Berlandiera

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Berlandiera

Illustration der Schokoladenblume (Berlandiera lyrata)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Heliantheae
Gattung: Berlandiera
Wissenschaftlicher Name
Berlandiera
DC.

Die Pflanzengattung Berlandiera gehört zur Unterfamilie der Asteroideae in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der botanische Gattungsname ehrt den französischen Erforscher Mexikos und Texas Jean Louis Berlandier (1803 oder 1805–1851).[1] Die Heimat der Berlandiera-Arten ist Nordamerika: USA und Mexiko.

Körbchenförmiger Blütenstand der Schokoladenblume (Berlandiera lyrata)
Berlandiera texana

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berlandiera-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen bis Halbsträucher, das bedeutet manchmal verholzt die Pflanze etwas an der Basis. Sie erreichen Wuchshöhen von 8 bis 120 cm. Sie bilden oft Pfahlwurzeln. Grüne Pflanzenteile sind meist behaart. Die Stängel sind aufrecht bis kriechend und meist verzweigt. Die wechselständigen Laubblätter sind gestielt oder ungestielt. Die Blattspreiten sind je nach Art einfach bis fiederteilig.

Einzeln oder in verzweigten Gesamtblütenständen werden körbchenförmige Blütenstände gebildet. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 12 bis 30 mm auf. Die meist 14 bis 22 Hüllblätter stehen in zwei bis mehr als drei Reihen. Der Blütenstandsboden ist walzenförmig. Es sind Spreublätter vorhanden. Jedes Blütenkörbchen enthält meist acht (zwei bis 13) Zungen- und 80 bis mehr als 200 Röhrenblüten. Die weiblichen und fertilen Zungenblüten (= Strahlenblüten) sind gelb bis orange-gelb; auf der Unterseite grün oder rot bis kastanienfarben oder nur mit neun bis zwölf Nerven in diesen Farben. Die funktional männlichen Röhrenblüten (= Scheibenblüten) sind gelb oder rot bis kastanienfarben.

Die schwarzen, behaarten Achänen besitzen nur einen kranzförmigen Pappus oder er fehlt ganz.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gattung gibt es etwa elf Arten, inklusive drei Hybriden. Sie sind alle in Nordamerika und Mexiko beheimatet:

Und die Hybriden:

  • Berlandiera × betonicifolia (Hook.) Small = Berlandiera texana × Berlandiera pumila: Sie kommt in Texas und Louisiana vor.[4]
  • Berlandiera × humilis Small = Berlandiera pumila × Berlandiera subacaulis: Sie kommt in Florida vor.[3]
  • Berlandiera × macrophylla (A.Gray) M.E.Jones = Berlandiera lyrata × Berlandiera monocephala: Sie kommt in Arizona und im mexikanischen Bundesstaat Sonora vor.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Donald J. Pinkava: Berlandiera in Flora of North America, Volume 19, S. 83: Online. (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin Berlin 2018. [1]
  2. a b c Datenblatt Berlandiera bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.
  3. a b c d Donald J. Pinkava: Berlandiera de Candolle. In: Flora of North America, vol. 21. [2].
  4. a b c Berlandiera im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 2. März 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Berlandiera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien