Berlin-Blankenburg

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Blankenburg
Ortsteil von Berlin
Berlin Brandenburg Buch Karow Wilhelmsruh Rosenthal Blankenfelde Niederschönhausen Heinersdorf Blankenburg Französisch Buchholz Pankow Prenzlauer Berg Weißensee Stadtrandsiedlung MalchowBlankenburg auf der Karte von Pankow
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 36′ 0″ N, 13° 27′ 0″ O52.613.45Koordinaten: 52° 36′ 0″ N, 13° 27′ 0″ O
Fläche 6,03 km²
Einwohner 6595 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 1094 Einwohner/km²
Postleitzahl 13129
Ortsteilnummer 0303
Verwaltungsbezirk Pankow

Berlin-Blankenburg ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Pankow. Die erste urkundliche Erwähnung als Dorf wird auf das Jahr 1375 datiert. Im Zuge des Groß-Berlin-Gesetzes wurde Blankenburg 1920 eingemeindet und dem seinerzeit entstandenen 19. Verwaltungsbezirk (Pankow) zugeordnet. Im Rahmen der Verwaltungsreform zur Bildung des Stadtbezirks Hohenschönhausen kam Blankenburg 1986 gemeinsam mit den benachbarten Ortsteilen Heinersdorf und Karow zum damaligen Stadtbezirk Weißensee. Mit der Verwaltungsreform im Jahr 2001 wurde Blankenburg (als Weißenseer Ortsteil) wiederum Ortsteil im neu entstandenen Bezirk Pankow.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Blankenburg wurde um 1230 auf dem Barnim von niederdeutschen Siedlern gegründet, offenbar vom nordöstlichen Harzrand, worauf der Ortsname hindeutet: eine Namensübertragung von Blankenburg. Die noch heute stehende Dorfkirche wurde um 1250 erbaut, weil sie noch spätromanische Züge aufweist. Auf einer Urkunde des Bischofs von Brandenburg von 1271 ist ein Urkundszeuge namens Anselm de Blanckenborch erwähnt, der allerdings auch aus Blankenburg (Uckermark) gestammt haben könnte. Das Dorf wird erstmals 1375 im Landbuch Karls IV. erwähnt, mit 42 Hufen, davon vier Pfarrhufen sowie einem Krug. Ein Freihof mit acht Hufen gehörte dem von Röbel, der auch in Buch ansässig war.

Blankenburg war ursprünglich ein Angerdorf. Durch die Anlage des Ritterguts verschwanden einige Bauernhöfe sowie der Westteil des Dorfangers. Dadurch wurde der Westteil der Dorfstraße zu einer Sackgasse.

Bereits 1436 war Wilhelm von Blankenfelde Erbherr zu Blankenburg. Den von Röbels folgten 1664 die von Fuchs und später die von Barfuss, die 1688 17 Ritterhufen besaßen. Im Jahr 1710 erwarb Friedrich I. das Gut und unterstellte es dem Amt Niederschönhausen. Seit 1818 wieder in Privatbesitz, kaufte es 1882 die Stadt Berlin und legte auf dem Gelände ein Rieselgut an. Durch das Groß-Berlin-Gesetz von 1920 wurde das Dorf als Berlin-Blankenburg eingemeindet.

Lage und Infrastruktur[Bearbeiten]

Blankenburger Dorfanger mit Kirche

Das Dorf liegt im Berliner Urstromtal auf dem Höhenrücken des Barnim. Die Nachbargemeinden sind die Pankower Ortsteile Buchholz, Heinersdorf, Karow und Malchow. Einige Flächen des Ortsteils gehören zum Berlin-Brandenburger Naturpark Barnim.

Blankenburg wird als Vorortsiedlung durch den gut erhaltenen Dorfanger samt Kirche sowie die umliegenden Einfamilienhäuser geprägt. Zahlreiche Gebäude rund um die Straße Alt-Blankenburg stehen einzeln und als Ensemble unter Denkmalschutz.[1] Eine besondere Bedeutung für den Ortsteil haben die Gebäude des Pflegeheims der „Albert-Schweitzer-Stiftung“. Auch die ehemalige KGA Blankenburg, mit 84 Hektar eine der größten zusammenhängenden Gartenanlagen Deutschlands, entspricht dem Charakter von Blankenburg. Sie wurde 2005 in eine Erholungsanlage umgewidmet. Die Pächter und Eigentümer sind Mitglieder des 1991 gegründeten Vereins der Garten- und Siedlerfreunde Anlage Blankenburg e. V.

Am südöstlichen Rande des Ortsteils lag bis 2009 der Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), der sich nun auf dem Gelände des Campus Oberschöneweide befindet. Vorgängereinrichtung an diesem Standort war die Ingenieurhochschule Berlin-Wartenberg (genannt „Bauernhochschule“). Im östlich gelegenen Gelände schließt sich das Golf Ressort Berlin-Pankow an, einer der beiden Berliner Golfplätze.

Im Nordosten des Ortsteils liegt der Friedhof Blankenburg, in dessen vorderen Bereich sich ein Ehrenhain für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nach dem Berliner Gräbergesetz befindet.

Im Mai 2007 nahmen die Berliner Wasserbetriebe einen Retentionsbodenfilter an der Heinersdorfer Straße in Betrieb, der Abwasser von 560.000 m² Straßen am Karower Damm und am Blankenburger Pflasterweg reinigt und damit gereinigtes Regenwasser der Panke zuleitet.[2]

Söhne und Töchter Blankenburgs[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Blankenburg ist durch mehrere Buslinien und die S-Bahn erreichbar. An der westlichen Grenze des Ortsteils wird Blankenburg von der A 114 tangiert, eine direkte Autobahnanbindung gibt es nicht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berlin-Blankenburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Friedhof Blankenburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBerliner Wasserbetriebe: Retentionsbodenfilter in Blankenburg fertiggestellt. 8. Mai 2007, abgerufen am 14. Mai 2009.