Bergrutsch in der Icy Bay

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Koordinaten: 60° 10′ 4″ N, 141° 10′ 47″ W Der Bergrutsch in der Icy Bay im Oktober 2015 war einer der gewaltigsten Bergrutsche der US-amerikanischen Geschichte. Die ersten Anzeichen eines Erdrutsches fanden Geologen nach seismischen Aktivitäten. Aus ihren Aufzeichnungen ließ sich ein Bergrutsch errechnen, der 60 Sekunden dauerte und etwa 200 Millionen Tonnen Gestein in Bewegung setzte. Chris Larsen bestätigte im Frühling 2016 darauf hin den Bergrutsch in der Nähe des Tyndall-Gletschers im Taan-Fjord, einem Seitenarm der Icy Bay. Die Tsunamiwelle, die den gegenüberliegenden Hang erreichte, war 150 m hoch. Auslöser des Ereignisses waren vermutlich hohe Temperaturen und lang anhaltende Regenfälle. Menschen kamen beim Bergrutsch nicht zu Schaden, da die Gegend nur sehr gering besiedelt ist.[1]

Zum Vergleich: Beim Bergrutsch 1958 am Lituya Bay stürzte weniger Gesteinsvolumen jedoch aus größerer Höhe ins Meer und wurde ein mehrfach höheres Hinaufschwappen der Welle auf einen Berghang nachgewiesen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Dönges: Alaska: Bergrutsch löst Riesentsunami aus. Im vergangenen Oktober kam es zu einem Erdrutsch für die Geschichtsbücher: Rund 200 Millionen Tonnen Gestein rutschten ins Wasser eines Fjords - wohl mehr als je zuvor verzeichnet. In: Spektrum der Wissenschaft. 12. April 2016, abgerufen am 13. April 2016.