Benralizumab

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Benralizumab
Masse/Länge Primärstruktur 146054,0 Da
Bezeichner
Externe IDs
Arzneistoffangaben
ATC-Code R03DX10
DrugBank DB12023
Wirkstoffklasse Monoklonaler Antikörper, Antiasthmatika

Benralizumab ist ein monoklonaler Antikörper (humanisiert, aus Mauszellen), der zur Therapie von schwerem eosinophilem Asthma eingesetzt wird.

Pharmakologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei eosinophilem Asthma liegt eine erhöhte Anzahl eosinophiler Granulozyten im Blut vor. Diese Blutzellen setzen Interleukine frei, welche ihrerseits am Entzündungsgeschehen in den Lungen beteiligt sind.[1]

Benralizumab bindet hochaffin und spezifisch an den Interleukin-5-Rezeptor (Untereinheit IL-5Rα) von eosinophilen Granulozyten und basophilen Granulozyten und führt zur Apoptose betroffener Zellen (antibody-dependent cell-mediated cytotoxicity). Die asthmatische Entzündungsreaktion wird in der Folge abgemildert.

Die Plasmahalbwertszeit beträgt circa 15 Tage.

Nebenwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als häufige Nebenwirkungen können auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Pharyngitis
  • lokale Reaktionen an der Injektionsstelle
  • Pyrexie
  • Überempfindlichkeitsreaktionen

Fertigarzneimittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AstraZeneca verkauft Benralizumab zu 30 mg in Form einer Fertigspritze zur subkutanen Applikation unter dem Handelsnamen Fasenra. In den USA erfolgte die Zulassung von Fasenra im Jahr 2017. Eine Zulassung für die Europäische Union und die Schweiz folgte 2018.

In der Pharmazeutischen Zeitung wurde die Neueinführung von Fasenra als Schrittinnovation eingestuft.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Teva: Eosinophiles Asthma (aufgerufen am 21. Oktober 2018).
  2. Arzneistoffe Benralizumab|Fasenra®|28|2018.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!