Benno Hubensteiner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Benno Hubensteiner (* 4. Dezember 1924 in Gosseltshausen, Oberbayern; † 4. Februar 1985 in München) war ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Kaufmanns studierte seit 1946 Germanistik, Anglistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität München. 1953 wurde er mit einer Arbeit über den Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck bei Max Spindler promoviert.

Schon während des Studiums leistete Hubensteiner, u. a. zusammen mit Herbert Schindler und Josef Pfennigmann in einem Kreis junger Bayrischer Historiker, Beiträge zu den Blättern für Geschichtsforschung und Heimatpflege, welche nach dem Krieg, Ende der 1940er und in den 1950er Jahren als Beilage der Zeitung Südostkurier erschienen. Hubensteiner war während seines Studiums auch freier Mitarbeiter, nach Abschluss seines Studiums Redakteur in der Kulturredaktion des Bayerischen Rundfunks. Er war verantwortlich für die Sendereihen Bilder aus der Bayerischen Geschichte und Unbekanntes Bayern. Ab 1956 lehrte er als Professor für Geschichte und Kunstgeschichte an der damaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule in Passau. Nach 1961 war er wieder beim Bayerischen Rundfunk tätig, wo er nach Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) auf Bundesebene für den Bereich des Bayerischen Rundfunks ein eigenes Zweites Programm aufbauen sollte. 1963 wurde er Direktor dieses Bayerischen Fernsehens. Er kehrte 1964 auf den Passauer Lehrstuhl zurück und wurde 1973 Ordinarius für bayerische Kirchengeschichte an der Universität München.

Von 1969 bis 1973 war er – zusammen mit August Leidl – Leiter des Instituts für Ostbairische Heimatforschung. Hubensteiners in 16 Auflagen (zuletzt 2006) erschienenes, 1950 erstmals veröffentlichtes Werk Bayerische Geschichte ist eine der bekanntesten Gesamtdarstellungen zur Geschichte Bayerns.

Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.B.St.V. Rhaetia München. 1962 erhielt er den Bayerischen Poetentaler, 1969 den Bayerischen Verdienstorden.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Schindler: Der Ölberg von St. Florian am Inn. Benno Hubensteiner zum Gedenken. In: Blickpunkt. Kulturzeitschrift Oberösterreich. Jahrgang 40, 1990, Heft 4, S. 22–27.
  • Georg Lohmeier: In memoriam Benno Hubensteiner. Manuskript. Bayer. Rundfunk, Land und Leute, München 1990.
  • Wolfgang Johannes Bekh: Benno Hubensteiner. In: Der Turmschreiber-Jubiläums-Kalender 1995. Band 13, Pfaffenhofen 1994, S. 192–198.
  • Wolfgang Johannes Bekh: Es gibt keine Ruh fürs Menschenherz als sein Stillstehn. Benno Hubensteiner (1924–1985). In: Wolfgang Johannes Bekh: Vom Glück der Erinnerung. (= Veröffentlichungen des Sankt Michaelsbundes Band 7). München 2000, ISBN 3-920821-16-5, S. 155–165.
  • Florian Trenner: HUBENSTEINER, Benno. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 31, Bautz, Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8, Sp. 677–682.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]