Berka (Katlenburg-Lindau)

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Berka
Wappen von Berka
Koordinaten: 51° 41′ 9″ N, 10° 6′ 40″ O
Höhe: 138 m ü. NHN
Fläche: 8,27 km²[1]
Einwohner: 928 (1. Jul. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37191
Vorwahl: 05552
Berka (Niedersachsen)
Berka

Lage von Berka in Niedersachsen

Landschaftliches Panorama mit Blick auf Berka
Landschaftliches Panorama mit Blick auf Berka

Berka ist der Name eines Ortsteiles der Gemeinde Katlenburg-Lindau im südlichen Niedersachsen. Die Ortschaft gehörte bis ins Jahr 1622 zum Eichsfeld.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Zeiten der Völkerwanderung war Berka Siedlungsplatz sächsischer Volksstämme, vor allem von Cheruskern. Ausgrabungen deuten darauf hin, dass in Berka bereits früh Menschen siedelten.

Schon um 890 bis 900 war im alten Güterregister des Klosters Corvey ein Ort namens „Berga“ erwähnt worden. Hierbei handelt es sich wohl um das heutige Berka.

Mit dem Erscheinen des Geschlechtes der Katlenburger Grafen um 1000 wird Berka fortan Eigentum des Grafen von Katlenburg. Später wurde Berka Eigentum des Katlenburger Klosters.

1521 war Berka unter die Herrschaft des Mainzer Erzbischofes gekommen, auch der Nachbarort Lindau war von Mainz aus regiert. Berka blieb noch bis ins Jahr 1692, auch wenn es faktisch seit 1622 in der Hand der Herzögen von Grubenhagen war, unter Mainzer Herrschaft.

Im folgenden Jahrhundert wurde 1779 bis 1784 die heutige St.-Martini-Kirche erbaut. Sie ist ca. 20 m lang und 10 m breit. Auf einem Steinunterbau wurden Umfassungen aus Fachwerk errichtet, im Innenraum findet sich ein Brettergewölbe. Im Westen schließt sich ein, im unteren Teil massiver, Kirchturm an. Frühe Überlieferungen zu Berkas kirchengeschichtlicher Vergangenheit finden sich im Salbuch von 1692 und in den Kirchenbüchern, deren ältestes auf das Jahr 1647 datiert.

In den Folgejahren war Berka ein wohlhabendes Dorf, dessen Reichtum sich vor allem durch den Anbau von Tabak, Flachs und Getreide erklären lässt. Im Jahre 1923 kam ein elektrisches Umspannwerk hinzu.

Bis zur Gebietsreform in Niedersachsen blieb Berka eine eigene Gemeinde. Am 1. März 1974 wurde es ein Teil der neu geschaffenen Gemeinde Katlenburg-Lindau.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Berka setzt sich aus 9 Ratsmitgliedern der folgenden Partei zusammen:[3]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister ist Eckhard Steinmetz (BL). Seine Stellvertreter sind Christian Kindler (BL) und Birgit Helmold (BL).[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Berka
Blasonierung: „In Silber ein schrägrechter blauer Wellenbalken, oben ein grünes Birkenblatt, unten eine goldene Greifenklaue.“[4]
Wappenbegründung: Der Ortsname „Berka“ wird gedeutet als „Birkenfluss“. Die Feldmark ist wasserreich (Rhume und Söse). Zu ihr gehört die Flur der Wüstung Sösede; diese war Stammsitz der Herren von Susa, die in der Gegend weit verzweigt waren und auch in Berka selbst Besitz hatten. Sie führten im Wappen eine Greifenklaue.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willy Bode, Rudolf Brodhun, Jürgen Dracklé: Die evangelische St.-Martini-Kirche zu Berka. Verlag Mecke Druck, 1999

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Berka – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zahlen, Daten, Fakten. In: Webseite Gemeinde Katlenburg-Lindau. 1. Juli 2018, abgerufen am 27. November 2019.
  2. Johann Wolf: Denkwürdigkeiten des Amtes und Marktfleckens Lindau. Göttingen 1813, S. 36.
  3. a b Mitglieder des Ortsrates Berka. In: Webseite Gemeinde Katlenburg-Lindau. Abgerufen am 27. November 2019.
  4. Wappen Berka. In: Webseite Gemeinde Katlenburg-Lindau. Abgerufen am 27. November 2019.