter dem niederländischen Einfluss Kunstwerke schuf.

Sein Grab befindet sich auf dem Johannisfriedhof (Nürnberg) (ehemals Grab Nr. 129).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sven Hauschke: Der Nürnberger Tugendbrunnen von Benedikt Wurzelbauer – ein reichsstädtisches Monument, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg Bd. 81. 1994; Online verfügbar: Tugendbrunnen von Sven Hauschke
  • Ludger Alscher: Lexikon der Kunst. 5. Bde. Verlag europäisches Buch. Westberlin 1984. ISBN 3-88436-112-0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wurzelbauer, Benedikt: In: Ludger Alscher: Lexikon der Kunst. 5. Bd.