Benutzer:Fonero

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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Holozän ist der gegenwärtige Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Er begann vor etwa 11.700 Jahren mit der Erwärmung der Erde am Ende des Pleistozäns.

Die gestiegenen Bedürfnisse der Menschen, insbesondere seit der Industrialisierung in den sog. Industrieländern, haben weltweit anthropogene Veränderungen bis hin zu Schädigungen von Ökosystemen bewirkt und auch zu einem Rückgang der Artenvielfalt und damit der Biodiversität geführt. Diese Zeitspanne der menschlichen Einwirkungen wird auch Anthropozän genannt.


Earth First! vs. America First[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Raumfahrt ist eine heiße Institution der modernen Zivilisationen; diese werden alle mehr oder weniger in der Nähe des heißen Pols einsortiert.
Jäger-und-Sammler-Völker wie die afrika­nischen Hadza oder die wenigen isolierten Ethnien, die es noch gibt, ent­sprechen am ehesten dem kalten Pol des Spektrums.
Die erste Müllverbrennungsanlage Deutschlands, Hamburg, 1895
Schlacke (Verbrennungsrückstand) aus einer Holzfeuerung; innen porös, überzogen mit einer harten Kruste
Flugzeuge und Kohlekraftwerke emittieren Kohlendioxid und andere gasförmige Schadstoffe sowie Ruß in die Erdatmosphäre.
Abwasser läuft in ein Gewässer. Auf diesem Weg kann es zur Emission von Schadstoffen in die Umwelt kommen.
Durch Straßenverkehr werden Abgase und Lärm emittiert.
Die Untertagedeponie Herfa-Neurode ist die größte untertägige Sondermülldeponie der Welt.
Der Steuerzahlerbrunnen in Isny im Allgäu des Bildhauers Leo Wirth


„[…] Wir waren zufrieden, die Dinge so zu lassen, wie der Große Geist sie gemacht hatte. Die Weißen sind nicht zufrieden und ändern sogar den Lauf der Flüsse, wenn er ihnen nicht gefällt.“


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Bis zum Ersten Weltkrieg war man auf natürlichen Salpeter angewiesen, der zur Produktion vor allem von Dünger und Sprengstoff eingesetzt wurde. Chile war seit dem Ende des Salpeterkriegs 1884 im Besitz nahezu aller bekannten Vorkommen und hatte somit ein Monopol auf den Rohstoff. Bereits vor Beginn des Krieges war dem deutschen Militär bewusst, dass das Kaiserreich insbesondere hinsichtlich der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen für Landwirtschaft und Industrie nicht autark, sondern auf Importe angewiesen war. Das betraf unter anderem Erdöl, Naturkautschuk und Salpeter.

Im Jahr 1913 nahm die BASF erstmals eine Anlage nach dem Haber-Bosch-Verfahren im Werk Ludwigshafen-Oppau in Betrieb. Das Salpeterversprechen als Vertrag von 1914, das die synthetische Herstellung von Salpeter im industriellen Rahmen ermöglichen sollte, wurde zwischen Carl Bosch und der Obersten Heeresleitung des Deutschen Reiches, forciert durch den deutschen Generalstabschefs Erich von Falkenhayn, abgeschlossen. Dabei handelte es sich um einen Vertrag zur Lieferung von Nitraten mit Abnahmegarantien und unter finanzieller Unterstützung durch das Reich für den Bau entsprechender Anlagen. Damit sollte Ammoniumnitrat als Grundlage militärischer Sprengstoffe in ausreichendem Maße ohne den sonst verwendeten natürlich vorkommenden Salpeter produziert werden können.

Kurz darauf gelang es durch das Haber-Bosch-Verfahren, entsprechend große Mengen des kriegswichtigen Materials herzustellen. Damit konnte das durch die britische Seeblockade von Stickstoffquellen wie Chilesalpeter abgeschnittene Deutsche Reich im Ersten Weltkrieg seine Munitions- und auch seine Düngemittelproduktion aufrechterhalten und den wirtschaftlichen Zusammenbruch abwenden.

Am 21. September 1921 ereignete sich im Oppauer Stickstoffwerk in der vorderpfälzischen Gemeinde Oppau eine schwere Explosion. Sie kostete 561 Menschen das Leben, mehr als 2000 wurden verletzt. Im Gebäude Op 110 des Zweigwerks Oppau waren 4500 Tonnen Ammonsalpeter gelagert. Die Produktion von Ammonsalpeter in der BASF wurde nach dem Unglück etwa 20 Jahre lang eingestellt.

Am 31. Dezember 1930 erfolgte gemäß rückwirkendem Beschluss der Ad Astra Aero-Generalversammlung vom 17. März 1931 durch Zusammenschluss mit der Basler Luftverkehrs AG (Balair) die Auflösung der Fluggesellschaft Ad Astra Aero. Die Fusion wurde vom Eidgenössischen Luftamt herbeigeführt, das den beiden defizitären Gesellschaften andernfalls mit Subventionskürzungen drohte. Die Balair brachte dabei rund zwei Drittel der Aktiva und des Aktienkapitals in die durch den Zusammenschluss entstandenen Swissair ein. Walter Mittelholzer wurde deren technischer Direktor. Durch das Chicagoer Abkommen vom 7. Dezember 1944 wurde Steuerfreiheit für den Luftverkehr international vereinbart, um nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs die Luftfahrt, den Wiederaufbau und die Weltwirtschaft zu fördern.

Die Texas-City-Katastrophe vom 16. April 1947 begann mit einem Feuer am Vormittag und gipfelte in der Detonation von ungefähr 2.300 Tonnen Ammoniumnitrat an Bord des in Frankreich eingetragenen Schiffs Grandcamp im Hafen von Texas City, Texas. Dabei wurden 581 Menschen getötet. Der Unfall war Gegenstand der ersten Sammelklage von 8.485 Opfern gegen die Regierung der Vereinigten Staaten.

Die Kesselwagenexplosion in der BASF war ein Explosionsunglück, das sich am 28. Juli 1948 in Ludwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz) auf dem Gelände des Chemiewerks BASF ereignete. Um 15:43 Uhr explodierte auf dem Werksgelände ein Kesselwagen, der mit etwa 30 t Dimethylether befüllt war. Das Werk stand zu dieser Zeit unter Zwangsverwaltung der französischen Besatzungsmacht. Bei der Katastrophe starben 207 Menschen, es gab 3818 Verletzte, 3122 Gebäude wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Die Explosion in Toulouse von 2001 war eine Explosionskatastrophe großen Ausmaßes. Am 21. September 2001 kam es in der zu TotalFinaElf gehörenden Düngemittel-Fabrik AZF (Azote Fertilisants) im französischen Toulouse zur Explosion von mehreren hundert Tonnen Ammoniumnitrat in einer Deponie für chemische Abfälle (spätere Untersuchungen ergaben, dass davon nur etwa 40 t wirklich detonierten). Bei der Explosion wurden große Teile der Stadt beschädigt, insbesondere durch berstende Fensterscheiben; 31 Menschen starben, mehrere tausend wurden verletzt. Die Explosion ähnelte in ihrem Anlass und Ausmaß der Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes 1921, welche sich an jenem Tag zum 80. Mal jährte. Die Ursache des Unglücks ist unklar.

Der Eisenbahnunfall von Ryongchŏn war ein schwerer Eisenbahnunfall am 22. April 2004 im Bahnhof der nordkoreanischen Stadt Ryongchŏn. Durch die Explosion eines mit Ammoniumnitrat beladenen Zuges wurden mindestens 161 Menschen getötet, etwa 1300 verletzt und ungefähr 40 Prozent der Stadt zerstört.

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Bei näherer Betrachtung wird manch alltägliches Verhalten zum puren Wahnsinn:

„Wir sehen jedes Mal in der Geschichte der Beleuchtung, wenn es eine neue Technologie gibt, spart das eigentlich keine Energie. Sondern wir machen die Erde immer heller.“

– Christopher Kyba vom GeoForschungsZentrum Potsdam

Ein Beispiel für Rebound ist die Einführung von Wolframwendel-Glühlampen statt Kohlenfadenlampen im frühen 20. Jahrhundert. Sie verbrauchen für dieselbe Leuchtleistung nur ein Viertel so viel Energie. Als sie in Großbritannien eingeführt wurden, fürchteten viele Elektrizitätswerke einen Einbruch des Umsatzes. Andere hingegen erkannten, dass das so verbilligte Licht nun einen Massenmarkt erobern könnte, und senkten die Preise. Sie lagen richtig: Der Stromverbrauch stieg (nicht nur, aber auch) wegen der effizienteren Lampen stark an.

17. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grindelwald musste gegen 1600 verlegt werden, weil der Untere Grindelwaldgletscher ein Haus nach dem anderen überfuhr.

Die Hexenverfolgungen des 16. Jahrhunderts setzten sich fort und erreichten in der ersten Jahrhunderthälfte ihren Höhepunkt. Sie fußten auf einem jahrhundertealten Glauben an Hexen. Nach Naturkatastrophen und Unglücken suchte die Bevölkerung Sündenböcke, ferner gab es unter den Gebildeten starke Propagandisten einer Hexenverfolgung. Besonders Fürsten kleiner Territorien ließen sich beeinflussen und förderten oder duldeten die Hexenprozesse, die fast ausschließlich durch weltliche Gerichte durchgeführt wurden. Einflussreiche Juristen erklärten Zauberei und damit zusammenhängende Verbindungen mit dem Teufel zu Ausnahmeverbrechen und rechtfertigten so Prozesse, in denen fast jeder Angeklagte seiner Verurteilung zum Tode nicht entgehen konnte. Begünstigung von Denunziation, die Anwendung von Folter und die Verurteilung der Angeklagten zum Tod durch Verbrennen waren kennzeichnend für diese Prozesse. Der Widerspruch in kirchlichen und akademischen Kreisen richtete sich gegen diese Prozessordnungen und weniger gegen den Glauben an Hexen als solches. In großen Territorien hörten die Fürsten auf diese Stimmen, sodass die Hälfte der Hexenprozesse in den kleinen Fürstentümern des Heiligen Römischen Reiches stattfand. Auch in Schottland und der Schweiz gab es größere Wellen von staatlich durchgeführten Hexenprozessen. In England, Frankreich und Südeuropa blieben die Verbrennungen wegen vermeintlicher Hexerei aufgrund von hohen Anforderungen an die Beweisführung und Interventionen der Landesfürsten auf wenige Einzelfälle beschränkt. Die Verurteilten, überwiegend Frauen, kamen nicht nur aus gesellschaftlichen Randgruppen, sondern auch signifikant aus den dörflichen und städtischen Eliten bis hin zum Klerus.

Die Weltbevölkerung zu Beginn dieses Jahrhunderts wird im Mittel auf 560 Millionen Menschen geschätzt, während sie zum Ende des Jahrhunderts schätzungsweise auf 600 Millionen Menschen anstieg.

18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im vorrevolutionären Frankreich kam es ab etwa 1770 zu einem Bevölkerungsanstieg, dem keine ausreichende Steigerung der Nahrungsmittelproduktion gegenüberstand. Zu den nachfolgend steigenden Lebensmittelpreisen trat eine ökonomische Krise hinzu, die durch eine falsche Politik verschärft wurde. Die Jahre 1787 und 1788 waren daher geprägt von der Gleichzeitigkeit einer Agrar-, Industrie- und Sozialkrise.

In dieser Situation kam 1788 und 1789 eine der für die Kleine Eiszeit charakteristischen Häufungen klimatischer Extreme hinzu. 1788 gingen in Frankreich als Folge einer extremen Dürre und eines schweren Hagelsturms die Getreideerträge um über 20 Prozent gegenüber dem Mittel der vorangegangenen 10 Jahre zurück. Dies führte mehr als ein Jahr vor der Französischen Revolution zu einem Anstieg der Preise. Auf den extrem kalten Winter 1788/1789 folgten mit dem Tauwetter im Frühjahr Überschwemmungen mit nachfolgenden Viehseuchen. In manchen Gebieten kam es zu Hungerrevolten und Überfällen auf Getreidetransporte. Als Reaktion auf Gerüchte über Briganten wurden im Sommer die Bauern bewaffnet (Grande Peur). Die Dürre von 1789 ließ Wassermühlen stillstehen, und die verminderte Mehlproduktion führte zu einem weiteren Anstieg der Brotpreise. Die einfache Land- und Stadtbevölkerung litt unter der Nahrungsmittelknappheit als Folge der Klimaverschlechterung am deutlichsten, und die hungernden Massen waren es, die der Französischen Revolution zu ihrem Durchbruch verhalfen. Somit war die Kleine Eiszeit, wenn auch indirekt, eine von vielen Ursachen für den Ausbruch der Revolution.

In philosophischer Hinsicht war das 18. Jahrhundert geprägt von der Aufklärung und markiert somit den Beginn der Moderne in Europa. Noch die längste Zeit herrschte fast unangefochten der Adel, in einigen Ländern in der Manier des Absolutismus. Am Ende des Jahrhunderts kam es jedoch dazu, dass der so genannte Dritte Stand oder das Bürgertum politische Macht oder Teilhabe gewann. Ein Meilenstein in dieser Entwicklung war die Französische Revolution, auch wenn diese in revolutionären Kriegen, Terrorherrschaft und der Machtergreifung Napoleons gipfelte. In wirtschaftlicher Hinsicht erhielten die alten merkantilistischen Ideen, die eine große Rolle des Staats vorsehen, Konkurrenz vom moderneren Wirtschaftsliberalismus. Schon in jenem Jahrhundert waren die Anfänge der Industriellen Revolution unübersehbar, vor allem in Großbritannien.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch: Theorie der feinen Leute

Siehe auch: Dekabristen, Telegrafie, Hamburger Brand, Gletscherschwund seit 1850, Genfer Konventionen, Lebensreform, Freie Liebe, Yellowstone-Nationalpark, Große Depression (1873–1896) und Choleraepidemie von 1892

Der schleichende Niedergang der Zeidlerei verlief in Europa von West nach Ost. Der Niedergang wurde eingeleitet durch die Einfuhr von Rohrzucker, der aber noch im 17. Jahrhundert so teuer war, dass ihn sich nur reichere Leute leisten konnten. Erst der Anbau von Zuckerrüben in Europa im 19. Jahrhundert änderte die Situation grundlegend.

Am 1. Mai 1886 begann in Chicago ein mehrtägiger, von den Gewerkschaften organisierter Streik, um eine Reduzierung der täglichen Arbeitszeit von zwölf auf acht Stunden durchzusetzen. Die mit diesem und den darauf folgenden Tagen verbundenen Ereignisse werden als Haymarket Riot bezeichnet und begründeten die Tradition der internationalen Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften, den 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterklasse zu erklären. Im Zuge des weltweiten Protestes gegen die Hinrichtung der Chicagoer Anarchisten bildete sich 1887 auch in Großbritannien eine Protestbewegung, die von anarchistischen, radikalen und liberalen Elementen getragen wurde. Pjotr Alexejewitsch Kropotkin beteiligte sich gemeinsam mit Oscar Wilde und George Bernard Shaw besonders aktiv an der Bewegung zugunsten der verurteilten Chicagoer Anarchisten. Im Verlauf des Jahres 1888 verfasste er eine Serie von Artikeln über die industrielle Organisierung der Gesellschaft in der britischen Zeitschrift The Nineteenth Century. Diese gesammelten Artikel erschienen später, im Jahr 1898, in Buchform als Fields, Factories and Workshops (dt.: Landwirtschaft, Industrie und Handwerk). Weite Verbreitung fand auch die Broschüre The Wage System (dt.: Das Lohnsystem), die kurz nach Erscheinen in zehn verschiedene Sprachen übersetzt wurde und auf einem Vortrag Kropotkins von 1888 basiert. In Paris erschien als Nachfolgerin von Le Révolté – unter der Leitung von Jean Grave – die Zeitschrift La Révolte, für die Kropotkin viele Beiträge schrieb. Einige dieser Artikel fasste er 1892 in seinem wohl bekanntesten Buch über den Anarchismus mit dem Namen La Conquête du Pain (dt.: Die Eroberung des Brotes) zusammen.

Zunehmend fanden Lötscher auch Anstellungen in Fabriken im Rhonetal, wo die Industrialisierung im späten 19. Jahrhundert einsetzte. Im Jahr 1898 wurde in Gampel die Lonza AG gegründet, die zunächst mit dem Wasser der Lonza Strom erzeugte und einigen Dutzend Talbewohnern Arbeit bot.

Im 18. Jahrhundert begann in England die Industrielle Revolution und die Industrialisierung der menschlichen Gesellschaft breitete sich von dort in den Folgejahren rasant nach Westeuropa und Nordamerika und im Laufe des 20. Jahrhunderts auch in weite Teile der übrigen Welt aus. Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (zunächst Kohle, später zunehmend auch Kohlenwasserstoffe) ist ab etwa 1900 ein signifikanter, anthropogen verursachter Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxids (CO2) feststellbar. Die anthropogenen CO2-Emissionen werden für die Zunahme der Welttemperatur (globale Erwärmung) verantwortlich gemacht, die besonders deutlich ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beobachtet wird.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 100 Wörter des 20. Jahrhunderts sind:

(in alphabetischer Reihenfolge)
00er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Kluger Hans, Hiltl, Russische Revolution 1905 und Pro Natura

10er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Coanda-1910

20er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Demeter

Aufgrund der starken Rauchbelästigung wurde der Moorbrand 1923 in Deutschland verboten. (Was ist mit den heutigen Palmölimporten aus Indonesien? → siehe auch Eidgenössische Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt»)

Schwarzer Donnerstag ist eine Bezeichnung für den 24. Oktober 1929 und den damit verbundenen folgenreichsten Börsenkrach der Geschichte. Nachdem schon in den Vorwochen ein deutlicher Rückgang des zuvor jahrelang stark steigenden Dow-Jones-Index verzeichnet worden war, brach an diesem Tag Panik unter den Anlegern aus. Die Börsenkurse brachen stark ein, viele Anleger waren nach Börsenschluss hoch verschuldet. Der Crash zog sich über Tage hin. Am Schwarzen Dienstag (29. Oktober) versuchten alle Investoren gleichzeitig ihre Aktien zu verkaufen. Dieser Börsencrash gilt als Auslöser der Great Depression in den USA und der Weltwirtschaftskrise. Die folgende Baisse erreichte erst 1932 ihren endgültigen Tiefpunkt.

30er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch: Über den Prozeß der Zivilisation

Hauptartikel: Salzmarsch, Chacokrieg, Machtergreifung, Spanischer Bürgerkrieg, Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg, Entdeckung der Kernspaltung und Pazifikkrieg

40er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zweiter Weltkrieg – Bündnisse Europa 19391945 (Animation)

Siehe auch: Angriff auf Pearl Harbor, Trinity-Test und UNESCO

Die Deutsche Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrttechnik hatte sich die Z2 angeschaut und gab Konrad Zuse 25.000 Reichsmark, damit er die Z3 bauen konnte. Als Zuse 1941 kurzzeitig in den Krieg eingezogen wurde, schrieb er einem Freund: „Andere lassen die Familie zurück, ich die Z3.“ (Konrad Zuse: Berühmte Alumni der Technischen Universität Berlin) Am 28. April 1941 begannen Angehörige der deutschen Wehrmacht mit der Plünderung Athens. Die erbeuteten Waren wurden von den Soldaten in Päckchen in die Heimat geschickt, leere Geschäfte wurden für nachfolgende Soldaten außen markiert. Die Besatzer betrachteten die Güter als ihre Kriegsbeute. Dies war eine Missachtung der Haager Landkriegsordnung. Am 12. Mai 1941 wurde die Z3 schließlich einer Gruppe von Wissenschaftlern (darunter Alfred Teichmann und Curt Schmieden) vorgestellt. Die Große Hungersnot im darauffolgenden Herbst und Winter war die mit Abstand schlimmste Hungersnot in der Geschichte Griechenlands.

1942 wurde das Oxford Committee for Famine Relief in Großbritannien gegründet, mit dem Ziel die Folgen der auf maximale wirtschaftliche Ausbeutung ausgelegten Besatzungspolitik des nationalsozialistischen Deutschen Reichs während der Besatzung Griechenlands zu lindern. Die original Z3 Rechenmaschine wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe auf Berlin 1944 zerstört.

Aktion T4 ist eine nach 1945 gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen in Deutschland von 1940 bis 1945 unter Leitung der Zentraldienststelle T4. Diese Ermordungen waren Teil der Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus mit über 200.000 Opfern.

50er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Sterile-Insekten-Technik, Bienenschutzverordnung, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Schlepperboom, Flutkatastrophe von 1953, CERN, Lia Naira, Situationistische Internationale, Große Chinesische Hungersnot, Johannesburger Konvention und Wettlauf ins All

Nelsonsäule in London, 1952
Traktoren in der DDR, Juli 1955

London war von 1825 bis 1925 die Stadt mit der größten Einwohnerzahl der Welt. Das führte schon früh zu großen Umweltproblemen. Die große Smog-Katastrophe in London geschah vom 5. bis 9. Dezember 1952. Wegen der extremen Luftverschmutzung bekamen zehntausende Menschen Atemprobleme, an denen Tausende starben. Schon vorher gab es Smog-Ereignisse in London, von denen jedoch keines auch nur annähernd solche Ausmaße wie das von 1952 hatte. Mit der zivilen Nutzung der Kernkraft in Kraftwerken wurde Mitte der 1950er-Jahre (1954 Kernkraftwerk Obninsk, Sowjetunion; 1956 Kernkraftwerk Calder Hall, Großbritannien) begonnen. Anfangs war die friedliche Nutzung der Kernenergie gesellschaftlich weitgehend akzeptiert und Kernkraftwerke wurden als eine sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Art der Stromerzeugung beworben. Der Streik um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall begann am 24. Oktober 1956 in Schleswig-Holstein und entwickelte sich zum längsten Arbeitskampf in Deutschland seit 1905. Im gesamten Tarifgebiet betrug das Organisationsverhältnis 71,9 %. Von 62.366 Arbeitern waren 44.856 Mitglieder der IG Metall. In fast allen Verwaltungsstellen bestand ein gut ausgebauter Vertrauenskörper. Mehr als 34.000 Beschäftigte der Metallindustrie erstreikten nach 114 Tagen einen Tarifvertrag, der die Arbeiter bei Krankheit besser absicherte, da nun der Lohn bei Krankheit weitergezahlt wurde.

60er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Antibabypille, WWF, 1. Rundfunk-Urteil, Zar-Bombe, Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, Contergan-Skandal, Sturmflut 1962, Seegfrörni, Yippies, Center for Constitutional Rights, Kulturrevolution, Sechstagekrieg, Prager Frühling, Internationaler Bund der Tierversuchsgegner, Woodstock-Festival und Fernsehübertragung der Mondlandung 1969

Vier US-amerikanische Transportflugzeuge des Typs Fairchild C-123 – zu Sprühflugzeugen umgebaut – während der Operation Ranch Hand in Vietnam.

Am 28. Mai 1961 veröffentlichte Peter Benenson in der britischen Zeitung The Observer den Artikel „The Forgotten Prisoners“ („Die vergessenen Gefangenen“), in dem er mehrere Fälle nennt, darunter Constantin Noica, Agostinho Neto und József Mindszenty, und die Leser aufrief, sich durch Briefe an die jeweiligen Regierungen für die Freilassung dieser Gefangenen einzusetzen. Er schrieb: „Sie können Ihre Zeitung an jedem beliebigen Tag der Woche aufschlagen und Sie werden in ihr einen Bericht über jemanden finden, der irgendwo in der Welt gefangen genommen, gefoltert oder hingerichtet wird, weil seine Ansichten oder seine Religion seiner Regierung nicht gefallen.“ Die aus diesem Artikel entstandene Aktion Appeal for Amnesty, 1961 gilt als der Anfang von Amnesty International. 1962 gab die Weltnaturschutzunion die 1. Internationale Rote Liste gefährdeter Arten heraus, diese hieß zunächst Red Data Book. Der Name Red Data Book geht auf den Versicherungskatalog für vermisste Schiffe der Londoner Versicherung Lloyds zurück. Unter dem Schlagwort 68er-Bewegung werden internationale und politisch linksgerichtete Bürgerrechtsbewegungen zusammengefasst, die Mitte der 1960er Jahre aktiv geworden sind. Sie begannen mit den Protesten US-amerikanischer Bürgerrechtler. In Deutschland, ebenso wie in anderen Ländern Europas, gab es intensive zivile Konflikte. Nach dem Mauerbau am 13. August 1961 verlagerte sich der Fokus des Ost-West-Konflikts. Die sowjetisch-chinesischen Spannungen und die Stellvertreterkriege, wie sie in Vietnam geführt wurden, gerieten in den Vordergrund. Die kubanische Revolution, die erste Eskalation des amerikanischen Krieges in Vietnam, die Klassenkämpfe im Kongo und die Revolution in Algerien gaben dem Denken eine neue Richtung. 1968 uferten die von diesen Bewegungen thematisierten Konflikte aus. In den USA kam es zu Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg sowie gegen die Folgen der Ermordung des Theologen und Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Intensivierung des Vietnamkrieges bot der Neuen Linken einen zentralen Bezugspunkt, der sie zu einem globalen Phänomen machte. „Niemand hungert, weil wir zuviel essen. Sondern weil wir zuwenig denken.“ Dieser Slogan auf einem Plakat von 1969 markierte den Beginn der Ökumenischen Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle. Ziel der jedes Jahr in der vorösterlichen Fastenzeit stattfindenden Kampagne ist es, die Menschen im Norden für die Probleme und Anliegen im Süden zu sensibilisieren, Lernprozesse in Gang zu setzen, globale Zusammenhänge zu erschliessen und Handlungsmöglichkeiten für eine gerechtere Welt aufzuzeigen. Der Babyboom war die einzige Phase seit Ende des 19. Jahrhunderts, in der die Fertilitätsrate wieder stieg. Der Babyboom endete mit dem Pillenknick.

Siehe auch: Aktion Roter Punkt und Die 1. Kunststoffflasche für Mineralwasser kommt auf den Markt

70er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch: Die feinen Unterschiede

Siehe auch: The Market for Lemons, Swissair-Flug 330, Verordnung (EWG) Nr. 1408/71, Ärzte ohne Grenzen, Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen, Dennree, Banqiao-Überschwemmung, Genfer Wellenplan, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, IGN - Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung und Punk

Unter dem Motto der Frage Warum ist eine Banane billiger als ein Apfel? sensibilisierten die Bananenfrauen ab den 70er die Öffentlichkeit für die Problematik des Welthandels und die sozialen und ökologischen Missstände im Bananenanbau. 1971 gründeten zunächst vier schweizerische Entwicklungsorganisationen (Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle und Helvetas) die Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke (seit 2005: Alliance Sud). Ihr Ziel ist es, die Politik der Schweizer Regierung gegenüber den Entwicklungsländern zugunsten der armen Bevölkerung in diesen Ländern zu beeinflussen. Im gleichen Jahr wurde Greenpeace von Friedensaktivisten in Vancouver, Kanada, gegründet und Friends of the Earth von vier Organisationen aus Frankreich, Schweden, den USA und England. Die Weltumweltkonferenz fand vom 5. bis 16. Juni 1972 in Stockholm statt und war die erste Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und gilt als Beginn der internationalen (globalen) Umweltpolitik. Seit Publikation der Studie Die Grenzen des Wachstums 1972 und der anschließenden Ölkrise, die wirtschaftliche Stagnation und Zwangseinschränkungen für die Bevölkerung zur Folge hatte (zum Beispiel Sonntagsfahrverbot), ist auch der Öffentlichkeit vieler Industrieländer bewusst geworden, dass kein Rohstoff unbegrenzt verfügbar ist. Nachdem Georg von Rauch am 4. Dezember 1971 beim Versuch seiner Festnahme erschossen wurde, fanden zum Jahreswechsel 1971/72 in Berlin Treffen verschiedener linker, teils gewaltbereiter Gruppen statt. Sie diskutierten ihren Zusammenschluss und gründeten im Januar 1972 die Bewegung 2. Juni. Diese verübte eine Reihe von terroristischen Bombenattentaten, Banküberfällen und Entführungen von Funktionsträgern des Staates und aus der Wirtschaft. Die Animal Liberation Front ist eine international wirkende, dezentral organisierte Gruppe der militanten Tierbefreiungsbewegung, die in den USA vom FBI als terroristische Vereinigung klassifiziert wird. Ihr Ziel ist es, Tierversuche und Tötung von Tieren zu verhindern. Dies geschieht in erster Linie durch Tierbefreiungen sowie Anschläge auf Laboratorien und Tierfarmen mittels Sabotage, Brandanschlägen und anderen direkten Aktionen. Die Earth Liberation Front gilt als Schwesterorganisation. 1976 trafen sich die Innen- beziehungsweise Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Rahmen von TREVI (terrorism, radicalism, extremism, violence international) erstmals regelmäßig, um der damaligen Bedrohungslage durch westeuropäische und palästinensische Terrorgruppen wie den „Brigate Rosse“, der „Action Directe“ der „Rote Armee Fraktion“ oder „Schwarzer September“ auf einer intergouvermentalen Ebene entgegenzutreten. 1977 gründete Paul Watson die Sea Shepherd Conservation Society, da ihm die Organisation Greenpeace zu passiv und zu ineffizient war. Von 1966 bis 1979 leitete Pestalozzi das renommierte Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) im zürcherischen Rüschlikon, das er zu einer international bekannten Denkfabrik für Führungskräfte entwickelte. Wirtschaftsbosse, Wissenschaftler, Philosophen und Politiker als Gäste aus aller Welt wurden eingeladen, um Schwachstellen der Wachstums- und Konsumgesellschaft aufzuspüren. Kulturübergreifend entwickelten sie am GDI Thesen und Ideen, wie man die Welt zu einem lebenswerteren Ort machen kann. In dem Moment, als er bei seiner Suche nach Alternativen auf den Anarchismus stiess, und seine kritischen Ideen immer radikaler auch öffentlich postulierte – gipfelnd in seinem vielbeachteten Buch Nach uns die Zukunft –, wurde er 1979 fristlos entlassen.

80er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ramstein nach dem Anschlag des RAF-Kommandos „Sigurd Debus“ (1981)

Siehe auch: Neue Soziale Bewegungen, Yuppie, IPPNW, Ärzte der Welt, Vereinigung Tierschutz ist Rechtspflicht, Insecticide Resistance Action Committee, Alnatura, Grossbrand von Schweizerhalle, Erste Intifada, Rettet den Regenwald, Vier Pfoten, Intergovernmental Panel on Climate Change und Verein gegen Tierfabriken (Schweiz)

Die Berner Konvention aus dem Jahr 1979, zum Schutz europäischer wildlebender Tiere und Pflanzen, trat am 1. Juni 1982 in Kraft.

Nachdem People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) im Jahr 1980 gegründet worden war, erlangte sie ein Jahr später im Zuge der Affäre der Silver-Spring-Affen öffentliche Aufmerksamkeit. In Deutschland formierte sich, beeinflusst von angelsächsischen Vorbildern, Anfang der 80er Jahre eine Tierrechtsbewegung. Das zugrunde liegende Konzept der Tierrechte wurde auf eine rationale Tierrechtsphilosophie gegründet. Damit zog die Bewegung eine neue Klientel aus dem linken akademischen Milieu an, das sich mit der bürgerlich-konservativ geprägten Tierschutzbewegung nicht identifizieren konnte.

„Während einst berufsbezogener, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aufstieg mit individualpsychologischem Glücksempfinden harmonierte, werden für viele Menschen neben- und außerberufliche Rollen künftig noch wichtiger werden. In diesem nuancierten Sinne mag der Terminus Freizeitgesellschaft eine Bedeutung haben; genauer wäre: Gesellschaft weniger berufsbezogener Werthaltungen.

1985 trat in der Schweiz das Umweltschutzgesetz in Kraft und die Autobahnvignette wurde zur Pflicht. Das Schengener Abkommen von 1985 ermöglichte die Amtshilfe zwischen den Polizeibehörden und die Einrichtung des Datenverbundes Schengener Informationssystem (SIS). FIAN wurde 1986 gegründet. Die Gründungsmitglieder waren als Menschenrechtsaktivisten u.a. bei Amnesty aktiv gewesen. FIAN legte jedoch von Anfang an sein Hauptaugenmerk auf das Recht auf Ernährung und eine parteiischere, sozial-kämpferischer Grundausrichtung als Amnesty. 1986 wurde Karl Heinz Beckurts von Terroristen der Rote Armee Fraktion (RAF) ermordet. In Altmatt war die Errichtung eines Waffenplatzes der Schweizer Armee geplant, was landesweit zu kontroversen Diskussionen über den Landschaftsschutz führte. Schliesslich wurde 1987 die «Eidgenössische Volksinitiative ‹zum Schutz der Moore – Rothenthurm-Initiative›» angenommen. Seither ist das Gebiet als Hochmoor von nationaler Bedeutung geschützt, und das Waffenplatzprojekt konnte nicht mehr umgesetzt werden und 1989 wurde Paraquat in der Schweiz verboten.

90er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Gentechnik, KIMO, Bergsturz von Randa, Erdgipfel, Verein gegen Tierfabriken (Österreich), Kauf-nix-Tag, Short Message Service, Chemikalien-Verbotsverordnung, Flavr-Savr-Tomate, Stiftung PanEco, Stop Huntingdon Animal Cruelty und Bio Company

Im Jahr 1990 beschloss die US-amerikanische National Science Foundation, das Internet für kommerzielle Zwecke nutzbar zu machen, wodurch es über die Universitäten hinaus öffentlich zugänglich wurde. Tim Berners-Lee entwickelte um das Jahr 1989 am CERN die Grundlagen des World Wide Web. Am 6. August 1991 machte er dieses Projekt eines Hypertext-Dienstes via Usenet mit einem Beitrag zur Newsgroup alt.hypertext öffentlich und weltweit verfügbar.

Seit 1992 wurden mit dem Vertrag von Maastricht und dem Rat für Justiz und Inneres die rechtlichen Grundlagen für eine Zusammenarbeit auf justiz- und innenpolitischem Gebiet geschaffen. Der „Verfügbarkeitsgrundsatz“ des Haager Programms ermöglichte, dass alle Daten und Informationen die von einer Stelle erhoben werden den Behörden in der gesamten EU zur Verfügung stehen. Seit der Verabschiedung des Vertrages von Amsterdam wurde so ein supranationales Mehrebenensystem der „Inneren Sicherheit“ geschaffen, das neben der Ebene der EU-Institutionen auch die mitgliedstaatliche und die regionale Ebene umfasst.

1992 wurde eine von Kendell verfasste Erklärung zur Dringlichkeit des Umweltschutzes von 1700 Wissenschaftlern unterzeichnet, einschließlich der Mehrheit der Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften.

„Wir, die Unterzeichnenden – hochrangige Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinschaft der Welt – warnen hiermit die gesamte Menschheit vor der Zukunft. Eine große Veränderung unseres Umganges mit der Erde und ihren Lebewesen ist erforderlich, wenn drohendes Elend vermieden werden soll und unsere globale Heimat auf diesem Planeten nicht unwiederbringlich verstümmelt werden soll.“

Henry Way Kendall und 1.575 weitere Wissenschaftler in „Warning to Humanity“ – 1992
Caesium-137-Kontamination im Jahr 1996 in Weißrussland, Russland und der Ukraine in Kilobecquerel pro Quadratmeter

Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993: Damals hatten insgesamt sechs islamistische Terroristen des Terrornetzwerks al-Qaida in einem Transporter rund 700 Kilogramm des Sprengstoffs Harnstoffnitrat entzündet. Der Anschlag war der erste islamistische Terroranschlag, der sich auf dem Staatsgebiet der Vereinigten Staaten ereignete.

Die Ejército Zapatista de Liberación Nacional ist eine überwiegend aus Indigenas bestehende Organisation in Chiapas, einem der ärmsten Bundesstaaten Mexikos, die am 1. Januar 1994 mit einem bewaffneten Aufstand erstmals öffentlich in Erscheinung trat und sich seitdem mit politischen Mitteln für die Rechte der indigenen Bevölkerung Mexikos, aber auch generell gegen neoliberale Wirtschaftspolitik und für autonome Selbstverwaltung einsetzt.

Attac wurde am 3. Juni 1998 in Frankreich gegründet. Den Anstoß zur Gründung gab ein Leitartikel von Ignacio Ramonet, der im Dezember 1997 in der Zeitung Le Monde diplomatique veröffentlicht wurde und die Gründung einer Association pour une taxe Tobin pour l'aide aux citoyens (deutsch: ‚Vereinigung für eine Tobin-Steuer zum Nutzen der Bürger‘) vorschlug. Greenpeace rief 1998 die Initiative „Stromwechsel“ ins Leben. Dort konnten sich Verbraucher melden, die zu einem umweltfreundlichen Stromanbieter wechseln wollten. Während sich immer mehr Verbraucher bereit erklärten, den Stromanbieter zu wechseln, fand Greenpeace keinen Anbieter, der alle Kriterien erfüllte, welche die Umweltschutzorganisation aufstellte. Deshalb wurde 1999 die Greenpeace Energy gegründet, die einen Großteil des Stroms aus erneuerbaren Energien vermarktet.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

00er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Air-France-Flug 4590, Richtlinie 2000/60/EG (Wasserrahmenrichtlinie), Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, Bundesprogramm Ökologischer Landbau, Gene Drive, Global Footprint Network, Brights, Skype, Giordano-Bruno-Stiftung, Frontex, Fliegendes Spaghettimonster, Freiheit statt Angst, Animal Equality, Animal Enterprise Terrorism Act, Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH), Vierter Sachstandsbericht des IPCC, Verordnung (EG) Nr. 834/2007 (Öko-Verordnung), Nationale Verzehrsstudie II, Allianz Nein zu neuen AKW, Princess of the Stars, Tier im Fokus und Large Hadron Collider

Kondensierendes Abgas aus einer Müllverbrennungsanlage, 2005

Gegen Ende 2000 wurde Onyx Stück für Stück aufgedeckt. Das Verteidigungsdepartement erhielt den Big Brother Award Schweiz im Jahre 2000 und 2001.

Der 15. Januar 2001 gilt als Geburtsstunde von Wikipedia (siehe auch User-generated content). Im selben Jahr wurde Carlo Giuliani während einer Straßenschlacht im Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua 2001 bei einem Angriff auf einen Carabinieri-Geländewagen von einem darin befindlichen Carabiniere erschossen. Die Terroranschläge am 11. September 2001 waren vier koordinierte Flugzeugentführungen mit anschließenden Selbstmordattentaten auf wichtige zivile und militärische Gebäude in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die seit 2015 als eigenständige Organisation BankTrack ging aus dem gleichnamigen, aus 40 Organisationen bestehenden Netzwerk, darunter Greenpeace, Rainforest Action Network und verschiedene nationale Zweige von Friends of the Earth hervor. Dieses Netzwerk wurde formal 2004 gegründet und baute auf Initiativen auf, die zur Veröffentlichung der „Erklärung von Collevecchio“ führten. Diese Erklärung war die erste Erklärung der Zivilgesellschaft über die Rolle des Finanzsektors und der Nachhaltigkeit und wurde von über 100 Organisationen aus aller Welt (hiervon aus Deutschland: BUND, Urgewald und Euronatur) unterzeichnet.

Im Mai 2005 wurde in Delaware das International Council on Clean Transportation gegründet. Das Ziel ist dabei, die Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz von Straßen-, See- und Luftverkehr zu verbessern, um die öffentliche Gesundheit zu verbessern und die globale Erwärmung abzumildern. Der Parking Day ist ein seit 2005 international jährlich begangener Aktionstag zur Re-Urbanisierung von Innenstädten. In der Regel am dritten Freitag des Septembers werden Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung wie der als grüne Oase bzw. Pflanzinsel, als Gastronomie- und Sitzfläche, Fahrradabstellfläche usw. zugeführt. Im Dezember wurde die „Strategie für die externe Dimension der Justiz- und Innenpolitik: Freiheit, Sicherheit und Recht im globalen Maßstab“ verabschiedet um Bedrohungen wie organisierter Kriminalität, Korruption, Terrorismus und illegaler Migration entgegenzutreten und den Schutz der EU-Außengrenzen zu gewährleisten. In Finnland gab es Ende 2005 heftige Konflikte zwischen Rentierhütern, dem Samischen Rat und Greenpeace auf der einen Seite und Metsähallitus sowie Stora Enso auf der anderen Seite. Dabei ging es um den Holzeinschlag für die Papierherstellung.

Im Rahmen der Transition-Town-Bewegung gestalten seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Initiiert wurde die Bewegung u. a. von dem irischen Permakulturalisten Rob Hopkins und Studenten des Kinsale Further Education College in Irland. Am 18. Oktober des selben Jahres veröffentlichte das Blacksmith Institute erstmals eine Liste der am meisten verschmutzten Orte. Zuvor wurden weltweit 300 Orte untersucht und daraus die zehn am stärksten verschmutzen Orte ermittelt.

Zur Klimakonferenz auf Bali 2007 spaltete sich das Bündnis Climate Justice Now! vom Climate Action Network (CAN) ab. Die Mitglieder des neu gegründeten Verbandes meinten, Vertreter der Dritten Welt würde in CAN nicht ausreichend zum Zuge kommen, sie standen der engen Zusammenarbeit zwischen CAN und staatlichen Stellen und Unternehmen mit hohen Emissionen sowie marktbasierten Klimaschutzmaßnahmen kritischer gegenüber. Ebenfalls 2007 wurde die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) bei der Konferenz des Atomwaffensperrvertrags in Wien von der IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges und anderen Organisationen ins Leben gerufen und in zwölf Ländern gestartet. 350.org ist eine 2007 vom US-amerikanischen Autor und Umweltaktivisten Bill McKibben gegründete internationale Klimaschutz-Organisation. Ziel von 350.org ist der Aufbau einer weltweiten Graswurzelbewegung zum Klimaschutz.

Der Negativpreis Public Eye Swiss Award wurde 2008 an Glencore verliehen. Im selben Jahr wurde die Internationale Degrowth-Konferenz begonnen und findet seither im Zweijahresabstand statt. Sie vertritt den Anspruch, rund um Themen der Wachstumskritik und Wachstumsrücknahme auf einer Veranstaltung Praktiker, Aktivisten und Wissenschaftler zusammenzubringen. Ebenfalls 2008 wurde eine Tierschutzorganisation in Frankreich mit dem Namen L214 gegründet, welche sich mit dem Schutz von Nutztieren, die für den menschlichen Verzehr verwendet werden (Fleisch, Milch, Eier, Fisch) befasst. Die Mission ist es: "die Realität dessen, was in den Schlachthöfen vor sich geht, zu zeigen".

Im April 2009 wurde bekannt, dass Siegert größter Privataktionär der Schweizerischen Nationalbank ist. In der Zwischenzeit ist er mit einem Aktienanteil von 6,72 % der größte Aktionär vor dem Kanton Bern, der über 6,63 % der Aktien verfügt.

10er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Kolontár-Dammbruch war eine Umweltkatastrophe, die sich am 4. Oktober 2010 bei Kolontár in Westungarn ereignete. Dabei wurden rund eine Million Kubikmeter Rotschlamm aus der Aluminiumproduktion über das Land geschwemmt.
Anonymous-Aktivist bei einer Occupy-Wall-Street-Kundgebung 2011. Auf dem Schild steht Die Korrupten fürchten uns – die Ehrlichen unterstützen uns – die Heroischen schließen sich uns an.

Am 17. Dezember 2010 begannen in Tunesien Proteste gegen die Regierung von Staatsoberhaupt Zine el-Abidine Ben Ali, nachdem sich der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi in Sidi Bouzid infolge von Polizeiwillkür und Demütigungen selbst angezündet hatte. Innerhalb weniger Wochen kam es zu landesweiten Massenunruhen, die in den nächsten Monaten auf etliche Staaten in Nordafrika und dem Nahen Osten übergriffen.

Wir haben es satt! ist eine Bewegung von Landwirten, Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbänden gegen die Agrarindustrie, gegen Massentierhaltung und für eine Agrarwende. Die größte Demonstration findet seit 2011 jährlich im Januar anlässlich der Grünen Woche in Berlin statt.

Am 14. März 2011, während der Unfallserie im japanischen Kernkraftwerk Fukushima I, beschloss das UVEK, sämtliche Bewilligungsverfahren für neue Kernkraftwerke auf Schweizer Boden auf unbestimmte Zeit einzufrieren. Dies bedeutet das endgültige aus für das Kernkraftwerk Mühleberg welches Ende 2019 definitiv vom Netz genommen werden soll.

Im September 2012 warb das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) damit, einen Sarkophag aus Beton nach dem Vorbild von Tschernobyl über der als vergleichbar bezeichneten „Todeszone“ des Rüstungsunternehmens Heckler & Koch mit Sitz in Oberndorf am Neckar zu errichten. Das ZPS argumentiere, „die Waffenfirma ‚Heckler & Koch‘ habe in den letzten 25 Jahren abseits von allen Schlagzeilen 375× so viele Menschenleben gefordert wie die Atomkatastrophe von Tschernobyl, daher wolle man denselben Sarkophag, der die Strahlung in Tschernobyl zurückhält, über die Waffenfabrik in Oberndorf bauen, damit ihr keine tödlichen ‚Produkte‘ mehr entweichen können.“

Am 17. Oktober 2013 wurde Luftverschmutzung von der WHO offiziell als Krebsursache eingestuft.

Podemos (deutsch „Wir können“) ist eine spanische linkspopulistische, im Frühjahr 2014 gegründete Partei, die aus der Bewegung des 15-M (Proteste in Spanien 2011/2012) hervorgegangen ist. Die Vereinigten Staaten riefen am 5. September 2014 beim NATO-Gipfel im walisischen Newport (Gwent) ein internationales Militärbündnis gegen den Islamischer Staat (Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat) ins Leben. Die Gründungsmitglieder waren neben den Vereinigten Staaten auch Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien, Polen, Dänemark, Australien, Kanada und die Türkei. Hinzu kamen die Niederlande (Oktober 2014 bis Juli 2016) und später Belgien (seit Juni 2016), jeweils mit mehreren Jagdbombern des Typs F-16.

Der zuständige Fachausschuss der Europäischen Union beschloss im Mai 2015 nach der Aufdeckung des Abgasskandals (Pkws emittierten weit mehr Abgase als bei Typgenehmigung-Abgastests gemessen) unter anderem, dass das seit 1992 durchgeführte Testverfahren NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) durch eine Messung der Emissionen im praktischen Fahrbetrieb ergänzt werden soll. Dies treibt die Verkehrswende immer weiter. Die türkische Offensive gegen die PKK wurde von Staatspräsident Erdogan im Juni 2015 begonnen. Grund war der Tod von zwei Polizisten durch die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die unter anderem von der Türkei, der EU und den USA als terroristische Vereinigung eingestuft wird. Im Schatten des Syrischen Bürgerkrieges wurde damit der seit Mitte der 1980er Jahre anhaltende Konflikt zwischen der Republik Türkei und der PKK wieder blutig.

Bei einem Referendum des Vereinigten Königreichs am 23. Juni 2016 stimmten 51,89 % der Wähler für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Am 25. November haben die KlimaSeniorinnen in der Schweiz eine Klimaklage beim Bund eingereicht.

Am 28. Juli 2017 gewann die Deutsche Umwelthilfe in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart einen Prozess gegen das Land Baden-Württemberg. Die Luftverschmutzung Stuttgarts müsse mittels Diesel-Fahrverboten eingedämmt werden, da die seitens der Automobilhersteller geplanten Nachrüstungen dazu nicht ausreichten. Im August 2017 reichte Energy Transfer Partners eine SLAPP-Klage gegen Greenpeace, Earth First!, BankTrack und andere Protestorganisationen aufgrund des zur Bekämpfung von Mafia-Aktivitäten vorgesehenen Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act ein. Das Unternehmen machte sie für Schäden in Höhe von „Milliarden von Dollars“ verantwortlich und warf ihnen „kriminelle Aktivitäten und Fehlinformationskampagnen“ vor. Energy Transfer Partners wird hierbei von der Kanzlei Kasowitz, Benson, Torres & Friedman vertreten, die auch für die Trump-Organization tätig ist. Greenpeace Schweiz hat sich entschlossen die FSC-Mitgliedschaft auf Ende 2017 zu kündigen. (Greenpeace Deutschland und Greenpeace International erklärten 2018 ebenfalls ihren Austritt.)

Am 13. November veröffentlichten 15.372 Wissenschaftler aus 184 Ländern eine „zweite Warnung an die Menschheit“. Sie nahmen dabei Bezug auf eine „erste Warnung“, die #1992 von 1.575 Wissenschaftlern der amerikanischen Forscher-Vereinigung Union of Concerned Scientists herausgegeben wurde.

Siehe auch: Genome Editing, Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien, Wiener Neustädter Tierschützerprozess, Deepwater Horizon, Naturzentrum Thurauen, Effektiver Altruismus, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittel-Informationsverordnung), SumOfUs, Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozid-Verordnung), Total Liberation, The Ocean Cleanup, Verordnung (EU) Nr. 517/2014 über fluorierte Treibhausgase, Grubenunglück von Soma, Flüchtlingskrise in Europa ab 2015, Sea-Eye, Nafri, Germanwings-Flug 9525, Eidgenössische Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt», Verordnung (EU) 2016/399 (Schengener Grenzkodex), Verfassungsreferendum in der Türkei 2017, Bergsturz von Bondo und Saratov-Airlines-Flug 703

Treibstoffnotablass eines Airbus A340-600 über dem Atlantik nahe Nova Scotia
Das Verkehrsflugzeug Airbus A320 der Airbus S.A.S ist eines der meistgebauten europäischen Luftfahrzeuge
Verteilung des Weltraummülls. Jeder Punkt markiert ein Objekt im Katalog, typ. > 5 cm. (nicht maßstabsgerecht)
Die Sophienhöhe ist eine durch den Abbau von Braunkohleflözen des Tagebaus Hambach entstandene rekultivierte Abraumhalde, die bei Jülich im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen) gelegen etwa 13 km² Fläche bedeckt und deren höchste Stelle auf 301,8 m ü. NHN liegt.
* * *

In 44 Artikeln garantiert das Übereinkommen über eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern grundlegende Rechte der indigenen Völker. Die Gesamtzahl der Angehörigen indigener Völker wird auf etwa 350 Millionen Menschen in über 70 Ländern geschätzt. Ihre oftmals jahrtausendealten Kulturen unterscheiden sich zumeist durch ihre besondere Beziehung zur Natur von der herrschenden westlichen Kultur.

Sardar-Sarovar-Talsperre: Mehr als ein Jahrzehnt lang haben Dorfbewohner einen Kampf gegen das Sardar Sarovar Project (SSP) an der Narmada (Narmada Valley Development Project) geführt. Es hat dadurch internationale Aufmerksamkeit und Berühmtheit erlangt. Aktivisten und Dorfbewohner, angeführt von der Narmada Bachao Andolan („Save the Narmada Movement“), zwangen die Weltbank, sich Anfang der 1990er Jahre aus dem Projekt zurückzuziehen. Ein Prozess am höchsten indischen Gericht (Indian Supreme Court) stoppte die Bauarbeiten für fast sechs Jahre. Dennoch fällte das Gericht am 18. Oktober 2000 eine kontrovers aufgenommene Entscheidung, die den Fortgang der Bauarbeiten erlaubte. Nach einer weiteren gerichtlichen Freigabe am 16. März 2004 wurde die Höhe der Überlaufkante wie genehmigt auf 110,64 m angehoben. Rund 200.000 Menschen müssen für den Stausee umgesiedelt werden, Hunderttausende mehr werden infolge der damit verbundenen Entwicklungen ihr Land oder ihren Lebensunterhalt verlieren. Eine unverhältnismäßig große Zahl davon sind Stammesangehörige der Bhil. Tausende bereits Umgesiedelte kämpfen auf überfüllten Grundstücken ums Überleben, ohne urbares Land oder Möglichkeiten für den Lebensunterhalt zu haben. Mit diesen Aussichten konfrontiert haben Dorfbewohner geschworen, lieber auf ihrem Land zu bleiben und hinter dem teilweise gebauten Damm abzuwarten, bis sie überschwemmt werden, als ein unsicheres Leben in Not und Entbehrung zu führen.

Sobald traditionelle Gesellschaften mit einer modernisierten Kultur konfrontiert werden, wird ein Kulturwandel in eine gänzlich neue Richtung angestoßen. Ist der Kontakt dauerhaft und intensiv, kommt es zur Akkulturation (Anpassungsprozess). Die zumeist enorme kulturelle Distanz zu den „heißen, fortschrittsgläubigen, zivilisierten“ Gesellschaften, die in den meisten Fällen als ausgesprochen machtvoll und dominant empfunden werden, führt zu einer zunehmenden Assimilierung hin zur Aufgabe der Traditionen; auch dann, wenn keine Unterdrückung oder aggressive Transkulturation durch die neuen Machthaber stattfindet. Solcherart beschleunigter Wandel erzeugt bei den „kalten, bewahrenden, wertkonservativen“ Gesellschaften in der Regel einen traumatischen Kulturschock mit weitreichenden negativen Konsequenzen:

Die meisten Adivasigemeinschaften sind nach wie vor in Feldbau, Viehhaltung und Handwerk tätig und dies meist nur zur eigenen Versorgung. 25 verschiedene Gruppen mit etwa 1,3 Millionen Adivasi werden als Jäger und Sammler eingestuft, obgleich sie nicht ausschließlich von dieser Wirtschaftsform leben. Zusammen mit den unberührbaren Kasten (Dalits) gehören die Adivasi zu den ärmsten Menschen in Indien. Ca. 10 Millionen Adivasi leben in städtischen Slums, ca. 90 % unter der Armutsgrenze. Als Nicht-Hindus werden sie neben den Dalits in der indischen Gesellschaft trotz gegenteiliger Gesetze (als scheduled tribes räumt ihnen die indische Verfassung Minderheitenrechte ein) nach wie vor als Ausgestoßene benachteiligt. Das anhaltende Wirtschaftswachstum Indiens drängt die Ureinwohner derzeit weiter an den Rand. Im Zuge von Großprojekten, Erschließung von Industriestandorten und Tourismusregionen werden Adivasi beim Bau von Staudämmen, bei der Erschließung von Rohstoffen, Ansiedlung von Schwerindustrie, Straßenbau oder für Natur- und Freizeitparks großflächig umgesiedelt oder gar vertrieben. Die Beteiligung Deutschlands beim Bau der Hüttenwerke in Rourkela ab 1958, bei dem ca. 16.000 Adivasi vertrieben wurden, ist bis heute umstritten. Beim noch andauernden Bau des Sardar-Sarovar-Staudammes im Narmada-Tal im Bundesstaat Gujarat, bei dem ca. 110.000 Adivasi zwangsumgesiedelt werden und erhebliche Mängel bei der Umsiedlung aufgetreten sind, haben internationale Geldgeber daher ihre Beteiligung unter andauerndem öffentlichem Druck zurückgezogen. Um die Lebenssituation der Adivasi zu verbessern, wurden von der indischen Regierung zum einen Schutzgesetze erlassen, zum anderen zahlreiche spezifische Programme und Projekte durchgeführt. Doch weder die Gesetze – etwa das Verbot der Übertragung von Adivasi-Land an Nicht-Adivasi, Landreformen, das Verbot der Schuldknechtschaft oder von Alkoholhandel in Adivasi-Gebieten – noch die Programme und Projekte zur Infrastrukturentwicklung, Gesundheitsförderung und Armutsbekämpfung konnten ihre Lage nachhaltig verbessern, denn sie blieben lückenhaft, wurden kaum umgesetzt oder gehen an der Lebenswirklichkeit der Adivasi vorbei.

Heute leben rund 6,1 Millionen Maya in Mexiko (auf Yucatán, in Chiapas und in Tabasco) sowie in Belize, in Guatemala, in Honduras und in El Salvador, wobei die ursprünglich in El Savador lebenden Pocomam und Chortí im 20. Jahrhundert in ihrer eigenständigen Kultur und Sprache infolge staatlich gewalttätiger Unterdrückung ausgerottet wurden. Durch den guatemaltekischen Bürgerkrieg haben sich jedoch ca. 12.000 Kekchí in El Salvador angesiedelt. Eine noch kleinere Gruppe Kekchí lebt in Honduras, wie ca. 4.000 Chortí im Wesentlichen im Gebiet um Copán. In Guatemala zählen etwa 40 Prozent (ca. 5 Mio. Menschen) der Gesamtbevölkerung zu den Maya, in Belize sind es rund zehn Prozent was etwa 35.000 Personen ausmacht, darunter Lacandonen, Kekchí und Mopan. In Mexiko zählen die Mayathan (etwa 800.000 Angehörige), Tzeltal (etwa 470.000 Angehörige) und Tzotzil (etwa 430.000 Angehörige) zu den größeren Maya-Völkern.

Die Lebensräume und die Eigenständigkeit der letzten noch existierenden lokalen Gemeinschaften traditioneller Ökosystem-Menschen sind auf das äußerste bedroht, vor allem durch die Auswirkungen der sich rasch ausbreitenden westlichen Zivilisation mit einer Vielzahl von lebensraumzerstörenden Vorhaben – wie z. B. Bergbau, Landerschließung durch Straßen, Rodungen für Viehzucht und Plantagen – und der Vermittlung eines einseitigen Kulturwandels, der zu Armut und Marginalisierung führt.

Siehe auch: Rettet die Naturvölker, Tag der Erde, Weltumwelttag und Atomausstieg selber machen

Illusionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fusionsreaktor ITER wird als gemeinsames Forschungsprojekt der sieben gleichberechtigten Partner EU, die die 28 EU-Staaten und die Schweiz vertritt, USA, China, Südkorea, Japan, Russland und Indien entwickelt, gebaut und betrieben.

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Kann der von einigen Staaten geplante und propagierte Atomausstieg real sein, wenn gleichzeitig in die Forschung der Fusionsenergie investiert wird?

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Auch emissionsfreie Fahrzeuge gibt es doch nicht wirklich?

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Und sind gentechnikfreie Lebensmittel trotzdem oft auch gentechnisch veränderte Lebensmittel?


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

To do: Links zu Paid Content ersetzenDiskussion: Milchproduktion#Was ist hier passiert?
Ölkatastrophen in Westsibirien, Nigerdelta, Ecuador und seit dem 24. Juni 2018 auch in der Nähe von Rock Valley: US-Treibstoff-Zug verunglückt - Hunderttausende Liter Öl verschmutzen Fluss. Die Liste bedeutender Ölunfälle wird immer länger!

Das gegenwärtige MassenaussterbenEnergiewendeUnterwasserlärmKīlauea#Vulkanische AktivitätDemokratischer KonföderalismusChronik des Bürgerkriegs in Syrien 2018Ghuta#Syrischer BürgerkriegTürkische Militäroffensive auf AfrinProteste im Iran 2017/2018Militärintervention im Jemen seit 2015Krieg in der Ukraine seit 2014Chiapas-KonfliktPolitische Krise in SpanienListe von Terroranschlägen im 21. JahrhundertIVBB-HackTötende AutosApokalypse

Stopp Air Base Ramstein 2018

Seit dem Jahr 2011 ist die Flugleitzentrale auf dem US-Militärbasis Ramstein Dreh- und Angelpunkt für völkerrechtlich umstrittene Drohnenaktivitäten der USA in Afrika.

Todesopfer durch Kampfhandlungen seit 1950 (neu).png


Entwicklung des Artensterbens nach „World Scientists’ Warning to Humanity: A Second Notice“ 2017. Die Autoren werten diese Tendenz eindeutig als Massenaussterben.
Alle im Mittelmeer lebenden Meeresschildkrötenarten haben Kunststoffe aufgenommen. Bis zu 150 Plastikfragmente wurden in den Mägen einiger Tiere gefunden.
Fahrradtaxi für zwei Fahrgäste in Hamburg

Zurzeit gibt es auf 5 von 7 Kontinenten (ohne Australien, Antarktis) bewaffnete Konflikte. 2014 sind weltweit 164.000 - 220.000 Menschen direkt an Kampfhandlungen gestorben, so viele wie seit 26 Jahren nicht mehr. 2015 starben in Konfliktgebieten mindestens 167.000 Menschen.

Siehe auch: United States Army, Gruppe für eine Schweiz ohne Armee, General Dynamics European Land Systems, Eidgenössische Volksinitiative «Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten» und Friedensbewegung

Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bewilligte 2009 dem Schweizer Waffenproduzenten Brügger & Thomet den „Know-how-Transfer für die Herstellung von Kleinwaffen an eine ukrainische Firma“, wie eine Sprecherin des SECO gegenüber bestätigte. Darüber hinaus gingen auch Einzelteile für die Fertigung von etwa 30 bis 50 Scharfschützengewehren Brügger & Thomet APR in die Ukraine. Die Gewehre wurden „zum Schutz der Europameisterschaften 2012 angeschafft; eingesetzt wurden sie gegen das ukrainische Volk.“ „Janukowytsch habe die Euro 2012 gezielt genutzt, um die Sicherheitskräfte hochzurüsten“, ergänzte der Ukraine-Experte Ievgen Vorobiov.

Im Mai 2018 teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit, ein Ermittlungsverfahren gegen ehemalige Mitarbeiter von Heckler & Koch wegen des Verdachts der Bestechung von politischen Verantwortlichen zu führen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, „es sollen in den Jahren 2009/2010 politische Verantwortliche bestochen worden sein mit dem Ziel, diese bei der anschließenden Entscheidung über die Genehmigung von Waffenexporten im Sinne von Heckler & Koch zu beeinflussen.“ Zuvor hatte das Fernsehmagazin Report Mainz über mit dem Verdacht zusammenhängende E-Mails des damaligen Geschäftsführers von Heckler & Koch, Peter Beyerle, und sowie eine interne KPMG-Prüfung berichtet. Die Zahlungen an zwei FDP-Bundestagsabgeordnete sowie den CDU-Kreisverband Rottweil (Heimatverband des CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder) seien darauf gerichtet gewesen, die Entscheidung zur Ausfuhr von mehreren tausend Sturmgewehren nach Mexiko positiv beeinflusst oder zumindest zu beschleunigen.

Zwischen Mitte des 20. Jahrhunderts und dem Jahr 2018 hat sich die Fließgeschwindigkeit des Golfstroms nach einer Veröffentlichung von Stefan Rahmstorf und Kollegen um 15 % verringert, gleichbedeutend mit einem Rückgang um 3 Mio. Kubikmeter pro Sekunde – diese Menge entspricht dem 15-fachen Volumen des Abflusses des Amazonas. Die unmittelbaren Auswirkungen der Abschwächung des Golfstroms sind paradoxerweise zunächst Hitzewellen im Sommer und verstärkte Stürme in Mitteleuropa aufgrund der veränderten Luftdruckverhältnisse, die vermehrtes Einströmen von Warmluft aus Südeuropa begünstigen.

In einer 2018 veröffentlichten Studie, mit Eisproben von 2014 und 2015, wurden pro Liter Meereis zwischen 33 und 75.143 Mikroplastik-Teilchen gefunden. Trotzdem werden immer mehr Kunstrasenplätze gebaut, wovon jeder einzelne mehrere Tonnen Mikroplastik pro Jahr in Form kleiner Kügelchen auf der Basis von Altreifen in die Umwelt abgibt.


Wurden die Belastungsgrenzen des Planeten überschritten?

Was ist mit Ökozid?

Januar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SRF Ungesund und trotzdem erlaubt - Die häufigsten Pestizide haben es in sich 9. Januar 2018Schweiz aktuell Todesfalle Wasserkraftwerk 31. Januar 2018Kassensturz Todesfalle Kraftwerk: Tausende Aale verenden grausam 31. Januar 2018

Februar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund einer Anfang Februar von Constantin Film erwirkten und vom Landgericht München erlassenen einstweiligen Verfügung, muss Vodafone Kabel Deutschland die Kinox.to-Angebote für seine Internetkunden sperren. Seither werden Kunden auf eine Sperrseite weitergeleitet.

Seit dem 12. Februar werden alle Ja! Natürlich-Produkte 100 % palmölfrei hergestellt und am 14. Februar wurde ein Schlachthof von OSI Food Solutions Germany wegen mehreren Verstößen gegen den Tierschutz vorübergehend geschlossen.

Am 20. Februar startete in Venezuela mit dem Petro die erste staatliche Kryptowährung weltweit. Die USA haben vor dem Kauf gewarnt, weil es sich um einen Kredit für die venezolanische Regierung und somit um eine Verletzung der US-Sanktionen handele. Hintergrund des Vorhabens ist die seit Jahren bestehende Wirtschaftskrise in Venezuela. Der von der Regierung ausgerufene Sozialismus des 21. Jahrhunderts führte zu einem Zusammenbruch der Versorgung der Bevölkerung, der weltweit höchsten Inflation und dem venezolanischen Staatsbankrott von 2017.

Am 24. Februar wurde bekannt, dass die ABLV Bank vor dem Zusammenbruch steht und die EZB beschloss, die Bank abzuwickeln. Damit sind Einlagen, welche nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Anleger gesichert sind, verloren.

Am 26. Februar wurde der Berliner Polizeipräsident entlassen.

Nach einer Vorgabe der EU musste die HSH Nordbank wegen Staatshilfen zu ihrer Rettung nach der Finanzkrise bis März 2018 verkauft oder ebenfalls abgewickelt werden. Am 28. Februar wurde bekannt, dass die Bank für rund eine Milliarde Euro an eine amerikanische Investorengruppe unter Führung des US-Hedgefonds Cerberus verkauft wird. Unter dem Strich wird die 15-jährige Geschichte der HSH die Steuerzahler mindestens 13 Milliarden Euro gekostet haben.

Deutscher Bundestag Cem Özdemir bezeichnet die AfD-Bundestagsabgeordneten als Rassisten YouTube/22. Februar 2018

März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. März nahm der Block 1 von Beznau den Betrieb wieder auf, um in den nächsten Tagen in den Volllastbetrieb überzugehen. Der Trinationale Atomschutzverband, in dem Umweltschutzorganisationen aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich zusammengeschlossen sind, verurteilt die Wiederinbetriebnahme, da das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat veraltete Sicherheitskriterien anwende und sich nicht an die Bestimmungen der aktuellen Gesetzgebung halte. Am gleichen Tag wurde Sarkozy im Zuge der Ermittlungen zu vermuteten Wahlkampfzahlungen aus Libyen im Jahr 2007 in Polizeigewahrsam genommen. Presseberichten zufolge gebe es neue Erkenntnisse diesbezüglich. Im Januar war bereits Sarkozys ehemaliger Vertrauter Alexandre Djouhri in London festgenommen worden.

Ebenfalls am 20. März twitterte Brian Acton: „It is time. #deletefacebook“. Als Elon Musk in Folge der Diskussion von einem Nutzer gefragt wurde, ob er die Seite von SpaceX auch löschen werde, antwortete er: „I didn’t realize there was one. Will do.“

Handelszeitung.at Abschied von Einweghandschuhen 26. März 2018

April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Internet in der Volksrepublik China tritt das Verbot der Nutzung von allen nicht vom Staat lizenzierten Virtual Private Network-Tunnel am 1. April in Kraft. Danach dürfen auch ausländische Unternehmen und deren Mitarbeiter (Expats) ausschließlich nur noch staatlich zertifizierte VPN-Tunnel einsetzen. Mit dem Cyber-Sicherheitsgesetz von 2017 werden unter anderem die ausländischen Unternehmen bereits verpflichtet, ihre Daten in China zu speichern.

Am 2. April gegen 02:16 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (00:16 UTC) trat Tiangong 1 über dem Südpazifik in die Erdatmosphäre ein und zerbrach in mehrere Teile.

Umweltbundesamt Schädliches Mikroplastik: Stefanie Werner erklärt, worin Mikroplastik steckt, wie gesundheitsschädlich es ist, was Kläranlagen dagegen tun und wie man das Plastik meiden kann. ZDFmediathek/9. April 2018Umweltinstitut Sieg vor Gericht: Geheimniskrämerei um neue Bienengifte ist rechtswidrig! 13. April 2018BirdLife Schweiz Neuer Bericht von BirdLife zeigt: Nun nehmen auch einst häufige Vogelarten ab 23. April 2018Stuttgarter Zeitung EU-Abstimmung über Insektenvernichtungsmittel: Freilandverbot von Bienen-Giften? 25. April 2018Tetra Pak Tetra Pak entwickelt Papiertrinkhalme für Portionsverpackungen 30. April 2018

Mai[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Mai wurde bekannt, dass die ETA ihre Selbstauflösung zum 16. April 2018 bekannt gegeben hatte; alle Strukturen seien vollständig aufgelöst worden.

Rundschau Todesfalle für Fische: Streit um teure Sanierung der Kraftwerke 16. Mai 2018derStandard.at Biobauern werden Opfer ihres eigenen Erfolges 18. Mai 2018Europäische Kommission Einwegkunststoffprodukte: neue EU-Vorschriften zur Verringerung der Meeresabfälle 28. Mai 2018

Juni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2018 geriet Postauto Schweiz in die Schlagzeilen, weil das Unternehmen durch gesetzeswidrige Umbuchungen im Verlaufe mehrerer Jahre 78,3 Millionen Franken Abgeltungen von Bund und Kantonen erschlichen hatte. Postauto Schweiz muss die missbräuchlich bezogenen Subventionen dem Bund und den Kantonen zurückerstatten. In Folge des Skandals ist die Post-Chefin Susanne Ruoff am 8. Juni 2018 zurückgetreten. Nachdem ein externer Untersuchungsbericht die schwerwiegenden gesetzeswidrigen Umbuchungen aufzeigte, wurde am 11. Juni 2018 die gesamte Geschäftsleitung freigestellt. Der Preisüberwacher Stefan Meierhans bemerkte bereits 2012 Unregelmässigkeiten bei den Buchungen. Das Bundesamt für Verkehr hatte jedoch die nötigen Untersuchungen unterlassen.

Der Automobilkonzern Daimler muss infolge illegaler Abschalteinrichtungen europaweit ca. 774.000 Fahrzeuge zurückrufen und seit dem 24. Juni 2018 ist es in Saudi-Arabien Frauen mit Führerschein offiziell gestattet, selbst am Steuer eines Autos zu sitzen.

Greenpeace Was du über die Klage von Energy Transfer Partners wissen musst 3. Juni 2018Coop Bio-Knospe-Palmöl in konventionellen Produkten - Coop startet Palmöl-Offensive 4. Juni 2018WWF Schweiz WWF-Report: Rekordmengen von Mikroplastik im Mittelmeer 8. Juni 2018UMK Umweltministerkonferenz spricht sich für Ende des Schredderns von verpackten Lebensmittelabfällen aus. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein/8. Juni 2018Hamburg Wasser HAMBURG WASSER ruft zu stärkerem Schutz des Trinkwassers auf 11. Juni 2018top agrar Ertragseinbußen bis zu 50 % erwartet: Ostdeutsche Bauern fordern Dürrehilfe 14. Juni 2018Naturkundemuseum Kassel Ausstellung zum Insektensterben: Für Bienen und Co. hat es sich ausgesummt Hessenschau/14. Juni 2018OceanCare 18.-22. Juni: Vereinte Nationen horchen auf 14. Juni 2018WWF Schweiz Klimapolitik des Bundesrats kostet uns den Rhonegletscher 15. Juni 2018BÖLW Umbau von Landwirtschaft und Ernährung anpacken - Innovationspotenzial der Öko-Lebensmittelwirtschaft nutzen 19. Juni 2018Kassensturz Zu viel Ammoniak in der Luft: Behörden foutieren sich um Gesetz 19. Juni 2018BÖLW Benachteiligung für Wasserschützer beseitigen, legale Nitratverschmutzung stoppen! 21. Juni 2018Seerechtsübereinkommen Tempolimit soll Unterwasserlärm in Weltmeeren reduzieren derStandard.at/22. Juni 2018

Juli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäische Kommission Migration: Kommission stockt Hilfe für Spanien und Griechenland auf 2. Juli 2018Greenpeace Die Angriffe von Energy Transfer Partners sind zu weit gegangen 3. Juli 2018Informationsdienst Gentechnik Verbände-Resolution: Neue gentechnische Verfahren als Gentechnik regulieren 3. Juli 2018Scinexx Arktis: Schifffahrt versus Meeressäuger: Zunehmender Schiffsverkehr in Nordost- und Nordwestpassage bedroht vor allem Wale 3. Juli 2018Kontrast.at Schallkanonen sind 25 Millionen mal lauter als ein Presslufthammer – Was die Ölsuche für die Meerestiere bedeutet 6. Juli 2018

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der größten Unternehmen der Welt

Die Bevölkerung der G7-Staaten, mit einem Anteil von ca. 10,5 % an der Weltbevölkerung, erwirtschaftet 44 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens.

BlackRock gilt aufgrund seines wirtschaftlichen und politischen Einflusses als „heimliche Weltmacht“ und weltweit größte Schattenbank. Der Staatliche Pensionsfonds des Königreichs Norwegen ist der größte Staatsfonds der Welt. Seine Beteiligung 2016 an mehr als 9.000 Unternehmen in 75 Ländern entsprach damals mehr als einem Prozent aller Aktien der Welt. Axa ist einer der größten internationalen Versicherungskonzerne und Vermögensmanager. Ende 2015 verwaltete Axa ein Vermögen von 1,36 Billionen Euro. Munich Re ist der größte Rückversicherer der Welt, gefolgt von Swiss Re.

Als Big Four wird das Oligopol der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt bezeichnet: Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers (PwC).

SCA ist der größte private Waldbesitzer in Europa. Insgesamt werden rund 2,6 Mio. Hektar Wald bewirtschaftet. Das entspricht fast der Größe Belgiens. Bevor der Geschäftsbereich mit Hygieneprodukten als Essity Mitte 2017 abgespalten wurde, war SCA einer der größten Hersteller von Zellulose- und Papierprodukten, der im Bereich von Tissue-Papieren und Verpackungen aktiv war. Owens-Illinois ist der größte Hersteller von Behälterglas. Jeder zweite Glasbehälter der auf der Welt hergestellt wird, wird entweder direkt oder unter Lizenz von O-I produziert. Anheuser-Busch InBev, gemessen am Absatzvolumen die größte Brauereigruppe der Welt, kam Ende 2017 auf eine Marktkapitalisierung von 226 Mrd. USD, womit es zu den wertvollsten Unternehmen weltweit gehört. OSI ist ein in 75 Ländern tätiger Hauptlieferant des McDonald’s-Konzerns für Fleischprodukte.

Derzeit verfügt Russland über sechs Atomeisbrecher, der modernste ist die 50 Let Pobedy mit 75.000 PS. Mærsk Line ist die weltweit größte Containerschiff-Reederei. Sie gehört zur dänischen Unternehmensgruppe A. P. Møller-Mærsk. 2012 betrug die Kapazität 2,7 Mio. 20-Fuß-Container (TEU).

Radioaktive Abfälle werden immer noch legal in die Meere eingeleitet. Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague leitet durch ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal. Auch der Nuklearkomplex Sellafield leitet legal radioaktive Abwässer in die Irische See ein. Sanchi versinkt mit 136 Tonnen Leichtöl im ostchinesischen Meer.

Laut Internationaler Fernmeldeunion sind weltweit im Durchschnitt zu jedem beliebigen Zeitpunkt gleichzeitig etwa 59'000 Flugzeuge in der Luft. Der jährliche Zuwachs der Lichtverschmutzung beträgt weltweit durchschnittlich 6 %. Untersuchungen aus dem Jahr 2000 zeigen, dass in Deutschland in einer einzigen Sommernacht an einer Straßenlaterne durchschnittlich 150 Insekten zugrunde gehen. Rechnet man das auf die ca. 6,8 Millionen Straßenlaternen auf deutschen Straßen hoch, sind dies jede Nacht über eine Milliarde Insekten. Zahlreiche andere Lichtquellen wie die Beleuchtung von Gewerbe- und Industriegebieten, Werbeflächen oder Privathaushalten sind dabei noch nicht berücksichtigt. Während die Erde immer mehr beleuchtet wird, geht der Streit um Glyphosat weiter.

Weltjahresproduktion von Rohaluminium seit 1900

SKS hat am Handelsgericht in Zürich für rund 6000 Schweizer Autobesitzer eine Schadenersatzklage wegen des Abgasskandals eingereicht. Die in New York tagende Generalversammlung der Vereinten Nationen hat auf Vorschlag von Slowenien mit Unterstützung aller EU-Staaten den 20. Mai zum Welttag der Bienen erklärt. Die Konzerne Dow und Bayer haben vermutlich die Daten für die Risikoprüfung ihrer gentechnisch veränderter Soja manipuliert.

Der Migros Ölbunker wird nun doch noch sarniert und die EU-Kommission bietet den Mercosur-Staaten laxere Kontrollstandards bei Lebensmittelimporten an – wenn Europa dafür mehr Autos exportieren darf. Das der Umgang mit Kohle eine heikle Sache ist, merkten auch schon einige Shisha-Rauchende; die Klima-Klage gegen RWE läuft und der Kohleausstieg sollte eigentlich auch. Der Treibstoffschnellablass aus Flugzeugen ist enorm und die Aluminiumproduktion wird auch nicht weniger.

Beznau 1 ist plötzlich nicht mehr das älteste Kernkraftwerk der Welt und in Leibstadt wurden fehlerhafte Brennelemente ausgetauscht. Was passiert wenn ein Russisches schwimmendes Kernkraftwerk einen Super-GAU erleidet? Versenkung?

In etwa 6500 Pelztierfarmen in der EU sind ungefähr 30.000 Mitarbeiter, in der gesamten europäischen Pelzbranche etwa 164.000 beschäftigt. Dabei gibt es regionale Schwerpunkte. So werden die meisten Nerze in Skandinavien, Italien, den Niederlanden und Dänemark, in China, den USA und in Russland gezüchtet. Bei der Konfektion von Pelzkleidung haben Griechenland, Italien, Spanien und Deutschland eine führende Rolle in der Europäischen Union.

Das US-amerikanische Militär stuft die Auswirkungen eines schweren Magnetsturmes wie einen militärischen Angriff ein. Das Insektensterben nimmt kein Ende und die Paradise Papers zeigen wie Gerecht die Welt ist. Unterdessen liefert die Migros wegen der digitalen Revolutionweltweit“, z.B. bis nach China. Und weil unteranderem dadurch die Klimaerwärmung noch mehr gefördert wird, werden die Olympische Winterspiele 2022 in Peking ziemlich sicher nicht mehr auf natürlichem Schnee sondern auf Kunstschnee stattfinden.

Im Gegenzug für die Übernahme von 21 Millionen US$ Staatsschulden durch Umweltschutzorganisationen werden die Seychellen Seegebiete in der Größe von 210.000 km² zum Naturschutzgebiet erklären. Als systemrelevant oder too big to fail (englisch „Zu groß zum Scheitern“) werden Unternehmen bezeichnet, die eine derart bedeutende wirtschaftliche Rolle spielen, dass ihre Insolvenz vom Staat nicht hingenommen werden kann. Droht diese dennoch, wird sie in der Regel mit öffentlichen Mitteln (sog. Bail-outs) abgewendet.

Links 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäisches Parlament Phosphatzusätze im Dönerfleisch: Kein Einspruch gegen Vorschlag der Kommission 13. Dezember 2017Wikinews Lebensgefahr Shishabar 12. Dezember 2017hart aber fair Der stille Tod der Bienen – wer vergiftet unsere Natur? 4. Dezember 2017Wikinews Treibstoff regnet auf Kaiserslautern 30. November 2017Wikinews Zuckerindustrie hat Forschungsergebnisse verschwiegen 29. November 2017Infosperber Flugzeuge und Schiffe: Die grössten Dreckschleudern sind im Pariser Klimavertrag ausgenommen 25. November 2017Sternstunde Philosophie Der Philosophische Stammtisch: Dürfen wir noch fliegen? 22. Oktober 2017Salonkolumnisten Nur Bio-Pestizide dürfen Bienen töten! 7. August 2017


Luftverschmutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die globale Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung etwa 1,2 Grad Celsius beträgt verbleiben rechnerisch noch 0,8 Grad, um das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. Um dies zu erreichen, müssten die weltweiten Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um mindestens 50 % sinken, in den Industrieländern um 80–95 % (jeweils gegenüber 1990). Die Emissionsreduktion muss im Laufe der 2010er Jahre einsetzen, ansonsten besteht keine realistische Aussicht mehr, das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen dann zwingend auf Null reduziert werden, da nur so die Gesamtmenge an Treibhausgasen in der Atmosphäre nicht weiter ansteigt und somit eine immer weiter steigende Temperatur vermieden werden kann. Klimaskeptiker, wie etwa Fritz Vahrenholt, die die menschlichen Ursachen bzw. das Ausmaß der globalen Erwärmung bestreiten und zumeist keine Klimawissenschaftler sind, halten eine nahe Klimakatastrophe für unwahrscheinlich.

Massenmotorisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zahl der Toten durch Luftverschmutzung im Jahre 2004, Länderstatistik aufgrund von Daten der WHO
Jedes Jahr sterben mehrere Millionen Tiere durch Kollisionen im Straßenverkehr. Überfahrene Hirschkuh in South Carolina, USA.
Siehe auch: Reh#Verluste durch Straßenverkehr und landwirtschaftliche Arbeiten
Verkehrsberuhigende Maßnahmen im Innenstadtbereich

Verbrennungsmotoren von Autos sind zu etwa 20 Prozent am weltweiten Aufkommen von CO2 beteiligt, das einen wesentlichen Teil zur globalen Erwärmung beiträgt. Zudem werden die Erdölvorräte, die den meisten heutigen Kraftfahrzeugen als Energiequelle dienen, aller Voraussicht nach in den nächsten Jahrzehnten zunehmend knapp werden. Die Motivation ist das ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Acceptable – so gering wie angemessen tragbar) bzw. allgemein ein ethisches Verhalten. Dieses ethische Verhalten kann man zumindest manchen so genannten „Garagenfirmen“ unterstellen, die – oft mit Wurzeln in der Umweltbewegung – auf Fahrradtechnik basierende Fahrzeuge in Kleinstserie produzieren und sich zum Beispiel auch Gedanken um die umweltfreundliche Erzeugung der zum Vortrieb erforderlichen Energie machen.

Der Reifenabrieb ist mit jährlich 111.420 Tonnen in Deutschland (2010) eine der mengenmäßig größten Quellen für Staubemissionen des Straßenverkehrs. Das betrifft vor allem sedimentierbaren Staub, aber auch Feinstaub. Etwa die Hälfte der Emissionen des Verkehrs entfällt nicht auf Abgase, sondern auf entsprechende Abriebs- oder Aufwirbelungsprozesse. Der Abrieb von Reifen, Kupplungen und Bremsen enthält Cadmium, Blei, Zink, Kupfer, Weichmacher und Stabilisatoren. Reifenabriebe sind die Hauptquelle für Mikroplastik in Flüssen und Seen und machen 28 Prozent der Plastikpartikel in den Meeren aus. Die Reifenhersteller gehen nach eigenen Studien davon aus, dass Reifenabriebspartikel keine signifikanten toxischen Wirkungen auf die Umwelt haben.

Neuere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Anstieg von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre durch die Verbrennung fossiler Energieträger das Bienensterben begünstigt. Höhere CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre führen bei vielen Nutzpflanzenarten zu einem Rückgang der Proteinwerte und damit des Nährwertes, was auch für bestimmte wichtigen Pollenlieferanten wie z. B. die Kanadische Goldrute zutrifft. Bei diesem wurden infolge des CO2-Anstiegs von 280 auf 398 ppm zwischen 1842 und 2014 Proteinrückgänge von rund einem Drittel festgestellt; dass der CO2-Anstieg ursächlich war, wurde anschließend im Labor durch Tests mit verschiedenen CO2-Levels zwischen 280 und 500 ppm experimentell bestätigt. Aufgrund aufgekommener Fragen des Umweltschutzes, des Klimawandels, aber auch der Lebensqualität in Städten, wird seit den 1980er Jahren zunehmend über Alternativen zum motorisierten Individualverkehr diskutiert. Ein anderer Aspekt ist die schwindende Bedeutung des eigenen PKW als Statussymbol. War das eigene Auto im 20. Jahrhundert ein Aushängeschild für persönlichen Erfolg, deutet sich an, dass es seit Verbreitung des Internets und mobiler Kommunikationsgeräte seine Rolle als Statussymbol verliert. Inwiefern sich diese Entwicklung auf das Vorhandensein von Massenmotorisierung auswirkt, ist gegenwärtig noch nicht bestimmbar. Festzustellen ist seit den 1990er Jahren eine deutliche Zunahme des Carsharings und der Autovermietung.

Eine Verringerung des CO2-Ausstoßes ist das grundlegende Ziel einer Energiewende im Verkehr. In Deutschland wird ein Verkaufsverbot für Verbrennungsmotoren ab 2030 diskutiert. 2015 bekräftigte die Schwedische Regierung ihr Ziel, eine der ersten fossilfreien Wohlfahrtsnationen zu werden. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur von 2013 plant Schweden den Verzicht auf Fossile Brennstoffe zum Heizen bis 2020 und für Kraftfahrzeuge bis 2030. Norwegen hingegen möchte bereits, dass ab 2025 keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotor und ab 2030 Schiffe und Fähren nur noch ohne fossile Energieträger zugelassen werden, und gilt damit als eine führende Nation der Elektromobilität. Auch die Niederlande planen ein Zulassungsverbot für konventionelle Antriebe bei Autos ab 2025. In China werden alle Automobilkonzerne verpflichtet, eine Quote für Produktion und Absatz von reinen Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb zu erfüllen.

Die Städte und Gemeinden in elf Ländern in ganz Europa haben über 300 Umweltzonen eingerichtet oder bereiten diese vor, um die geltenden Grenzwerte für die Luftqualität einzuhalten (siehe auch Luftreinhalteplan und die europäischen Richtlinien 96/62/EG, 1999/30/EG und 2008/50/EG). Die meisten Umweltzonen umfassen den Teil einer Stadt oder betreffen besonders belastete Straßenabschnitte. Der Verkehrsclub Deutschland gibt die sog. Auto-Umweltliste heraus, die sich unter anderem am Energieverbrauch orientiert. Eine andere Bewertung ist der FIA EcoTest. Am 23. Mai 2018 verhängte bundesweit erstmals seit dem Abgasskandal mit der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie eine öffentliche Stelle Fahrverbote für Fahrzeuge mit älteren Dieselmotoren. Laut dem Hamburger Luftreinhalteplan gelten ab dem 31. Mai 2018 in Teilen der Max-Brauer-Allee sowie der Stresemannstraße Fahrverbote für Fahrzeuge, die nicht mindestens die Abgasnorm Euro-6 erfüllen. Zuvor hatte das Bundesverwaltungsgericht derartige Fahrverbote grundsätzlich für zulässig erachtet, um die Luftbelastung mit Stickoxiden zu verringern. Der BUND Hamburg kritisierte die Entscheidung, weil der Verkehr und die schädlichen Stickoxide nur auf andere Straßen verteilt werden, wo keine Messungen durchgeführt werden. Zielführend seien nur flächendeckende Fahrverbote.

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die obersten 10 Luftverschmutzer 2018 des Toxic 100 Index mit Daten aus dem Jahr 2015:

Rang Unternehmen Giftpunktzahl (Freigesetzte Giftmenge [Pfund] x Giftigkeit x exponierte Bevölkerung) Masse direkt emittierter Schadstoffe (in Millionen amerikanischen Pfund, gewichtet) Masse indirekt emittierter Schadstoffe (in Millionen Pfund, ungewichtet)
1. DuPont 6.021.585 8,22 23,53
2. Berkshire Hathaway 5.587.777 2,36 0,1
3. General Electric 4.813.749 1,51 0,13
4. Royal Dutch Shell 4.666.378 2,46 0,24
5. TMS International Corp 3.172.269 0,03 k. A.
6. Arconic 2.671.242 0,39 k. A.
7. LyondellBasell Industries 2.431.292 5,67 5,4
8. Robert Bosch 2.368.260 k. A. k. A.
9. Freeport-McMoRan 1.925.413 6,81 k. A.
10. ExxonMobil 1.919.199 8,97 0,39

Massensterben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artenschutz: Fast ein Drittel aller Amphibienarten ist vom Aussterben bedroht

Ohne griffige und ehrliche Politik geht die Welt den Bach runter und niemanden interessierts! Wo bleibt der längst überfällige Aufstand in der Gesellschaft? Die Freiheit der Wahl - The Freedom of Choice

Westliche Honigbiene#Massensterben, Seesterne#Massensterben, Saiga#Massensterben, Baikalrobbe#Massensterben, Zwergpinguin#Massensterben, Grindwal#Massensterben...

Pestizide und das Ende unserer Insekten, Massensterben: Die Welt im Würgegriff der Menschheit, Mysteriöses Krähensterben, Massensterben der Silberkarpfen, Massensterben von Heringen auf Russlands Sachalin-Insel...
What's UpTalkin' bout a Revolution

Digitalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Überwachungsstaat, Let’s Encrypt, Digitaler Binnenmarkt und Datenschutz-Grundverordnung

Constanze Kurz meint: technischen Fortschritt gab es schon immer. Jedoch vollzog sich der technische Wandel in der Vergangenheit meist über Generationen, so dass genug Zeit blieb, sich für neue Aufgaben auszubilden. Heute verläuft der technische Wandel innerhalb von Jahren, so dass die Menschen keine Zeit mehr haben, sich für neue Aufgaben zu bilden.

Elon Musk meint, dass es zukünftig immer weniger Erwerbsarbeit geben wird, die nicht von einer Maschine besser und günstiger gemacht werden kann, weshalb immer weniger Menschen benötigt werden. Musk meint, man hätte keine Wahl, als ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Durch die Produktion fast nur mittels Maschinen, würden die Produkte und Dienstleistungen sehr billig werden.

Auch Stephen Hawking meint: Bereits heute sei klar, dass die Maschinen die Menschen zunehmend vom Arbeitsmarkt verdrängen. Bill Gates sieht die Entwicklung ähnlich. Er fordert eine Robotersteuer, um die sozialen Aufgaben der Zukunft bewältigen zu können. Im Silicon Valley gibt es einige, die diese Ansicht teilen. Bereits 1995 erschien das Buch „Das Ende der Arbeit“ von Jeremy Rifkin.

Seit der Jahrtausendwende soll der Anteil der digitalen Daten den der analogen Aufzeichnungsbestände überschritten haben. Auf der Erde gibt es (Stand 2011) 1,8 Zettabytes (1021 Bytes = 1,8 Billionen Gigabytes) an digitalen Informationen. Das Gesamtvolumen wuchs in den letzten fünf Jahren um den Faktor fünf und wächst zurzeit täglich um 1018 Bytes. Wollte man die gesamte Datenmenge auf DVD brennen, so benötigte man einen Stapel DVDs, der von der Erde zum Mond und wieder zurück reichen würde.

Auch in den nächsten Jahren wird sich der weltweite Datenverkehr voraussichtlich vervielfachen, ebenso wie der Anteil an „dunkler Information“, was bedeutet, dass immer mehr Information zwischen Maschinen ausgetauscht wird. Für 2020 wird „die Menge an Daten, die erstellt, vervielfältigt und konsumiert werden, bei etwa 40 Zettabytes liegen – und damit 50-mal so hoch sein wie noch vor drei Jahren“.

Wie viele Cyborgs gibt es? Wie steht es um die Nutzung von Smartphones, Kreditkarten etc.? Ist offline sein gar das neue bio?

“In the 21st century the technology revolution will move into the everyday, the small and the invisible.”

„Im 21. Jahrhundert wird die technologische Revolution das Alltägliche, Kleine und Unsichtbare sein.“

Nach der ersten Ära der zentralen Großrechner, die von vielen Wissenschaftlern bedient wurden, sowie der zweiten Ära der PCs, die jedem Nutzer einen eigenen Computer zuordnete, kann Ubiquitous computing als die dritte Computer-Ära bezeichnet werden, in der für jede Person viele Computer eingebettet in der Umgebung vernetzt arbeiten und ein „Netz der Dinge“ bilden.

Allesnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erde bei Nacht (1994/95; Kompositaufnahme aus Satellitenbildern)

Das Internet der Dinge kann nur umgesetzt werden, weil daran gearbeitet wird. So müssen z.B. die Grenzwerte für Elektrosmog erhöht werden, bevor das 5G-Netz rechtlich umgesetzt werden kann. Die Politik ist laufend dabei die Gesetze nach den Vorstellungen der Industrie anzupassen. In der Schweiz lässt derzeit die «Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung» (NISV) den Betrieb von 5G-Antennen nicht zu. Der Ständerat stellte sich am 5. März 2018 erneut gegen die Erhöhung der bestehenden Grenzwerte. Das Allesnetz könnte verhindert werden, wenn der Gebrauch von internetfähigen Geräten (NFC-Geräte und -Zahlkarten, Smartphones und sonstige WLAN-fähigen Geräte etc.) eingestellt würde.

Auto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

eCall ist ein von der EU vorgeschriebenes automatisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, das die Hersteller ab dem 31. März 2018 in alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen einbauen müssen.

Taxi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: BlaBlaCar und Taxi-App

Im Januar 2017 verkündete Uber eine Kooperation mit Daimler im Bereich selbstfahrende Pkw.

Zug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lastkraftwagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: On-Board-Unit (Mautsystem)

Warenwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Warenwirtschaftssystem, Lagerverwaltungssystem, Kommissionierautomat und Transeuropäische Netze

Einkauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 gibt es die Marktschwärmer, welche moderne Bauernmärkte organisieren.

Apotheke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Zur Rose Group

Hotel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Airbnb

Fahrkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Mobile Ticketing

Geld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banken werden zu Direktbanken: Mit Zak von Cler gibt es nun auch in der Schweiz ein Bankkonto welches ausschließlich per Mobile App eröffnet werden kann, wie z. B. N26 oder Revolut. Die Mobile-Payment-Welle ist etwa 2015 ausgebrochen und steht erst ganz am Anfang des bald erreichten Ziels. Die ISO hat im Januar 2007 die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (S.W.I.F.T.) als Registrierungsstelle für nationale IBAN-Formate benannt.

Mit Stand Dezember 2017 wurden etwa drei Viertel aller Bitcoins in der Volksrepublik China produziert, insbesondere der Inneren Mongolei, wo überwiegend Kohlestrom zum Einsatz kommt. Der Kohlendioxidausstoß eines dort geschürften Bitcoins wurde im Frühjahr 2017 auf 8 bis 13 Tonnen geschätzt. Bei dem derzeitigen Wachstum des Stromverbrauchs würde das Bitcoin-Netzwerk im Juli 2019 mehr Strom benötigen als die USA und im Februar 2020 den Weltstromverbrauch übersteigen.

Identitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RFID-Chips sind in allen seit dem 1. November 2005 ausgestellten deutschen Reisepässen sowie ab dem 1. November 2010 in allen Personalausweisen enthalten. Der Schweizer Pass wird seit dem 1. März 2010 mit RFID-Chip ausgeliefert.

Ziel des Projektes INDECT ist es nach offiziellen Angaben, durch die automatisierte Auswertung von Bildern aus der Videoüberwachung des öffentlichen Raums und deren Verknüpfung mit Informationen aus dem Internet und einer Vielzahl weiterer Datenquellen auf automatische Weise strafrechtlich relevante Bedrohungen und Taten zu erkennen. Erreicht werden soll dies vor allem durch die Bündelung und automatische, computergestützte Auswertung der Videodaten einer Vielzahl von Überwachungskameras in Echtzeit, um eine „präventive Polizeiarbeit“ zu ermöglichen. Dazu soll unter anderem durch Software in den Videoüberwachungsbildern „abnormales Verhalten“ im öffentlichen Raum erkannt werden.

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Betreibergesellschaft des Internet-Knotens DE-CIX verpflichtet ist, bei der Durchführung von Überwachungsmaßnahmen im Inland durch den Bundesnachrichtendienst mitzuwirken.

Siehe auch: Biometrischer Reisepass, Global Entry und EasyPASS, SwissID und SIM-Karte

Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bienensterben#Mobilfunk, Chat, Digitale Kommunikation, IP-Telefonie, Videokonferenz und Soziales Netzwerk

Als erster Internet-weiter Instant-Messaging-Dienst gilt das 1996 gestartete ICQ. Instant Messaging (IM) ist eine sehr verbreitete Telekommunikationsform, insbesondere als Ersatz für den mit Zusatzkosten seitens der Netzanbieter verbundenen SMS im Mobilfunk. Mit zunehmender Verbreitung von Smartphones und mobilen Internet-Zugängen wuchs IM zu einem der meistgenutzten Dienste auf Mobilgeräten. 2013 wurden weltweit erstmals mehr Smartphones als herkömmliche Mobiltelefone verkauft.

Zahl der verschickten SMS in Deutschland 1999–2014

Rich Communication Services (RCS) ist ein Mobile Messaging Service der Mobilfunkindustrie, entwickelt unter Schirmherrschaft des Programms Network 2020 der GSMA, des Industrieverbandes der internationalen Mobilfunkanbieter. Die Technik ermöglicht unter anderem Kurznachrichten, Chat, Gruppen-Chat, Videotelefonie und die Übertragung von Ortsangaben, Sprache und Dateien. Die Kosten für RCS sind wie bei SMS, MMS und Telefonie anbieterabhängig. RCS soll insbesondere mit mobilen Instant-Messenger-Diensten wie WhatsApp, Google Hangouts, Line, Signal (Messenger), Apple iMessage und Facebook Messenger konkurrieren, die für die Mobilfunkanbieter nicht monetarisierbar sind.

Die Snowden-Enthüllungen und Facebooks Aufkauf des populären Messaging-Dienstes WhatsApp 2014 führten zu großer Nachfrage nach verschlüsselten Produkten und zur Entwicklung von zahlreichen neuen verschlüsselten Alternativanbietern, die oft auch Open Source verfügbar sind.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Mediengeschichte, Digitale Medien, Streaming Media, Online-Musikdienst und Digitale Güter

Unter der Digitalisierung des Steuerverfahrens ist die schrittweise Umwandlung der Übermittlung von Daten zwischen dem Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung auf ein elektronisches Verfahren zu verstehen. Der größte Vorteil der Digitalisierung ist die Reduzierung der papierbasierten Prozesse und damit einhergehend die Effizienzsteigerung durch die Automatisierung der Abwicklung.

Mit dem Projekt Polyalert des BABS wurden 2015 die Zivilschutzsignale (Sirenen und deren Steuerung) erneuert. Zudem ermöglicht es, Alarme auch über Anrufe und Kurznachrichten an die Mobiltelefonbenutzer im Gefahrengebiet, über Lautsprecher in öffentlichen Verkehrsmitteln und über die Computerbildschirme in Unternehmen auszulösen.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wir haben es satt!
Öko-Anarchistisches Symbol: Schwarz-Grüne Flagge
Der Erhalt von Sorten bleibt in der ökologischen Landwirtschaft problematisch
Das mar del plástico (dt. Plastikmeer), die weltgrößte Konzentration von Intensivkultur.
Das Swissmill-Silo mitten in der Stadt Zürich fasst bis zu 60'000 Tonnen Getreide und ersetzt ein Silo am Basler Hafen St. Johann, das für den Bau des Novartis-Campus abgerissen wurde. Swissmill ist die grösste Getreidemühle der Schweiz, verarbeitet jährlich über 200'000 Tonnen Getreide und ist führend in der Verarbeitung von Getreide mit der Knospe von Bio Suisse
Weißkopfadler sollen durch DDT an den Rand des Aussterbens gebracht worden sein – das Pestizid beeinflusst den Fortpflanzungserfolg der Vögel. Das DDT-Gesetz wurde am 7. August 1972 in der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet. Anlass für das umfassende Verbot von DDT waren seine ubiquitäre Verbreitung sowie die Persistenz in Verbindung mit einer Tendenz zur Anreicherung über die Nahrungskette
Roundup-Einsatz auf einem Acker nördlich von Dresden
Amaranthus palmeri; die Pflanze gehört zu den bekanntesten herbizidresistenten Unkräutern und hat eine Glyphosatresistenz entwickelt

Das Höfesterben nimmt wie auch das Insektensterben kein Ende. Die traditionellen Wirtschaftsformen wurden weitgehend verdrängt. Die Entwicklung zur industrialisierten Landwirtschaft betrifft nicht nur einige wenige dabei entstandene Agrarindustrie-Unternehmen, z. B. ist Thomasmehl ein phosphatreiches Düngemittel, das als Nebenprodukt der Eisen- und Stahlerzeugung hergestellt wird. Die konventionelle Landwirtschaft bringt dabei einige äußerst negative Auswirkungen für die Umwelt mit sich und so gewinnen alternative Landwirtschaftsformen immer mehr an Wichtigkeit. Schon der kleinste Garten kann für die Biodiversität eine wichtige Bedeutung haben.

In der Pflanzenzucht ermöglichen Mutationen große Fortschritte. Aus Gräsern mit kleinen Samen wurden ertragreiche Getreidesorten gezüchtet. Ohne Pflanzenzucht und Mutationen wäre es nicht möglich, die Weltbevölkerung zu ernähren. Als Alternative zur Dominanz der Hybriden in der heutigen Züchtung werden somit fast ausschließlich samenfeste und damit auch nachbaufähige Sorten entwickelt. Im Allgemeinen werden in der Züchtung von Biosaatgut die klassischen Methoden der Pflanzenzüchtung, vor allem Kreuzung und Auslese, angewandt. Um zu Ergebnissen zu kommen, muss man im Gegensatz zur modernen Pflanzenzüchtung mit 8–10 oder mehr Pflanzengenerationen rechnen.

Die Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (International Federation of Organic Agriculture Movements, IFOAM) ist eine internationale Vereinigung welche 1972 mit dem Ziel einer weltweiten Einführung ökologischer, sozialer und ökonomisch vernünftiger Systeme, die auf den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft beruhen gegründet wurde. Das Mitgliederverzeichnis 2015 umfasst rund 800 Organisationen in rund 120 Ländern. Die IFOAM hat, neben anderen Aktivitäten, einen Standard für ökologische Landwirtschaft und ein Rahmenwerk für Öko-Zertifizierungen entwickelt, welches richtungsweisend für z. B. die EG-Öko-Verordnung war.

Das FiBL wurde 1973 als private Stiftung von Biobauern gemeinsam mit Wissenschaftlern gegründet. Es setzte sich zum Ziel, die Biobauern durch Forschungsprojekte und Beratung zu unterstützen. Das Institut war ab 1974 in Oberwil ansässig, seit 1997 in Frick. Durch das Institut erfolgte die Ausrichtung der 1. IFOAM-Konferenz 1977 in Sissach.

PAN ist eine 1984 gegründete internationale, gemeinnützige Organisation, die über negative Folgen des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft unterrichtet und sich für umweltschonende und sozial gerechte andere Lösungen einsetzt. Der eingetragene Verein mit Sitz in Hamburg hat folgende Arbeitsfelder: öffentliche Kritik an der chemischen Pestizid-Wirtschaft durch Öffentlichkeitsarbeit; der Versuch, auf Politiker und politische Organisationen Einfluss zu nehmen durch Lobbyismus, um wirksame Regelungen zu treffen; sowie Beratung und Angebote für Bauern und Verbraucher zur Giftvermeidung.

Der wichtigste wirtschaftliche Faktor der Provinz Almería ist die landwirtschaftliche Produktion in Gewächshäusern. Jedes Jahr werden Millionen von Tonnen an Gemüse und Obst nicht nur innerhalb Europas, sondern auch weltweit exportiert. Die Arbeit in den stark mit Pestiziden belasteten Anlagen wird vor allem von nordafrikanischen Migranten geleistet, aufgrund ihrer unsicheren Rechtslage meist illegal, unter unmenschlichen Wohnbedingungen und zu Dumpinglöhnen. Aufgrund der Billiglöhne und hohen EU-Subventionen im Rahmen der europäischen Transitförderung kann Gemüse aus Almería selbst in Afrika die lokale Produktion preislich unterbieten. Die spanischen Behörden haben, auch aufgrund des Drucks von Seiten der EU-Kommission, zu Beginn des 21. Jahrhunderts drastische Maßnahmen zur Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden und der Belastung des Grundwassers durch Nitrate eingeleitet.

In Frankreich wurde die Stopfleber 2005 von der französischen Nationalversammlung in einem Zusatz zum Landwirtschaftsgesetz zum nationalen und gastronomischen Kulturerbe erklärt und ist dadurch von französischen Tierschutzgesetzen ausgenommen. Das stopfen wird heute in zahlreichen Staaten als Tierquälerei angesehen und ist dort durch das Tierschutzgesetz oder andere Gesetze verboten. Import und Verkauf sind aber beispielsweise in der EU und der Schweiz nach wie vor zugelassen.

Spinosad wikt als Kontaktgift sowie auch als Fraßgift und wird im Pflanzenschutz gegen Thripse, Fruchtschalenwickler, Miniermotten und andere Raupenarten eingesetzt. Es eignet sich auch zur Bekämpfung der Kirschessigfliege. Der Wirkstoff Spinosad wurde in der Europäischen Union mit Wirkung zum 1. Februar 2007 für Anwendungen als Insektizid in Pflanzenschutzmitteln zugelassen. Der Einsatz im Ökologischen Landbau ist zulässig und wird häufig zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers eingesetzt. Spinosad-Präparate sind jedoch als bienengefährlich (Bienengefährdungsstufe B1) eingestuft. Um den Kartoffelkäfer zu bekämpfen wurde auch von Bio Suisse 2018 Spinosad wieder über eine längere Zeit hin zugelassen. Soll das etwa Bio sein?

Der Weltagrarrat bezog 2008 im Kontext des Weltagrarberichts Stellung, wie die Ernährungssituation der Weltbevölkerung nachhaltig sichergestellt werden kann. Er empfahl eine Förderung der ökologischen Landwirtschaft.

Als soziale Innovation gilt die solidarische Landwirtschaft, welche sich seit etwa 2011 vermehrt durchzusetzen scheint. Jedoch braucht es unbedingt möglichst rasch eine globale und radikale Agrarwende, hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft ohne Pestizide und andere umweltschädliche Produktionsmethoden. Derzeit werden weltweit etwa 1,4 Milliarden Hektar als Ackerfläche genutzt. Teilt man diese Fläche durch die Zahl der Weltbevölkerung, so ergibt sich pro Kopf eine Anbaufläche von etwa 2000m²: Darauf wird nicht nur Nahrung angebaut, sondern zum Beispiel auch Baumwolle und Energiepflanzen für Biodiesel usw.

Der Ökologische Leistungsnachweis, damit ist nicht etwa die Ökologische Landwirtschaft gemeint, hat wie auch die Integrierte Produktion, bei weitem nicht genügend zum Schutz der Flora und Fauna beigetragen und ist nicht viel mehr als Grünfärberei. In einer 2014 durchgeführten Volksabstimmung erklärte sich Mals zur ersten pestizidfreien Gemeinde und seit Ende 2015 wird die Landwirtschaftliche Nutzfläche im indischen Bundesstaat Sikkim hundert Prozent biologisch bewirtschaftet. In der Schweiz sind mehrere Volksinitiativen hängig, welche den Pestizideinsatz reduzieren wollen, wie z. B. die Eidgenössische Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz» und eine Allianz von 13 verschiedenen Organisationen, unter anderem Bio Suisse, Vision Landwirtschaft, Pro Natura, Greenpeace und WWF, forderte Ende Oktober 2017 in einem offenen Brief Bundesrat Johann Schneider-Ammann auf, das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel einer unabhängigen Stelle zu übertragen. Vertreter des BLW hätten in den letzten Monaten mehrfach Aussagen zu Pestiziden gemacht, die eine Befangenheit des Amtes befürchten lasse.

Die Genehmigung von Flupyrsulfuron als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln ist von der Europäischen Kommission nicht erneuert worden, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in ihrer Bewertung zu dem Schluss gekommen ist, dass unannehmbare Auswirkungen auf das Grundwasser und schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit derzeit nicht ausgeschlossen werden können. Gemäß der Durchführungsverordnung (EU) 2017/1496 mussten die Mitgliedstaaten bestehende Zulassungen flupyrsulfuronhaltiger Pflanzenschutzmittel bis zum 13. Dezember 2017 beenden. Da vor dem Europäischen Gerichtshof Rechtsmittel gegen die Nichterneuerung der Genehmigung von Flupyrsulfuron eingelegt worden sind, hat das BVL die Zulassungen nicht widerrufen, sondern zunächst das Ruhen angeordnet. In der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff derzeit (Juni 2018) weiterhin zugelassen.

Bei einer Studie über die Glyphosat-Exposition bei schwangeren Frauen in den USA, fanden Wissenschaftler heraus, dass mehr als 90 % der Frauen nachweisbare Glyphosat-Werte hatten und dass diese Werte signifikant mit verkürzten Schwangerschaftszeiten korrelierten. Für das Geschäft mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln, mit den dazu passenden Pestiziden, scheint es im Moment dennoch ganz gut zu laufen: Am 21. März 2018 genehmigte die EU-Kommission die Übernahme von Monsanto durch Bayer. Herbizidresistente Unkräuter und Glyphosatresistenzen machen sich derweil auf der Erde breit.

Am 27. April 2018 hat die EU-Kommission in einer Abstimmung beschloßen, die Anwendung der drei Bienenkiller Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in sämtlichen Freilandkulturen zu verbieten. Mit Flupyradifuron, Sulfoxaflor und Cyantraniliprol stehen bereits wieder neue Ersatzpräparate bereit. Diese werden ähnlich kritisiert wie deren Vorgängerprodukte. Desweiteren gibt es viele andere Bienenkiller-Pestizide welche noch nicht verboten wurden. Daher fällt diese Meldung leider in die Kategorie Greenwashing. Nach einem gewonnen Rechtsstreit musste das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dem Umweltinstitut München Auskunft darüber erteilen, ob Zulassungsanträge für das neue Insektengift Flupyradifuron vorliegen. Ergebnis: Derzeit liegen 5 Anträge für die Zulassung von Pestizidmischungen mit Flupyradifuron vor.

Nach rechtlicher Grundlage sind CMS-Sorten für den ökologischen Landbau zugelassen und sind auch im ökologischen Landbau in Verwendung. Die Verbände Demeter, Naturland, Bioland, Verbund Ökohöfe und Bio Austria erlauben die Verwendung von Hybriden, die mit CMS-Technik hergestellt wurden, laut eigenen Informationen nicht. In diesem Zusammenhang wurde im Mai 2018 eine Positivliste mit zellfusionsfreien Sorten veröffentlicht. Für die Mitglieder von Bio Suisse hat diese bislang erst einen empfehlenden Charakter. Die Einbringung der mit CMS verknüpften Gene kann in einigen Fällen durch klassische Methoden der Pflanzenzüchtung erfolgen. Oftmals werden hingegen molekular- oder zellbiologische Methoden wie Zellfusion oder Protoplastenfusion angewendet. Letztere gelten nicht als gentechnische Methoden und erzeugte Organismen gelten nicht als gentechnisch veränderte Organismen im Sinne der EU-Freisetzungsrichtlinie oder dem deutschen Gentechnikgesetz, sofern der entstandene Organismus auch durch klassische Methoden hätte erzeugt werden können.

Auch im Mai 2018 wurden, aufgedeckt durch Soko Tierschutz, brutale Missstände bei der Haltung von Milchkühen und der Rolle der Veterinärämter in der Öffentlichkeit bekannt gemacht worden. Der VgT machte in der Vergangenheit auch immer wieder auf solche und ähnliche Missstände und die Rolle der Behörden aufmerksam. Rund 150 Millionen Haushalte weltweit sind in der Milchproduktion tätig. In den meisten Entwicklungsländern wird Milch von Kleinbauern produziert, und die Milchproduktion trägt zur Lebensgrundlage der Haushalte, zur Ernährungssicherheit und zur Ernährung bei. Milch ist eine relativ schnelle Rendite für Kleinproduzenten und eine wichtige Einnahmequelle.

Siehe auch: Agrardumping, Agroscope, Bewässerungsfeldwirtschaft, Fünfte Fruchtfolge, Intensive Tierhaltung, Landwirtschaftliche Direktvermarktung, Mutterboden, Öko-Anarchismus, Peak Phosphor, Selbstversorgung, Smart Farming und Urbane Landwirtschaft

Lebensmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vegetarismus vs. KarnismusSlow Food vs. Fast FoodHaus- und Hobbybrauen vs. Anheuser-Busch InBev...

• Bio-Pionier Werner Lampert über seinen Kampf gegen anonyme Lebensmittel: “Dieses System wird zusammenbrechen” Kurier.at/2018
Überfischung: Der Fang von Menhaden dient aus­schließ­lich der Pro­duk­tion von „or­ga­ni­schem Dünger“ und Tiermehl

Seit dem Zweiten Weltkrieg zeichnet sich eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten auf der Welt ab. Der Fleischkonsum ist stark gestiegen, besonders in den Industrieländern, seit einiger Zeit auch in Schwellenländern.

Ernährungssicherung bezieht sich auf die Verfügbarkeit von Nahrung und Zugang zu Lebensmitteln, insbesondere Grundnahrungsmitteln. Ein Haushalt gilt als „ernährungsgesichert“ wenn seine Mitglieder nicht hungern oder Unterernährung befürchten müssen.

Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen von 2013 leiden weltweit rund 842 Millionen Menschen unter chronischem Hunger durch extreme Armut und für bis zu zwei Milliarden Menschen ist die Ernährung zumindest zeitweise unsicher.

Etwa 4 Mrd. Menschen bzw. zwei Drittel der Weltbevölkerung haben mindestens einen Monat im Jahr nicht ausreichend Wasser zu Verfügung, sodass sie unter schwerer Wasserknappheit leiden. 1,8 bis 2,9 Mrd. Menschen leiden 4 bis 6 Monate im Jahr unter schwerer Wasserknappheit, ca. 0,5 Mrd. Menschen ganzjährig.

Durch eine Senkung des Fleischkonsums könnten große Anbauflächen und Getreidemengen zugunsten der menschlichen Ernährung genutzt werden statt für die Viehmast. Etwa 70 % der Getreideproduktion der Industrieländer und etwa ein Drittel der globalen Getreideproduktion wird an Nutztiere verfüttert, in erster Linie an Monogastrier.

Auch durch extreme Preisausschläge bei Nahrungsmitteln (wie 2008 und 2011) wird die Ernährungssicherheit von Menschen in Entwicklungsländern gefährdet. In einer Studie für das Hamburger GIGA-Institut kam Hans-Heinrich Bass zu der Auffassung, dass die Ursachen der steigenden Nahrungsmittelpreise sowohl in strukturellen Veränderungen bei Angebot und Nachfrage auf den Weltmärkten als auch in Veränderungen auf den Finanzmärkten zu sehen seien. Die Wachstumspotenziale der Grünen Revolution seien weitgehend ausgeschöpft. Auch die steigende Flächenkonkurrenz zu anderen Nutzpflanzen führe zu geringeren Zuwachsraten bei der Weltgetreideproduktion. Die Verwendung von Getreide als Viehfutter und als Rohstoff für Agrosprit sowie die bis 2014 steigenden Preise für Erdöl hätten ebenfalls zu einem tendenziellen Anstieg der Preise für Nahrungsmittel beigetragen. Auf der Basis tendenziell steigender Rohstoffpreise treten immer mehr Kapitalanleger mit indexorientiertem Investitionsverhalten an den Warenterminbörsen auf. Mit der Deregulierung der Finanzmärkte seien einschlägige Finanzmarktinstrumente bereitgestellt worden. Die Liquiditäts- und Ersparnisflut in Hocheinkommens- und Schwellenländern motiviere Anleger, sich dieser Instrumente zu bedienen. Sie verstärkten damit den Aufwärtstrend bei den Nahrungsmittelpreisen und förderten das Entstehen von Preisblasen.

Nach Berechnungen von Umweltexperten der Vereinten Nationen werden rein rechnerisch für den Anbau der Lebensmittel, die jeder Europäer verbraucht, 4000 Quadratmeter Ackerfläche benötigt. Mit dem Projekt 2000m² soll gezeigt werden, dass man sich auch mit den auf nur 2000 Quadratmetern geernteten Lebensmitteln gesund ernähren kann.

Siehe auch: Butterberg, Fleischatlas, Welthunger und Nestlé

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem bereits verschiedene Bio-Produkte eingeführt wurden, stellt Thomy seit 2017 auch Mayonnaise in einer veganen, glasverpackten Variante her. Schon seit September 2016 beteiligt sich Kellogg’s mit 51 % am Tiroler Müsliproduzenten Vita+ Naturprodukte GmbH mit Sitz in Langkampfen, der unter der Marke Verival biologische Naturprodukte (Müsli, Flocken und anderes) im deutschsprachigen Raum vermarktet. 2018 hat Kellogg’s nun die Marke W.K. Kellogg in verschiedenen Sorten ([vegan oder vegetarisch, palmölfrei und ohne künstliche Farb- sowie Aromastoffe und zum Teil bio) lanciert. Im März 2004 wurde Caffè Latte in die Produktpalette von Emmi aufgenommen. Das Mischgetränk aus Milch und Kaffee ist das erfolgreichste Markenprodukt von Emmi. Seit März 2018 wird bei Coop (Schweiz) eine Variante in der Qualität von Bio Suisse angeboten. Am 30. Mai 2017 hat Coop im Bahnhof Zug den ersten Karma-Shop eröffnet. Als Besonderheit gilt das ausschliesslich vegetarische und vegane Angebot, ein grosses Bio-Sortiment sowie eine unverpackt-Station für den verpackungsfreien Einkauf. Der zweite Karma-Store wurde am 14. März 2018 im Letzipark eröffnet.

Hofer KG „Zurück zum Ursprung“ erhält den „Kreislauf des Lebens“ 22. Mai 2018

Gleich zwei Experten machen deutlich, wie Nahrungsherstellung im industriellen Maßstab funktioniert. Der Koch und Lebensmitteltechnologe Sebastian Lege durchschaut Tricks der Lebensmittelindustrie, schon von Berufs wegen. Im Auftrag von Herstellern entwickelt er neue Rezepturen, neue Verfahren, neuartige Zutaten. Sein Sidekick, Sternekoch Frank Buchholz, steht für gastronomische Kompetenz und eine sensible Zunge. Kann man wirklich Fleischprodukte billig, Cremes besonders fluffig oder Säfte besonders aromatisch machen, ohne dass es auffällt? Der Aufwand dafür scheint zumindest riesig: Zum Einsatz kommen Maschinen wie Extruder und Dehydratoren, Hilfsmittel wie Lachgas, Stickstoff oder Wasserstoff und Zutaten wie verkapseltes Salz, Zuckerkulör, Aromen und Extrakte. Beliebte und bekannte Lebensmittel wie Grillfleisch oder Kartoffelchips stehen auf dem Prüfstand:

Zudem aus dem ORF III Themenmontag vom 23. April 2018:

* Die Lebensmittel-Mafia - Wie gepanschte Nahrung in unsere Läden kommt
* Iglo, Frosta & Co - Wie gut ist unsere Tiefkühlkost?
* Haltbar ohne Ende

Codecheck prüft die Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Die Menge der weltweit bestrahlten Lebensmittel wird auf über 500.000 t geschätzt, wovon die Hälfte Gewürze sind. Zulassungen bestehen in über 60 Ländern.

Seit Jahren schon hat Greenyard mit Listerien zu kämpfen. Dies wurde durch eine grosse Rückrufaktion im Jahr 2018 bekannt. Bereits sind mehrere Menschen daran gestorben.

Eine große Studie der Tulane University aus den Jahren 2013/14 ergab, dass die Zahl der Kinder, die in den Kakao-Plantagen arbeiten (siehe auch Kinderarbeit), stark gestiegen ist. Demnach arbeiteten in den Hauptanbaugebieten in Elfenbeinküste und Ghana rund 2,26 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren zum größten Teil unter gefährlichen Bedingungen in der Kakaoproduktion.

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insbesondere die Zunahme an Zivilisationskrankheiten wird der modernen Fehlernährung zugeschrieben. Dies hat dazu geführt, dass es eine Vielzahl von Ansichten, Theorien und Lehren über die richtige Ernährung des Menschen gibt. Beispiele sind die Theorien von der Vollwerternährung, die Rohkost-Lehre, die Ernährung nach den 5 Elementen aus der traditionellen chinesischen Medizin, die Ayurveda-Lehre, dem Pescetarismus, der Vegetarismus und der Veganismus, die Makrobiotik (Ernährungswissenschaft aus der Perspektive von Yin und Yang), die Trennkost-Lehre und die Steinzeiternährung, die in die Richtung der Low-Carb-Ernährung geht. Die Antworten auf die Frage nach einer richtigen Ernährung sind oft weltanschaulich beeinflusst.

Es wird geschätzt, dass ungefähr ein bis zwei Prozent aller Menschen an einer Nahrungsmittelintoleranz leiden. Abweichend von dieser Zahl geben bei Befragungen 10-20 % der Menschen an, dass sie selbst denken, an Nahrungsmittelintoleranzen zu leiden.

Nährstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland sind nach Aussage von Experten Mangelerscheinungen nur in Ausnahmefällen möglich. Lediglich beim Vitamin Folsäure ist häufiger eine mögliche Unterversorgung diskutiert worden. Menschen, die sich an die Ernährungsvorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung halten und ihre Ernährung auf ausreichend Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, wenig Fleisch und Milchprodukte umstellen, sind ausreichend mit allen wichtigen Vitaminen versorgt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Personen, die sich normal ernähren, für überflüssig.

Nach der Health-Claims-Verordnung dürfen in der EU nur evidenzbasierte gesundheitsbezogene Aussagen zu einem Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. In der Praxis sind dies solche Aussagen, die im EU Register of nutrition and health claims made on foods aufgeführt sind. Die Werbeaussage "Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei" ist bspw. zulässig, da sie im Register auftaucht.

In letzter Zeit werden Zinkoxid-Nanopartikel als UV-Absorber in Lebensmittelverpackungen eingesetzt. Werden Zinkoxid-Nanopartikel dabei auf diese Lebensmittel übertragen, kann der Konsum zu Veränderungen des Darms und einer Verringerung der Nährstoffaufnahme führen. Unter anderem wurde der Transport von Eisen untersucht und der Gehalt an intestinaler alkalischer Phosphatase vor und nach der NP-Exposition gemessen. Der Eisen-Transport ging um 75 % und der Glukosetransport um 30 % zurück.

Schadstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der massiven Umweltverschmutzung und der damit einhergehenden Bodenkontamination stellt sich heute die Frage, wie Rückstände in Lebensmitteln wirken. Speisefische reichern diverse Umweltgifte aus dem natürlichen Lebensraum an, dies gilt insbesondere für Quecksilber. Bei Fischproben aus dem Nordatlantik enthielten 73 Prozent aller Fische Mikroplastik, wobei Gonostoma denudatum mit 100 % die höchste Aufnahmequote aufwies. Seit der Katastrophe von Tschernobyl wird darauf hingewiesen, dass Wildbret aus den von der radioaktiven Verseuchung betroffenen Gebieten nicht ohne ein gewisses Risiko genossen werden kann. Dies gilt ebenfalls für Pilze und weitere Lebensmittel.

Einige österreichische Winzer hatten Weine entgegen den weingesetzlichen Bestimmungen statt ausschließlich mit Zucker zusätzlich noch mit Diethylenglykol versetzt, die teilweise wiederum von deutschen Weingroßabfüllern mit anderen Weinen gemischt und vermarktet wurden. Gesundheitliche Schäden oder Beeinträchtigungen von Weinkonsumenten wurden nicht bekannt. Der Begriff Glykolwein-Skandal wurde von deutschsprachigen Massenmedien geprägt und damit verbunden zum Lebensmittelskandal. Das führte unmittelbar zu einem Vertrauensverlust seitens der Verbraucher, einem starken Rückgang des Absatzmarktes für österreichische Weine, beschädigte ihren Ruf weltweit und hatte neben jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen mittel- und langfristige Auswirkungen auf die österreichische Weinwirtschaft.

Tierschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz, wurde durch einen Bundesratsbeschluss, die bis anhin nur für Wirbeltiere geltende Betäubungspflicht auf Panzerkrebse ausgeweitet. Das in der Gastronomie übliche Eintauchen nicht betäubter Hummer in siedendes Wasser ist seither verboten, währenddessen immer noch tausende Aale ihr Leben ohne jegliche Betäubung in Laufwasserkraftwerken auf dramatische Weise verlieren.

Der Bund «Das Urteil ist ein Affront gegenüber dem Tierschutz» 26. Juni 2018

Milch & Käse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Milchproduktion und Milchpulver

Siehe auch: Swill milk scandal, Nestlé tötet Babys, Swiss Dairy Food, Chinesischer Milchskandal, Mooh und Lactalis#Babymilch-Skandal

Als Ergebnis der Verknappung von Frischmilch während des Ersten Weltkriegs übertrug der Bund den regionalen Milchverbänden die alleinige Versorgungskompetenz. Dadurch festigte der Bund ein Milchkartell in der Schweiz, welches den gesamten Markt kontrollierte. In den Zwischenkriegsjahren wurde mit dem Bau grosser Verbandsmolkereien begonnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Pasteurisierungs-Verfahren für die Massenproduktion entwickelt, und Einwegverpackungen in Form von Konserven respektive Tetra Paks setzten sich insbesondere bei der urbanen Bevölkerung durch. Der Preisvorteil, der durch den leichteren Umgang mit haltbar gemachter Milch erzielt werden konnte, führte dazu, dass der Detailhandelskonzern Migros 1960 im Tochterunternehmen Conserves Estavayer SA (CESA) selber mit der Milchverarbeitung begann und die Verbandsmolkereien umging.

  • Jährlich werden über 275 Millionen Liter Milch, mithin fast fünf Prozent der irischen Milcherzeugung, in der Baileys-Produktion eingesetzt.

Im Juni 2000 war Yukijirushi Nyūgyō für einen großen Lebensmittelskandal in der Region Kansai verantwortlich: Über 13.000 Menschen erkrankten, nachdem sie mit mehreren Arten von Bakterien, darunter Staphylococcus aureus, kontaminierte Milchprodukte konsumiert hatten. In der Folge brach der Umsatz zwischenzeitlich um 77 % ein, der Absatz von Milch sogar um 87 %. In den letzten Jahren ist der Milchkonsum in der Schweiz um mehr als 25 % zurückgegangen und für Lactalis läuft es gerade auch nicht so. Im Jahr 2015 wurde im Gesamt-Segment von Bio-Milch und Bio-Milchalternativen ein wertmäßiger Marktanteil von 7 % mit Imitaten erzielt. In der Region Valencia besitzt die Mandelmilch Horchata de Chufa traditionell einen hohen Stellenwert. Milchersatz gilt als „Livestyle“, ist jedoch nach wie vor ein Nischenprodukt. Bei der Migros kommen die Pflanzendrinks auf einen Anteil von zwei bis drei Prozent. Im Gegensatz zum Rückgang bei der konventionellen Milch konnte die Bio-Milch in den ersten Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr erheblich zulegen:

top agrar 30 % mehr Biomilch im ersten Jahresdrittel 22. Juni 2018

Interessant: Käseskandal in Italien, Prolactal#Listerienbelastung von Quargel und Schmelzkäse#Herstellung

Fleisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Kälbermastskandal, Vinzenzmurr#Hygienemängel, Lohmann Tierzucht#Tierquälerei, Pferdefleischskandal in Europa 2013 und Operation Carne Fraca

Die Sülzeunruhen brachen in Hamburg aus, als am 23. Juni 1919 ein Fass mit verfaulten Kadavern vor der Fleischwarenfabrik Heil (die eigentlich eine Gerberei war und dessen Besitzer von der herrschenden Not zu profitieren suchte) in der Kleinen Reichenstraße zerbrach. Die zusammengelaufene Menge mutmaßte, die Kadaver würden in der Fabrik zu Sülze verarbeitet, und stürmten das Gelände, wo sie weitere Kadaver von Ratten, Hunden und Katzen fanden. Dass in der Fabrik aber auch Abfälle für Leimfabriken gesammelt wurden, war der aufgebrachten Menge unbekannt (und hätte damals schon betrieblich sauber getrennt werden müssen): Klären ließ sich dies aber nicht. Der Fabrikbesitzer selbst wurde daraufhin in die Kleine Alster geworfen und entging nur knapp dem Tod. In den folgenden Tagen durchsuchten Menschenmengen verschiedene andere Fleischfabriken und fanden viele Anzeichen für Fleischpanschereien. Am Morgen des 24. Juni 1919 wurden bei der Firma Starck & Co. stinkende Kadaverabfälle gefunden, gleiches galt die Firma Roßkamp & Staack in Hohenfelde. Die Unruhen breiteten sich über die Stadt aus und griffen auch auf das benachbarte Altona über. Nicht nur die Fabrikbesitzer, sondern auch staatliche Stellen, der Komplizenschaft beschuldigt, wurden Opfer gewalttätiger Angriffe.

Nach Angaben des Verbandes Kali- und Salzindustrie e.V. werden in Europa etwa 80 bis 90 Prozent aller verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren gepökelt.

Herstellern und Anbietern von Döner in Deutschland wurden wiederholt Verstöße gegen das Lebensmittelrecht (in sogenannten „Gammelfleischskandalen“) oder gegen die allgemeine Verkehrsauffassung vorgeworfen. So wurde der bekannte Döner-Hersteller Remzi Kaplan 2008 vom Amtsgericht Tiergarten in Berlin zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt, weil in seinem Betrieb vier Tonnen Fleisch sichergestellt wurden, die nicht mehr zum Verzehr geeignet waren. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) stellte bei Stichproben fest, dass oft billigere Fleischarten als Kalb-, Rind- oder Lammfleisch verwendet wurden oder der Ware stärkehaltige Bindemittel zugesetzt waren. Dies sei eine Folge des harten Preiswettbewerbs unter den Herstellern.

Jamie Oliver brachte 2011 den Pink Slime-Skandal an die Öffentlichkeit. Der Fleischkonsum in der Schweiz ist auch 2017 weiter rückläufig. Jedoch gibt es noch immer viele Nutztiere, wovon die meisten in Massentierhaltungssystemen gehalten werden. Versuchstiere gibt es auch noch eine ganze Menge. 2017 wurde die Wurstlücke geschlossen.

Antibiotikaresistente Bakterien werden in großen Mengen über Gülle und Mistausbringung aus der Intensivtierhaltung direkt in der Umwelt freigesetzt. Daneben werden auch durch direkten Stoffeintrag Antibiotika selbst in die Umwelt eingetragen. Dort entfalten sie eine biologische Wirkung und könnten auch dort noch eine Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien bewirken. Neuere Studien belegen einen starken Anstieg multiresistenter Bakterien in der Umwelt. Der Weg der resistenten Erreger zurück zum Menschen ist überall dort möglich, wo Kontakt zu fäkal verunreinigtem Wasser wie Badegewässern besteht. Wissenschaftler fordern, den Eintrag von Antibiotika aus der Tierhaltung zu verringern.

Eier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2018 wurde durch Soko Tierschutz bekannt, dass z.B. wegen Überproduktion auch weibliche Eintagsküken getötet werden, obschon dies laut Tierschutzrecht Verboten ist.

Hauptartikel: KAGfreiland, Flüssigei-Skandal, Bayern-Ei-Skandal und Fipronil-Skandal 2017

Eier von Bio Suisse-Zweinutzungshühnern können schweizweit bei Coop@home bestellt werden.

Im Juni, Juli und August 2017 wurde in Hühnereiern, Hühnerfleisch und Hühnerkot aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Österreich Fipronil nachgewiesen, obwohl die Verwendung des Insektizids bei Tieren, die der Lebensmittelerzeugung dienen, verboten ist. 2018 wurden die Höchstwerte bei Bio-Eiern aus den Niederlanden erneut überschritten.

Salonkolumnisten Fipronil – Bitte die Katze nicht mit „Gifteiern“ einreiben 3. August 2017Bundesverband Naturkost Naturwaren Kommentar zu Fipronil in Bio-Eiern: Ein Problem des konventionellen Handels Hessenschau/13. Juni 2018

Zitronen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Zitronen liegt der Grenzwert von 2-Phenylphenol bei 12 mg/kg, diese Chemikalie ist für andere Lebensmittel jedoch nicht mehr zugelassen und soll anstatt als Lebensmittelzusatzstoff, künftig als Pflanzenschutzmittel bewilligt werden können. Man hört lediglich (oder tragischerweise eben auch nicht), dass die Schalen von Zitronen aus der konventionellen Landwirtschaft nicht zum Verzehr geeignet seien. Indes konnte eine Deklarationspflicht bis heute erfolgreich verhindert werden. Der Europäischer Gerichtshof bestätigte 2016 hingegen, dass die Kennzeichnung von Zitrusfrüchten mit der Angabe von Konservierungsmitteln und anderen bei der Behandlung nach der Ernte verwendeten chemischen Stoffen verbindlich ist. Der Grenzwert, welcher bei anderem Obst und Gemüse gilt, wird dabei um das 50-fache überschritten.

Farbstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Lebensmittelfarbstoff und Lebensmittelfarben-Skandal

Die EU-Kommission beauftragte am 25. März 2010 die EFSA (European Food Safety Authority), eine neuerliche gesundheitliche Bewertung fraglicher Azofarbstoffe vorzunehmen. Seit dem 20. Juli 2010 müssen Lebensmittel, die die Azofarbstoffe Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Allurarot (E 129) oder Cochenillerot A (E 124) enthalten, in der Europäischen Union mit dem gesonderten Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet werden.

In Ratten wurden vom INRA nach 100 Tagen oraler Titandioxid-Verabreichung u. a. Darmentzündungen festgestellt. Die Dosis von 10 mg/kg entspricht laut den Autoren der Menge, der Menschen durch die Verwendung als Lebensmittelfarbe E 171 ausgesetzt sein können.

Brot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Müller-Brot#Hygienemängel und Konsequenzen

Praktisch alle Lebensmittel und dessen Rohstoffe aus den konventionellen Supermärkten werden mit Chemikalien behandelt, auch wenn dies nirgends in der Zutatenliste deklariert wird. Verwenden z.B. der Bäcker Mehl, welches Zusatzstoffe enthält, muss er diese auf dem fertigen Gebäck nicht mehr deklarieren. Einen Ansatz was alles in Brot und beim Mehl eingesetzt werden kann, findet sich auf Wikipedia.

Eine Backstation ist eine Einrichtung im Lebensmitteleinzelhandel, bei der frische Backwaren im Selbstbedienungsregal angeboten werden. In der Regel handelt es sich um sogenannte Prebake-Produkte, die von Großbäckereien im Industriemaßstab hergestellt, teilgebacken und tiefgekühlt als Teiglinge an den Einzelhandel ausgeliefert und erst dort zu Ende gebacken werden. Der Erfolg des Konzeptes ist darauf zurückzuführen, dass frisches Brot zu Preisen angeboten werden kann, die 20–30 % unter denen traditioneller Bäckereien liegen, ermöglicht durch geringe Einkaufskosten, Verzicht auf Bedienpersonal, einfache Aufmachung und ein kleines Sortiment.

Südwestrundfunk Billige Brötchen: Die Spur der Teiglinge YouTube/14. Dezember 2011

Beobachter Brot: «Frisch vom Beck» aus Slowenien 15. März 2018

Getränke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dimethyldicarbonat (DMDC) ist als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 242 ein deklarationsfreies (!) Kaltentkeimungsmittel und tötet typische Getränkeschädlinge wie Gärhefen durch Carbomethoxylierung von Proteinen ab. Praktisch alle kalt abgefüllte Getränke werden auf diese Weise keimfrei gemacht. Bei der Sterilisation von Lebensmitteln werden (im Idealfall) alle enthaltenen oder anhaftenden Mikroorganismen einschließlich deren Dauerformen (beispielsweise Sporen) abgetötet sowie Viren, Prionen (infektiöse Proteine), Plasmide und andere DNA-Fragmente zerstört. Der gesundheitliche Nachteil hierbei ist, dass das hochgiftige DMDC zwar während des Entkeimungsvorgangs abgebaut wird, aber geringe Mengen des Reaktionsproduktes O-Methyl-Carbamat zurückbleiben. Diese Verbindung ist toxikologisch gut untersucht und es hat sich gezeigt, dass sie in Ratten Krebs auslöst und auf der Liste der krebsauslösenden Stoffe des Staates Kalifornien zu finden ist. Beim Eistee von der Migros wird Peroxyessigsäure verwendet.

Citronensäure & Phosphate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch der vielfache Einsatz von Citronensäure in Lebensmitteln wird kritisiert, da sie als Komplexbildner Aluminium löst und dessen Aufnahme ins Körpergewebe erhöhen kann. Wie jede Säure löst Citronensäure Calcium und andere Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz und hat zudem möglicherweise eine schädliche Wirkung auf die Zellmembranen des Körpers.

Eine Entschließung gegen die Zulassung von Phosphatzusätzen in Dönerfleisch hat Mitte Dezember 2017 die absolute Mehrheit nur ganz knapp nicht erreicht.

Süßstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer im Jahr 2005 an Mäusen durchgeführten Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung besteht ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fruchtzucker (Fructose) und Übergewicht, der nicht auf der vermehrten Energieaufnahme beruht, sondern darauf, dass Fructose die Stoffwechsel­tätigkeit beeinflusst und auf diese Weise die Anreicherung von Körperfett begünstigt.

Diabetiker-Lebensmittel dürfen seit dem 9. Oktober 2012 nicht mehr angeboten werden. Sie gelten als überflüssig, teilweise gar schädlich.

Senf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisphenol F ist eine chemische Verbindung, die in Kunststoffen verwendet wird aber auch in Senf aus weißen Senfkörnern nachgewiesen wurde.

Fette & Öle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Speiseöl-Skandal

Nach Angaben der Risikostudie der EFSA enthält Palmöl/Palmfett im Mittelwert 3.955 μg/kg Glycidol, hingegen Sonnenblumenöl 269 μg/kg, Rapsöl 166 μg/kg, Olivenöl 15 μg/kg. Bei 3-MCPD und 2-MCPD werden ähnliche Verhältnisse angegeben. Glycidol hat erbgutverändernde und krebserzeugende Eigenschaften und wurde von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ (Gruppe 2A) eingestuft. 3-MCPD betrachtet die Agentur als genotoxisch.

Pestizidrückstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man ist zwar bemüht Pestizide einzusetzen, die vor der Ernte komplett abgebaut sind. In den vorherigen Jahren wurden jedoch vor allem chlororganische Verbindungen eingesetzt, die gar nicht oder unvollständig verstoffwechselt werden. Ihre große Beständigkeit führte zur Verteilung auf der ganzen Welt, so dass sich mittlerweile auch beträchtliche Mengen in Muttermilch nachweisen lassen. Eine der wenigen noch zugelassen Chlorverbindungen ist Quintozen, das im Unterglasanbau von Salat, Chicorée und Gurken eingesetzt sowie als Saatbehandlungsmittel eingesetzt wird.

Im Sommer 2017 hat die EU entschieden, die Verwendung von Ethoxyquinen ab 2020 zu verbieten, falls kein Nachweis erbracht wird, dass die Stoffe für den Konsumenten unbedenklich sind. Es wird in großem Umfang zur Konservierung von Fischmehl (v. A. Futter für Fischfarmen) verwendet. Vor allem das oxidative Abbauprodukt Ethoxyquin-Dimer reichert sich in Fischgewebe an; auch eine Anreicherung im menschlichen Fettgewebe und in Muttermilch wurde bereits nachgewiesen.

Verpackungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Selbstkontrolle der Branche weist große Lücken auf um sicher zu stellen, dass keine Chemikalien (Kontaminanten) von der Verpackung ins Lebensmittel übergehen. Der Verband der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker der Schweiz VKCS hat 2017 Lebensmittelverpackungen aus Papier und Karton untersucht. Bei den untersuchten Proben handelte es sich um Kaffeebecher, Pizzakartons, Papiersäcke für Mehl und Getreide, Brotsäcke und Verpackungen für Imbissstand-Produkte. Elf der 78 untersuchten Verpackungen (14 %) enthielten Stoffe in Mengen, die über den für Lebensmittelverpackungen geltenden Höchstwerten liegen. Bei einer Papierverpackung wurden eine massive Höchstwert-Überschreitung an Chlorpropanol und ein aussergewöhnlich hoher Mineralölgehalt festgestellt. In weiteren 42 Proben (62 %) stellte das Labor hohe Mineralölrückstände fest, von denen angenommen werden muss, dass sie während der Lagerung auf das Lebensmittel übergehen.

Siehe auch: AMA-Biosiegel#Regelung für Zusatzstoffe und Verpackung und #Dokumentation über Druckfarben in Getränkekartons

Prädikate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der wohl strengsten Bio-Labels ist jenes von Demeter: So sind beispielsweise nur 13 Lebensmittelzusatzstoffe erlaubt. Zudem ist das Enthornen von Rindern verboten. Mit einer Biologisch-veganen Landwirtschaft hat dies jedoch nichts zu tun.

Die Überreste aus der Nutztierhaltung, z. B. aus der Fleischindustrie, werden in Form von Tier-, Knochen- und Blutmehl auf den Öko-Verordnungs-Feldern verteilt. Die unter dem EU-Bio-Siegel angebotenen Produkte unterliegen auch sonst nur sehr schwachen Auflagen und garantiert nicht einmal 100 % bio! Dies ist doch nur ein Bio-Siegel von der Politik für die Industrie und weniger für die Umwelt?

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Zucker, Maximilian Oskar Bircher-Benner, Kombucha, Sauerkraut und Grütze

Frische, regionale und biologische Lebensmittel werden oft in verpackungsfreien Läden und auf Wochenmärkten angeboten

• Tiefkühlkost belastet durch die Herstellung der Zutaten, Verpackung, Kühlung und Transporte die Umwelt mehr als reguläre LebensmittelBäckereien die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen: La Conquête du paindie Anarcho-Bäckerei und ReBäck sowie Äss-Bar

• Ein beachtlicher Teil der Gemüse-Ernte entspricht oft jeweils nicht den Mindestanforderungen der beteiligten Akteure und so werden Lebensmittel viel zu oft einfach vernichtet. So landet vieles erst gar nicht mehr auf unseren Tellern. Darum gibt es z. B. Bio für Jede und Aui oder Ünique von Coop, grassrooted sowie Food Sharing.

 ↳ Verein grassrooted will 30 Tonnen Bio-Tomaten vor Vernichtung retten 27. Juni 2018

• Am 22. Februar wurde in Viersen, Nordrhein-Westfalen das neue Landenkonzept Bio.Besonders.Günstig. eröffnet
Urbaner Gartenbau: „Zwiebeln, Grünkohl und Hopfen“ – Hochbeet-Projekt auf dem Hanseatenhof in der Bremer Innen­stadt, 2017

Die Internationale Vegetarier-Union wurde 1908 während des ersten Welt-Vegetarier-Kongresses in Dresden gegründet. Studien von 1914 zeigten, dass Ratten, die tierisches Eiweiß erhielten, schneller an Gewicht zunahmen als Ratten, die nur pflanzliches Eiweiß erhielten. Daraus wurde voreilig geschlossen, dass tierisches Eiweiß „hochwertiger“ als pflanzliches Eiweiß sei. Tatsächlich ist jedoch mit wenigen hochwertigen Pflanzenproteinen (Kartoffel, Soja) eine gleichwertige Ernährung zu erreichen. Durch eine geeignete Zusammenstellung von Lebensmitteln kann die Wertigkeit sogar gesteigert werden, beispielsweise durch Kombination von Weizenprotein (z. B. Seitan) und Sojaprotein (z. B. Tofu). The Vegan Society ist eine im Vereinigten Königreich registrierte Organisation, die den Veganismus unterstützt. Der Verein wurde im November 1944 von Donald Watson in Großbritannien als erste Gesellschaft solcher Art gegründet. Sie führte den Begriff Veganer für diejenigen Vegetarier ein, die weder Eier noch Milchprodukte konsumieren. 1957 wurde der erste Biotta-Bio-Rüebli-Saft abgefüllt und in einer Apotheke in Zürich verkauft. Die Organisation La Via Campesina wurde 1993 gegründet und vertritt das Konzept der Ernährungssouveränität. Sie setzt sich für eine umweltfreundliche, kleinbäuerliche Landwirtschaft ein, die in erster Linie die Versorgung der lokalen Bevölkerung sicherstellen soll, für Landreformen und gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft. Der Weltvegantag ist ein internationaler Aktionstag, der erstmals am 1. November 1994 anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Gründung der Vegan Society stattfand und seitdem jährlich am 1. November gefeiert wird. Im Januar 2010 hat Bremen als erste Stadt in Deutschland den fleischfreien Donnerstag eingeführt. Am 30. April 2016 wurde in Deutschland die V-Partei³ gegründet, welche sich unter anderem die bio-vegane Landwirtschaft ins Parteiprogramm geschrieben hat.

Chemikalien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese so genannten Landschaftsbauwerke werden immer zahlreicher, z. B. der TriMonte Park an der Wiemelhauser- / Wasserstraße in Bochum (ehemals Maschinenfabrik Mönninghoff), am Phoenix-See in Dortmund (ehemals Thyssen-Krupp) oder an der Weidestraße in Hagen (ehemals Varta). De facto handelt es sich um Deponierung des kontaminierten Bodens auf dem eigenen Gelände.

Siehe auch: Warum starben z. B. Edvin Hodzic, Demba Nabé, Tim Bergling, Michael Goolaerts, Brendon Whitney, Adrian Lamo, Jung Jae-sung, Davide Astori, Bruno Baião und Mathieu Montcourt?

Zurzeit werden rund 80.000 Chemikalien industriell hergestellt. Insgesamt jedoch sind über 100 Millionen chemische Verbindungen bekannt und beim Chemical Abstracts Service (CAS) registriert (Stand Ende 2015). Jedes Jahr werden weltweit über 1.000.000 neue Substanzen hergestellt (Synthese), untersucht (Analyse), in der Fachliteratur beschrieben und in bestehende Stoffgruppen der Chemie eingeordnet. Die Stoffkreislaufmengen und die Akkumulation von Schwermetallen in der Umwelt sind seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert durch wachsende Emissionen aus verschiedenen anthropogenen Quellen schnell angestiegen. Dazu gehören die Gewinnung von Schwermetallen und deren Verarbeitung, die Düngemittelherstellung, die Verbrennung von Kohle, Müll und Klärschlamm, der Kfz-Verkehr und die Stahl-, Zement- und Glasproduktion. Der bergmännische Abbau von „Schwermetallerzen“ geht häufig mit einer hohen Schwermetallbelastung der Böden einher. An einigen Stellen im Harz, im Siegerland und der Aachener Umgebung hat sich beispielsweise auf den durch Erzbergbau belasteten Böden azonale Vegetation spezifischer Pflanzengesellschaften ausgebildet. Dort bilden die Galmeipflanzen sogenannte „Schwermetallrasen“ aus.

Durch verbesserte Analysetechniken werden seit etwa Mitte der 1990er Jahre vermehrt Arzneimittelrückstände in Oberflächen-, Grund- und Trinkwässern nachgewiesen. Allerdings sind die Konzentrationen so niedrig, dass eine akute pharmakologische Wirkung nicht zu erwarten ist. Andererseits sind die Stoffmengen in Gewässern durchaus mit denen von Pflanzenschutzmitteln vergleichbar. Eine mögliche Ökotoxizität wird daher vermehrt beachtet. Mit dem Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels muss der Antragsteller deshalb seit einigen Jahren auch eine Umweltrisikobewertung vorlegen. Auf der Ebene der Europäischen Union wird der Schutz der Gewässer vor Arzneimittelrückständen in der Wasserrahmenrichtlinie seit 2013 zusammen mit weiteren Spurenstoffen betrachtet.

Wie bei allen Kosmetika ist auch bei Haarwaschmitteln seit 1997 EU-weit die Angabe der Inhaltsstoffe gemäß INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) vorgeschrieben. Dies soll insbesondere Allergikern die Möglichkeit geben, ein Produkt vor dem Kauf auf bedenkliche Inhaltsstoffe zu prüfen.

Die als Dreckiges Dutzend bekannten zwölf Giftstoffe (u. a. Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien und Nebenprodukte von Verbrennungsprozessen) wurden durch die POP-Konvention bzw. das Stockholmer Übereinkommen vom 22. Mai 2001 weltweit verboten. Das UN-Abkommen trat mit der Unterzeichnung Frankreichs am 17. Mai 2004 in Kraft. Alle zwölf Giftstoffe sind organische Chlorverbindungen und stehen im starken Verdacht, karzinogen, mutagen und teratogen zu wirken. Ihre Gefährlichkeit resultiert vor allem aus möglicher Bioakkumulation (Anreicherung im Gewebe), Persistenz (Langlebigkeit), hoher Toxizität (Giftigkeit) sowie der Möglichkeit zum Ferntransport (z. B. in der Nahrungskette oder durch andere Mechanismen). Einzelne der Stoffe sind auch als endokrine Disruptoren bekannt. Ab 2009 sind weitere Stoffe in das Stockholmer Übereinkommen aufgenommen worden. Polychlorierte Biphenyle (PCB) haben sich überall auf der Erde ausgebreitet, sie sind in der Atmosphäre, den Gewässern und im Boden allgegenwärtig nachweisbar.

Dennoch werden Chemikalien immer noch massenhaft in der Natur verbreitet. Wie etwa bei der Enthärtung von Wasser in der Waschmaschine oder durch sogenannte Snow-Inducer die dem Wasser von Beschneiungsanlagen zugesetzt werden, um die Nukleationstemperatur zu erhöhen. Saccharin ist der älteste synthetische Süßstoff. Er wurde 1878 von den Chemikern Constantin Fahlberg und Ira Remsen an der Johns Hopkins University (USA) entdeckt. Sie informierten hierüber am 27. Februar 1879. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt Saccharin die Bezeichnung E 954, die erlaubte Tagesdosis beträgt 5 mg/kg Körpergewicht. Mischungen mit anderen Süßstoffen wie Cyclamat, Thaumatin oder Acesulfam verfolgen den Zweck, die Nachteile der verschiedenen Süßstoffe gegenseitig aufzuheben. Eine Mischung von Cyclamat und Saccharin im Verhältnis von 10:1 ist in Ländern, in denen beide Süßstoffe legal sind, üblich – hier verdecken beide Stoffe gegenseitig ihren (unangenehmen) Nachgeschmack. Saccharin ist farblos, wird vom menschlichen Körper schnell aufgenommen und unverändert mit dem Urin wieder ausgeschieden (nach 24 Stunden bereits 90 %). Acesulfam ist mit mehr als 2 Mikrogramm pro Liter in deutschem Oberflächenwasser der künstliche Süßstoff mit der höchsten Konzentration.

Laut einer Expertenbefragung aus dem Jahr 2011 werden 30 % der deutschen Ackerfläche jährlich mit Glyphosat behandelt. Eine Umfrage unter 896 Landwirten aus demselben Jahr schätzte den Flächenanteil auf 39 %. Menschliche Embryonen und Föten reagieren während der Schwangerschaft, besonders in der Zeit vom 18. bis 85. Tag nach der Befruchtung, empfindlich auf teratogene Einflüsse. Teratogene Einflüsse (ggf. über Pestizide, belastetes Wasser usw.) können auch zu Beeinträchtigungen bei anderen Lebewesen führen.

Wie die Beschichtung einer Bratpfanne auf den Menschen wirkt: Polytetrafluorethylen#Umwelt- und Gesundheitsproblematik

Auch viele Flammschutzmittel sind gesundheitlich und/oder ökologisch bedenklich. Im Hausstaub, im Blutserum und in der Muttermilch findet man von einigen Flammschutzmitteln seit Jahren steigende Konzentrationen. Für das Jahr 2012 wird der weltweite Jahresverbrauch von Flammschutzmitteln auf knapp 2 Mio. Tonnen geschätzt, was einem Verkaufsvolumen von ca. 5 Mrd. US-$ entspricht. Es wird davon ausgegangen, dass der Marktwert bis zum Jahr 2018 auf rund 5,8 Mrd. US-$ ansteigen wird. Abhängig ist der zu erwartende Anstieg jedoch von der Entwicklung der Regulationen in Industrie- und Schwellenländern, die den von Flammschutzmitteln ausgehenden Gefahren Rechnung tragen sollen.

Das synthetische Östrogen Ethinylestradiol, welches in den meisten Antibabypillen enthalten ist, wird über den Urin wieder ausgeschieden. Heutige Kläranlagen können diese Chemikalien nicht entfernen, wodurch sie in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen und letztlich u. U. wieder in das Trinkwasser. Diese Form der Umweltverschmutzung hat nachweislich Auswirkungen auf das Ökosystem. Nachgewiesen sind Effekte auf Wasserlebewesen, einschließlich Fische, Frösche und Zooplankton. Die Feminisierung von männlichen Fischen bis hin zum Produzieren von Eiern ist ein bekannter Effekt. Auch lassen sich Veränderungen bei weiblichen und männlichen Fischen an Niere und Leber feststellen sowie eine Verlangsamung des Fortpflanzungszyklus.

NGOs und Nachrichtenmagazine vermuten, dass die Goldförderung, insbesondere die durch Anglogold Ashanti, vor allem in Ghana zu Umweltbeeinträchtigungen, Menschenrechtsverletzungen, Vorschubleistung der Kinderarbeit sowie Vergiftungen der Bergarbeiter führt. Die Chemikalien, die zur Herauslösung des Goldes verwendet werden, gelangen in Seen und teils ins Trinkwasser. Auch das Schweizer Konsumentenmagazin Kassensturz ermittelte miserable Arbeitsbedingungen in der Goldindustrie Westafrikas: Die Bergleute stürben an Quecksilbervergiftungen und „Kinder schufteten 12 Stunden am Tag“ fern ihrer Familie.

Die noch zulässigen Schadstoffgehalte für landwirtschaftlich ausgebrachten Klärschlamm war lange Zeit in der Diskussion. Eine Novellierung der deutschen Klärschlammverordnung erfolgte 2017 und hatte eine Verschärfung der Schadstoff-Grenzwerte und die Aufnahme zusätzlicher Kriterien zur Folge. Wegen des hohen Anteils an Schadstoffen im Klärschlamm (z. B. Mikroplastik) wurde die Verwendung als Düngemittel bereits vereinzelt eingestellt oder wird zunehmend kritisiert.

Das Risikobewertungskomitee (RAC) der ECHA bewertete im Juni 2017 den Einstufungsvorschlag der französischen Behörde, die die Einstufung und Kennzeichnung als „wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen“ (Carc 1B) vorgeschlagen hatte, und kam zum Ergebnis, dass Titandioxid als krebsverdächtig bei inhalativer Aufnahme einzustufen ist (Carc 2). Dieser Einstufungsvorschlag muss von der Europäischen Kommission geprüft und in geltendes Recht umgesetzt werden.

In einer 2018 veröffentlichten Studie wurden 59 besorgniserregende Chemikalien identifiziert, die in Teppichböden auf dem EU-Markt enthalten sein können. Die Liste enthält Phthalate, perfluorierte Verbindungen, Flammschutzmittel und toxische Schwermetalle. Diese Verbindungen können die Gesundheit von Verbrauchern beeinträchtigen und verhindern ein Recycling von Teppichböden. Deshalb fordert die DUH ein Verbot gesundheitsgefährdender Chemikalien in Teppichböden und die Einführung des Prinzips der Produktverantwortung für Hersteller. Für mindestens 37 besorgniserregende Chemikalien, die in Teppichböden in der EU enthalten sein können, gibt es keine Beschränkungen oder Verbote.

Der No Poo-Trend entstand 2014 in den USA. Ein häufig angeführtes Argument für No Poo ist, dass durch den Gebrauch von Shampoos die Umwelt belastet wird. Es werden auch Bedenken über problematische Inhaltsstoffe von Shampoos geäußert, die Auswirkungen auf Körper oder Umwelt haben können. Obwohl die Inhaltsstoffe durch diverse Gesetze und Verordnungen geregelt sind zeigen die Veränderungen in diesen Gesetzen und Verordnungen dass solche Bedenken nicht immer von der Hand zu weisen sind. So wurde z. B. mit Wirkung vom September 2017 von der amerikanischen FDA der Zusatz von Triclosan und anderen mikrobiell wirksamen Stoffen in Shampoos und anderen Konsumentenprodukten verboten.

Enzyme werden meistens nicht den Lebensmittelzusatzstoffen zugeortnet, sondern den Verarbeitungshilfsstoffen. Diese müssen nicht deklariert werden, sofern sie keine Wirkung mehr im Endprodukt haben oder vorher entfernt werden. Sind Enzyme noch im Endprodukt vorhanden und üben sie eine technologische Wirkung aus, sind sie Zusatzstoffe. 2009 wurden in Lebensmitteln gesundheitlich bedenkliche Mineralölgehalte nachgewiesen, die aus Kartonverpackungen aus Recyclingfasern stammten. Die Industrie versucht daher, den Übergang von Mineralöl auf Lebensmittel zu senken, insbesondere durch technologische Lösungen wie Barrieren durch Kunststoffbeschichtungen oder Innenbeutel.

Schädliche Auswirkungen auf den Menschen haben vor allem Folien und Kunststoffverpackungen, da sie sogenannte Weichmacher enthalten. In Urinproben von 1999 und 2003 wurden keine Metaboliten von 1,2-Cyclohexandicarbonsäurediisononylester gefunden. Von 2006 bis 2012 stieg der Anteil mit positivem Befund von 7 % auf 98 % an. Diethylhexyladipat ist wenig giftig, löst sich aber aufgrund seiner Löslichkeit in Öl aus den Verpackungen und ist so in vielen Lebensmitteln zu finden. In Lebensmitteln ist als Höchstmenge einen Wert von 18 mg/kg erlaubt. Die Auswirkungen von Diethylhexyladipat auf menschliche Gesundheit und Umwelt werden unter REACH im Jahr 2018 im Rahmen der Stoffbewertung von Finnland geprüft. Es gibt verschiedene Arten von Weichmachern, aber nicht alle sind schädlich. Auch sind Folien und Kunststoffverpackungen nicht unbedingt von sich aus schädlich, sondern erst in Kombination mit fetthaltigen Lebensmitteln. Das Fett in Lebensmitteln, wie zum Beispiel in Käse, löst diese Weichmacher und so können die Weichmacher auf das Lebensmittel übertragen werden. Sie stehen unter Verdacht unfruchtbar zu machen und Diabetes zu begünstigen. Weich-PVC ist durch die enthaltenen Weichmacher je nach Einsatzbereich physiologisch bedenklich. Für Spielzeuge ist der Einsatz von Weich-PVC problematisch, obwohl es wegen seines günstigen Preises und der Eigenschaften verbreitet ist. Trotz des geringen Dampfdrucks können Weichmacher über Speichel, Hautkontakt oder die Atemwege in den kindlichen Körper gelangen. Die Phthalatweichmacher sind zum Teil leber- und nierenschädigend und stehen im Verdacht, krebserzeugend zu wirken. Dies ergaben mehrere Untersuchungen, bei denen sich deutliche Spuren im Blut fanden. DEHP wurde durch eine EU-Arbeitsgruppe im Jahr 2000 als frucht- und fruchtbarkeitsschädigend eingestuft. Weich-PVC mit Phthalatweichmachern wurde in der EU im Jahre 1999 für Kleinkinderspielzeug verboten. In Lebensmittelverpackungen ist Weich-PVC problematisch, wenn nicht durch Sperrschichten das Einwandern in die Lebensmittel verhindert wird. Für fetthaltige Lebensmittel sollte Weich-PVC unbedingt vermieden werden, da Weichmacher gut vom Fett aufgenommen werden.

„Der menschliche Organismus nimmt PVC-Weichmacher in höheren Mengen auf, als bisher angenommen. Besonders gefährdet sind Kinder. Die weit verbreiteten Weichmacher Phthalate gelten als höchst gesundheitsgefährdend, weil sie in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen und die Fortpflanzung oder Entwicklung schädigen“

Eine der Hauptquellen für Mikroplastik in der Umwelt ist der Reifenverschleiß.
Ebenso problematisch ist das Abwasser aus Waschmaschinen.
Eine Sondermülldeponie der besonderen Art: Kunstrasenplätze sind für einen großen Teil der Mikroplastikverschmutzung in der Umwelt verantwortlich.

54 % des Mikroplastiks in den Meeren stammt vom Abrieb von Autoreifen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes von 2015 werden Kosmetika in Deutschland circa 500 Tonnen Mikroplastik pro Jahr zugesetzt. Colgate-Palmolive gab Mitte 2014 an, seine Zahnpasten enthielten keine Plastikpartikel mehr. Unilever, L’Oréal (die Marke The Body Shop) sowie Johnson & Johnson wollten bis 2015 aus der Verwendung von Mikroplastik aussteigen, Procter & Gamble wollte 2017 folgen. Eine BUND-Veröffentlichung vom Juli 2017 listete immer noch mehrere hundert Mikroplastik-Kosmetikprodukte auf dem deutschen Markt auf, darunter nach wie vor Produkte der oben genannten Firmen. Der überwiegende Teil des primären Mikroplastik in den Ozeanen (98 %) wird durch Aktivitäten an Land verursacht und nur 2 % durch Aktivitäten auf See. Der größte Teil dieser Partikel stammt aus dem Waschen von synthetischen Textilien (35 %) und aus dem Abrieb von Reifen (28 %) während der Fahrt. Weiter folgen Feinstaub aus Städten (24 %), Straßenmarkierungen 7 %, Schiffsbeschichtungen (3,7 %), Kosmetikprodukte (2 %) und Plastikpellets (0,3 %). Die Hauptwege dieser Kunststoffe in den Ozean führen über Straßenabflüsse (66 %), Abwasserbehandlungssysteme (25 %) und durch Windübertragung (7 %).

Durch den Dieselskandal nahm die Luftverschmutzung durch Stickoxide in Ballungsräumen erheblich zu. Europaweit (EU 28 plus Schweiz und Norwegen) sterben jährlich etwa 4.500 Menschen vorzeitig, weil Dieselautos im realen Straßenverkehr die auf Prüfständen gemessenen Grenzwerte für Stickoxide überschreiten. Eine Gefährdung, die von Feuerwerken ausgeht, ist die Belastung der Umwelt mit gesundheitsschädlichem Feinstaub PM10, also Staubteilchen mit einem Durchmesser kleiner als 10 µm. In jeder Silvesternacht werden insbesondere in großen Ballungsgebieten Feinstaubkonzentrationen gemessen, die um ein Vielfaches von den Durchschnittswerten abweichen. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes werden in Deutschland durch Feuerwerkskörpern jährlich ca. 4000 Tonnen Feinstaub freigesetzt, der größte Teil in der Silvesternacht. Dies entspricht ca. 15 % der Menge, die der Auto- und LKW-Verkehr während des gesamten Jahres verursacht.

Kehricht darf zwar heute vielerorts nicht mehr deponiert werden, jedoch werden die Rückstände aus der Müllverbrennung, ca. 30 % der verbrannten Abfallmenge, weiterhin deponiert.

Siehe auch: Gressenicher Krankheit, Sprengung verendeter Rinder, Cyanidfischerei, Brot statt Böller, Treibstoffschnellablass, Hagelabwehr, Industrieschnee, Kläranlage, Petrochemie, Spezialchemie, Detergens, Polymer und Rattenplage in Südgeorgien

Medizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Drogen, ICD-10, Zivilisationskrankheiten, Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs und Paracelsus

Arzneimittel, ihre Inhaltsstoffe und deren Abbauprodukte gelangen auf vielfältige Weise in die Umwelt, wo sie unter Umständen Menschen, Tiere und Ökosysteme gefährden können. Besonders kritisch werden Rückstände von Antibiotika angesehen, da befürchtet wird, dass sich bei Bakterien Antibiotikum-Resistenzen ausbilden, die die Wirksamkeit von Antibiotika gegen Krankheitserreger einschränken.

Eine Studie stellte 2013 fest, dass die Darmflora schon bei kleinen Kindern gegen einen Großteil der Antibiotika resistent ist. Dies kann sowohl mit der frühen Anwendung von Antibiotika (innerhalb des ersten Lebensjahres), als auch mit Antibiotika-Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie und der Erstbesiedelung resistenter Keime des bei Geburt noch keimfreien Darms zusammenhängen. Multiresistenz von Bakterien gegen Antibiotika stellt in der Medizin ein immer größer werdendes Problem dar. So werden zum Beispiel gerade Tausende von Rindern verbrannt um zu versuchen die Ausbreitung von Tuberkulose einzuschränken.

Siehe auch: Röntgenkontrastmittel in Gewässern, Nosokomiale Infektion und Parasiten des Menschen

Die Teratologie untersucht die Wirkung potentiell schädigender Stoffe. Die reproduktionstoxikologische Prüfung ist seit dem Contergan-Skandal für neue Arzneimittel vorgeschrieben. Diese Art der Prüfung ist im Artikel Toxizitätsbestimmung beschrieben.

Weil Tierversuche für Kosmetik in der EU theoretisch verboten sind, werden Botoxbehandlungen einfach als medizinischer und nicht als kosmetischer Eingriff klassifiziert. So muss das hochgiftige Botox (Gift#LD50-Tabelle) bei jeder Charge zuerst an Mäusen getestet werden. Der Test gilt als bestanden, wenn die hälfte der Mäuse das Prozedere überlebt.

Weltweit erleiden jährlich rund sieben Millionen Patienten Komplikationen durch eine Operation. Die Hälfte dieser Fälle wäre laut einer US-Studie für die WHO, die erstmals die Gesamtzahl aller operativen Eingriffe weltweit ermittelt hat, vermeidbar. Demnach gibt es weltweit pro Jahr 234,2 Millionen Operationen. Im weltweiten Mittel wird demnach jedes Jahr einer von 28 Menschen operiert. Während es in den Industrieländern bei 0,4 bis 0,8 Prozent der Eingriffe zum Tod komme, liege die Sterberate in Entwicklungsländern bei 5 bis 10 Prozent. Die Auswertung macht auch deutlich: Das reichste Drittel der Weltbevölkerung erhält fast drei Viertel aller Eingriffe, das ärmste Drittel nur 3,5 Prozent. Ausgewertet wurden für die Studie Operationsdaten aus 56 der 192 WHO-Mitgliedsländer aus dem Jahr 2004 und dann wurde hochgerechnet. Dabei wurden alle mit Schnitten verbundenen Eingriffe berücksichtigt, die im OP erfolgten und für die mindestens eine Lokalanästhesie notwendig war.

Eine Tonsillektomie ist mit einem erhöhten Langzeitrisiko für Atemwegs-, Infektions- und Allergieerkrankungen verbunden. Dies zeigt eine 2018 veröffentlichte Kohortenstudie. Dabei wurde u. a. ein 2- bis 3-fachen Anstieg der Erkrankungen der oberen Atemwege festgestellt.

In der Psychologie taucht der Begriff Desillusion innerhalb von Krankheitsbildern auf, die beispielsweise direkt oder indirekt mit Depressionen, Dissoziationen oder Borderline zu tun haben. Er bezeichnet hier oft den Zusammenbruch festigender Ideale oder Weltanschauungen, auf die die betreffende Person ihr bisheriges Leben zumindest teilweise aufgebaut hat. Er kann aber auch außerhalb von pathologischen psychischen Problemen auftreten, so in persönlichen Krisen, besonders aber in der sogenannten Midlifecrisis, die dadurch gekennzeichnet ist, dass gesteckte Ziele als unerreichbar oder nicht wünschenswert erkannt werden. Aber auch in der Pubertät kommt es zu einer „normalen“ Desillusion, in der unter anderem die Allmacht der Erzieher und anderer Autoritäten angezweifelt wird.

Die Naturheilkunde ist eine Heilkunde, die vor allem auf diätetischen und physikalischen Heilmitteln beruht, auf eine naturgemäße Lebensweise besonderen Wert legt und weitgehend auf Arzneimittel verzichtet. Der Begriff Naturheilkunde bezeichnet somit ein Spektrum verschiedener Naturheilverfahren, die sich keiner technologischen Hilfsmittel bedienen und die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung (Spontanheilung) aktivieren sollen. Dazu bedienen sich diese Verfahren bevorzugt der in der Natur vorkommenden Mittel oder Reize. Dazu gehören (nach einer Definition von Alfred Brauchle, 1952) die Sonne, das Licht, die Luft, die Bewegung, die Ruhe, die Nahrung, das Wasser, die Kälte, die Erde, die Atmung, die Gedanken, die Gefühle und Willensvorgänge. In einem weiter gefassten Verständnis werden auch „natürliche“ Arzneimittel, vor allem Heilpflanzen und deren Zubereitungen einbezogen. Als Naturheilkunde werden heutzutage auch oft Bereiche der Alternativmedizin und im engeren Sinne Teile der Komplementärmedizin (d. h. zu den wissenschaftlich nicht anerkannten, die Medizin ergänzenden Verfahren) bezeichnet. Im Gegensatz zu den alternativmedizinischen Heilmethoden lässt sich die Wirkungsweise der eigentlichen Naturheilkunde wissenschaftlich belegen.

Als ein wichtiger Pionier gilt der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland. 1888 erschien von Friedrich Eduard Bilz mit seinem Bilz-Buch das Standardwerk der Naturheilkunde.

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Dokumentarfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Mais im Bundeshuus (2003), Home (2009), Plastic Planet (2009), Sonneborn rettet die Welt (2013), Die Schweizer (2013) und ThuleTuvalu (2014)

Trawl catch of myctophids and glass shrimp from a layer associated with the bottom at greater than 200 meters depth.jpg

Angeln mit Schleppnetzen im isländischen Nordatlantik. Ein Fang wird an Bord eines Gefriertrawler gezogen. Dokumentarfilm der Tiefsee-Fischerei in Island.

↳ 31.650.543 Aufrufe: 13 Minuten – Großer Fang! – veröffentlicht am 20. Oktober 2014 in YouTube
↳ 378.068 Aufrufe: 8 Minuten – How to Catch hundreds of Tuna without fishing net in few Minutes – veröffentlicht am 15. Juli 2016 in YouTube
Marine Stewardship Council Logo.svg

Immer wieder begegnet Wilfried Huismann auf seiner Recherchereise der Vorwurf, der MSC halte seine selbst gesetzten Standards nicht mehr ein. Einer der Mitbegründer des Ökosiegels wirft dem MSC gar vor, mittlerweile mehr den Industrieinteressen als den eigenen Ökostandards zu folgen. Das MSC sei "auf die dunkle Seite" gewechselt. Was ist dran an diesem Vorwurf? "Die Story im Ersten" liefert überraschende und ernüchternde Erkenntnisse.

↳ ? Aufrufe: 44 Minuten – Das Geschäft mit dem Fischsiegel – veröffentlicht am 23. April 2018 in Das Erste oder Das Geschäft mit dem Fischsiegel - Die dunkle Seite des MSC / Doku 2018 Ard bei YouTube
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Auf dem Weg von Zürich nach Shanghai wurde während des Fluges eine erhöhte Öl Temperatur in Triebwerk Nummer 3 festgestellt. Der Flug musste abgebrochen werden, eine Sicherheitslandung mit 53 Tonnen Kerosin-Treibstoffschnellablass war nötig. Anschließend wurde der Flug mit einem anderen Flugzeug fortgesetzt. Das Video zeigt die vorgehensweise der Piloten in einer Ausnahmesituation, bis zur Landung.

↳ 10.784.001 Aufrufe: 15 Minuten – Airbus A340 EMERGENCY - Engine Failure – veröffentlicht am 6. Juni 2012 in YouTube

Aseptic.jpg

Beim üblichen Druckrollverfahren kommt die Druckfarbe mit der Innenseite des Getränkekartons in Kontakt. Bereits 2005 konnten Rückstände von ITX in Getränken nachgewiesen werden. Danach hat die Deutsche Umwelthilfe eine Übertretung um das 10fache des europäischen Unbedenklichkeitswert festgestellt und kämpfte bis vor Bundesverwaltungsgericht bis die entsprechenden Akten vom Bundesministerium für Verbraucherschutz aushändigen werden mussten.

↳ 53.197 Aufrufe: 7 Minuten – TETRA PAK - ein Skandal – veröffentlicht am 8. September 2010 in YouTube

Der World Wide Fund for Nature (WWF) ist nach eigenen Angaben die größte Umweltschutzorganisation der Welt mit etwa 500 Millionen Euro an Spenden jährlich. Der Pakt mit dem Panda ist ein deutscher Fernseh-Dokumentarfilm von Wilfried Huismann über den WWF. Seit seiner Gründung 1961 ist der WWF eine der weltweit einflussreichsten Lobbyorganisationen für den Natur- und Artenschutz und hat gute Kontakte zu hochrangigen Entscheidungsträgern in Politik und Industrie. Der Film zeigt die zweifelhaften Praktiken und den Einfluss von verschiedenen Interessengruppen auf die weltgrößte Naturschutzorganisation.

↳ 43.1Ɛ߈ Aufrufe: 44 Minuten – Monsanto und der WWF - Der Pakt mit dem Panda (Doku) – veröffentlicht 2013 in vimeo

Im Verlauf der Eurokrise haben zahlreiche Banken gigantische Summen verloren. So sehen sich Staaten wie Griechenland, Spanien und Irland gezwungen, ihre Geldinstitute mit Milliardenbeträgen zu stützen. Aber wohin fließt das Geld wirklich? Wem schulden die maroden Banken das Geld? Der Wirtschaftsjournalist Harald Schumann sucht nach Antworten. Die Geretteten sitzen - anders als häufig vermittelt und von vielen angenommen wird - nicht in den ärmeren Eurostaaten, sondern hauptsächlich in Deutschland und Frankreich.

↳ 41.633 Aufrufe: 54 Minuten – Staatsgeheimnis Bankenrettung ARTE – veröffentlicht am 26. Februar 2013 in YouTube oder Staatsgeheimnis Bankenrettung ARTE Doku in vimeo
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Albtraum Atommüll ist ein von Arte produzierter Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009, der den Verbleib von radioaktiven Abfällen aus militärischen und industriellen Anlagen recherchiert und über die Gefahren und Folgen des Einsatzes von Kernenergie informieren will.

↳ 28.808 Aufrufe: 98 Minuten – Doku German Arte - Albtraum Atommüll – veröffentlicht am 23. Juli 2016 in YouTube
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Aktivisten von Soko Tierschutz dokumentierten im Januar 2018 in einem OSI-Schlachthof in Tauberbischofsheim mehrere Verstöße gegen den Tierschutz unter Aufsicht amtlich bestellter Veterinäre. Soko Tierschutz spielte die entstandenen Aufnahmen stern TV zu, die darüber am 14. Februar 2018 im Fernsehen berichteten. Am selben Tag wurde der OSI-Schlachthof vorübergehend geschlossen.

↳ ? Aufrufe: 10 Minuten – Schockierende Bilder aus einem Schlachthof erschüttern Burger-Fans in stern.de
↳ 34.649 Aufrufe: 10 Minuten – McDonald's-Fleischlieferant: Schockierende Bilder aus Schlachthof - die ganze Reportage | stern TV in YouTube (Nur noch mit Altersverifikation)

Einige Umweltschützer greifen zu radikalen Methoden, um ihre Ziele durchzusetzen: Sie sprengen Biotechniklabore in die Luft, legen Walfangflotten lahm, ketten sich an Bahngleise oder besetzen Bäume. Das macht sie in den Augen des FBI zu Terroristen. Es sieht die Ökokrieger sogar als zweitgrößte Bedrohung nach Al-Quaida. Auf diese Weise machen die FBI-Beamten Stimmung gegen jede Form von Aktivismus und zivilem Ungehorsam.

↳ 24.922 Aufrufe: 54 Minuten – Rebellen im Namen der Erde – veröffentlicht am 25. Dezember 2012 in YouTube
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Warum Umweltverbände gemeinsam mit der Lampenindustrie in Brüssel erheblichen Druck gemacht haben, um die Glühlampe verbieten zu lassen, ist eine der Fragen, denen Christoph Mayr der Regisseur des Dokumentarfilms Bulb Fiction nachgegangen ist. Präsent: Kompaktleuchtstofflampen, Minamata-Krankheit, Phoebuskartell, Greenpeace, Klaus Stanjek.

↳ 20.1Ɛ߈ Aufrufe: 96 Minuten – Giftiges Licht - Bulb Fiction – veröffentlicht 2012 in vimeo
↳ 524.935 Aufrufe: 4 Minuten – Fuck se Energiesparlampe – veröffentlicht am 6. Oktober 2011 in YouTube

Beim internationalen Monsanto-Tribunal klagte eine Bürgerinitiative den Saatgut-Multi in dessen Abwesenheit auf Ökozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Ergebnis des Prozesses ist ein hieb- und stichfestes Rechtsgutachten, das möglicherweise dazu führen wird, dass „Ökozid“ als Tatbestand im internationalen Recht Anerkennung findet.

↳ 21.555 Aufrufe: 90 Minuten – Roundup, der Prozess von Marie-Monique Robin in YouTubeErstausstrahlung am 17. Oktober 2017; Arte
Burgerinspectie bij Monsanto Enkhuizen 2010-11-02 b.jpg

Der durchschnittliche Rückgang des Intelligenzquotienten, die Zunahme von Autismus und Verhaltensstörungen – seit rund zwei Jahrzehnten werden besorgniserregende Trends in Bezug auf die menschliche Intelligenz und geistige Gesundheit beobachtet. Nachdem genetische Faktoren ausgeschlossen wurden, nehmen Wissenschaftler insbesondere die chemischen Moleküle unter die Lupe, denen der moderne Mensch permanent ausgesetzt ist.

↳ 12.206 Aufrufe: 56 Minuten – Umwelthormone - Verlieren wir den Verstand? in YouTubeErstausstrahlung am 7. November 2017; Arte

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt? ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 2015 von Valentin Thurn über die Möglichkeit, alle Bewohner der Erde mit Nahrungsmitteln versorgen zu können. Der Film lief am 16. April 2015 in deutschen Kinos an und war der besucherstärkste Dokumentarfilm 2015.

↳ 9.307 Aufrufe: 100 Minuten – 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt? in YouTube

Im Zentrum des Ananas-Anbaus, nordöstlich der Hauptstadt San José, versorgen Tanklaster Dörfer regelmäßig mit sauberem Trinkwasser, weil das Grundwasser dort mit giftigem Bromacil verseucht ist, ein in der EU längst verbotener Unkrautvernichter. Im Norden des Landes bedrohen riesige Ananas-Plantagen traditionelle Kleinbauern in ihrer Existenz, und auch im Südwesten breiten sich konventionelle Bananenfelder immer weiter aus.

↳ 505 Aufrufe: 29 Minuten – Der Preis der süßen Früchte in YouTubeErstausstrahlung am 15. Oktober 2017; ZDF

Spielfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Anders als die Andern (1919), Pippi Langstrumpf (1969), Das Boot ist voll (1980), Der Marsch (1990), Der ewige Gärtner (2005), und Downsizing (2017)

Fight Club aus dem Jahr 1999 wurde von vielen Kritikern als satirische Auseinandersetzung mit dem in westlichen Gesellschaften vorherrschenden Konsumismus gesehen. Die New York Times beispielsweise beurteilte ihn besser als den im selben Jahr erschienenen und mit fünf Oscars ausgezeichneten Film American Beauty. Der Transformation der antimaterialistischen Fight Clubs zum „Project Chaos“ unter der Führung Tyler Durdens wurden neben faschistischen Motiven auch nihilistische, anarchistische und buddhistische Elemente unterstellt. Es wurden auch Parallelen zwischen Tyler Durden bzw. seinem „Project Mayhem“, welches durch Bombenanschläge auf Kreditkartenfirmen einen revolutionären Zusammenbruch des Systems bewirken sollte, und dem Unabomber Theodore Kaczynski mit seiner Ablehnung der westlichen Gesellschaft, gezogen. Waking Life von Richard Linklater aus dem Jahr 2001 erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der träumt. Während seines Traumes trifft er auf viele Charaktere, die über den Freien Willen, über die menschliche Existenz, über die Wahrnehmung, über die Realität und viele andere Themen philosophieren. Es wird außerdem viel über den Existentialismus und seine Fehlinterpretationen gesprochen. Während der Hauptcharakter durch seinen Traum reist, bemerkt er, dass er träumt und nicht aufwachen kann. Er spricht mit anderen Charakteren über das Klarträumen. Während des ganzen Films ist es unklar, was mit dem Hauptcharakter genau geschieht und warum er in diesem Traum ist. V wie Vendetta wurde von Joel Silver produziert, Regie führte James McTeigue, das Drehbuch stammt von den Wachowski-Geschwistern. Der weltweite Filmstart war der 16. März 2006. Der Film spielt im dystopischen, futuristischen London in den 2030ern und die Geschichte folgt V, einem maskierten Freiheitskämpfer, der im Kampf gegen den autoritären Staat gleichzeitig persönliche Rache verfolgt (ital. vendetta für Blutrache) und einen gesellschaftlichen sowie politischen Umsturz vorbereitet. Free Rainer – Dein Fernseher lügt von Hans Weingartner aus dem Jahr 2007 als Mediensatire schildert die Bekehrung des Fernsehproduzenten Rainer von einem quotenorientierten Macher von Unterschichtenfernsehen zu einem Aufklärer. Mit dem Film wollte Hans Weingartner vor allem thematisieren, wie das Fernsehen von den Quoten bestimmt wird und wie die Fernsehquote erhoben wird.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Buchgeschichte, Buchdruck-Revolution und Liste öffentlicher Bücherschränke,

Die Buchproduktion Europas stieg vom Frühmittelalter bis zur Frühneuzeit von einigen zehntausend auf mehrere hundert Millionen Exemplare an.
Ein Drucker in historischer Berufstracht an einem Nachbau einer Gutenbergpresse bei der Düsseldorfer Presseausstellung 1947
  • Utopia (lateinischer Volltitel: De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia – „Vom besten Zustand des Staates und der neuen Insel Utopia“) ist ein 1516 von Thomas Morus in lateinischer Sprache verfasster philosophischer Dialog. Die Schilderung einer fernen „idealen“ Gesellschaft gab den Anstoß zum Genre der Sozialutopie. Die Erstveröffentlichung geschah auf Betreiben des berühmten Humanisten Erasmus von Rotterdam 1516 in Löwen, weitere Drucke folgten 1517 in Paris und 1518 in Basel. Die erste deutsche Übersetzung – unter dem Titel Von der wunderbarlichen Innsul Utopia genannt, das andere Buch – erschien 1524. Hierbei wurde jedoch nur der zweite Teil übersetzt. Rahmenhandlung sind die Erzählungen eines Seemannes, der eine Zeit lang bei den Utopiern gelebt haben will. Der Roman beschreibt eine auf rationalen Gleichheitsgrundsätzen, Arbeitsamkeit und dem Streben nach Bildung basierende Gesellschaft mit demokratischen Grundzügen. In der Republik ist aller Besitz gemeinschaftlich, Anwälte sind unbekannt, und unabwendbare Kriege werden bevorzugt mit ausländischen Söldnern geführt. Das Buch war so prägend, dass man fortan jeden Roman, in dem eine erfundene, positive Gesellschaft dargestellt wird, als Utopie oder utopischen Roman bezeichnete. Bedeutende Utopien nach Utopia waren La città del Sole (Sonnenstadt) von Tommaso Campanella, Neu Atlantis von Francis Bacon, A Modern Utopia von H. G. Wells, Ecotopia von Ernest Callenbach und Island von Aldous Huxley.
„Der stumme Frühling“ ist ein 1962 erschienenes Sachbuch der Biologin Rachel Carson und gilt als ihr wichtigstes Werk. „Der stumme Frühling“ wird häufig als Ausgangspunkt der weltweiten Umweltbewegung und als eines der einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Zum ersten Mal wurde hier in eindringlichem Appell die Fragwürdigkeit des chemischen Pflanzenschutzes dargelegt.
Heute könnten Sie möglicherweise noch denken: "Das hatte mir ja keiner gesagt, woher hätte ich denn das auch wissen sollen?" Heute können Sie vielleicht auch noch meinen, dass Sie als Einzelperson sowieso nichts zu melden haben und nichts verändern können. Nach diesem Buch ist es mit dieser Sichtweise jedoch vorbei! Autor: Jan van Helsing.
  • Keine Lügen, keine Geheimnisse mehr – Handbuch der Sternensaat aus der das Erwachen keimt (Neue Erde-Verlag2004)
Von Patricia Cori. Wenn sich Sirianer in die Politik einmischen kann man sicher sein, daß sie alles von einer höheren Warte aus betrachten. Dieses Buch ist nicht einfach nur ein weiteres „gechanneltes“ oder eine neu zusammengebraute Verschwörungstheorie. Es will uns vielmehr an unser Erbe erinnern, daß wir geschaffen wurden, die Erde zu bewahren und Liebe und Licht zu verbreiten. Es will uns aufklären über die Gespinste einer lebensfeindlichen Macht und uns Mut machen, unsere Eigenmächtigkeit zu stärken und aus der Verbindung mit den Lichtreichen und Gaia, der Erde, Kraft zu schöpfen.
Mit „Eine neue Erde – Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung“ hat Eckhart Tolle einen der großen spirituellen Bestseller unserer Zeit geschrieben. Er zeigt darin, wie unser geändertes persönliches Bewusstsein den geistig-seelischen Zustand der gesamten Menschheit beeinflussen kann. Nur wenn viele Menschen diesen Schritt gehen, wird sich ein neues kollektives Bewusstsein entwickeln. Nur ein neues Bewusstseinsfeld kann uns und die Erde vor Zerstörung bewahren.
»Alle in der Lebensmittelindustrie eingesetzten Pestizide sind eingehend getestet worden und bewiesenermaßen unschädlich.« »Die Menge an Pestiziden in unserem Essen ist so gering, dass sie überhaupt keinen Effekt haben.« »Der Einsatz von Pestiziden ist unvermeidbar, wenn wir die ganze Weltbevölkerung ernähren wollen.« So oder so ähnlich argumentieren Agrarindustrie und Chemielobby seit Jahrzehnten. Geht es um Pestizide und andere synthetische Chemikalien werden Daten geschönt und Bedenken ignoriert. So orientieren sich etwa die Richtwerte, ab wann Pestizide schädlich (und damit verboten) sind, stets nach einem gesunden Erwachsenen. Dass ein Großteil der Bevölkerung, nämlich unsere Kinder, bei diesen Werten bereits massiv gefährdet sind, wird verschwiegen. Dabei bringen zahlreiche wissenschaftliche Studien den Einsatz von Pestiziden längst mit dem Anstieg von Krankheiten und Verhaltensstörungen in Verbindung. Ist das die Zukunft, die wir für unsere Kinder wollen? »Nein!«, sagt André Leu – und entlarvt nicht nur die Mythen um die sicheren Pestizide, sondern weist auch einen Weg in eine pestizidfreie Landwirtschaft.
Ist es nicht toll, dass wir nur noch einen Bruchteil unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen? Alles so schön billig bei Aldi, Edeka & Co.! Doch was, wenn die Preise nur deshalb so niedrig sind, weil die Kosten abgewälzt werden – auf Umwelt, andere Länder, kommende Generationen? Oder wenn die Kosten durch die Hintertür wieder bei uns landen, weil die Ausgaben für Gesundheit steigen oder die Trinkwasseraufbereitung immer teurer wird? Dann ist es an der Zeit zu handeln, denn nur wenn die Folgekosten konventionell produzierter Lebensmittel sichtbar gemacht werden, ist das System wieder gerecht. Und wenn die Preise endlich die Wahrheit sagen, wäre »normal« plötzlich viel teurer als »bio«. Dann würden wir ganz automatisch das kaufen, was am besten für uns und unsere Umwelt ist. Das Buch will das Momentum der Diskussion nutzen und befeuern. Die Beiträge geben einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aspekte der Thematik, üben fundierte Kritik, zeigen aber auch konkrete Lösungsmöglichkeiten auf, etwa zu geeigneten Kommunikationsstrategien.

Weitere Bücher: Politeia, La città del Sole, Das Kapital, Bibliothèque sociologique, Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt, Der Dschungel, Matto regiert, 1984, Kollaps, Wie viel Bank braucht der Mensch? Raus aus der verrückten Finanzwelt und Die Geschichte der Bienen

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auf YouTube

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Löwenzahn (Fernsehsendung)


Beste verfügbare TechnikenBrennstoffzelleEmbryoGeplante ObsoleszenzDeep Heat Mining BaselGentechnisch veränderter OrganismusGoldrecyclingHydraulic FracturingSeekuh (Schiff)TonkrugkühlerTurnspit Dog


Drei-Schluchten-TalsperreLac des DixSüd-Nord-WassertransferprojektTranshelvetischer KanalFlächenversiegelung


KlimagerechtigkeitMigrationssoziologieMilanković-ZyklenFlüchtlingslagerUmsiedlerUmweltflüchtlingWürm-Kaltzeit


RüstungsindustrieAirbus GroupZiviler Überschallflug


Cassis-de-Dijon-EntscheidungCorporate Social ResponsibilityFreies RadioKapitalismuskritikRicardo-ModellThe Landlord’s Game (Spiel)


Liste geflügelter WorteSikhote-Alin (Meteorit)Habitus (Soziologie)MüßiggangÖffentliches Interesse


Evolutionärer HumanismusHuttererÖkosiedlungRegionalwährungKollektiveigentumUrkommunismus


DeepLFirefoxProtonMailStartpageUbuntuTor



  • MAN stammt aus dem Jahr 2012. Gemacht wurde das Video vom Illustrator und 3D-Künstler Steve Cutts. In seinem Werk kritisiert der Engländer die Auswüchse der modernen sozial geschichteten Gesellschaft immer wieder. Auf YouTube haben MAN bis heute über 25 Millionen Menschen gesehen.



(Die Simulation zeigt zwei Schwarze Löcher, die einander umkreisen und sich schließlich vereinigen. Dabei entstehen Gravitationswellen mit ansteigender Frequenz, die nach außen abgestrahlt werden.)


Fazit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tatsächlich bleibt nur der „letzte Kampf“: Die Existenz der bestehenden Gesellschaft und der Apokalyptiker schließt sich gegenseitig aus. Meist ist es die etablierte Weltsicht, die sich durchsetzt, die Apokalyptiker hingegen reiben sich auf oder ziehen sich zurück. Mitunter können solche Gruppen dann noch längere Zeit überdauern, bevor sie untergehen. Es besteht aber auch die (selten realisierte) Möglichkeit, dass die Apokalyptiker im Laufe der Zeit selbst zur Mehrheitsgesellschaft werden.
  • Eine kritische Masse in der Spieltheorie bedeutet, dass nicht die gesamte Gruppe von einer Strategie überzeugt werden muss, sondern dass es ausreicht, nur eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern von dieser Strategie zu überzeugen. Ist dieser Schwellenwert überschritten, die kritische Masse also erreicht, wird sich diese Strategie selbsttragend durchsetzen.