Bent (Film)

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Für Kritiken und Auszeichnungen
Filmdaten
Deutscher Titel Bent
Originaltitel Bent
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1997
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Sean Mathias
Drehbuch Martin Sherman
Produktion Michael Solinger,
Dixie Linder
Musik Philip Glass
Kamera Yorgos Arvanitis
Schnitt Isabelle Lorente
Besetzung

Bent ist ein britischer Kinofilm aus dem Jahr 1997 über zwei KZ-Häftlinge, die sich im Konzentrationslager ineinander verlieben und ihre Liebe - trotz der äußeren Umstände - ausleben.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film befasst sich zunächst mit dem homosexuellen Max (Clive Owen). Er schlägt sich im Berlin der 30er-Jahre mit dem Handel von Drogen durch das Leben und lässt sich von seinem Freund, dem Tänzer Rudi, aushalten. Während des so genannten Röhmputsches werden beide verhaftet. Auf dem Weg in das Konzentrationslager Dachau tut Max alles, um nicht den Rosa Winkel, sondern einen gelben Judenstern zu bekommen. Er geht sogar so weit, dass er auf Befehl des Zugoffiziers seinen Freund umbringt.

Im Lager macht Max die Bekanntschaft von Horst, der den Rosa Winkel stolz trägt. Zwischen der tagtäglichen Schikane verlieben die beiden sich ineinander, obwohl sie sich weder berühren noch miteinander sprechen dürfen.
Eines Tages wird Horst von einem SS-Soldaten erschossen, als er sich weigert, den Befehl, sich in einen Hochspannungszaun zu stürzen, auszuführen. Max kann es nicht verwinden, schon wieder einen Freund und Geliebten verloren zu haben. Bevor er den Befehl ausführt, Horst zu begraben, tauscht er seine Jacke mit dem Judenstern gegen die von seinem toten Geliebten ein und kennzeichnet sich somit selber als Homosexuellen. Nachdem er Horst begraben hat, stürzt sich Max in den Hochspannungszaun.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bei diesem Film handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Theaterstückes, welches im Jahr 1979 Premiere in London feierte. In dem Film wird auf eindringliche Weise zum einen auf die Judenvernichtung im Dritten Reich eingegangen, zum anderen aber auch die Verfolgung von Homosexuellen aufgegriffen. Von den geschätzten 10.000 bis 15.000 im Konzentrationslager auf Basis des § 175 (Strafgesetzbuch) inhaftierten Schwulen sollen etwa 53% ermordet worden sein. Diese mussten in den Konzentrationslagern einen so genannten "Rosa Winkel" (ein rosafarbenes Dreieck) zur Erkennung und Stigmatisierung tragen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Der erste Teil des Filmes ist eine Art buntes Treiben im dekadenten Berlin der 30er-Jahre, in dem vor allem Mick Jagger als alternde Drag-Queen Greta brilliert. So singt "sie" bei einem Auftritt über die "Straßen von Berlin" (Streets of Berlin). Im krassen Gegensatz dazu stehen die Szenen im Konzentrationslager, wo Tristesse und Ödnis vorherrschen. Hier entwickelt der Film seine besondere Intensität, wenn man sich auf die fast schon tragikomischen Momente zwischen Max und Horst einlässt. Dieser Film ist eine wichtige Ergänzung zu Filmen wie Schindlers Liste, Der Untergang oder Das Leben ist schön.“

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Torino International Gay & Lesbian Film Festival 1998

  • Best Feature Film

Cannes Film Festival 1997

  • Award of the Youth

Weblinks[Bearbeiten]