Benjental

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Benjental
Eingang des Benjentals, Blickrichtung Norden

Eingang des Benjentals, Blickrichtung Norden

Lage Deidesheim, Landkreis Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Gewässer Bach vom Schnookebrunnen
Gebirge Haardt
Geographische Lage 49° 23′ 56″ N, 8° 7′ 29″ OKoordinaten: 49° 23′ 56″ N, 8° 7′ 29″ O
Benjental (Rheinland-Pfalz)
Benjental
Typ Kerbtal
Höhe 245 bis 392 m ü. NHN
Länge 1,8 kmdep1
Vorlage:Infobox Gletscher/Wartung/Bildbeschreibung fehlt

Das Benjental ist ein Seitental des Gimmeldinger Tals im Mittelgebirgszug der Haardt, die den Ostrand des Pfälzerwalds zur Rheinebene bildet. Früher wurde als „Benjental“ auch der sich anschließende Teil des Gimmeldinger Tals bezeichnet.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Benjental zweigt beim Zufluss des Schnokebrunnen-Bachs in den Mußbach Richtung Norden vom Gimmeldinger Tal ab und liegt auf seiner ganzen Länge auf der Gemarkung der Landstadt Deidesheim. Es handelt sich um ein schmales Kerbtal, auf dessen Westseite der Berg Saulochköpfchen (477 m), im Osten der Stabenberg (496 m) und der Mittelberg (480 m) liegen. Sein oberes Ende bildet das Massiv des Vorderen Langenbergs. Durch das Tal führt im unteren Teil ein Bachlauf, der unter anderem vom „Schnookebrunnen“ gespeist wird; hier tritt meist noch ein wenig Wasser aus dem Boden, der Bach ist aber weitestgehend trocken gefallen.

Ein Waldweg, der von einem durch das Gimmeldinger Tal führenden Waldweg abzweigt, zieht sich durch das Benjental. An dessen Eingang führt ein kleiner Holzsteg über den Mußbach, der „Benjentalbrücke“ genannt wird, außerdem steht hier die „Pfälzerwaldhütte“, eine kleine, offene Schutzhütte. Ein wenig oberhalb des Benjentals, im Osten auf dem Hang des Stabenbergs, befindet sich eine kleine Felsenhöhle, der sogenannte Hohle Fels.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem zu Deidesheim (früher Teil des Hochstifts Speyer) gehörenden Tal hatten der kurpfälzische Kurfürst und der Pfarrer des kurpfälzischen Gimmeldingen Holzrechte, welche auch von den Bewohnern Gimmeldingens und der Haardt wahrgenommen wurden. Die Holzrechte galten allerdings nur für das Gebiet zwischen dem Mußbach und dem Speyerbach, also für das Areal rechts des Mußbachs. Das Gebiet links des Mußbachs, das „bännige Tal“, war dagegen für die Bewohner der kurpfälzischen Gebiete gesperrt, daher stammt der Name des Tals. In alten Schriften findet sich auch der Name „Bengental“ oder „Bingental“.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Benjental wurde früher auch der Deidesheimer Teil des Gimmeldinger Tals bezeichnet, der vom Ausgang des heutigen Benjentals bis zur Grenze nach Gimmeldingen reichte, wo heute das Alte Jagdhaus Looganlage steht. Der Name des Forsthauses Benjental erinnert noch daran, es steht ein gutes Stück abseits des heutigen Benjentals. In diesem „historischen Benjental“ gab es einst vier Mühlen, die vom Mußbach angetrieben wurden. Sie wurden Eselsmühlen genannt, weil das Mehl mit bei den Mühlen gehaltenen Eseln abtransportiert wurde.[1] Der historische Eselsweg, der vom Forsthaus Benjental aus nach Deidesheim führt und mit einem stilisierten Esel markiert ist, erinnert heute noch daran.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berthold Schnabel: Die ehemaligen Eselsmühlen im Benjental. In: Heimatfreunde Deidesheim und Umgebung e. V. (Hrsg.): Heimatblätter Deidesheim und Umgebung. Nr. 17, 1975.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Benjental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Schnabel (1975)