Benediktushof

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Zengarten des Benediktushofs

Der Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg ist ein überkonfessionelles Bildungshaus, das von Willigis Jäger gegründet wurde. Mittlerweile ist die Leitung von Willigis Jäger auf Doris Zölls, Alexander Poraj und Fernand Braun übergegangen.[1] Der Benediktushof bezeichnet sich als Zentrum für Spirituelle Wege.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Benediktushof befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen dreiflügeligen Benediktinerklosteranlage. Das erste Klösterchen wurde 768 von Gaugraf Trojandus gegründet und dann an Karl den Großen übergeben. Karl wiederum stellte im November 775 in seinem Hof in Düren eine Schenkungsurkunde über dieses in "holzchiricha" gelegene Klösterchen St. Maria "Albstat" zugunsten des Heiligen Bonifatius – sprich Kloster Fulda – aus, in dessen Besitz es bis zur Säkularisation des Hochstifts Fulda 1802 verblieb. Nach wechselnden Besitzern stand das Anwesen seit 1995 leer und wurde schließlich 2002 von Gertraud Gruber erworben. Sie stellte es Jäger für seine Arbeit zur Verfügung, der nach einer Kontroverse mit dem damaligen Präfekten der römischen Glaubenskongregation Joseph Ratzinger die Leitung eines ähnlichen Seminarhauses in Würzburg aufgegeben hatte. Nach Restaurierung und Umbau nahm der Benediktushof in seiner heutigen Form im Dezember 2003 unter der Leitung von Jäger seinen Betrieb auf. Seit 2007 leiten Doris Zölls und Alexander Poraj den Benediktushof; seit Sommer 2013 gehört auch Fernand Braun zum Team der spirituellen Leitung.

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Benediktushof bietet Veranstaltungen zu religiösen und spirituellen Themen an. Eine zentrale Rolle spielen dabei Zen und christliche Kontemplation. Daneben finden im Rahmen einer Akademie für Führungskompetenz Symposien zu philosophisch-theologischen und naturwissenschaftlichen Themen statt. Mit jährlich über 40.000 Übernachtungen gilt der Benediktushof gegenwärtig in Europa als eine der größten Einrichtungen seiner Art[2].

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gelände des Benediktushofes wird flankiert von einer von Balthasar Neumann 1728 bis 1730 erbauten Rundkirche.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Mott: Über 1000 Jahre fuldisch / Propstei Holzkirchen: Klosteranlage kündet vom Ruhm Fuldas / Einzigartiger romanischer Kreuzgang, in: Fuldaer Zeitung, 14. Juli 1994, S. 14 (Serie: DENK-mal!).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spirituelle Leitung des Benediktushofs (Memento vom 26. August 2013 im Internet Archive) auf www.west-oestliche-weisheit.de
  2. Nachfolge ist gesichert. In: „Mainpost“. Abgerufen am 22. November 2011.

Koordinaten: 49° 46′ 48,5″ N, 9° 40′ 49,7″ O