Benjamin-Immanuel Hoff

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Benjamin-Immanuel Hoff, 2017

Benjamin-Immanuel Hoff (* 17. Februar 1976 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Politiker (Die Linke) und Hochschullehrer. Er ist verheiratet und Vater dreier Söhne. Von Dezember 2006 bis Dezember 2011 war er Staatssekretär für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz in Berlin und ist seit 2010 Honorarprofessor für Sozialwissenschaften an der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin. Seit 5. Dezember 2014 ist er im Freistaat Thüringen Chef der Thüringer Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten im Kabinett Ramelow.[1]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1982 besuchte er die Polytechnische Oberschule „Heinrich Dorrenbach“ in Berlin-Mitte, welche er 1990 verließ, um auf das Max-Planck-Gymnasium in Berlin-Mitte zu wechseln. Dort legte er 1995 sein Abitur ab. Von 1996 bis 2001 absolvierte er ein Studium der Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Abschluss Diplom. Außerdem erhielt er die Auszeichnung „Humboldt-Preis“, welcher ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden würdigt. Von 1999 bis 2006 unterrichtete er mit Lehraufträgen an der FU und der HU Berlin. Er promovierte am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität bei Claus Offe („Solidarität, Wettbewerb und Haushaltskrisen im föderalen Wohlfahrtsstaat“) mit dem Abschluss Magna cum laude. Von 2005 bis 2006 war er Leiter der Bund-Länder-Koordination in der Bundestagsfraktion Die Linke. Von Dezember 2006 bis Dezember 2011 war er Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz in Berlin. 2010 wurde er zum Honorarprofessor an der Alice-Salomon-Fachhochschule ernannt, seit 2012 ist er Fellow der School of Law, Politics and Sociology der University of Sussex. Ab 2012 bis zu seiner Ernennung als Minister in Thüringen war er als Geschäftsführender Gesellschafter der MehrWertConsult – Strategieberatung tätig. Von Dezember 2012 bis Dezember 2013 leitete er zudem als Rektor die staatlich anerkannte BEST-Sabel-Hochschule Berlin.

Parlamentstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 sowie 1999 und 2001 wurde Hoff direkt in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt, aus dem er 2006 ausschied.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1993 trat er in die PDS ein. Von 2004 bis Ende 2006 war er Mitglied des Bundesvorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung und von 2010 bis 2013 Bundessprecher des Forums Demokratischer Sozialismus.

Er gehört der Gewerkschaft IG Metall sowie dem Arbeitskreis Parteienforschung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVWP) an. Zudem ist er Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe), im Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWI), in der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen (DVParl) sowie im Förderverein der „Blätter für deutsche und internationale Politik“.

In der DDR war Hoff als Kind bzw. Jugendlicher Mitglied der Jungen Pioniere und der Freien Deutschen Jugend. 1990 trat er aus der FDJ aus und in den Unabhängigen Sozialistischen Jugendverband „Rosa Luxemburg“ ein, später in die MJV Junge Linke. Durch die Fusion von MJV Junge Linke und Jungdemokraten wurde er, mit kurzer Unterbrechung, 1992 Mitglied der JungdemokratInnen/Junge Linke. Zu dieser Zeit war Hoff außerdem Mitglied der Landesschülervertretung Berlin sowie der damaligen Bundesschülervertretung.

Hoff war Mitglied im Verwaltungsrat der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Tätigkeit in Aufsichts-, Stiftungs- und Verwaltungsräten sowie Kuratorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

seit Oktober 2016

  • Mitglied im Aufsichtsrat Thüringer Tourismus GmbH

seit Dezember 2014

  • Mitglied des ZDF-Fernsehrats für die XIV. Amtsperiode

seit Dezember 2014

  • Vorsitzender des Stiftungsrates der Klassik-Stiftung Weimar
  • Vorsitzender des Stiftungsrates der Wartburg-Stiftung, Eisenach
  • Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
  • Vorsitzender des Stiftungsrates der Kulturstiftung Thüringen
  • Vorsitzender des Stiftungsrates der Kulturstiftung Meiningen/ Eisenach

Jan. 2009 – Dez. 2011

  • Vorsitzender des Verwaltungsrates des Landeslabor Berlin-Brandenburg AöR

Jan. 2009 – Dez. 2011

  • Mitglied des Verwaltungsrates der Landwirtschaftlichen Rentenbank AöR

Dez. 2006 – Dez. 2011

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Berliner Energieagentur GmbH

Okt. 2001 – Okt. 2006

  • Vorsitzender des Kuratoriums der Landeszentrale für politische Bildung Berlin

Zwischen 1995 und 2006

  • Mitglied der Kuratorien diverser Berliner Hochschulen sowie der Finanz- und Wirtschaftskommissionen der Universitätskliniken der HU-Berlin sowie der FU-Berlin

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit Petra Sitte (Hrsg.): Politikwechsel in der Wissenschaftspolitik? Ein Lesebuch. Dietz, Berlin 2001, ISBN 3-320-02017-X.
  • Länderneugliederung. Ein Modell für Ostdeutschland. In: Stadtforschung aktuell. Band 85. Leske und Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3267-0.
  • mit Harald Wolf (Hrsg.): Berlin – Innovationen für den Sanierungsfall. In: Stadtforschung aktuell. Band 103, Verlag für Sozialwissenschaften, 2005.
  • Föderalismusreform in der Haushaltsnotlage. Perspektiven der Modernisierung bundesstaatlicher Ordnung, Nomos Universitätsschriften Politik Band 143, Baden-Baden, 2007.
  • Staatsverschuldung, Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin, 2007.
  • Die Linke: Partei neuen Typs? Milieus, Strömungen, Parteireform, VSA-Verlag, Hamburg, 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Benjamin-Immanuel Hoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ministerpräsident Bodo Ramelow ernennt Kabinettsmitglieder. In: thueringen.de. Thüringer Staatskanzlei, abgerufen am 27. Juli 2018.