Bergbautechnik

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Eine Teilschnittmaschine, ausgestellt auf einer Messe für Bergbautechnik in Donezk, Ukraine

Die Bergbautechnik (seltener auch Bergbautechnologie genannt) ist der Teilbereich der Technik (bzw. Technologie), der im Bergbau zur Anwendung kommt. In der bergmännischen Fachsprache wird auch kurz von Bergtechnik gesprochen, wobei dieser Begriff von manchen als Synonym für die gesamte Bergbautechnik (oder sogar als Sammelbegriff darüber hinaus), von anderen nur als Bezeichnung für die Bergbautechnik im engeren Sinne (als Mittel zur Extraktion von Lagerstätten)[1] verwendet wird.

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bergbautechnik umfasst alle technischen Aspekte des Bergbaus, also der Aufsuchung, Erschließung und Gewinnung von Rohstoffen aus der Erdkruste im Tiefbau oder im Tagebau, einschließlich der dafür erforderlichen Hilfstechniken (wie Fördertechnik, Bewetterung, Wasserhaltung etc.). Im weiteren Sinne wird auch die Aufbereitung der gewonnenen Rohstoffe dazugerechnet.[1]

Zur Bergbautechnik gehören alle im Bergbau eingesetzten technischen Hilfsmittel wie Anlagen, Maschinen, Geräte, Werkzeuge, Fahrzeuge und Bauteile, deren Konstruktion, Herstellung, Einsatz, Betrieb, Wartung etc. Ebenfalls Bestandteil der Bergbautechnik sind die im Bergbau angewendeten technischen Verfahren, Methoden und Arbeitsweisen.

Die Abgrenzung der Bergbautechnik von anderen, nicht-technischen Teilbereichen des Bergbaus, wie etwa dem betriebswirtschaftlichen („Bergwirtschaft“) oder dem juristischen („Bergrecht“) und auch die Abgrenzung von den geowissenschaftlichen Grundlagen, ist nicht immer scharf zu ziehen.

Entsprechend den Anwendungsbereichen gibt es starke Überschneidungen mit anderen technischen Fachdisziplinen, aus denen die Techniken entlehnt sind oder die ähnliche Techniken verwenden, beispielsweise mit

Berufsausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berg(bau)technik ist ein integraler Bestandteil der Ausbildung zu verschiedenen technisch orientierten Berufen im Montanwesen und angrenzenden Fachdisziplinen, darunter z. B.:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Otto Buja: Ingenieurhandbuch Bergbautechnik: Lagerstätten und Gewinnungstechnik. Hrsg.: DIN e. V. (= Beuth Wissen). Beuth-Verlag, 2013, ISBN 978-3-410-22619-2.
  • Ernst U. Reuther: Einführung in den Bergbau. Ein Leitfaden der Bergtechnik und der Bergwirtschaft. Verlag Glückauf, 1982, ISBN 3-7739-0390-1.
  • Kammer der Technik, Fachverband Bergbau, Bergakademie Freiberg (Hrsg.): Neue Bergbautechnik – Zeitschrift für Bergbau & Geowissenschaften. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig/Stuttgart, DNB 010680004 (1971–1992; 1993 aufgegangen in Zeitschrift World of Mining – Surface & Underground).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bergbautechnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Günter B. Fettweis: Zusammenhänge und technische Entwicklungen bei der Verfügbarkeit mineralischer Rohstoffe – Übersicht unter Berücksichtigung einschlägiger Leobener Arbeiten. Vortrag auf der Gesamtsitzung der österreichischen Akademie der Wissenschaften am 21. Jänner 1983. Vorgelegt in der Sitzung der mathem.-naturw. Klasse am 14. Oktober 1983. Springer, 1983 (Volltext beim Oberösterreichischen Landesmuseum [PDF]).
  2. TechnikerIn für Bergwesen. AMS-Berufsinformationssystem, abgerufen am 14. März 2014.
  3. Techniker/in - Bergbautechnik. Arbeitsamt, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  4. Bergbau, Geotechnik, Markscheidewesen. www.studienwahl.de (Länder der Bundesrepublik Deutschland, Bundesagentur für Arbeit), abgerufen am 14. März 2014. Bergbau, Geotechnik, Markscheidewesen (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.studienwahl.de
  5. An der vormaligen FH Bergbau in Bochum, heute TFH Georg Agricola studierten die „Bergleute“ im Fachbereich Bergtechnik.