Bergkamen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bergkamen
Bergkamen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bergkamen hervorgehoben

Koordinaten: 51° 37′ N, 7° 38′ O

Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Unna
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 44,9 km2
Einwohner: 50.407[1]Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Postleitzahl: 59192
Vorwahlen: 02307, 02306, 02389Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: UN, LH, LÜN
Gemeindeschlüssel: 05 9 78 004
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
59192 Bergkamen
Website: www.bergkamen.de
Bürgermeister: Roland Schäfer (SPD)
Lage der Stadt Bergkamen im Kreis Unna
DortmundEnnepe-Ruhr-KreisHagenHammKreis CoesfeldKreis SoestKreis WarendorfMärkischer KreisBergkamenBönenFröndenberg/RuhrHolzwickedeKamenLünenSchwerteSelmUnnaWerneKarte
Über dieses Bild
RüntheHeilOberadenWeddinghofenMitteOverbergeLage der Stadtteile
Über dieses Bild
Logo der Stadt Bergkamen

Bergkamen ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Verwaltungsmäßig gehört die Stadt zum Kreis Unna im Regierungsbezirk Arnsberg sowie zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe und zum Regionalverband Ruhr. Landesplanerisch ist Bergkamen ein Mittelzentrum in der Ballungsrandzone des Oberzentrums Dortmund. Die am 1. Januar 1966 durch den Zusammenschluss von fünf kleineren Gemeinden entstandene neue Gemeinde Bergkamen (Gesetz über den Zusammenschluss der Gemeinden Bergkamen, Heil, Oberaden, Rünthe und Weddinghofen, Landkreis Unna) – Overberge kam erst zwei Jahre später hinzu – war früher als größte Bergbaustadt Europas ein Begriff. Heute befindet sich Bergkamen mitten im wirtschaftlichen Strukturwandel und ist bekannt für seine Vielfalt an Sport- und Freizeitangeboten und sein besonderes kulturelles Angebot.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen liegt im mittleren Westen Deutschlands in Westfalen am Ostrand des industriell geprägten Ruhrgebiets in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Großstädten Hamm und Dortmund. Südlich der Stadt verläuft der Hellweg mit dem sich anschließenden Mittelgebirge des Sauerlandes, nördlich grenzt das Münsterland an Bergkamen. Im Osten liegt die fruchtbare Soester Börde.

Die Nordgrenze der Stadt wird von der Lippe, die Ostgrenze von der Bundesautobahn 1 gebildet. Die Südgrenze verläuft ungefähr im Bereich der A 2. Entlang der Westgrenze fließt die Seseke, ein Zufluss zur Lippe. Der Datteln-Hamm-Kanal bindet Bergkamen an das europäische Wasserstraßennetz an.

Höchste Erhebung im Stadtgebiet ist mit 148,5 m ü. NN die „Adener Höhe“ auf der künstlich aufgeschütteten Bergehalde Großes Holz, einer Landmarke im Ruhrgebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In direkter Nachbarschaft befinden sich: (Richtung,Stadtgröße,Kreisangehörigkeit)

  • Kamen (Im Süden,Mittelgroße Stadt,Kreis Unna)
  • Lünen (Im Westen,Großstadt,Kreis Unna)
  • Werne (Im Norden,Mittelgroße Stadt,Kreis Unna)
  • Hamm (Im Osten,Großstadt,Kreisfrei)

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bergkamen (seit dem 14. Juni 1966 Stadt Bergkamen) besteht seit dem 1. Januar 1966 (Overberge seit dem 1. Januar 1968) aus folgenden Ortsteilen (mit Angabe der Einwohnerzahl am 31. Dezember 2019 in Klammern):

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerentwicklung Bergkamens (gesamt) und die Einwohnerentwicklung der verschiedenen Stadtteile von Bergkamen von 2000 bis 2019:

Die Tabelle ist nach den Einwohnerzahlen der verschiedenen Ortsteile von Bergkamen geordnet:[3]

Jahr Einwohner gesamt Mitte Oberaden Weddinghofen Rünthe Overberge Heil
2000 52.732 18.074 13.120 10.188 7.185 3.647 515
2001 52.714 17.937 12.997 10.338 7.225 3.712 503
2002 52.607 17.983 12.793 10.377 7.198 3.744 511
2003 52.353 17.996 12.678 10.306 7.162 3.709 502
2004 52.329 18.169 12.571 10.242 7.152 3.698 496
2005 52.021 18.109 12.317 10.212 7.105 3.772 506
2006 52.020 18.069 12.391 10.211 7.076 3.800 483
2007 51.755 17.969 12.323 10.182 6.991 3.813 477
2008 51.467 17.932 12.266 10.082 6.914 3.791 482
2009 51.158 17.940 12.136 9.935 6.868 3.799 480
2010 50.605 17.728 11.956 9.815 6.842 3.790 474
2011 50.274 17.583 11.921 9.740 6.792 3.749 483
2012 49.957 17.462 11.898 9.635 6.757 3.751 470
2013 49.587 17.284 11.730 9.657 6.712 3.709 495
2014 49.637 17.359 11.696 9.666 6.724 3.682 510
2015 50.035 17.300 11.703 10.110 6.726 3.676 520
2016 50.161 17.350 11.820 10.053 6.740 3.673 525
2017 50.443 17.394 12.124 10.052 6.694 3.647 532
2018 50.339 17.427 12.094 9.972 6.682 3.636 528
2019 50.407 17.479 12.110 9.994 6.671 3.621 532

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Raumes der Stadt Bergkamen reicht zurück bis zu den Römern. Im Spätsommer des Jahres 11 v. Chr. wurde im Zuge der geplanten Expansion des Römischen Reiches vom Rhein bis zur Elbe von römischen Legionen unter dem Oberbefehl des Feldherrn Drusus, einem Stiefsohn des Kaisers Augustus, bei ihrem Vorstoß entlang der Lippe auf einem Hügel im heutigen Stadtteil Bergkamen-Oberaden das Römerlager Oberaden, ein Legionslager für zwei Legionen und Hilfstruppen errichtet. Im Jahre 8 v. Chr. wurde das Lager nach Unterwerfung der germanischen Stämme der Sugambrer und der Brukterer planmäßig wieder aufgegeben.

Seit der Entdeckung des Römerlagers im Jahre 1905 durch den Pfarrer Otto Prein wurden in mehreren Grabungskampagnen Teile der Anlage erforscht. Das 56 ha große Lager gehört zu den wichtigsten frühgeschichtlichen Bodendenkmälern Westfalens. Es ist das größte römische Militärlager nördlich der Alpen und das älteste bekannte Lager in Westfalen. Einige Funde und Rekonstruktionen befinden sich im Stadtmuseum Bergkamen.

Aus sächsisch-fränkischer Zeit stammt eine noch gut erkennbare Doppelwall-Ringanlage im Nordosten des Stadtgebietes, die sogenannte Bumannsburg, die als Bodendenkmal unter Schutz steht.

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der Autobahn 2 in der Flur Ostfeld fanden sich drei frühmittelalterliche Gräber mit Beigaben. Dabei handelte es sich um ein Süd-Nord-orientiertes Frauengrab und ein West-Ost-orientiertes Männergrab. Dem Mann waren eine Lanze, ein Schild und ein Pfeilbündel beigegeben worden, dazu eine Gürtelgarnitur. Eine vergleichbare Garnitur ist ansonsten aus Xanten und dem 7. Jahrhundert bekannt (Typ Civezzano, der ansonsten in Norddeutschland nur aus Bremen-Mahndorf bekannt ist). Sein Kopf wies, wie sich feststellen ließ, westwärts. Ein drittes Grab, wohl einer sehr kleinen Person oder eines Kindes, war kaum noch in Spuren erhalten, ließ sich jedoch in das 7. Jahrhundert datieren. Weiter oberhalb der Gräber fand sich nur eine Grube mit Brandschutt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts.[4]

Unmittelbar östlich der Stadtgrenze Bergkamens liegt auf dem Gebiet der Stadt Hamm das Haus Reck, ein Adelssitz aus dem 15. Jahrhundert.

Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statue für die gefallenen oder erschossenen Kämpfer der Roten Ruhrarmee

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestanden im Raum der heutigen Stadt Bergkamen nur kleinere Dörfer und Einzelgehöfte. Zu nennen ist das Gut Haus Velmede, das seit dem Jahre 1636 Sitz eines Teils der Familie von Bodelschwingh ist, der im 19. Jahrhundert zwei preußische Minister und auch Pfarrer Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, der Gründer der Krankeneinrichtungen in Bethel bei Bielefeld, entstammten.

Im Jahr 1849 hatte die Gemeinde 463 Einwohner.[5]

Ende des 19. Jahrhunderts erreichte der Ruhrbergbau den hiesigen Raum. 1890 wurde der erste Schacht für das spätere Bergwerk Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2 abgeteuft. Damit begann durch den Arbeitskräftebedarf des Bergbaus der starke Bevölkerungsanstieg in den Gemeinden des heutigen Stadtgebietes. So verneunfachte sich die Bevölkerung der Altgemeinde Bergkamen zwischen 1890 und 1912.

Am 1. Dezember 1910 hatte Bergkamen 5211 Einwohner.[6]

Als am 13. März 1920 die Reichsregierung in Berlin durch einen Putsch gestürzt werden sollte (Kapp-Putsch), traten die Arbeiter des Ruhrgebietes in den Generalstreik und kämpften bewaffnet gegen die Putschisten (Ruhraufstand). Unter anderem in der Schlacht bei Pelkum kam es zu hohen Verlusten der Roten Ruhrarmee. Die Bergkamener Opfer der Kämpfe bei Pelkum sowie später von den Freicorps standrechtlich erschossene Angehörige der Roten Ruhrarmee – insgesamt sechs Kämpfer – wurden auf dem heutigen Zentralfriedhof beigesetzt. Die Skulptur einer Frauengestalt über ihren Gräbern symbolisiert die Freiheit, für deren Verteidigung die sechs Bergkamener Arbeiter starben.[7]

1946 ereignete sich Deutschlands schwerstes Grubenunglück auf der Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 in 939 Metern Tiefe. 405 Bergleute kamen ums Leben.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1966 schlossen sich die Gemeinden Bergkamen, Rünthe, Weddinghofen, Oberaden und Heil zur Großgemeinde Bergkamen zusammen[8], der am 14. Juni 1966 von der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Stadtrechte verliehen wurden. Die Gemeinde Niederaden, die sich ursprünglich ebenfalls Bergkamen anschließen wollte, entschied sich jedoch für die Eingemeindung in die Stadt Lünen. Durch das sogenannte Unna-Gesetz kam schließlich zum 1. Januar 1968 als sechster Ortsteil die Gemeinde Overberge hinzu.[9]

Religionen in Bergkamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeine Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 waren 19.928 (40,7 %) der Bergkamener evangelisch, 13.078 (26,7 %) römisch-katholisch und 16.005 (32,7 %) als Konfessionslose oder Mitglieder sonstiger Religionsgemeinschaft.[10] Als sich die fünf katholischen Kirchengemeinden 2011 zum Pastoralverbund Bergkamen zusammenschlossen, hatten sie rund 13.000 Mitglieder, derzeit gibt es noch etwa 12.000 Bergkamener Katholiken.[11] Im Ort gibt es Kirchen verschiedener Konfessionen; sehenswert ist unter anderen die katholische Pfarrkirche St. Elisabeth, die sich in der Stadtmitte von Bergkamen befindet.

Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pastoralverbund Bergkamen entstand 2011 aus einer Fusion der zwei ehemaligen Pastoralverbünden Bergkamen-Rünthe und dem Pastoralverbund Weddinghofen-Oberaden. Am 1. Januar 2020 wurde der Pastoralverbund Bergkamen zu der Kirchengemeinde Heilig Geist umbenannt. Die anderen zwei Namen,die zur Auswahl standen waren die beiden Heiligen St.Georg und der Heilige Abraham. Der nächste Schritt, den die Katholiken nachgehen möchten, ist die Fusion der drei Pastoralverbünde Bergkamen, Kamen und Bönen zu einem Pastoralen Raum. Seit dem April 2020 wurden die Pfarrbüros der Pfarrkirchen in Oberaden, Weddinghofen und Rünthe geschlossen. Als zentrales Pfarrbüro dient das Pfarrbüro an der St.Elisabeth-Kirche, die somit auch die Hauptkirche der Katholischen Gemeinde Heilig Geist ist. Die Katholische Kirchengemeinde hält Samstags zwei Messen um 17:00 Uhr (Herz Jesu) und um 18:30 Uhr (Weddinghofen). Sonntags bietet die Kirchengemeinde Gottesdienste um 10:00 Uhr (Oberaden) und um 11:30 Uhr (Mitte) an. Außerdem werden auch Gottesdienste in den einzelnen Seniorenheimen in Bergkamen angeboten. Die Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist wird momentan von drei Priestern, einen Gemeindereferenten und zwei Diakonen besetzt.[12] Seit einiger Zeit besitzt die Gemeinde eine verbesserte Internetseite und ist zudem auf Facebook und auf Twitter unterwegs. Auf der Plattform Youtube überträgt die Gemeinde heilig Geist Gottesdienste für die Gemeindemitglieder und verkündet dort auch wichtige Informationen die für die Gemeindemitglieder von Bedeutung sind.

Wegen den aktuellen Umständen werden Messen um 10.00 Uhr und um 11:30 Uhr in der Elisabeth-Kirche angeboten.[13]

Kirchen

  • Pfarrkirche St.Elisabeth (Mitte) mit etwa 5.300 Mitgliedern
  • Pfarrkirche St.Barbara (Oberaden) mit etwa 2.900 Mitglieder
  • Pfarrkirche St.Michael (Weddinghofen) mit etwa 2.500 Mitgliedern
  • Pfarrkirche Herz Jesu (Rünthe) mit etwa 1.600 Mitgliedern
  • Pfarrvikarie St.Clemens (Rünthe) mit etwa 500 Mitglieder[14]

Evangelische Friedenskirchengemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch die Evangelische Kirchengemeinde ist in Bergkamen vertreten zur ihr gehören insgesamt derzeit 10.000 Mitglieder an.[15] Die jeweiligen Kirchen befindet sich in den Stadtteilen Mitte, Overberge und In Weddinghofen.

Sie gliedert sich in drei Gemeindebezirke:

  • Auferstehungskirche (Im Westen der Stadt)
  • Friedenskirche (Mitte)
  • Thomaskirche (Im Osten der Stadt)

Moscheen in Bergkamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen hat fünf Moscheen:

  • Merkez-Moschee
  • Mevlana-Moschee
  • Oberaden-Moschee (gehören zum Dachverband DITIB)
  • Darul-Erkam-Moschee wird unter dem Dachverband IGMG betrieben
  • VIKZ-Moschee.[16]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
in Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,4
24,2
9,5
4,2
2,6
0,1
AUF
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,0
-1,3
± 0,0
+0,7
-2,3
-0,1
AUF
Sonst.

Wahl zum Rat der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen vom 25. Mai 2014 brachte für die 44 Sitze des Rates der Stadt Bergkamen folgendes Ergebnis:

  • SPD: 59,4  % = 26 Sitze
  • CDU: 24,2  % = 11 Sitze
  • Grüne/GAL: 9,5  % = 4 Sitze
  • BergAUF Bergkamen: 4,2  % = 2 Sitze
  • FDP: 2,6  % = 1 Sitz

Das Personenwahlbündnis BergAUF Bergkamen wird vom Verfassungsschutz als der MLPD nahestehend zugeordnet.

In Bergkamen hat die SPD das landesweit beste Wahlresultat 2009 erreicht. Dies war ihr bereits 1994 gelungen. Bei den Kommunalwahlen 1975 und 1979 lag sie hinter Oer-Erkenschwick auf dem zweiten Platz. Landesweit Dritte wurde sie bei den Kommunalwahlen 1989 und 2004.

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste[17][18][19][20][21] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben. Die Wahlergebnisse der Parteien und Wählergemeinschaften werden in der Tabelle in Prozent angegeben.

Jahr SPD CDU Grüne1 Berg AUF FDP
1975 64,5 28,1 5,7
1979 64,5 29,3 4,9
1984 57,8 29,1 10,7 2,4
1989 62,4 24,6 09,4 3,6
1994 63,6 24,9 09,7 1,8
1999 48,5 39,4 07,9 4,2
2004 51,7 32,0 08,4 4,3 3,7
2009 56,4 25,5 09,5 3,5 4,9
2014 59,4 24,2 09,5 4,2 2,6

Fußnote

1 Grüne: 1984: Grüne: 7,1 %, GAL: 3,6 %, ab 1989: Grüne/GAL

Bürgermeisterwahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  • Roland Schäfer (SPD) 69,08 %
  • Martina Plath (CDU) 21,09 %
  • Thomas Grziwotz (Grüne/GAL) 5,88 %
  • Werner Engelhardt (BergAUF) 3,95 %

Damit ist Roland Schäfer ab 1999 zum vierten Mal direkt zum hauptamtlichen Bürgermeister Bergkamens gewählt worden.

Stadtdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1966–1973: Alfred Gleisner (SPD), * 19. Juni 1908, † 15. Februar 1991
  • 1973–1988: Heinrich Brüggemann (SPD), * 12. April 1930
  • 1989–1998: Roland Schäfer (SPD), * 29. Juli 1949

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1966–1975: Edgar Pech (SPD), * 12. Januar 1920, † 20. Mai 1975
  • 1975–1989: Heinrich Kook (SPD), * 8. Oktober 1924, † 11. Januar 2004
  • 1989–1998: Wolfgang Kerak (SPD), * 22. Juni 1942
  • 1998–2014: Roland Schäfer (SPD), * 29. Juli 1949

Direkt gewählte Abgeordnete Landtag und Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Bergkamen
Platz der Partnerstädte am Rathaus

Durch das Städtische Gymnasium Bergkamen und sein Jugendsinfonieorchester „Bachkreis Bergkamen“ entstand eine Partnerschaft mit

  • China VolksrepublikVolksrepublik China Xi’an in China

Der Kreis Unna unterhält eine langjährige Partnerschaft mit

In diesem Rahmen führt die Bergkamener Volkshochschule seit vielen Jahren entsprechende Sprachreisen durch.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Bergkamen zeigt sechs im Wechsel von Rot und Silber kranzförmig angeordnete Sechsecke auf goldenem Grund. Die Zahl 6 weist darauf hin, dass die Stadt Bergkamen durch den Zusammenschluss von sechs Gemeinden (den heutigen Stadtteilen) entstanden ist. Die Anordnungsform der Sechsecke soll die chemische Strukturformel für Benzol (C6H6)= Benzene circle.svg versinnbildlichen und damit auf die damalige industrielle Grundlage der Stadt (Steinkohle, Kokerei, Kohlechemie) hinweisen.

Die verwendeten Farben gold, rot und silber erinnern an die ehemalige Territorialzugehörigkeit des heutigen Bergkamener Stadtgebietes zur Grafschaft Mark.

Die Wappen der vormals selbständigen Gemeinden Weddinghofen, Rünthe und Oberaden sind auf einer Gedenktafel am Rathauseingang abgebildet. Auf der Außenseite eines sechseckigen Brunnens in der Fußgängerzone in Stadtzentrum Ost befinden sich außerdem die Wappen der Gemeinden Overberge und Heil.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamens Wirtschaft wurde bis vor wenigen Jahrzehnten vom Bergbau (Steinkohle) geprägt. Die Zechenschließungen haben jedoch die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellen lassen. Zurzeit stehen im Stadtgebiet mehr als 110.000 m² Gewerbe- beziehungsweise Mischgebietsflächen für die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe zur Verfügung. Mittel- bis langfristig werden über 340.000 m² verfügbar sein.

Die Stadt Bergkamen weist das niedrigste durchschnittliche Primäreinkommen je Einwohner im Kreis Unna auf. Im Landesvergleich belegte sie bezüglich des durchschnittlich verfügbaren Einkommens im Jahr 2016 die Rangziffer 388 unter den 396 Gemeinden Nordrhein-Westfalens. Somit gehört Bergkamen zu den einkommensschwächsten Gemeinden des Bundeslandes.[22]

Gewerbebetriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand 10/2007)

  • 34 Industrieunternehmen
  • 29 Großhandelsbetriebe
  • 162 Einzelhandelsbetriebe
  • 52 Gastronomiebetriebe
  • 56 Landwirtschaftsbetriebe
  • 220 Meister-Handwerksbetriebe
  • 91 Betriebe handwerksähnlichen Gewerbes
  • 108 sonstige Betriebe und Dienstleistungsunternehmen

Ansässige Großunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk von Bayer Pharma und Kraftwerk Bergkamen im Hintergrund
  • Bayer Pharma
    die frühere Schering AG, ein ehemaliger großer Pharmakonzern, dessen Hauptsitz in Berlin, dessen Hauptproduktionsstandort der Wirkstoffe aber in Bergkamen war, wurde 2006 von der Bayer AG mit Hauptsitz in Leverkusen übernommen (1600 Mitarbeiter).
  • Chemtura
    Ehem. Crompton Corp., durch Zusammenschluss der beiden US-amerikanischen Chemieunternehmen Crompton Corp. und Great Lakes Manufacturing entstanden (290 Mitarbeiter).
  • Huntsman
    Herstellung von Basismaterial für Lack, Bautenschutzmittel, Klebstoffe und Druckfarben für die weiterverarbeitende Industrie
  • Kraftwerk Bergkamen
    ein Steinkohlekraftwerk mit 747 MW Leistung Strom.
  • Poco Möbelhäuser
    1989 von Peter Pohlmann gegründet, betreibt dieses in Bergkamen ansässige Unternehmen eine Vielzahl von Filialen in ganz Deutschland

Verkehr und ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung

Die Stadt Bergkamen liegt am Kamener Kreuz und ist über zwei Autobahnen sowie zwei Bundesstraßen an das deutsche Fernstraßennetz angebunden:

PuttgardenHamburgBremenDortmundWuppertalKölnSaarbrücken (Hansalinie)
OberhausenDortmundBielefeldHannoverMagdeburgBerlin

Der Verlauf der Bundes- (B) und Landesstraßen (L) durch das Bergkamener Stadtgebiet:

  • B 233
    Diese Bundesstraße bildet von Süden kommend aus Richtung Kamen zum großen Teil die Grenze zwischen den Stadtteilen Bergkamen-Mitte und Overberge. Weiter nördlich führt sie durch den Stadtteil Rünthe und verlässt das Stadtgebiet in Richtung Werne.
  • L 654
    Diese Landesstraße verläuft von Westen aus Lünen kommend durch den Stadtteil Oberaden und führt in Richtung Kamen durch den Süden des Stadtteils Weddinghofen. Nahe der Stadtgrenze zu Kamen ist sie über die Anschlussstelle Kamen/Bergkamen mit der Autobahn A 2 verbunden. Die Straße führt über Kamen durch den Süden des Stadtteils Overberge und verlässt das Bergkamener Stadtgebiet Richtung Hamm.
  • L 664
    Diese Landesstraße beginnt östlich des Ortskerns von Bergkamen-Oberaden an der B 61. Sie führt durch Weddinghofen, Bergkamen-Mitte und Overberge und verlässt Bergkamen in Richtung Pelkum.
  • L 736
    Diese Landesstraße führt aus Lünen kommend durch die Stadtteile Heil und Rünthe und verlässt Bergkamen in Richtung Hamm. Direkt an der Grenze des Stadtteils Rünthe zu Sandbochum ist die L 736 über die Anschlussstelle Hamm/Bergkamen mit der Autobahn A 1 verbunden.
  • L 821
    Diese Landesstraße beginnt im Stadtteil Heil. Sie verläuft hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung durch Oberaden und verlässt Bergkamen in Richtung des Kamener Stadtteils Methler
    Eine neue Streckenführung innerhalb der Stadt Bergkamen ist schon seit über zwanzig Jahren im Gespräch, aber höchst umstritten.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die DB-Güterzugstrecke Hamm – Oberhausen-Osterfeld (Hamm-Osterfelder Bahn) durchquert das Stadtgebiet von Osten nach Westen. Bis 1983 wurde die zweigleisig ausgebaute Strecke auch für den Personennahverkehr genutzt. Der Bergkamener Bahnhof befand sich zwischen den Stadtteilen Mitte und Rünthe im dünn besiedelten Gebiet nahe dem heutigen Naturschutzgebiet „Beversee“. Ein zweiter Bahnhof befand sich im Stadtteil Oberaden an der Lünener Straße (L 654).

Bergkamen ist nach Herten die zweitgrößte deutsche Stadt ohne Schienenpersonenverkehr. Die nächsten Personenbahnhöfe liegen in den Nachbarstädten Kamen, Lünen und Werne. Die nächstgelegenen Bahnknotenpunkte sind Hamm und Dortmund.

Busverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentliche Personennahverkehr in Bergkamen wird von der VKU durchgeführt. Ein zentraler Omnibusbahnhof befindet sich direkt am Bergkamener Rathaus. Durch Bergkamen fahren insgesamt 10 reguläre Linien mit Taktverkehr. Diese Linien sind 3 Schnellbuslinien , 5 Regionallinien, 1 Stadtbuslinie und 1 Direktlinie .[23]
Schnellbus-Linien
Linie Streckenverlauf Takt Haltestellen Dauer (ungefähr)
S20 Lünen – Beckinghausen – Bergkamen – Hamm-Herringen – (Hamm Hauptbahnhof) Stunden-Takt (Mo-Sa) 22 52 Minuten (von Lünen)
S30 Bergkamen – Weddinghofen – Dortmund Reinoldikirche – Dortmund Hauptbahnhof Stunden-Takt (Mo-Sa), 2-Stunden-Takt (So) 8 37 Minuten
S81 Werne Holtkamp – Rünthe – Bergkamen – Kamen – Kamen Karee – Königsborn – Unna Bahnhof Stunden-Takt (Mo-Fr) 36 1 Stunde 14 Minuten
Seit 2005 verfügt Bergkamen mit der Schnellbuslinie S30 über eine attraktive Verbindung nach Dortmund. Die Streckenführung (Bergkamen Busbahnhof – Bergkamen-Weddinghofen – Dortmund-Kirchderne – Dortmund ReinoldikircheDortmund Hauptbahnhof) und kurze Fahrzeiten sorgen für eine hohe Akzeptanz für die Schnellbuslinie.Die S81 hat viele gemeinsame Haltestellen mit der Regionallinie R81.

Bei den Schnellbus-Linien S20, S30 und S81 besteht an der Haltestelle Bergkamen, Busbahnhof eine Anschluss-Garantie, d. h. die Busse fahren alle zur selben Zeit ab, so dass die Fahrgäste direkt von einem Schnellbus in den nächsten umsteigen können.Die S20 fährt nur zu bestimmten Zeiten vom Lünener Bahnhof über Bergkamen Busbahnhof zum Hammer Busbahnhof.

Regionallbus-Linien
Linie Streckenverlauf Takt Haltestellen Dauer (ungefähr)
R11 Lünen – Lünen-Süd – Horstmar – Beckinghausen – Oberaden – Weddinghofen – Bergkamen Busbahnhof Unterschiedlich hauptsächlich 30-60-Minuten-Takt 38 1 Stunde 16 Minuten
R12 Lünen – Beckinghausen – Oberaden – Weddinghofen – Bergkamen Busbahnhof Unterschiedlich hauptsächlich 30-60-Minuten-Takt 39 52 Minuten
R13 Bergkamen Busbahnhof – Kamen Bahnhof 30-Minuten-Takt (Mo-Fr), 60-Minuten-Takt (Sa-So/Feiertags) 15 23 Minuten
R81 Werne Krankenhaus – Rünthe – Bergkamen Busbahnhof – Weddinghofen – Kamen Bahnhof – Kamen Karee – Königsborn – Unna Bahnhof Unterschiedlich hauptsächlich 30-Minuten-Takt 40+ 1 Stunde 46 Minuten
R82 Werne Krankenhaus – Rünthe – Overberge – Bergkamen Busbahnhof Stunden-Takt 34 45 Minuten
Seit 2017 verkehrt die neue Linie R13 vom Bergkamener Busbahnhof zum Kamener Bahnhof. Die R12 fährt jetzt nur bis zum Bergkamener Busbahnhof und nicht mehr in Richtung Kamen.
Stadtbuslinien
Linie Streckenverlauf Takt Haltestellen Dauer (ungefähr)
C11 Bergkamen Busbahnhof – Stadion – Nordfeld – Grüne Insel – Wilhelm-Leuschner-Straße (teilweise Ringlinie) 20-Minuten-Takt (Mo-Fr), Stunden-Takt (Sa) 9 11 Minuten
Seit 2017 verkehrt die Stadtbuslinie C11 zwischen dem Bergkamener Busbahnhof und dem Nordfeld im Süden der Stadt.Ab der Haltestelle Stadion, ist die C11 eine Ringlinie die an der Wilhelm-Leuschner-Str endet.

Einmal in der Stunde wechselt die C11 zur S30 nach Dortmund um, sodass man nicht umsteigen muss.

Direktbus-Linien
Linie Streckenverlauf Takt Haltestellen Dauer (ungefähr)
D80 Bergkamen Busbahnhof – Kamen Bahnhof Stunden-Takt 6 12 Minuten
D86 Schwerte – Unna – Königsborn – Kamen – Bergkamen, Werner Straße – Rünthe – Werne Amazon 1 Fahrt am Morgen (Mo-Sa) 20 1 Stunde 5 Minuten
Seit 2017 gibt es die neue Direktlinie D80 ,die vom Bergkamener Busbahnhof zum Kamener Bahnhof fährt. Die Linie ist besonders schnell das sie nur insgesamt 6 Haltestellen zwischen den beiden Städten besitzt.Die D86 wird genutzt, um eine gute Anbindung an das Logistikzentrum von Amazon in Werne zu gewährleisten, auch Städte wie Schwerte,Unna und Kamen sind darin eingeschlossen.
Nachtbus-Linien
Linie Streckenverlauf Takt Haltestellen Dauer (ungefähr)
N11 Lünen – Oberaden – Weddinghofen – Bergkamen – Overberge – Rünthe – Werne Drei Fahrten Samstags, vier Fahrten Sonntags 39 56 Minuten
Der Streckenverlauf der Nachtlinie N11, ähnelt der Regionallinie R11
Taxibus-Linien
Linie Streckenverlauf Takt Haltestellen Dauer (ungefähr)
T36 Heil – Oberaden – Bergkamen– Nordberg Stunden-Takt (Mo-Sa) Nur mit vorheriger Anmeldung 16 25 Minuten
Ergänzend zu den 3 Regionallinien R11,R81 und R82, gibt es zusätzliche Fahrten in Form eines Taxibuses:
T11 Lünen – Lünen-Süd – Oberaden – Weddinghofen – Bergkamen Busbahnhof (Die Strecken können sich bei der T11 je nach Uhrzeit ändern.) Nur zur ganz bestimmten Zeiten (siehe Fahrplan) Meistens 21 Meistens 25 Minuten
T81 Werne – Rünthe – Bergkamen Busbahnhof – Weddinghofen – Kamen – Königsborn – Unna (Strecke je nach Uhrzeit unterschiedlich) Nur zur ganz bestimmten Zeiten (siehe Fahrplan) Meistens 22 Meistens 41 Minuten
T82 Werne Krankenhaus – Werne Stadthaus – Werne Markt (Variable Strecken) Nur zur ganz bestimmten Zeiten (siehe Fahrplan) meistens 13 Meistens 14 Minuten
Die vier Taxibuslinien T11,T36,T81 und T82, fahren nur zu bestimmten Zeiten und nur auf telefonische Anfrage bei der VKU.

Folglich gibt es noch 8 Schulbuslinien mit zeitweiliger Bedienung :

122,124,127,126,128,184,186,193

Umsteigemöglichkeiten

Bergkamen
Busbahnhof

In Bergkamen gibt es zahlreiche Umsteigemöglichkeiten zwischen den verschiedenen Buslinien, dazu zählen folgende Haltestellen

Werner Straße: R13, R81, R82, S20, D86

Nordberg: R81, R82, S81, T36

Kreuzstraße: R11, R12, S20

Altendwohndorf: C11, S20

Im Alten Dorf/Lindenweg: R11, R81, S30

Kanalstraße: R81, R82, S20

Fritz-Husemann-Str.(Ost): R13, R81, S20, S81

Überlappungshaltestellen

In Bergkamen gibt es einige Haltestellen, die zu mehreren Preiszonen gehören: (Im Uhrzeigersinn)

  • Lippebrücke (Werne,Bergkamen)
  • Industriestraße, Nord (Hamm,Bergkamen)
  • Kupferbergsiedlung (Kamen,Bergkamen)
  • Kugelbrink (Kamen,Bergkamen)
  • Kreuzstraße (Lünen-Beckinghausen,Bergkamen)

Bergkamen Busbahnhof

Der Bergkamener Busbahnhof besitzt insgesamt 4 Bussteige mit jeweils unterschiedlichen Buchstaben:
Bussteig A Bussteig C
Linie Fahrtrichtung Linie Fahrtrichtung
R12 Oberaden – Beckinghausen – Lünen Hauptbahnhof C11 Stadion – Nordfeld – Wilhelm-Leuschner-Straße
R81 Rünthe – Werne – Werne Krankenhaus S20 Rünthe – Herringen – (Hamm-Hauptbahnhof)
R82 Overberge – Rünthe – Werne – Werne Krankenhaus Bussteig D
S20 Oberaden – Lünen R13 Overberge – Kamen Bahnhof
S81 Rünthe – Werne – Werne Holtkamp R81 Weddinghofen – Ostring – Kamen Bahnhof – Königsborn – Unna Bahnhof
N11 Werne – Lünen S81 Kamen – Königsborn – Unna Bahnhof
126 Heil D80 Kamen Bahnhof
Bussteig B T36 Heil – Ökologiestation
R11 Oberaden – Beckinghausen – Lünen – Cappenberger See 128 Overberge – Rünthe
S30 Weddinghofen – Dortmund Reinoldikirche – Dortmund Hauptbahnhof 193 Overberge – Pelkum – Bönen

Weitere Fahrten vom Kamener Bahnhof

Viele Leute in Bergkamen nutzen den Bahnhof in Kamen um weitere Reiseziele mit dem Zug zu erreichen.

Mit den folgenden Linien der VKU,kommt man ganz bequem zum Kamener Bahnhof :S81 R13 R81 D80

Tarife

Die VKU ist Mitglied in der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL). Es gilt der Westfalentarif. Für Fahrten aus den Gemeinden Lünen, Bergkamen, Kamen, Unna, Holzwickede und Schwerte in den VRR-Raum und umgekehrt gelten die Tarife des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Verschiedene Liniennetzpläne findet man auf der Seite der VKU.

Subunternehmen

Ein großer Teil der Verkehrsleistungen der VKU, insbesondere im Schulbusverkehr, wird von Subunternehmern erbracht. In Bergkamen ist das Subunternehmen Vehling Reisen ansässig, das auch für die VKU fährt.

Das Westfälische Sportbootzentrum – Marina Rünthe

Wasserstraßennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Datteln-Hamm-Kanal bindet Bergkamen an das europäische Wasserstraßennetz an. Bergkamen besitzt zwei industriegewerbliche Häfen am Datteln-Hamm-Kanal. Außerdem befindet sich an diesem Kanal in Bergkamen ein Sportboothafen, die Marina Rünthe. Sie zählt zu den größten Freizeithäfen in Nordrhein-Westfalen.

Der Sportboothafen ist mit den beiden Schnellbuslinien S20 und S81 an der Haltestelle Marina und mit den beiden Regionallinien R81 und R82 an der Haltestelle Wichernstraße zu erreichen.

Flughäfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Dortmund, der Flughafen Düsseldorf und der Flughafen Münster/Osnabrück. Zum Dortmunder Flughafen sind es etwa nur 14 Kilometer, zum Flughafen Münster/Osnabrück sind es 65 Kilometer und zum Flughafen Düsseldorf sind es 87,5 Kilometer mit dem PKW. Der Flughafen Dortmund ist ganz bequem mit dem ÖPNV erreichbar. Mit den folgenden Buslinien gelangt man zum Dortmunder Flughafen vom Bergkamener Busbahnhof (mit Umsteigen):

Am Bergkamener Busbahnhof nimmt man entweder die Regionallinie R81 oder die Schnellbuslinie S81 und fährt dann bis zum Unna Bahnhof, dort ist auch der Endhaltepunkt der beiden VKU-Linien erreicht. Vom Unna Bahnhof nimmt man die Stadtlinie C41 und fährt dann direkt zum Dortmunder Flughafen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bergkamen sind fast alle Schulformen vertreten. Weiterhin verfügt Bergkamen über eine Jugendkunstschule, eine Musikschule und eine Volkshochschule. Die Stadtbücherei ist erst vor wenigen Jahren in das Gebäude am Stadtmarkt eingezogen.

Förderschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen-Heil

  • Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Förderschwerpunkt: Geistige Entwicklung

Bergkamen-Oberaden

  • Teilstandort der Regenbogenschule, Sekundarstufe I, Förderschule des Kreises Unna, Förderschwerpunkt: Emotionale und soziale Entwicklung
  • Nebenstelle der Schule im Heithof, LWL-Schule in der LWL-Universitätsklinik Hamm

Bergkamen-Rünthe

  • Teilstandort der Regenbogenschule, Primarstufe, Förderschule des Kreises Unna, Förderschwerpunkt: Emotionale und soziale Entwicklung (bis zum 31. Juli 2017)
  • Teilstandort der Sonnenschule, Primarstufe, Förderschule des Kreises Unna, Förderschwerpunkt: Sprache

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen-Mitte

  • Gerhart-Hauptmann-Schule
  • Schillerschule

Bergkamen-Oberaden

  • Jahnschule
  • Preinschule

Bergkamen-Overberge

  • Overberger Grundschule

Bergkamen-Rünthe

  • Freiherr-von-Ketteler-Schule

Bergkamen-Weddinghofen

  • Pfalzschule

Weiterführende Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Städtisches Gymnasium Bergkamen (im Stadtteil Weddinghofen)
  • Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen
  • Freiherr-vom-Stein-Realschule
  • Realschule Oberaden

Die TÜV Nord Ausbildungsstätte gibt es seit langem nicht mehr in Bergkamen

Kultur und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Stätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen
Erdwall der Bumannsburg
  • Römerlager Oberaden
    Das Römerlager Oberaden im Ortsteil Oberaden ist als Zwei-Legionen-Lager mit 54 ha Grundfläche das größte römische Militärlager nördlich der Alpen und zugleich das älteste Legionslager in Westfalen. Am 30. April 2006 wurde der Archäologische Lehrpfad Römerlager Oberaden des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen der interessierten Öffentlichkeit übergeben.
  • Bodendenkmal Bumannsburg
    Die Bumannsburg befindet sich in einem Wald nahe der Autobahn A1 im Stadtteil Rünthe. Trotz des starken Baumbewuchses sind die Wälle der sächsisch-fränkischen Doppelwall-Ringanlage noch gut zu erkennen. Die Anlage diente den Bauern aus der Umgebung als Fluchtburg. Heute ist innerhalb der Anlage ein Waldlehrpfad angelegt.

Denkmalgeschützte Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nachfolgend aufgeführten Bergkamener Gebäude stehen unter Denkmalschutz:

Bergkamen
Gedenkstätte „NS-Sammellager Schönhausen“
Bergkamen
„Schacht 3“ in Rünthe
  • Gedenkstätte NS-Sammellager im Ortsteil Mitte
    Von April 1933 bis Oktober 1933 wurde das Sozialgebäude der in den 1920er Jahren entstandenen Bergarbeitersiedlung „Kolonie Schönhausen“ als Sammellager für Regimegegner genutzt. In einer groß angelegten Razzia wurden am 12. April 1933 489 KPD-Funktionäre oder der Partei nahestehende Personen inhaftiert und im Wohlfahrtsgebäude untergebracht. Insgesamt etwa 900 bis 1.000 Menschen wurden von hier aus in größere Lager (z. B. Brauweiler) oder Vernichtungslager weitergeleitet.
  • Kulturzentrum „Schacht 3“ im Ortsteil Rünthe
    Im Schacht 3 der Zeche Werne in Rünthe begann im Winter 1915 die Kohleförderung. Wegen der durch die Weltwirtschaftskrise bedingten Absatzflaute wurde der Schacht 3 wie viele andere Schachtanlagen im Jahr 1930 stillgelegt. Da nach Kriegsende die Verkehrswege stark beschädigt waren, nutzte man den Schacht ab 1946, um die Rünther Bergleute schnell vor Ort zu bringen. Erst 1960 wurde der Schacht endgültig stillgelegt. Die ehemalige Waschkaue der Zeche wird als Kulturzentrum genutzt und steht unter Denkmalschutz.
Bergkamen
Ökologiestation
  • Gutshof „Schulze-Heil“ – Ökologiestation
    Im Gutshof „Schulze-Heil“ von 1864 ist die Ökologiestation des Kreises Unna untergebracht. In der Ökologiestation befinden sich mehrere regionale Institutionen und Verbände des Umwelt- und Naturschutzes. Folgende Anlagen sind während der Öffnungszeiten zu besichtigen:
    • Wildbienenlehrpfad
    • Bauerngarten
    • Umweltpädagogikteich
    • Pflanzenkläranlage
    Führungen durch den Musterschweinestall und den Fleischzerlegebetrieb sind nach Voranmeldung möglich. In der Verkaufsstelle der Ökologiestation können regionale Produkte wie Apfelsaft, Gelees, Honig etc. erworben werden. In der Ökologiestation können zudem regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen besichtigt werden.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsbereich zum Naturfreibad in Heil
Hallenbad
Liegewiesen am Wellenbad
  • Westfälisches Sportbootzentrum
    Am Datteln-Hamm-Kanal liegt das Westfälische Sportbootzentrum mit der Marina Rünthe, einem der modernsten und größten Freizeithäfen Nordrhein-Westfalens mit etwa 250 Liegeplätzen und kompletter Bootsinfrastruktur. Im Hafen gibt es ein Hotel sowie mehrere Restaurants, Bistros, Biergärten und Fitnessangebote. Mit dem Fahrgastschiff „Santa Monika“ ist die Fahrt nach Hamm und zum Schiffshebewerk Henrichenburg möglich.
  • Wellenbad
    Im Ortsteil Weddinghofen befindet sich das Wellenbad Bergkamen. Mit über 2.000 m² Wasserfläche, einer 50-m-Rutsche und 24.000 m² Liegefläche ist diese Anlage auch für Besucher aus den Nachbarstädten ein attraktives Freizeitangebot.
  • Naturfreibad Heil
    Ein „Geheimtipp“ ist das im Stadtteil Heil gelegene Naturfreibad. Eingebettet zwischen Wiesen und Feldern mit teilweise durch alten Baumbestand abgeschatteten gepflegten Liegewiesen bietet dieses in einem Seitenarm der Lippe angelegte Freibad Entspannung pur.
  • Hallenbad Bergkamen
    Das Hallenbad im Stadtteil Mitte verfügt über ein 312 m² großes Mehrzweckbecken mit Hubboden (Wassertiefe: 0,90 – 3,80 m). Zusätzlich ist ein 100 m² großes Nichtschwimmerbecken vorhanden. Die Sprunganlage verfügt über ein 1-m- und ein 3-m-Brett.
  • Eissporthalle
    Die Eissporthalle im Stadtteil Weddinghofen mit einer 1.800 m² großen Eisfläche lockt pro Saison über 50.000 Besucher aus Bergkamen und den Nachbarstädten an.
  • Radwanderwege
    • Durch Bergkamen führt der Fernradweg Römerroute.
    • Bergkamener Rad-KulTour
      Der ADFC und die Stadt Bergkamen haben eine 25-km-Radtour zu den wichtigsten Kunstobjekten im Stadtgebiet ausgearbeitet.
    • Route Industriekultur per Rad
      Die Bergehalde „Großes Holz“ in Bergkamen liegt als Aussichtspunkt auf dieser Route.
    • Zechenbahntrasse von Kamen nach Werne
      Die als Radweg ausgebaute stillgelegte Bahntrasse ermöglicht es, ungestört vom Autoverkehr durch die Stadtteile Overberge und Rünthe von Kamen nach Werne zu fahren.
  • Sonstiges

Auch im deutschen Hallenhandball hat sich die Stadt einen Namen gemacht. Das Herrenteam des HC TuRa Bergkamen spielte von 1983 bis 1985 in der höchsten bundesdeutschen Spielklasse.

Parkanlagen und Naherholungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserpark im Stadtzentrum West
Hauptfriedhof
Naturschutzgebiet Beversee
  • Wasserpark
    Im Jahr 2001 wurde im Stadtzentrum West der „Wasserpark“ fertiggestellt. Die Fläche des Parks beträgt ca. 22.000 m². Das Regenwasser aus der nördlich des Parks gelegenen „City“ dient zur Versorgung des künstlich angelegten 4.500 m² großen Wasserbereiches. Am Nordufer des Wasserbereichs verläuft eine Promenade, am Südufer eine Schilfzone.
  • Zechenpark
    Zwischen Nordberg und Gewerbegebiet Grimberg 1/2 liegt im Stadtteil Mitte der Zechenpark. In den letzten Jahren wurde der vormals verwilderte Park gründlich saniert.
  • Römerbergwald
    Dieser im Stadtteil Oberaden gelegene Wald verfügt über viele Spazierwege.
  • Bergehalde „Großes Holz“
    Seit den 1970er Jahren wurde die Halde Großes Holz als künstlicher Hügel aus Bergbau-Abraum angelegt. Durch die besondere Systematik der angelegte Wege besteht hier die Möglichkeit, die körperliche Belastung bei der Wanderung auf den Gipfel selbst zu wählen. Entweder man wählt die als Serpentinen angelegten langen Wege, oder die zwischen den Serpentinen angelegten direkten steilen Wege.
  • Parkfriedhof
    Der als Waldfriedhof angelegte 22 Hektar große Hauptfriedhof der Stadt Bergkamen liegt im Ortsteil Weddinghofen. Das großzügig angelegte Gelände wurde am 2. Februar 1980 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt.
  • Naturschutzgebiet „Beversee“
    Der Beversee bildete sich durch die bergbaubedingte Absenkung der Geländeoberfläche. Das Gebiet gehört mit einer Gesamtfläche von circa 100 ha zu den größten Naturschutzgebieten in Nordrhein-Westfalen und bietet auch selten gewordenen Pflanzen und Tieren eine Heimat. Von einer Aussichtsplattform am Seeufer kann man die vielfältige Vogelwelt beobachten. Innerhalb des Gebietes befinden sich viele Einschlagstellen von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese Bombentrichter sind überwiegend mit Wasser gefüllt und haben sich als kleine Tümpel in die Landschaft integriert.
  • Naturschutzgebiet „Mühlenbruch“
    Südwestlich der Bundesstraße 61 an der Stadtgrenze zu Kamen befindet sich das Naturschutzgebiet Mühlenbruch. Ein Parkplatz ermöglicht Spaziergängern bis an das Gebiet heranzufahren.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen
während des Lichtermarktes 2004
  • Wochenmarkt
    Jeweils donnerstags findet in Bergkamen-Mitte der größte Wochenmarkt der Region mit vielen Besuchern auch aus den angrenzenden Gemeinden statt.
  • Gesundheitstag
    An jedem ersten Septemberwochenende findet der Bergkamener Gesundheitstag auf dem Zentrumplatz im Stadtteil Mitte statt. Mit über 3000 Besuchern ist er eine der größten Veranstaltungen dieser Art im östlichen Ruhrgebiet.
  • Lichtermarkt
    An Halloween lockt der Lichtermarkt im Stadtteil Mitte viele Besucher in die Stadt. In buntes Licht getaucht bilden Akteure und Besucher ein einzigartiges Lichtkunstwerk.
  • Hafenfest
    Am ersten Wochenende im Juni lädt die Marina Rünthe zum Hafenfest ein.
  • Trödelmärkte
    Regelmäßig finden im Gewerbegebiet Rünthe und im Gewerbegebiet Werner Straße/Landwehrstraße kommerzielle Trödelmärkte statt.

Moderne Stadtkunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betonfigur von Lothar Kampmann
„Das Glück“ von HA Schult
„Das blaue Band“ im Stadtzentrum Ost
  • Betonfiguren von Lothar Kampmann
    Im Bergkamener Stadtgebiet befinden finden sich viele Betonfiguren von Lothar Kampmann: im Stadtteil Oberaden am Museumsplatz sechs Figuren, im Bereich des Hallenbades im Ortsteil Mitte acht Figuren und eine Figur (Pferd) am Hauptfriedhof in Bergkamen-Weddinghofen.
  • Objektkunstwerk „Das Glück“ von HA Schult
    Im Juli 2005 begann der Kölner Aktionskünstler HA Schult, die triste Fassade des ungenutzten „City-Turms“ mit bunten auf Holzplatten gemalten Gartenhäuschen zu gestalten. Geplant war, die zunächst zehn an der Ostseite befestigten Objekte auf später 70 Häuschen an der gesamten Fassade zu erhöhen. Im März 2011 mussten die Holzplatten wegen witterungsbedingter Abnutzung wieder abgenommen werden. Im Jahr 2014 wurde der Wohnturm über dem Citykomplex größtenteils abgerissen.
  • Das Blaue Band
    Das „Blaue Band“ verbindet das Stadtzentrum Ost (Präsidentenstraße/Nordberg) und das Stadtzentrum West (Rathausviertel) als zum Teil wasserführender Bachlauf und zum Teil als blauer Mosaikstreifen. Die Plastiken an den Endpunkten des blauen Bandes sind von Bolette Holm und Ole Hempel.
  • Windplastik
    Auf dem Platz von Wieliczka an der Ecke Präsidentenstr./Pestalozzistr. befindet sich eine Edelstahlplastik von Günter Tollmann.
  • Plastik von Andrzej Irzykowski
    Am Ende der Fußgängerzone (Ecke Präsidentenstr./Fritz-Husemann-Str.) befindet sich eine Plastik des polnischen Künstlers Andrzej Irzykowski
  • Erdpyramide
    Vor dem Rathaus am Busbahnhof befindet sich die „Erdpyramide“ von Timm Ulrichs. Die Spitze der umgedrehten Pyramide zeigt exakt zum Erdmittelpunkt. Von dem Kunstwerk ist nur die Metallabdeckung der „Unterseite“ sichtbar. Die Inschrift der Abdeckung enthält neben der Bezeichnung des Kunstwerks den Namen des Künstlers die Maße der (imaginären) Pyramide (1 m × 1 m × 6.364.416 m) und Koordinaten des Standortes.
Kunstobjekt „Integrationsplatz“ (Ausschnitt) von Lothar Kampmann
  • Integrationsplatz
    Das Kunstobjekt „Internationaler-Integrations-Skulpturenplatz“ von Lothar Kampmann befindet sich im Stadtteil Rünthe an der Ecke Rünther Str./Schlägelstr. Es besteht aus drei Mauern mit einer Reliefgestaltung, Figuren und einem Tisch mit Sonnenuhr. Lothar Kampmann hat das Projekt 1968 gemeinsam mit Mehmet Uyanik und Andrzej Pollo realisiert.
  • Lichtkunst und Illumination
„Maßstab“ von Maik und Dirk Löbbert
„no agreement today, no agreement tomorrow“ von Andreas M. Kaufmann
„Das blaue Licht“ von Horst Rellecke
Bergkamen besitzt eine Vielzahl von Werken der Lichtkunst, Lichtplastiken und Illuminationen.
Mit den folgenden Werken ist es im Kulturprojekt Hellweg – ein Lichtweg vertreten.
  • Die Medienskulptur mit dem Titel „no agreement today, no agreement tomorrow“ von Andreas M. Kaufmann zeigt zur Nachtzeit 24 Schwarz-Weiß-Fotos bekannter und unbekannter Personen im Kreisverkehr vor dem Rathaus.
  • Der „subport bergkamen“ von Rochus Aust erstreckt sich als weltweit erster und einziger unterirdischer Flughafen mit insgesamt 14 Licht- und Klanginstallationen in den Kanalschächten über den Nordberg.
  • Die Brunnenanlage „Inszenierbare Wasserwand“ der Künstlerin Birgit Hölmer vor dem Rathaus zeigt auf ihren stehenden Wasserfontänen am Wochenende Ansichten von Brunnenanlagen in Europa (Projektion).
  • Vier in Kreisverkehren um das Bergkamener Stadtzentrum herum installierte Lichtstelen der Gebrüder Maik und Dirk Löbbert bilden – als „Bergkamener Maßstäbe“ – ein imaginäres Dach über der Stadt Bergkamen und stellen zugleich illusorische Stadttore dar.
  • Acht Meter hohe „Lampen“ bilden die Grundelemente der künstlerischen Intervention mit dem Titel Pulslicht von Mischa Kuball im Hafen Marina Rünthe.

Siehe: Liste von Kunstwerken im öffentlichen Raum in Bergkamen

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergehalde Großes Holz
Lippeauen in Rünthe
Lippe bei Bergkamen
  • Die begrünte Bergehalde „Großes Holz“ ist mit 148,5 m ü. NN der höchste Geländepunkt im Nordkreis Unna und zugleich eine Landmarke auf der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.
  • Auf Bergkamener Stadtgebiet gibt es drei Naturschutzgebiete, darunter die europäisch bedeutsamen Naturschutzgebiete Beversee und Flussauen der Lippe. In den Lippeauen liegt auch die Ökologie-Station, die vom Kreis Unna und dem Regionalverband Ruhr betrieben wird.

Museen und Galerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtmuseum Bergkamen
    Schwerpunkte des Stadtmuseums im Stadtteil Oberaden sind neben der Ausstellung von Funden, Modellen und Nachbildungen aus der Römerzeit die Bergbau-, Industrie-, Siedlungs- und Stadtgeschichte, sowie folgende Themenbereiche:
    • Kleinbäuerliches Wohnen
    • Bergmännisches Wohnen
    • Wohnkultur der 1950er Jahre
    • Friseurgeschäft
    • Bergkamen unterm Hakenkreuz
    • Tante-Emma-Laden
    • Historisches Klassenzimmer
    • Barbara-Stollen zur Arbeitswelt der Bergleute unter Tage
  • Kunstgalerie „sohle 1“
    Die städtische Kunstgalerie „sohle 1“ ist die älteste kommunale Kunstgalerie der Bundesrepublik. In der Kunstszene genießt diese Galerie seit Ihrem Bestehen eine große Anerkennung. Zusätzlich zu den Ausstellungen informiert eine Druckwerkstatt über verschiedene Drucktechniken.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Bergkamener Studiotheater ist eine Mittelbühne mit 420 Sitzplätzen. Schwerpunkt des Gastspielangebotes ist die Reihe „Cabaret/Kabarett“.
  • Die Kleinkunstbühne in der Galerie „sohle 1“ bietet regelmäßig Aufführungen bekannter und noch unbekannter Kabarettistinnen und Künstlerinnen. Ebenfalls ein kulturelles Highlight: die „Kaffeehausnachmittage“.
  • Die Gaststätte Schmülling ist der Ort für die regelmäßigen Jazz-Frühschoppen mit bekannten Jazz- und Bluesbands.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zechensiedlungen
Förderturm „Neu Monopol“
Cityturm 2007 mit den Objekten von HA Schult
Busbahnhof und Rathaus
  • Lichterkunst am Kreisel im Stadtzentrum
  • IBA-Projekte:
    • Marktbebauung mit Marktdach
    • Wohnprojekte
      • „Frauen planen Wohnungen“
      • „Einfach und selber Bauen“
  • Busbahnhof
    Platz der Partnerstädte
  • Cityturm
    Ein 1974 gebautes und seit November 2000 leergezogenes Hochhaus mit 15 Stockwerken und 150 Wohneinheiten, 2014 abgerissen.
  • Förderturm der früheren Zechenanlage Grimberg 1/2

Panoramabild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergkamen 2001 Blick von Süden (Autobahn A2) auf die Stadtteile Weddinghofen und Mitte (City, Kolonie Schönhausen und Nordberg). Im Hintergrund das Bergwerk „Haus Aden“ in Oberaden, die Bergehalde „Großes Holz“, das Kohlekraftwerk in Heil und der Förderturm der Schachtanlage „Neu Monopol“

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bergkamen geboren und aufgewachsen:
Eugen Drewermann

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Litzinger: Region im Wandel – Geschichte des Raumes Bergkamen 1890–1991. Stadt Bergkamen, 1991.
  • Günter Stahlhut: Wenn ein Bergwerk erzählen könnte … Regio, Werne 1997, ISBN 3-929158-07-8.
  • Johann-Sebastian Kühlborn: Das Römerlager in Oberaden III. Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-05140-0 (Bodenaltertümer Westfalens, 27).
  • Rudolf Asskamp, Stephan Berke (Redaktion): Die römische Okkupation nördlich der Alpen zur Zeit des Augustus. Kolloquium Bergkamen 1989. Vorträge. Aschendorff, Münster 1991, ISBN 3-402-05139-7 (Bodenaltertümer Westfalens, 26).
  • Friedhelm Schwemin: Die Römer in Oberaden. Regio, Werne 1998, ISBN 3-929158-09-4.
  • Monika Lichtenhof: Bergkamen. Stadt-Bild, Leipzig 2003, ISBN 3-934572-57-X (Bildband).
  • Martin Litzinger: Bergkamen – Vom Bauerndorf zum Industrieort. Stadt Bergkamen, 2003, ISBN 3-929675-05-6.
  • Martin Litzinger: Bergkamen. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. C.H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52962-3.
  • Martin Litzinger: Bergkamen. In: Manfred Groten, Peter Johanek, Wilfried Reininghaus, Margret Wensky (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band 3: Nordrhein-Westfalen (= Kröners Taschenausgabe. Band 273). Herausgegeben von den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe. 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-27303-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bergkamen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Bergkamen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Stadt Bergkamen, Einwohnerzahlen. Abgerufen am 17. Juli 2018.
  3. Einwohnerzahlen Bergkamen Website der Stadt Bergkamen. Abgerufen am 17. Juni 2020.
  4. Eva Cichy, Martha Aeissen: Mit Blick auf die Seseke – Reste eines früh-mittelalterlichen Gräberfeldes in Bergkamen, in: Archäologie in Westfalen (2011) 96–99 (online).
  5. M. F. Essellen: Beschreibung und kurze Geschichte des Kreises Hamm und der einzelnen Ortschaften in demselben. Verlag Reimann GmbH & Co, Hamm 1985, ISBN 3-923846-07-X, S. 167.
  6. www.gemeindeverzeichnis.de: Einwohnerzahlen 1910
  7. Heino Baues: Schlacht bei Pelkum jährt sich, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. März 2010 (offline)
  8. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 214.
  9. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 63.
  10. Zensusdatenbank – Stadt Bergkamen, Bevölkerung nach Religion, Zensus 2011
  11. Für die vielen Kirchenaustritte gibt es auch Gründe in Bergkamen
  12. Team der Heilig Geist Kirchengemeinde. Website der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist.Abgerufen am 17. Juni 2020.
  13. Website der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist. Abgerufen am 17. Juni 2020
  14. Mitglieder des Pastoralverbunds Bergkamen. Website der KAB Bergkamen.Abgerufen am 17. Juni 2020.
  15. Mitglieder Evangelischen Kirchengemeinde Bergkamen. Abgerufen am 17. Juni 2020.
  16. Moscheen in Bergkamen
  17. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 2009
  18. Wahlprofil des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NW (Memento vom 6. Juni 2017 im Internet Archive)
  19. Wahlergebnisse 1999@1@2Vorlage:Toter Link/webshop.it.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 5,9 MB)
  20. Wahlergebnisse 2004@1@2Vorlage:Toter Link/webshop.it.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 7,0 MB)
  21. Wahlergebnisse 2009@1@2Vorlage:Toter Link/webshop.it.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,5 MB)
  22. Primäreinkommen in NRW je Einwohner in 2016 nach Gemeinden
  23. Linienfahrpläne der VKU für die Stadt Bergkamen Website der VKU.Abgerufen am 17. Juni 2020
  24. Kurzbiografie Ostendorffs auf der Homepage des Deutschen Bundestages (17. Wahlperiode) (Memento vom 3. Februar 2013 im Internet Archive) (offline)