Bergische Diakonie Aprath

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick vom Unterdüsseler Weg auf das Gelände der Bergischen Diakonie
Diakonieeigene Kirche
Haupthaus Diakonissenweg 1

Die Bergische Diakonie Aprath (BDA) ist eine diakonische Einrichtung mit Sitz in Wülfrath. Sie ist in der Rechtsform eines altrechtlichen Vereins geführt. Vorsitzende sind Pfarrer Jörg Hohlweger und Gerhard Schönberg.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur BDA gehören verschiedene Einrichtungen der Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen, mehrere Altenheime, eine Förderschule, ein Berufskolleg sowie diverse Dienstleistungsunternehmen zur Bewirtschaftung der Einrichtungen, die größtenteils in Tochtergesellschaften in der Gesellschaftsform einer gGmbH betrieben werden.

Mit knapp 1500 Mitarbeitern ist die BDA der größte Arbeitgeber der Stadt Wülfrath.

Regionaler Bereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf das Bergische Land, der Schwerpunkt liegt im Kreis Mettmann und im Städtedreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid.

Die Verwaltung befindet sich auf einem großen Areal in Wülfrath-Oberdüssel, wo zahlreiche Alten- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie Einrichtungen des sozialtherapeutischen Verbunds untergebracht sind und sich auch die diakonieeigene Kirche befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Diakonie geht zurück auf das 1882 durch den Gefängnispfarrer Carl Heinersdorff (1836–1914) gegründete Zufluchtshaus für Frauen in Elberfeld, das mit Spenden wohlhabender Familien finanziert wurde und schnell großen Zuspruch erhielt. Um 1900 wurde ein Alters- und Frauenheim eingerichtet, später auch ein Heim für Trinkerinnen und Rauschgiftabhängige. Ab 1901 wurde auch die Unterstützung von Kindern Aufgabe der Einrichtung. 1908 wurde das Gut Eigen bei Aprath erworben, das heute den Mittelpunkt der Einrichtung darstellt. 1910 erfolgte dort die Einweihung des ersten Erziehungsheims. Nach und nach wurden dort und in nahegelegenen Orten zahlreiche weitere Einrichtungen angesiedelt.

Mitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BDA ist als freier Träger Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volkmar Wittmütz: 100 Jahre Bergische Diakonie Aprath. „Niemanden und nichts aufgeben“ (Karl Heinersdorff). Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 69. Rheinland-Verlag, Köln & Habelt, Bonn 1982, ISBN 3-7927-0688-1.
  • Volkmar Wittmütz: „Euthanasie“ und Sterilisation in Aprath? Zur Geschichte der Bergischen Diakonie Aprath im Dritten Reich. In: Monatshefte für evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes Bd. 37/38 (1988/89), S. 573–584.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 17′ 4,6″ N, 7° 5′ 25,5″ O