Berghausen (Reichshof)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berghausen
Gemeinde Reichshof
Koordinaten: 50° 59′ 5″ N, 7° 37′ 10″ O
Höhe: 349 m ü. NN
Einwohner: 672 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl: 51580
Vorwahl: 02261
Karte
Lage von Berghausen in Reichshof

Berghausen ist ein Ort von 106 Ortschaften der Gemeinde Reichshof im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Zentren sind Gummersbach (10 km nordwestlich), Köln (54 km westlich) und Siegen (46 km südöstlich).

Erstnennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1492 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt und zwar „Hannes von Berchuyssen ist Zeuge bei der Feststellung der bergischen Rechte im Eigen von Eckenhagen.“

Schreibweise der Erstnennung: Berchuyssen[1]

Berghausen, schon in der Mercatorkarte des „Eigen von Eckenhagen“ von 1575 mit diesem Namen aufgeführt, hat einen naturbestimmten Namen „Ansitz auf dem Berge“

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kirchspiel Eckenhagen bestanden bis in den Anfang des 19. Jahrhunderts hinein, wo die rechtlichen Unterschiede zwischen Ritter-, Sattel- und Bauerngut gänzlich beseitigt wurden, 6 Sattelgüter, u.a. Alpe. Dieses umfasste die „10 Aggerhöfe“, neben Berghausen noch Ober- und Niederalpe, Hunsheim, Ohlhagen, Fahrenberg, Seifen, Merkausen, Allinghausen, Dorn und Allenbach.

Den Unterlagen des Alper Bürger Club ist zu entnehmen, dass sich dort stattliche Steinbauten um einen wehrhaften Bergfried erhoben, wo sonst doch die Ortschaften nur durch niedrige Fachwerkhäuser geprägt waren. Als „ein Schloß und Adelicher seß (Sitz)“ sind beide Plätze („In der Olpe“ und „In der nider Olpe“) bezeichnet.

Die im Jahre 1575 ausgewiesenen „Eigen von Eckenhagen“ bestanden aus 2 Kirch- oder Pfarrdörfern, 83 Weilern und 18 Einzelhöfen.

Von allen verpflichteten Gütern und Grundstücken wurde der Schatz oder die zwangsweise zu erhebende Steuer, ursprünglich von der Bede oder freiwilligen Steuer unterschieden, erhoben. Nach den Kellnereirechnungen von 1749 war es Aufgabe der Honschaften im Eigen von Eckenhagen, die Abgaben in den 105 Ortschaften für das Amt Windeck zu erheben. Berghausen war von der Zahlung befreit.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfgemeinschaft Berghausen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderbd. 1). Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oswald Gerhard: Eckenhagen und Denklingen im Wandel der Zeiten. Eine Heimatgeschichte des ehemaligen Reichshofgebietes Eckenhagen (der jetzigen Gemeinden Eckenhagen und Denklingen) als Beitrag zur Geschichte des Oberbergischen Landes. Heimatverein e.V., Eckenhagen 1953.