Bergheim (Ortenberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bergheim
Stadt Ortenberg
Koordinaten: 50° 20′ 45″ N, 9° 4′ 55″ O
Höhe: 165 m ü. NHN
Fläche: 4,71 km²[1]
Einwohner: 674 (31. Dez. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 63683
Vorwahl: 06046
Ortsmitte
Ortsmitte

Bergheim ist ein Stadtteil von Ortenberg im Wetteraukreis in Hessen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergheim liegt am Fuße des Vogelsberges auf einer Höhe von 167 m ü. NN, etwa 2,5 km südöstlich des Stadtzentrums von Ortenberg und 6,5 km nordwestlich von Büdingen. Durch das Dorf fließt die Bleiche (Nidder).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Bergheim wird erstmals ca. 1220/1230 als Berchem in einer Urkunde des Klosters Konradsdorf erwähnt.[3]

Territoriale Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergheim gehörte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zum Amt Ortenberg, einem Kondominat, das von drei Landesherren aus dem Kreis der Mitglieder des Wetterauer Grafenvereins gebildet wurde. 1601 kam es zu einer Realteilung des Kondominats, wobei das Dorf Bergheim an die Grafschaft Hanau-Münzenberg, ab 1642: Grafschaft Hanau, fiel. Die Grafschaft Hanau wiederum fiel 1736 beim Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., aufgrund eines Erbvertrages an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Das Hanauer, später hessische „Amt Ortenberg“ bildete dann ab 1810 einen Teil des großherzoglich-hessischen Amtes Ortenberg. 1821 bildete das Großherzogtum den Landratsbezirk Nidda, in den auch alle Teile des ehemaligen Amtes Ortenberg verschmolzen und der ab 1832 Kreis Nidda hieß. Mit der Revolution von 1848 wurde kurzzeitig der Regierungsbezirk Nidda gebildet, 1852 aber der Kreis Nidda wiederbelebt. 1874 kamen die Gebiete des ehemaligen Amtes Ortenberg dann zum Landkreis Büdingen, der mit der Gebietsreform in Hessen 1972 im Wetteraukreis aufging.

Bergheim wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen bereits am 1. Juli 1971 mit den Städten Ortenberg und Lißberg sowie vier weiterer kleinerer umliegender Gemeinden auf freiwilliger Basis zu neuen Stadt Ortenberg zusammengeschlossen.[4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1939: 457 Einwohner
  • 1961: 530 Einwohner
  • 1970: 599 Einwohner

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportplatz
  • Kinderspielplatz

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf treffen sich die Landesstraßen 3184 und 3190.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische „Heilige Kreuzkirche“
  • Dorfgemeinschaftshaus, erbaut 1983
  • Backhaus in der Ortsmitte
  • Kindergarten Montessori
  • Bergheim wurde im Wettbewerb Dolles Dorf des Hessischen Rundfunks zum „Dollsten Dorf 2009“ gekürt.
  • Seit 2011 gibt es ein mit Holzhackschnitzel betriebenes Heizwerk, das mehr als die Hälfte des gesamten Ortes mit Wärme versorgt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Georg Ruppel (Bearb.): Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform = Darmstädter Archivschriften 2. 1976, S. 379–383.
  • Heinz Wionski: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Wetteraukreis II. Stuttgart 1999, S. 56.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Bergheim, Wetteraukreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 27. Januar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Einwohnerzahlen im Internetauftritt der Stadt Ortenberg, abgerufen im April 2016.
  3. Ludwig Clemm, Zur Geschichte des Prämonstratenserstifts Konradsdorf. in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde. NF 22. Darmstadt 1942, S. 209–243.
  4. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 28, S. 1117, Punkt 988; Abs. 12. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,0 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 352.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]