Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria

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Kloster St. Maria, Fulda
Klosterkirche St. Maria und Kloster vom "Heertorplatz/Schloßstraße" mit Klostermauer. Links davon der Giebel der ehem. Landeszentralbank Fulda, ein dreigeschossiger Bau im Neorenaissancestil von 1901/1902.
Klosterkirche St. Maria und Kloster vom "Heertorplatz/Schloßstraße" mit Klostermauer. Links davon der Giebel der ehem. Landeszentralbank Fulda, ein dreigeschossiger Bau im Neorenaissancestil von 1901/1902.
Lage Nonnengasse 16
Liegt im Bistum Bistum Fulda
Koordinaten: 50° 33′ N, 9° 41′ OKoordinaten: 50° 33′ 11″ N, 9° 40′ 38″ O
Patrozinium St. Maria
Gottesmutter
Gründungsjahr 1626 durch Benediktinerinnen
Kongregation Beuroner Kongregation seit 1982
Benediktinerinnenabtei St. Maria

Die Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria (lat. Abbatia ad Sanctam Mariam Fuldensis) ist ein 1626 gegründetes Kloster der Benediktinerinnen im Stadtzentrum von Fulda. Die Klostergebäude mit Klosterladen stehen in der Nonnengasse 16.

Die Schwestern betreiben verschiedene kunsthandwerkliche Werkstätten, einen Klostergarten sowie einen Klosterladen.

Die in den Jahren 1629 bis 1631 erbaute Klosterkirche – im Volksmund „Nonnenkirche“ genannt − ist in den Formen der Spätgotik und Renaissance errichtet worden und hat eine markante Westfassade, die durch große Spitzbogenfenster und einen Renaissancegiebel geprägt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundsteinlegung zum Bau der Kirche und des Klosters erfolgte durch den Fuldaer Fürstabt Johann Bernhard Schenck zu Schweinsberg (1623–1632). Erste Priorin war ab 1631 Salome von Pflaumern. Die ersten Jahrzehnte waren wegen des Dreißigjährigen Krieges von großen Schwierigkeiten geprägt; die Schwestern mussten mehrmals vor feindlichen Truppen fliehen, das Kloster wurde einige Male geplündert.

Der Säkularisation konnte das Kloster 1802 durch Übernahme einer Mädchenschule entgehen. Während des Kulturkampfs gingen die Schwestern von 1875 bis 1887 ins französische Exil. 1898 wurde das Kloster zur Abtei erhoben. 1942 konnte die Vertreibung der Schwestern verhindert werden, indem ein Teil der Gebäude der Wehrmacht zur Verfügung gestellt wurde.

Nach einer langen Phase der Annäherung an die Beuroner Kongregation wurde die Abtei schließlich 1982 in die Kongregation aufgenommen.

Galerie:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Candida Elvert: Fulda, St. Maria. In: Friedhelm Jürgensmeier u. a.: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen (Germania Benedictina 7 Hessen), Eos, St. Ottilien 2004, S. 480–511. ISBN 3-8306-7199-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Abtei zur Hl. Maria (Fulda) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien