Berglen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Berglen
Berglen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Berglen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 52′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 308 m ü. NHN
Fläche: 25,87 km2
Einwohner: 6317 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 244 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73663
Vorwahlen: 07195, 07181, 07183
Kfz-Kennzeichen: WN, BK
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 089
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Beethovenstraße 14–20
73663 Berglen
Webpräsenz: www.berglen.de
Bürgermeister: Maximilian Friedrich
Lage der Gemeinde Berglen im Rems-Murr-Kreis
Allmersbach im TalAllmersbach im TalAlthütteAuenwaldBacknangBacknangBurgstettenFellbachGroßerlachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKirchberg an der MurrLeutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)MurrhardtOppenweilerPlüderhausenPlüderhausenPlüderhausenRudersbergSchorndorfSchwaikheimSpiegelbergSulzbach an der MurrWaiblingenWaiblingenWaiblingenWeissach im TalWelzheimWinnendenWinterbach (Remstal)Aspach (bei Backnang)BerglenBerglenWeinstadtKernen im RemstalUrbach (Baden-Württemberg)AlfdorfAlfdorfKorb (Württemberg)RemshaldenKarte
Über dieses Bild

Berglen ist eine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich in Oppelsbohm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großgemeinde Berglen liegt etwa 25 Kilometer östlich von Stuttgart in 300 bis 450 Meter Höhe in der Keuperhügellandschaft Berglen, einem westlichen Ausläufer des Welzheimer Waldes zwischen Schorndorf, Winnenden und Backnang. Die meisten Ortsteile liegen im Tal des Buchenbachs oder auf den Talhängen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Gemeinde Berglen

Die Gemeinde Berglen mit den Ortsteilen Bretzenacker, Hößlinswart, Ödernhardt, Öschelbronn, Oppelsbohm, Reichenbach bei Winnenden, Rettersburg, Steinach, Vorderweißbuch besteht aus folgenden Dörfern, Weilern und Wohnplätzen: Zu Bretzenacker gehören das Dorf Bretzenacker und der Wohnplatz Volkhardsmühle. Zu Hößlinswart gehört das Dorf Hößlinswart. Zu Ödernhardt gehören das Dorf Ödernhardt und der Weiler Erlenhof. Zu Öschelbronn gehören das Dorf Öschelbronn und der Weiler Stöckenhof. Zu Oppelsbohm gehören das Dorf Oppelsbohm (Sitz der Gemeindeverwaltung) und der Weiler Oberweiler. Zu Reichenbach bei Winnenden gehören das Dorf Reichenbach und die Weiler Lehnenberg und Spechtshof. Zu Rettersburg gehören das Dorf Rettersburg und die Weiler Drexelhof, Kieselhof und Linsenhof. Zu Steinach gehören das Dorf Steinach und der Weiler Kottweil. Zu Vorderweißbuch gehören das Dorf Vorderweißbuch und die Weiler Birkenweißbuch und Streich.[2]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Berglen wurde am 1. April 1972 durch den Zusammenschluss der zuvor politisch selbstständigen Gemeinden Bretzenacker, Ödernhardt, Öschelbronn (mit Stöckenhof, das bis zum 31. Dezember 1971 größtenteils zur Nachbargemeinde Bürg gehörte, die ihrerseits seit dem 1. Dezember 1971 ein Teil der Stadt Winnenden ist), Oppelsbohm, Reichenbach bei Winnenden, Rettersburg, Steinach und Vorderweißbuch unter dem Namen Buchenberg gegründet. Bereits am 27. Dezember 1972 wurde der Name in Berglen geändert. Hößlinswart wurde am 1. Januar 1975 nach Berglen eingemeindet.[4]

Bretzenacker
Bretzenacker
Ödernhardt
Ödernhardt
Oeschelbronn
Öschelbronn
Oppelsbohm
Oppelsbohm
Reichenbach
Reichenbach
Rettersburg
Rettersburg
Wappen Steinach
Steinach
Vorderweissbuch
Vorderweißbuch
Wappen Hosslinswarth.png
Hößlinswart

Öschelbronn, Rettersburg, Oppelsbohm, Bretzenacker und Steinach wurden erstmals 1293 in einer Urkunde des Klosters Lorch erwähnt. Diese Orte kamen 1325 mit der Herrschaft Winnenden an Württemberg. Die übrigen Ortschaften, zum Klosteramt Adelberg gehörend, fielen während der Reformation um 1534 ebenfalls an Württemberg.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Reformation ist das Gebiet des heutigen Berglen überwiegend evangelisch-lutherisch geprägt. In Oppelsbohm und Hößlinswart gibt es evangelische Kirchen, für einige Teilorte ist auch die Gemeinde in Buoch zuständig. Die wenigen Katholiken werden von Winnenden aus geistlich betreut. Neben den beiden großen Amtskirchen gibt es aber auch eine Evangelische Freikirche im Bund Evangelischer Täufergemeinden und in Steinach eine neuapostolische Kirche.

Hößlinswart Gemeinde Berglen Rems-Murr-Kreis Evangelische Kirche

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Schnabel, von 1964 bis 1972 Bürgermeister der früheren Gemeinden Vorderweißbuch und Oppelsbohm. Von 1972 bis 1996 war er Bürgermeister in Berglen.
  • Wolfgang Schille, Bürgermeister von 1996 bis 2012.
  • Maximilian Friedrich ist Bürgermeister seit 13. September 2012.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,84 %
26,20 %
16,96 %
BWV
FBB
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+6,49 %p
-3,70 %p
-2,79 %p
BWV
FBB
BWV Bürgerliche Wählervereinigung Berglen 56,84 12 50,35 12
FBB Freie Bürger Berglen 26,20 5 29,90 5
SPD-OL Sozialdemokratische Partei Deutschlands-Offene Liste Berglen 16,96 3 19,75 3
gesamt 100,0 20 100,0 20
Wahlbeteiligung 57,14 % 58,93 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold auf grünem Dreiberg ein grüner Kirschbaum mit neun Blättern. Dabei steht symbolisch jeweils ein Blatt für eine Teilgemeinde der Gesamtgemeinde Berglen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berglen unterhält seit dem 3. Oktober 1993 partnerschaftliche Beziehungen zu Krögis, heute Ortsteil von Käbschütztal in Sachsen. Seit August 2016 besteht außerdem eine Gemeindepartnerschaft mit Gaschurn in Österreich.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berglen besitzt mit der Nachbarschaftsschule In den Berglen eine Grundschule mit zwei Außenklassen in Steinach. Weiterführende Schulen können in den Nachbarstädten besucht werden. Für die jüngsten Bewohner der Gemeinde gibt es neben fünf gemeindlichen Kindergärten auch einen privat betriebenen Waldkindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Oppelsbohm gibt es ein Heimatmuseum.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ortsteil Erlenhof findet jährlich das Richtfest statt, veranstaltet vom 1992 gegründeten Heimatverein Berglesbond.
  • Straßenfest durch örtliche Vereine im Ortsteil Hößlinswart
  • Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem 3. Advent im Ortsteil Birkenweißbuch
  • Das Lindenfest findet jährlich meist im ersten Ferienwochenende im Ortsteil Birkenweißbuch statt, veranstaltet durch den Musikverein Weißbuch.
  • Das Eselrennen auf dem Hößlinswarter Sportplatz wird jährlich am Pfingstsonntag vom KTSV Hößlinswart ausgerichtet.
  • Der Bergles-Hock in Oppelsbohm ist ein gemeinsames Dorffest der Vereine, Organisationen und Firmen, das alle zwei Jahre stattfindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Hofmann (1920–2014), der frühere Rektor der Nachbarschaftsschule In den Berglen ist der Autor der Ortschronik sowie mehrerer heimatgeschichtlicher Bücher.
  • Gerhard Schnabel (* 1936) war Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinden Vorderweißbuch und Oppelsbohm, Amtsverweser der neu gegründeten Gemeinde Buchenberg und Bürgermeister der Gemeinde Buchenberg bzw. Berglen.
  • Klara Hofmann (* 1930) hat sich in vorbildlicher Weise in den letzten sechs Jahrzehnten für die Berglener Bevölkerung uneigennützig eingesetzt und durch ihr soziales, kulturelles und wirtschaftliches Engagement große Verdienste für die Gemeinde Berglen geleistet.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die in der Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Mörike (1897–1978), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, war lutherischer Pfarrer in Oppelsbohm
Winkelhock 1985 Nürburgring
  • Manfred Winkelhock (1951–1985), Rennfahrer, lebte bis zu seinem Tod in der Gemeinde
  • Denis Scheck (* 1964), deutscher Literaturkritiker, Übersetzer und Journalist, wuchs in Bretzenacker auf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berglen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 518–520.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Berglen.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 459 und 464.