Bergwachtel

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Bergwachtel
Bergwachtel (Oreortyx pictus), Männchen

Bergwachtel (Oreortyx pictus), Männchen

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Zahnwachteln (Odontophoridae)
Gattung: Oreortyx
Art: Bergwachtel
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Oreortyx
Baird, 1858
Wissenschaftlicher Name der Art
Oreortyx pictus
(Douglas, 1829)
Bergwachtel im Vogelpark Walsrode
Ei der Bergwachtel

Die Bergwachtel (Oreortyx pictus) ist eine Vogelart aus der Familie der Zahnwachteln. Sie ist die einzige Art der Gattung Oreortyx.

Merkmale[Bearbeiten]

Der Vogel hat eine durchschnittliche Gesamtlänge von 26 bis 29 cm und eine Spannweite von 35 bis 40 cm. Ihr Gewicht beträgt 230 bis 292 g.[1] Bergwachteln haben relativ kurze, abgerundete Flügel. Sie haben ein braunes Gesicht, eine graue, bläuliche Brust.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Bergwachtel umfasst die nordamerikanische Westküste in den Vereinigten Staaten und Mexiko vom Bundesstaat Washington bis Niederkalifornien. In den USA kommt sie in den Bundesstaaten Washington, Oregon, Kalifornien und Nevada vor, in Mexiko nur in Baja California. Knochenfunde in Höhlen belegen auch ein Vorkommen in New Mexico nach dem Ende der letzten Eiszeit. Die Bergwachtel bewohnt Mischwälder, Chaparrals und Wiesen in gebirgigen Gegenden.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Das Weibchen legt in der Regel 9 bis 10 Eier in einer einfachen Mulde in der Vegetation verborgen, oft auf der Basis von einem Baum oder Strauch. Die Brutzeit dauert 21 bis 25 Tage, in der Regel vom Weibchen und nur selten vom Männchen bebrütet. Die Küken sind Nestflüchter, das Nest verlassen sie mit ihren Eltern innerhalb weniger Stunden nach dem Schlüpfen.

Stammesgeschichte[Bearbeiten]

Die Gattung Oreortyx hat sich innerhalb der Familie der Zahnwachteln schon vor mindestens 6 Millionen Jahren herausgebildet und ist damit früher entstanden als die Gattung Colinus.[2] Subfossile Funde aus den Guadalupe Mountains in und der Shelter Cave in New Mexico mit einem Alter von rund 10.000 Jahren belegen die Verbreitung der Art in dieser Gegend nach dem Ende der letzten Eiszeit.[3]

Unterarten[Bearbeiten]

Es wurden fünf Unterarten beschrieben:[1]

  • Oreortyx pictus confinis (Anthony, 1889) – In den Bergen im nördlichen Niederkalifornien beheimatet.
  • Oreortyx pictus eremophilus (Van Rossem, 1937) – Das Verbreitungsgebiet reicht von der Sierra Nevada in Südkalifornien bis in den Norden der Halbinsel Niederkalifornien und bis in den äußersten Südwesten Nevadas.
  • Oreortyx pictus pictus (Douglas, 1829) – Die Nominatform ist von der Cascade Range im Bundesstaat Washington bis zu den Bergen an der Küste Mittelkaliforniens verbreitet.
  • Oreortyx pictus plumifer (Gould, 1837) – Vom Süden des Bundesstaats Washington reicht ihr Lebensraum bis in den Westen Nevadas und nach Mittelkalifornien
  • Oreortyx pictus russelli (A. H. Miller, 1946) – Diese Unterart lebt in den Little San Bernardino Mountains in Südkalifornien.

Bedrohung und Schutz[Bearbeiten]

Die Bergwachtel wird aktuell von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes und der stabilen Populationen als nicht gefährdet („least concern“) eingeordnet.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bergwachtel (Oreortyx pictus) bei Zootierliste (deutsch)
  2. Robert M. Zink & Rachelle C. Blackwell: Molecular systematics of the Scaled Quail complex (genus Callipepla). Auk, 115, 2, S. 394–403, 1998[1] doi:10.2307/4089198
  3. H. Howard & A. H. Miller: Bird remains from cave deposits in New Mexico Condor, 35, S. 15–18, 1933[2] doi:10.2307/1363460
  4. Oreortyx pictus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013. Eingestellt von: Butchart, S. & Symes, A. (BirdLife International), 2012. Abgerufen am 11. Oktober 2013

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oreortyx pictus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Oreortyx pictus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013. Eingestellt von: Butchart, S. & Symes, A. (BirdLife International), 2012. Abgerufen am 11. Oktober 2013