Bericht über die Restitution afrikanischer Kulturgüter

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Der Bericht über die Restitution afrikanischer Kulturgüter (französisch: Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain) an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist ein Bericht des senegalesischen Schriftstellers und Wirtschaftswissenschaftlers Felwine Sarr sowie der französischen Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy über den Kontext und die Modalitäten der Restitution von afrikanischem Kulturerbe aus den Museen und Sammlungen in Frankreich. Dieser Bericht wurde im französischen Original im November 2018 sowie sechs Monate später in gekürzter und überarbeiteter Fassung auf Deutsch veröffentlicht und löste seither zahlreiche Stellungnahmen in der entsprechenden internationalen Diskussion aus.

Nach einer „Grundsatzrede“ Macrons[1] im November 2017 zur Politik Frankreichs in Bezug auf Subsahara-Afrika an der Universität von Ouagadougou, Burkina Faso, beauftragte der französische Präsident die beiden Wissenschaftler, die Voraussetzungen, den Sachstand sowie einen Plan für die anschließenden Schritte für eine solche Restitution auszuarbeiten. Seine Motivation zu einer grundlegenden Neuorientierung der Afrikapolitik Frankreichs drückte er in folgenden Worten aus:

„Ich gehöre einer Generation von Franzosen an, für die die Verbrechen der europäischen Kolonialisierung unbestreitbar und Teil unserer Geschichte sind.“

Emmanuel Macron[2]

Zum ersten Mal anerkennen damit ein französischer Präsident und seine Regierung ein moralisches Recht auf Restitution von Kulturgütern, die bisher aufgrund entsprechender Gesetze als unveräußerbares Eigentum des französischen Staates gelten.[3] Einerseits kündigt Macron bzw. der Bericht damit entsprechende Maßnahmen für die Sammlungen in Frankreich an, und andererseits erwachsen daraus konkrete Erwartungen afrikanischer Länder auf die Restitution ihres Kulturerbes.

Die Autoren und ihr Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der senegalesische Schriftsteller, Musiker und Wirtschaftswissenschaftler Felwine Sarr wurde international vor allem durch sein Manifest Afrotopia[4] bekannt. Darin widmet er sich mittels postkolonialer Theorien der Dekolonisation Afrikas und spricht sich für eine Wiederaneignung von afrikanischen Zukunftsmetaphern aus.[5] Bei der Entwicklung afrikanischer Demokratien dürfe es nicht darum gehen, die Geschichte des Westens zu reproduzieren, vielmehr müsse sich Afrika über eine Synthese von traditionellen und zeitgenössischen Organisationsformen neu erfinden. Zusammen mit dem kamerunischen Politikwissenschaftler Achille Mbembe gründete Sarr im Oktober 2016 die Ateliers de la Pensée, eine Vereinigung von rund dreißig Wissenschaftlern und Künstlern mit dem Ziel, einen Raum für intellektuelle Debatten in Afrika zu schaffen.[6]

Die französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy lehrt Kunstgeschichte an der TU Berlin und ist gleichzeitig Professorin am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Savoy gilt international als Expertin für die widerrechtlich Aneignung von Kulturgütern bzw. des Kunstraubs, insbesondere aus ehemaligen Kolonien in europäischen Museen. Bis zu ihrem Austritt im Jahr 2017 war sie auch Mitglied des Beirats des Humboldt-Forums.[7]

Da sie seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbeitet, gilt sie auch als Expertin für die Situation der Restitution afrikanischen Kulturguts in Deutschland und beteiligt sich aktiv an der Forschung sowie öffentlichen Diskussionen dazu.[8][9]

„Das afrikanische Erbe darf nicht Gefangener europäischer Museen sein.“

In seinem offiziellen Auftrag, der in der französischen Fassung des Berichts[11] abgedruckt ist, hatte Macron die beiden Autoren instruiert, Gespräche und Arbeitssitzungen mit verschiedenen Interessengruppen in Afrika sowie Frankreich durchzuführen und dabei auch die vorliegende Forschung über die koloniale Geschichte afrikanischen Kulturguts einzubeziehen. Weiterhin erbat Macron konkrete Vorschläge und einen Zeitplan mit Aktionen zur Rückgabe von Kulturgütern. Durch seine explizite Vorgabe „Der Dialog und die Partizipation müssen alle Etappen dieser Arbeiten begleiten.“[12] kennzeichnete Macrons Auftrag nicht nur die erwünschte Arbeitsweise, sondern öffnete auch gleichzeitig die Tür für öffentliche Diskussionen über seine neue Kulturpolitik sowie den entstehenden Bericht. Durch die grundlegenden Forderungen nach einer Neuorientierung und die Rückgabe wichtiger Kulturgüter der französischen Initiative wurden seither zahlreiche öffentliche Diskussionen ausgelöst.

Die Inhalte des Berichts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im einleitenden Kapitel mit der Überschrift Die lange Dauer der Verluste wird die Geschichte des afrikanischen Kulturerbes im Kontext der europäischen Kolonialisation beschrieben. Zentrale Themen sind hier die Aneignung fremder Kulturgüter als Verbrechen gegen die Völker, Kriegsbeute und Legalität der Erbeutung, Museen und Wissenschaft als Nachkommen eines Zeitalters der Gewalt, kulturpolitische Aspekte und die Weigerung europäischer Sammlungen, afrikanisches Kulturgut zu restituieren, nachdem dieses Kulturerbe seit teilweise mehr als fünfzig Jahren zurückgefordert wurde. Die Mobilisierung der öffentlichen Meinung seit Anfang der 2010er Jahre wertet der Bericht schließlich als einen der wichtigsten Beweggründe für das überfällige Umdenken in Afrika und Europa. Die Autoren verstehen ihren Bericht somit nicht zuletzt als kulturpolitischen Aufruf für zeitnahe Restitutionen und ein neues Verhältnis der Verantwortlichen im Sinne einer europäischen Kulturpolitik gegenüber Afrika auf der Basis gegenseitiger Anerkennung.

Nach dieser kurzen Geschichte des kolonialen Kunstraubs aus Afrika folgen drei weitere Kapitel zu zentralen Aspekten der Aufgaben, die mit einer möglichst zeitnahen Restitution verbunden sind: Restituieren, Restituieren und Sammlungsgeschichte sowie Restitutionen begleiten. Im Anhang des Berichts werden schließlich die Methoden und Schritte beschrieben, mit denen die Autoren vorgingen, gefolgt von entsprechenden Dokumenten, Schaubildern und Zahlen zu den Beständen und der Geschichte der Sammlungen in Frankreich sowie Informationen zu den Museen in Afrika. – Aufgrund seiner umfangreichen Bestände von ca. 70.000 Objekten kommt dabei dem Musée du quai Branly in Paris eine besondere Stellung zu. Den Abschluss bilden Fotos sowie detaillierte Informationen zu 30 herausragenden Objekten in diesem Museum, die für eine künftige Restitution als vorrangig erachtet werden.

Ungeachtet der Ankündigung des französischen Präsidenten einer zeitnahen Restitution sind jedoch die juristischen Voraussetzungen keineswegs geklärt.[3] Denn in Frankreich gelten alle öffentlichen Güter, also auch die Bestände von staatlichen Sammlungen, Museen oder anderen Kulturinstitutionen, als unveräußerliches Staatsvermögen. - Anders als einige Reaktionen auf den Bericht befürchten, schlägt er auch keineswegs eine pauschale Rückgabe aller afrikanischen Kulturgüter aus Frankreich vor. Vielmehr empfiehlt er, dass über die Restitution bedeutender Stücke aufgrund der Vorschläge afrikanischer Fachleute zunächst bilaterale, diplomatische Vereinbarungen getroffen werden. Grundsätzlich plädieren die Autoren jedoch für eine permanente Restitution der unrechtmäßig erworbenen Kulturgüter. Sie lehnen damit explizit die von Macron erwähnte und von manchen Museumskuratoren vorgeschlagene temporäre Rückgabe ab.[13] Welcher Art die künftigen Restitutionen beschaffen sein werden, hängt nicht zuletzt auch von einer entsprechenden Neufassung der juristischen Grundlagen ab, wie sie der Bericht vorschlägt.

Darüber hinaus nennt der Bericht folgende wichtige Maßnahmen für eine umfassende Neuorientierung der kulturellen Beziehungen: Erst durch eine wertschätzende, internationale Zusammenarbeit, durch Zugang zu den Forschungsergebnissen, Archiven und Dokumentationen auch für Interessenten in Afrika oder in der afrikanischen Diaspora kann laut Sarr und Savoy die historische Kluft zwischen dem Wissen über die einzelnen Sammlungsbestände und der Erforschung afrikanischer Kultur auf beiden Seiten abgebaut werden. Hierzu gehören insbesondere die gemeinsame Forschung und Fortbildung durch die beteiligten Museen, der Austausch temporärer Ausstellungen – auch zwischen afrikanischen Ländern – sowie die materielle Unterstützung entsprechender Netzwerke oder Infrastrukturen für die Museen in Afrika und der dafür tätigen Fachleute. Damit das kulturelle Erbe Afrikas in seinen Museen auch jüngere Generationen erreicht, empfehlen die Autoren auch wirksame Bildungsinitiativen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Voraussetzungen für die Restitution afrikanischer Kulturgüter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Vordergrund des Berichts stehenden Kulturgüter betreffen in erster Linie zwar materielles Kulturgut, also Gegenstände in den Sammlungen außerhalb von Afrika. Da jedoch die Information über die Bestände dieser Sammlungen und ihre wissenschaftliche Erforschung den ersten Schritt für eine Zusammenarbeit zwischen Afrika und diesen Sammlungen darstellt, umfasst die Forderung nach umfassender und frei zugänglicher Information auch immaterielles Kulturerbe wie z. B. die Beschreibung der ursprünglichen Verwendungskontexte von kulturellen Gegenständen in sozialen, religiösen oder literarischen Zusammenhängen. Zu dieser umfassenden Information über die Gegenstände und der Frage, unter welchen Umständen sie von wem nach Europa verbracht wurden, gehört auch die Provenienzforschung. Diese in Bezug auf Afrika relativ neue Aufgabe der Kulturwissenschaft bezieht sowohl historische, ethnologische als auch juristische Aspekte ein.[14][15] Denn wie einige Verantwortliche für Sammlungen afrikanischer Kunst betonen, wurden Kulturgüter außer in den überwiegenden Fällen von kolonialer Raubkunst auch durch Kaufverträge, Schenkungen oder andere juristisch und moralisch unbedenkliche Weise erworben.

Sobald jedoch Vertreter afrikanischer Länder offizielle Anträge stellen und diplomatische Vereinbarungen zwischen den betroffenen afrikanischen Regierungen und Frankreich geschlossen werden können, sollen die betreffenden Kulturgüter nach Willen Macrons unverzüglich an die Nachkommen der Menschen zurückgegeben werden, die sie geschaffen haben. Damit diese Schritte nicht nur von der Information und den diplomatischen Bemühungen afrikanischer Länder abhängen, empfiehlt der Bericht, dass französische (und implizit auch andere) Fachleute eine aktive Rolle einnehmen und auf ihre Kollegen in Afrika zugehen.

Der historische, kulturpolitische und geopolitische Kontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn sich der Bericht von Sarr und Savoy sowie die begleitenden Debatten auf die Restitution von kulturellem Erbe aus Afrika beziehen, steht die Ankündigung Macrons im Rahmen seiner ersten Reise nach Afrika als französischer Präsident im weiteren Kontext der Geschichte, Gegenwart und Zukunft französischer bzw. europäischer Afrikapolitik. Angesichts der zunehmenden politischen Emanzipation einiger afrikanischen Länder von Frankreich, wie zum Beispiel Ruanda, sowie des wachsenden Einflusses von China in Afrika[16] ist der französischen Außenpolitik vor allem daran gelegen, die Anbindung afrikanischer Länder an Frankreich bzw. die frankophone Welt auch künftig beizubehalten bzw. zu entwickeln.[17][18]

Schließlich betreffen die Diskussion und vor allem die moralische Rechtfertigung der geplanten Restitutionen beispielhaft die Aufarbeitung der Geschichte des europäischen Kolonialismus in Afrika. Diese historische Aufarbeitung verläuft zwar aufgrund der spezifischen Unterschiede in Frankreich, Großbritannien, oder Belgien teilweise anders als in Deutschland. Da es sich jedoch nach Einschätzung des Berichts um kolonialen Kunstraub und das kulturelle Verhältnis europäischer Gesellschaften gegenüber Afrika handelt, stellt die Restitutionsdebatte einen zentralen Beitrag zur noch lange nicht abgeschlossenen Dekolonisierung dieser Verhältnisse dar.

„Hinter der Maske des Schönen lädt die Restitutionsfrage allerdings dazu ein, bis ins Herz eines Aneignungs- und Entfremdungssystems, des Kolonialsystems, vorzustoßen, als dessen öffentliche Archive bestimmte europäische Museen heute unwillentlich fungieren.“

Diskussionen und Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon vor der Veröffentlichung des Berichts rief Macrons Ankündigung in Frankreich sowohl zustimmende, aber auch kritische oder gar ablehnende Kommentare hervor.[19][20] So sprach sich zum Beispiel Stéphane Martin, der damalige Präsident des Musée du quai Branly, der in die Recherchen von Sarr und Savoy einbezogen war, gegen endgültige Rückgaben aus. Stattdessen sollten nach Meinung auch anderer Kuratoren künftig verstärkt temporäre Ausstellungen afrikanischen Kulturerbes an wechselnden Orten in Zusammenarbeit der europäischen und afrikanischen Museen stattfinden.

Am 17. Dezember 2020 trat ein neues Gesetz in Kraft, das die dauerhafte Rückgabe von einigen Kulturgütern aus französischen Sammlungen an die Republik Benin ermöglicht.[21] Bereits im November 2019 hatte der damalige französische Ministerpräsident Édouard Philippe dem Musée des Civilisations Noires in Dakar einen historischen Säbel überreicht, der dem Widerstandskämpfer Hadj Omar Saïdou Tall gehört haben soll, der in den 1850er Jahren gegen französische Kolonialisten kämpfte.[22] Dieser symbolische Gegenstand sowie die 26 afrikanischen Skulpturen, die 1892 bei der Einnahme des Palasts von Abomey von französischen Truppen geplündert und vom französischen Oberst Alfred Dodds einem Vorgänger des Musée du quai Branly gestiftet wurden, stellen die ersten dauerhaften Restitutionen Gesetz dar.[23]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland befinden sich ungeachtet seiner relativ kurzen und auf wenige Länder Afrikas beschränkten Kolonialgeschichte eine sehr große Zahl afrikanischer Kulturgüter in staatlichen, kommunalen oder privaten Sammlungen. Spätestens seit 2015 führte die Ankündigung, die Bestände des Ethnologischen Museums in Berlin in das künftige Humboldt Forum zu übernehmen, zu Diskussionen in der Öffentlichkeit und Wissenschaft über die Neubewertung der Kolonialgeschichte sowie der kolonialen Sammlungen.[24] Mit Verweis auf die demografischen Entwicklungen in Europa zu multiethnischen Gesellschaften fordern weiterhin Befürworter der gesellschaftlichen Teilhabe von Migranten eine Neubewertung ethnologischer Wissenschaft und Praxis im Sinne einer Dekolonisierung der Sichtweise auf außereuropäische Gesellschaften.[25]

Als Reaktion auf den Bericht von Sarr und Savoy sprach sich der Kunsthistoriker und ehemalige Gründungsintendant des Humboldt Forums Horst Bredekamp gegen ihre Bewertung des kolonialen Charakters der Sammlungen in Deutschland aus. Er bewertete die deutsche Tradition der Ethnologie vielmehr als im „aufklärerischen Geist entstanden, der koloniale Bestrebungen ablehnte.“[26]

Auch schon vor seiner Eröffnung steht das Humboldt Forum in der Kritik. Unter anderem wurde der Vorwurf erhoben, sich durch den Verweis auf gründliche Provenienzforschung der Forderung nach dauerhaften Restitutionen entziehen zu wollen. Als Beispiel für diese Kritik kann die folgende Einschätzung des Kulturkritikers Hanno Rauterberg in der Wochenzeitschrift DIE ZEIT dienen:[27]

„Wer nämlich anfängt, gründlich nach der Herkunft der Objekte und ihrer Erwerbsgeschichte zu fragen, der merkt rasch, dass die Macher des Humboldt Forums einem Selbstbetrug aufsitzen. Sie wollen das Schloss als einen Ort der Toleranz und Umsicht preisen, hier zeige man ‚Respekt vor anderen Kulturen‘ (Hermann Parzinger) – und doch gründen sich die Sammlungen nicht allein auf Weltneugier und Entdeckergeist. Sie verdanken sich auch großer Gewalt und Herrschsucht.“

Ebenfalls in der ZEIT fasste der Kulturkritiker Thomas E. Schmidt den praktischen und politischen Verlauf der Diskussion über Restitution wie folgt zusammen:

„Es wird nicht alles zurückkehren – und ‚alles‘ wäre auch nicht Dekolonisation, weil es eine Art Ende des geistigen Austausches zwischen Europa und Afrika signalisierte, eine letzte kolonialistische Geste des Westens, eine monströse Entschuldungsfantasie.“[28]

Zusätzliche Impulse verliehen der Diskussion über Restitutionen z. B. die Anträge von Ländern wie Namibia auf Restitution von Objekten. So wurden nach jahrelangen diplomatischen Vorstößen Anfang 2019 eine Bibel und eine Peitsche aus dem Besitz des namibischen Nationalhelden Hendrik Witbooi aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika durch das Land Baden-Württemberg restituiert.[29] Im Mai 2019 wurde entschieden, dass Namibia eine 1893 nach Berlin verbrachte, historisch bedeutende Steinsäule zurückerhält.[30] Aus mehreren Sammlungen wurden weiterhin menschliche Überreste mit kulturellem Wert an die Herkunftsgesellschaften zurückgegeben.[31]

Von 2016 bis 2018 ließ das Linden-Museum Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen den museologischen und wissenschaftlichen Umgang mit kolonialzeitlichen Objekten in ethnologischen Museen erforschen. Der im November 2018 vorgelegte Abschlussbericht konzentrierte sich vor allem auf die Umstände der Erwerbungen durch die damalige Museumsleitung, Kolonialbeamte und andere Mäzene und kam zu ähnlichen Empfehlungen wie der Bericht von Sarr und Savoy.[32]

Einen besonderen Fall von naturkundlichen Kulturgütern[33] stellen die Fossilien von Dinosauriern im Museum für Naturkunde Berlin dar, die vor dem Ersten Weltkrieg im Zuge groß angelegter Grabungen im damaligen Deutsch-Ostafrika geborgen wurden.[34] Auch wenn nicht bestritten wird, dass auch diese Fossilien und ihre Geschichte zum gemeinsamen kulturellen Erbe Deutschlands und des heutigen Tansanias gehören, fordert die tansanische Regierung keine Rückgabe der Fossilien, sondern lediglich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bei ihrer weiteren Erforschung und Vermittlung des Wissens, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Tansania.

Anfang 2019 legten die Abteilung für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, die Kulturministerinnen und Kulturminister der Länder und der kommunalen Spitzenverbände eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten vor.[35] Die Sammlungen in Deutschland setzten hiermit neue Grundlagen für die Aufarbeitung, Zusammenarbeit und Rückführungen:

„Damit haben wir einen klaren Rahmen, um weitere konkrete Schritte und Maßnahmen zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in folgenden sechs Handlungsfelder zu planen: Transparenz und Dokumentation; Provenienzforschung; Präsentation und Vermittlung; Rückführungen; Kulturaustausch und internationale Kooperation und Beitrag von Wissenschaft und Forschung.“

Staatsministerin Müntefering, Auswärtiges Amt [36]

Anlässlich der Jahreskonferenz 2019 der Direktorinnen und Direktoren der Ethnologischen Museen im deutschspra­chigen Raum wurde weiterhin die sogenannte „Heidelberger Stellungnahme“ als Verpflichtung für künftige Neuorientierung dieser Museen veröffentlicht.[37] Im Januar 2019 wurde im „Deutschen Zentrum Kulturgutverluste“ ein neuer Fachbereich „Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ für den Wissenstransfer und Vernetzung von Sammlungen geschaffen.[38]

Im Juli 2019 veröffentlichte der Deutsche Museumsbund die zweite Fassung eines „Leitfadens zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“.[39] Unter explizit internationaler Perspektive und aufgrund eines Workshops mit Experten aus mehreren Kontinenten bietet dieser Leitfaden auf ca. 200 Seiten „den Deutschen Museen und Sammlungen eine praktische Arbeitshilfe für den Umgang mit Objekten aus kolonialen Kontexten und die Zusammenarbeit mit Herkunftsgesellschaften – seien es Wissensaustausch, gemeinsame Projekte oder Rückgaben.“ Wie schon in der ersten Fassung sind Übersetzungen in englisch und französisch angekündigt, um den internationalen Austausch dieser Informationen zu ermöglichen.

Am 3. April 2019 fand zu diesem Themenkomplex eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Kultur und Medien des Bundestags unter Einbezug von Expertinnen und Experten, darunter Bénédicte Savoy, statt. Die dabei vorgebrachten Argumente und Stellungnahmen der Abgeordneten wurden als Aufzeichnung im Internet veröffentlicht.[40]

Der Autor eines im September 2019 für das Goethe-Institut verfassten Artikels ist der Meinung, Deutschland habe es versäumt, die während der Kolonialzeit aus Afrika nach Deutschland gebrachten Kulturgüter kritisch zu hinterfragen, und der Hamburger Historiker Jürgen Zimmerer vertritt die Einschätzung, die laufenden Bemühungen zur Provenienzforschung. seien eine „Strategie, die notwendigen politischen Beschlüsse auf die lange Bank zu schieben“.[41]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich ist von der Problematik insbesondere das Weltmuseum Wien (ehemals Museum für Völkerkunde) betroffen, das mit etwa 44.000 ethnografischen Objekten aus Afrika zu den diesbezüglich weltweit bedeutenden Museen gehört.[42] Am Weltmuseum wurde die Initiative und der Bericht begrüßt.[43] Der Problematik ist man sich dort schon länger bewusst;[42][44] so wurde die Rückkehr der Federkrone Moctezumas nach Mexiko seit den 1990er Jahren ausführlich mit dem Ursprungsland diskutiert.

Anders als andere Länder hat Österreich keinerlei direkte koloniale Vergangenheit; die Bestände beruhen hauptsächlich aus den von wissenschaftlich interessierten Habsburgern aufgebauten Sammlungen, die aus Erwerbungen bei Expeditionen und Reisen und in Europa angekauftem Material bestehen. Deren Vorgeschichte könnte aber durchaus illegitim sein. Die Museumsleitung betonte dazu, „dass große Lücken in der Provenienzforschung bestehen.“[43] Immerhin werden die Exponate im seit 2018 neu gestalteten Weltmuseum nun nicht mehr im Sinne exotischer Objekte, sondern im Kontext der Dokumentation und Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte präsentiert.[42]

Das in Österreich gegenüber einer endgültigen Rückgabe favorisierte Modell nennt sich Shared Heritage. Dies bedeutet eine geteilte Eigentümerschaft anstatt Rückerstattung oder Leihgaben an die Herkunftsländer, mittels derer Ressourcen und Interessen beider Seiten (Verfügung über das eigene Kulturerbe; sichere Aufbewahrung, Konservierung und Forschung; öffentlichkeitswirksame Präsenz im jeweils anderen Land) gebündelt werden könnten. Dafür besteht seit 2002 eine am Weltmuseum initiierte internationale Dialoggruppe.[42] Obwohl im Nachgang zum Bericht von Sarr/Savoy Anfang 2020 im Parlament eine "Lex Kolonialkunst" diskutiert wurde, hat sich die Situation der Provenienzforschung oder in Bezug auf Restitutionen nicht geändert.[45]

Belgien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Belgien beherbergt das Königliche Museum für Zentral-Afrika, kurz Afrikamuseum genannt, die größten Sammlungen mit mehr als 180.000 kulturgeschichtlichen sowie naturkundlichen Objekten, vor allem aus der ehemals belgischen Kolonie der heutigen Demokratischen Republik Kongo.[46]

Im Zuge der ersten grundlegenden Erneuerung in der über 100-jährigen Geschichte dieses Museums wurden eine Dekolonisierung der Sammlungen und Forderungen nach Restitutionen aus den ehemaligen belgischen Kolonien Kongo, Ruanda und Burundi aufgegriffen. Hieran nahm auch die große Gruppe von afrikanischen Migranten Anteil. Auch der Einfluss der Diskussion in Frankreich führte zu Ankündigungen, die entsprechenden Gesetze zu ändern und zur intensiveren Zusammenarbeit mit Vertretern dieser Länder. Die öffentlich zugänglichen Sammlungen des Afrika Museums wurden darüber hinaus durch Elemente des heutigen Lebens im Kongo ergänzt. Bereits 2010 wurden die kolonialen Filmarchive zu diesen drei Ländern digitalisiert und den Behörden in den Herkunftsländern zur Verfügung gestellt.[47]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch die Museen in Großbritannien hatten seit der Unabhängigkeit ehemaliger Kolonien nicht nur aus Afrika Anträge auf Restitutionen erhalten. Im Zuge der intensivierten internationalen Diskussion ist auch hier eine neue Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit afrikanischen Fachleuten zu beobachten. Dies führte z. B. dazu, dass das Pitt Rivers Museum in Oxford Fachleute aus Afrika einlud, um den britischen Wissenschaftlern ihre Sicht der Kulturgüter aus ihren Ländern zu vermitteln. Andererseits sprachen sich die Direktion des British Museums sowie der amtierende Minister für Kultur grundsätzlich gegen eine permanente Restitution aus.[48]

Digitalisierung und Open Access[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Stellungnahme zur Forderung des Berichts, alle Informationen über die Sammlungen afrikanischer Kulturgüter in Frankreich zu digitalisieren und durch freien Zugang weltweit verfügbar zu machen, weisen die Autorinnen sowie mehr als 100 internationale Fachleute auf die besonderen Aspekte einer solchen digitalen Darstellung hin.[49] Insbesondere fordern sie, dass afrikanische Herkunftsgesellschaften bzw. Staaten über diese digitalen Daten bestimmen und die Urheberrechte bekommen, da für die Zukunft digitale Kulturgüter bzw. Daten darüber ihrer Meinung nach genauso bedeutend sind wie eine Restitution von materiellen Kulturgütern.

Die Situation kunsthistorischer Sammlungen in Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem afrikanische Staaten wie Nigeria, Benin oder Namibia seit mehreren Jahrzehnten Anträge auf Restitution an Frankreich, Großbritannien oder auch Deutschland gestellt hatten, sind aus Afrika vor allem positive Stellungnahmen und hohe Erwartungen zu beobachten.[50][51] Erneute Anträge auf Restitution, zum Beispiel aus Mali und Nigeria, wurden bereits von binationalen Kommissionen vorbereitet. Konkrete Ergebnisse stehen jedoch auch nach mehreren Monaten der Ankündigung einer raschen Rückführung durch Macron, z. B. von 26 Stücken aus den Königspalästen in Abomey im Süden des Staats Benin, noch aus. Da das bestehende Museum für die angekündigte Restitution von Kunstwerken jedoch modernen Erfordernissen für ein Museum nicht genügt, hat Frankreich im Juli 2019 einen Kredit für die Baukosten eines solchen Museums zugesagt.[52]

Vom 5. bis zum 7. Juli 2019 fand in Benin City, Nigeria, ein erneutes Treffen der "Benin Dialogue Group" statt, an dem Museen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden mit nigerianischen Partnern und Vertretern des Königshofs von Benin zusammenarbeiten. Neben regelmäßigem fachlichen Austausch ist die Errichtung eines künftigen Museums für die berühmten Reliefs und Skulpturen aus dem von der britischen Armee 1897 zerstörten Königspalast im damaligen Benin geplant.[53]

Andererseits reagierten einige afrikanische Kuratoren auch kritisch auf die europäischen Initiativen in Bezug auf Rückgaben. So äußerte eine Kuratorin des Nationalmuseums in Daressalaam, dass zunächst die afrikanischen Fachleute befragt werden müssen. Denn schon angesichts der großen Zahl von Kulturgütern und der mangelhaften Ausstattung von einheimischen Museen seien Restitutionen nicht immer prioritär.[54] Andere afrikanische Kulturwissenschaftler wiesen auf den ethnozentrischen Charakter der Institution von Museen hin, was erkläre, warum diese in Afrika meist wenig Interesse bei einheimischen Besuchern erwecken. Ein weiteres Argument betrifft die Sichtweise von Kulturerbe in modernen, globalisierten Gesellschaften auch in Afrika. Denn schließlich stammten die Objekte aus den Museen ja aus historischen Kulturen mit spirituellen Funktionen, die heute nicht mehr existieren.

„Es ist Zeit, unsere gestohlene Identität zu reparieren. (…) Doch die Masken und Fetische, die jetzt in europäischen Museen lagern – es würde nichts nützen, diese zurückzugeben, weil diese Stücke für die Afrikaner keinen Wert mehr haben. Sie sind leer, tot, entseelt – sie haben ihre ursprüngliche Bedeutung verloren, weil sie aus ihrem Kontext gerissen und damit zu sinnentleerten Objekten werden. Denn es waren keine Kunstobjekte, sondern religiös-rituell-magische Objekte. Nur deshalb waren sie damals so wichtig für die afrikanischen Gesellschaften.“

Charles Kayuka, Tansania[55]

Derartige Unterschiede im Selbstverständnis und einer nationalen Kulturpolitik in den einzelnen Staaten und Gesellschaften Afrikas hatten Sarr und Savoy jedoch in ihrem Bericht, der sich vor allem auf die frankophonen Länder Westafrikas bezog, durchaus vorausgesehen:

„Den afrikanischen Teilnehmern (an Bemühungen über Restitution) wollen wir raten, die Diskussion in ihren Ländern zu steuern. Beim Museum der schwarzen Zivilisation in Dakar gibt es dafür bereits eine Bühne. Die Infrastrukturen sind in den Ländern zwar verschieden, aber die Museen als Institutionen ähneln sich.“

Felwine Sarr[8]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Französische Botschaft in Deutschland: Staatspräsident Macron in Ouagadougou: Aufbau in Afrika ist ein Projekt zwischen zwei Kontinenten. 27. April 2018, abgerufen am 15. Mai 2019.
  2. Ouagadougou, November 2017
  3. a b Als Kommentar siehe: Laurent Carpentier: French museums face a cultural change over restitution of colonial objects. 3. November 2014, abgerufen am 13. Mai 2019 (englisch).
  4. Felwine Sarr: Afrotopia. Matthes & Seitz Verlag, Berlin, 2019, abgerufen am 27. Mai 2019.
  5. Afrotopia – présentation. Philippe Rey, 10. März 2016, abgerufen am 28. Mai 2019 (französisch).
  6. Les Ateliers de la Pensée | Afrique | Sénégal. Abgerufen am 28. Mai 2019 (englisch).
  7. Christiane Peitz: Kunsthistorikerin Savoy: „Da herrscht totale Sklerose“. Der Tagesspiegel, 21. Juli 2017, abgerufen am 31. Mai 2019.
  8. a b Interview mit Bénédicte Savoy und Felwine Sarr: „Europa ist auf einem Auge blind“. Der Tagesspiegel, 18. Januar 2019, abgerufen am 29. Mai 2019.
  9. Nicola Kuhn: Die Spur der Lieferanten. Der Tagesspiegel, 12. Januar 2019, abgerufen am 29. Mai 2019.
  10. Paris, November 2017. Zitiert nach Sarr und Savoy 2018, S. 13
  11. Felwine Sarr und Bénédicte Savoy: Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain. Vers une nouvelle éthique relationnelle. Paris 2018 S. 103–106
  12. Im Original: „Le dialogue et la participation devront accompagner toutes les étappes de ces travaux.“ Sarr und Savoy, 2018, S.104
  13. In Bezug auf die Unveräußerlichkeit der Sammlungen in Frankreich, vergleiche Sarr und Savoy, S. 63: „(…) haben wir uns entschlossen, im Rahmen unseres Auftrags dem Ausdruck »zeitweise Restitutionen«, wie er im Text des Auftrags auftaucht, folgenden Sinn zu geben: Übergangslösung für die Zeit, bis juristische Formen gefunden sind, um die endgültige und bedingungslose Rückgabe von Objekten aus dem Kulturerbe an den afrikanischen Kontinent durchzuführen.“
  14. Seit einigen Jahren existieren hierzu in Deutschland eigene Forschungseinheiten wie z. B. die Lehrstühle für Provenienzforschung an den Universitäten Hamburg, Bonn oder München. Vgl. hierzu Universität Bonn, Philosophische Fakultät: Bundesweit erste Stiftungslehrstühle für Provenienzforschung. 16. Dezember 2015, abgerufen am 29. Mai 2019.
  15. Heike Hartmann, Sarah Fründt, Iris Edenheiser, Larissa Förster: Provenienzforschung zu ethnografischen Sammlungen der Kolonialzeit. Positionen in der aktuellen Debatte. Humboldt-Universität zu Berlin, 2018, ISBN 978-3-86004-332-5 (hu-berlin.de [abgerufen am 27. Mai 2019]).
  16. So wurde zum Beispiel das Ende 2018 eingeweihte Museum der schwarzen Zivilisationen in Dakar auf Kosten der Regierung in Peking und durch Firmen aus China erbaut.
  17. „Die Frankophonie ist ein lebendes Gebilde, das über unsere Grenzen hinausgeht und dessen Herz an einem Ort nicht weit von hier schlägt. Und ich möchte, dass Sie sich bewusst machen, (…) dass die Sprache, in der ich groß geworden bin, (…) auch Ihre Sprache ist.“ Französische Botschaft in Deutschland: Staatspräsident Macron in Ouagadougou: Aufbau in Afrika ist ein Projekt zwischen zwei Kontinenten. 27. April 2018, abgerufen am 15. Mai 2019.
  18. Adrian Ellis: Museums in the changing world order: Restitution to Africa reaches tipping point. 5. April 2019, abgerufen am 23. Mai 2019 (englisch).
  19. Georg Blume: Macrons Ethik des Sammelns. DIE ZEIT, 28. November 2018, abgerufen am 23. Mai 2019.
  20. Didier Rykner: Emmanuel Macron met fin à l'inaliénabilité des collections publiques. 23. November 2018, abgerufen am 23. Mai 2019 (französisch).
  21. Musée du quai Branly: Restitution of 26 works to the Republic of Benin. Abgerufen am 21. September 2021 (englisch).
  22. Catherine Hickley: France takes first legal step towards restitutions to Benin and Senegal as cabinet examines new law. In: www.theartnewspaper.com. 16. Juli 2020, abgerufen am 21. September 2021 (englisch).
  23. La France acte la restitution définitive d’objets d’art au Sénégal et au Bénin. In: Le Monde.fr. 16. Juli 2020 (lemonde.fr [abgerufen am 17. Juli 2020]).
  24. Jonathan Fine im Gespräch mit Michael Köhler: Humboldt-Forum – „Objekte knüpfen an Kolonialgeschichte an“. 2. August 2015, abgerufen am 31. Mai 2019.
  25. Kurt Hirschler: Dekolonisierung des Denkens. In: Die Tageszeitung: taz. 4. Oktober 2014, ISSN 0931-9085, S. 44 (taz.de [abgerufen am 31. Mai 2019]).
  26. Bredekamp widerspricht Savoys Empfehlungen – „Ich lehne diese Argumentation der Gleichsetzerei ab“. Abgerufen am 2. Juni 2019.
  27. Hanno Rauterberg: Raubkunst: Schluss mit dem falschen Frieden! In: Die Zeit. 12. März 2018, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 5. Juni 2019]).
  28. Thomas E. Schmidt: Kolonialkunst: Ein Spiel um Macht. In: Die Zeit. 13. Februar 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 2. Juni 2019]).
  29. Deutsche Welle (www.dw.com): Namibia: Streit um Rückgabe der Witbooi-Bibel | DW | 26. Februar 2019. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  30. Deutsche Welle (www.dw.com): Namibia erhält Cape-Cross-Säule zurück | DW | 17. Mai 2019. Abgerufen am 28. Mai 2019.
  31. Provenienzforschung an menschlichen Überresten. In: Wikipedia. 9. April 2019 (Spezial:Permanenter Link/187401506 [abgerufen am 31. Mai 2019]).
  32. Linden Museum Stuttgart, Hrsg.: Linden-Museum - Schwieriges Erbe. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  33. Museum für Naturkunde Berlin: Kultur- und Sozialwissenschaften der Natur. 9. April 2019, abgerufen am 31. Mai 2019.
  34. Ina Heumann, Holger Stoecker, Marco Tamborini und Mareike Vennen: Dinosaurierfragmente. Wallstein Verlag, Göttingen, 26. Juli 2018, abgerufen am 30. Mai 2019.
  35. Eckpunkte zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Abgerufen am 30. Mai 2019.
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  42. a b c d Kunstrückgabe: #MeToo im Museumsdepot. In: Der Kurier online, 22. Mai 2018 (abgerufen 7. Juni 2019) – Aussagen Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, zu dem das Weltmuseum gehört.
  43. a b Weltmuseum-Kuratorin zu Kolonialismus: „Es gibt ganz große Lücken“. In: Der Standard online, 27. November 2018 (abgerufen am 7. Juni 2019) – Aussagen Nadja Humberger, Kuratorin der Afrika-Abteilung des Weltmuseums.
  44. Debatte über Rückgabe kolonialer Kunstschätze. In: science.ORF.at, 6. September.2018 (abgerufen am 7. Juni 2019) – Aussagen Claudia Augustat, Kuratorin der Südamerika-Abteilung des Weltmuseums.
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  47. Eine Gruppe von Skulpturen von eindeutig kolonialem Charakter wurden aus dem Sälen des Museums entfernt und in einem eigenen Raum mit entsprechend kritischen Kommentaren versehen.
  48. David Sanderson: Minister rules out return of treasures. The Times, 19. April 2019, abgerufen am 31. Mai 2019 (englisch).
  49. Andrea Wallace, Mathilde Pavis: Response to the 2018 Sarr-Savoy Report: Statement on Intellectual Property Rights and Open Access Relevant to the Digitization and Restitution of African Cultural Heritage and Associated Materials. ID 3378200. Social Science Research Network, Rochester, NY 25. März 2019 (ssrn.com [abgerufen am 20. Juni 2019]).
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  53. Staatliche Museen zu Berlin: Benin Dialogue Group konkretisiert Pläne für Museum in Nigeria. Abgerufen am 2. August 2019.
  54. Werner Bloch: Koloniale Raubkunst : „Wir wollen keine Almosen“. In: Die Zeit. 31. Dezember 2018, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 2. Juni 2019]).
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