Berlin-Marathon

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Leichtathletik BMW Berlin-Marathon
Austragungsort Berlin
DeutschlandDeutschland Deutschland
Erste Austragung 1974
Distanz 42,195 Kilometer
Streckenrekord Männer: 2:02:57 h
KeniaKenia Dennis Kimetto, 2014 WR

Frauen: 2:19:12 h
JapanJapan Mizuki Noguchi, 2005
Website Offizielle Website

Der Berlin-Marathon (offizieller Name: BMW BERLIN-MARATHON) ist ein deutscher Straßen- und Volkslauf, der jährlich, in der Regel am letzten Septemberwochenende (26./27. September 2015), in Berlin stattfindet. Er wird vom Sportverein SC Charlottenburg veranstaltet und von der SCC EVENTS GmbH organisiert. Geschäftsführer der Gesellschaft sind Christian Jost und Jürgen Lock. Der Lauf fand erstmals im Oktober 1974 als Berliner Volksmarathon statt.

Der heutige Berlin-Marathon ist eine Zweitages-Veranstaltung (Samstag/Sonntag) jeweils am letzten September-Wochenende. Neben dem Hauptlauf über 42,195 km am Sonntag (inkl. Rollstuhlfahrer und Handbiker) gibt es am Samstag einen Mini-Marathon für Schüler über die letzten 4,2195 km der Originalstrecke sowie einen Marathon für Inlineskater.

Der Lauf gehört neben den Veranstaltungen in New York, Paris und London zu den größten und renommiertesten Marathonläufen der Welt. Zudem ist der Berlin-Marathon neben London und Chicago einer der schnellsten Marathons. Hier wurden seit 2003 auch die jeweils gültigen offiziellen IAAF-Weltrekorde der Männer von Paul Tergat (2003, 2:04:55 h), Haile Gebrselassie (2007, 2:04:26 und 2008, 2:03:59 h), Patrick Makau (2011, 2:03:38 h), Wilson Kipsang (2013, 2:03:23 h) und Dennis Kimetto (2014, 2:02:57 h) aufgestellt.

Im Startblock E beim Berlin-Marathon 2004 kurz vor dem Startschuss

Geschichte[Bearbeiten]

Berlin-Marathon 2009
Teilnehmermedaille des Berlin-Marathons 1983
Berlin-Marathon 2011: Musyoki und Gebrselassie bei km 27 (Breitenbachplatz) noch gleichauf
Berlin-Marathon 2008 - auf der Strecke

Die Geburtsstunde der großen Laufveranstaltungen in West-Berlin war der 8. November 1964. An diesem Tag fand der erste Berliner Crosslauf am Teufelsberg mit über 700 Teilnehmern statt. Eine Gruppe um Horst Milde organisierte diesen Lauf, nachdem sie von einem Rennen in Le Mans inspiriert worden waren. In den folgenden Jahren entwickelte sich der SCC-Cross am Teufelsberg zu einer festen Institution in der Berliner Sportszene.

Zehn Jahre später, 1974, fand der 1. Berliner Volksmarathon statt. Inspiriert wurde Horst Milde von einem Marathon, der am 14. Oktober 1973 mit Start und Ziel am Mommsenstadion mit 92 Teilnehmern vom Berliner Leichtathletik-Verband ausgerichtet worden war. Überzeugt davon, dass unter den Volksläufern an einem Lauf über diese Distanz ein weitaus größeres Interesse besteht, organisierte Milde im Jahr darauf einen Marathon auf derselben Strecke. Von den 286 angemeldeten Läufern, erreichten 244 das Ziel. Gestartet wurde vor dem Mommsenstadion auf der Waldschulallee und gelaufen wurde eine Pendelstrecke im Grunewald, entlang der AVUS, fast bis zum Strandbad Wannsee.[1] Bei den Männern siegte Günter Hallas (* 18. Januar 1942) in 2:44:53 h, bei den Frauen die ehemalige Mittelstreckenläuferin Jutta von Haase in ihrem ersten Wettkampf über eine längere Strecke als 1500 m in 3:22:01 h.[2] Hallas startete bislang 34 Mal beim Berlin-Marathon; nur Bernd Hübner, der bislang 36 Berlin-Marathons absolvierte, hat mehr Teilnahmen aufzuweisen.[3]

Ab 1975 wurde die Strecke ein wenig geändert. Start und Ziel wurden ins Mommsenstadion verlegt. Auch die zweite Austragung richtete sich an die Berliner Volksläufer. Es siegte ein Ehepaar: Ralf Bochröder (* 8. Juli 1940) bei den Männern und Kristin Bochröder (* 6. Mai 1941) bei den Frauen.[4][5]

1977 wurde die Deutsche Marathon-Meisterschaft in die Veranstaltung integriert, sie startete eine Stunde später. Im Rahmen dieser Meisterschaften stellte Christa Vahlensieck mit 2:34:47,5 h einen inoffiziellen Weltrekord auf.

Als die französische Besatzungsmacht im Mai 1981 die 25 km de Berlin als ersten Stadtlauf Berlins durchführte, reifte der Plan, auch den Marathon in die Innenstadt zu verlegen. Dabei stieß der Veranstalter SCC zunächst auf behördliches Unverständnis. So soll beispielsweise Horst Milde, Klaus Hübner, dem damaligen Polizeipräsidenten von Berlin, mit dem Satz „Dort drüben sitzt ein Verrückter – der will durch die Stadt rennen.“ vorgestellt worden sein. Seitens der Polizei wurde dem Veranstalter zunächst mitgeteilt, dass die Straßen für die Autos da seien. Obwohl der Berliner Senat keine Einwände gegen das Rennen erhob, ergaben sich dennoch einige politische Hürden, die aber mit Hilfe der westlichen Alliierten – Horst Milde hatte sich an John Kornblum, den Chef der US-Mission, gewandt – überwunden werden konnten. 1981 verließ der Lauf schließlich den Grunewald und wurde zum Stadtmarathon. Start war auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude, die Strecke führte unter anderem am Checkpoint Charlie vorbei und das Ziel befand sich auf dem Kurfürstendamm. Auf der Asphaltstrecke war es nun auch möglich, Rollstuhlfahrer an dem Rennen zu beteiligen. Mit 3486 gemeldeten Teilnehmern war der Berlin-Marathon 1981 bereits der größte deutsche Stadtlauf.[6]

Aufgrund der stetig steigenden Teilnehmerzahlen wurde der Start 1987 auf die Straße des 17. Juni verlegt. Außerdem engagierte der Veranstalter erstmals über 30 Musikgruppen, die an der Strecke für Stimmung sorgten.

Premiere feierte 1989 der Mini-Marathon der Schüler. Die Idee dahinter war, dass Mannschaften von je zehn Schülern die letzten 4,2195 km des Marathons laufen. Addiert ergibt das die gesamte Marathondistanz. Das Konzept konnte sich großer Beliebtheit erfreuen und besteht so bis heute.

Am 30. September 1990, drei Tage vor der deutschen Wiedervereinigung, führte der Lauf erstmals durch das Brandenburger Tor. Gestartet wurde weiterhin auf der Straße des 17. Juni, allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Das Interesse an diesem Rennen war so groß, dass die Veranstalter erstmals Anmeldungen ablehnen mussten: das Teilnehmerlimit (25.000) war erreicht. Erstmals wurde ein Marathonlauf live im deutschen Fernsehen übertragen, auch in Japan gab es eine Live-Übertragung.[7]

1994 wurde die elektronische Zeitnahme mit Hilfe des ChampionChips eingeführt. Im selben Jahr wurde in Berlin das Rollstuhl-Marathonrennen der Behinderten-Weltmeisterschaften ausgetragen, das Heinz Frei mit einer Weltbestzeit von 1:22:12 h gewann.

Sammy Lelei lief 1995 mit 2:07:02 h die damals zweitschnellste je gelaufene Zeit und verfehlte um nur zwölf Sekunden die Weltbestzeit.

1997 gingen erstmals Inlineskater auf die Strecke.

Zum 25. Berlin-Marathon 1998 wurde der Teilnehmerrekord des historischen Laufs von 1990 mit 32.877 Teilnehmern zum ersten Mal übertroffen. Es siegte Ronaldo da Costa mit 2:06:05 h und brach damit die zehn Jahre alte Weltbestleistung von Belayneh Dinsamo (2:06:50 h). Ronaldo da Costa war der erste Läufer, der einen Marathon mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h lief.[8]

Im Folgejahr 1999 fiel die Weltbestleistung der Frauen: Tegla Loroupe siegte mit 2:20:43 h. Im Männerrennen wurden erstmals zwei Zeiten unter 2:07 Stunden gelaufen. Somit stand Berlin auf Platz eins der Liste der schnellsten Marathonläufe. Erstmals nahmen Power-Walker an dem Lauf teil.

2001 gab es wieder eine Weltbestleistung: Die japanische Olympiasiegerin Naoko Takahashi lief mit 2:19:46 h als erste Frau unter 2:20 Stunden. Der Lauf wurde in Japan live übertragen und erreichte Einschaltquoten von über 50 %.

Nachdem der Berlin-Marathon der Skater mit über 7000 Finishern 2002[9] der größte seiner Art geworden war, wurde die Durchführung ab 2003 auf den Vorabend des Hauptlaufes verlegt. Zudem wurde 2003 die Streckenführung geändert, sodass das Ziel nun nicht mehr am Kurfürstendamm, sondern am Brandenburger Tor war. Der Start wurde ebenfalls auf die Straße des 17. Juni vor das Brandenburger Tor verlegt. Damit entfiel der aufwendige Transport der Teilnehmerbeutel, die die Sportler schon immer am Start abgeben konnten. Die veränderte Strecke führte nun mehr durch den ehemaligen Ostteil der Stadt und die Straße Unter den Linden wurde zur Zielgeraden.

Der 30. Berlin-Marathon wurde wieder mit einer Weltbestleistung gekrönt, die später als erster offizieller Marathon-Weltrekord anerkannt wurde: Paul Tergat aus Kenia lief mit 2:04:55 h als erster Mann unter 2:05 Stunden, sein Landsmann und Tempomacher Sammy Korir benötigte nur eine Sekunde mehr.

2004 löste Mark Milde, der sich seit 1999 um die Verpflichtung der Topläufer gekümmert hatte, seinen Vater Horst Milde als Race-Director ab. Des Weiteren beinhaltet der Berlin-Marathon seit 2004 auch einen Wettkampf für Handbiker.

2006 gründeten die fünf weltgrößten Marathonveranstaltungen die Laufserie World Marathon Majors. Sie umfasste zunächst den Berlin-Marathon, den Boston-Marathon, den London-Marathon, den Chicago-Marathon und den New-York-City-Marathon. Später (2013) wurde noch der Tokio-Marathon als sechste Veranstaltung in die Serie aufgenommen. Die Serie läuft jeweils über zwei Jahre und ist mit je 500.000 US-Dollar für den besten Mann und die beste Frau dotiert.

In den Jahren 2006 bis 2009 gelang es Haile Gebrselassie als bislang einzigem Läufer, den Berlin-Marathon vier Mal in Folge zu gewinnen. Nachdem er bereits 2007 mit neuem Weltrekord die Ziellinie überquert hatte, lief Gebrselassie 2008 als erster Mann unter 2:04 Stunden (2:03:59), wodurch er endgültig zum Liebling des Berliner Sportpublikums wurde. Ebenfalls im Jahr 2008 sorgte Irina Mikitenko für Aufsehen. Sie gewann das Rennen der Frauen mit Deutschem Rekord (2:19:19 h).[10]

2011 löste der Automobilhersteller BMW die Einzelhandelskette real als Titelsponsor ab. Im Rennen kam es zum Zusammentreffen des Vorjahressiegers Patrick Makau mit Weltrekordler Gebrselassie, der bei seinem fünften Start den fünften Sieg einfahren wollte. Dies gelang ihm aber nicht. Makau gewann das Rennen und unterbot zudem auch noch den Weltrekord mit einer Zeit von 2:03:38 h.[11]

Zum 40. Jubiläum des Berlin-Marathons wurden alle sieben Weltrekordler der letzten Jahre nach Berlin eingeladen. Sie konnten miterleben, wie es Wilson Kipsang ihnen gleichtat und mit einer neuen Weltrekordzeit von 2:03:23 h das Rennen gewann.[12]

Der nächste Weltrekord ließ nicht lange auf sich warten. Nur ein Jahr später lief Dennis Kimetto als erster Mensch überhaupt die 42,195 km unter 2:03 Stunden (2:02:57 h).[13]

Statistik Läufer-Marathon[Bearbeiten]

Wilson Kipsang beim Weltrekord-Lauf, Berlin-Marathon 2013

Streckenrekorde[Bearbeiten]

Siegerliste[Bearbeiten]

Quellen: Website des Veranstalters[14] und ARRS[15]

Datum Männer Zeit (h) Frauen Zeit (h)
13. Okt. 1974 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Günter Hallas (GER) 2:44:53 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jutta von Haase (GER) 3:22:01
28. Sep. 1975 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ralf Bochröder (GER) 2:47:08 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Kristin Bochröder (GER) 3:59:15
26. Sep. 1976 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ingo Sensburg (GER) 2:23:08 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ursula Blaschke (GER) 3:05:19
10. Sep. 1977 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Norman Wilson (GBR) 2:16:21 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Angelika Brandt (GER) 3:10:27
10. Sep. 1977[16] Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Günter Mielke (GER) 2:15:19 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Christa Vahlensieck (GER) 2:34:48
03. Sep. 1978 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Michael Spöttel (GER) 2:20:03 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ursula Blaschke (2. Sieg) 2:57:09
30. Sep. 1979 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ingo Sensburg (2. Sieg) 2:21:09 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jutta von Haase (2. Sieg) 3:07:07
28. Sep. 1980 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ingo Sensburg (3. Sieg) 2:16:48 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Gerlinde Püttmann (GER) 2:47:18
27. Sep. 1981 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ian Ray (GBR) 2:15:42 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Angelika Stephan (GER) 2:47:24
26. Sep. 1982 KolumbienKolumbien Domingo Tibaduiza (COL) 2:14:47 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jean Lochhead (GBR) 2:47:05
25. Sep. 1983 BelgienBelgien Karel Lismont (BEL) 2:13:37 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Karen Goldhawk (GBR) 2:40:32
30. Sep. 1984 DanemarkDänemark John Skovbjerg (DEN) 2:13:35 UngarnUngarn Ágnes Sipka (HUN) 2:39:32
29. Sep. 1985 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jimmy Ashworth (GBR) 2:11:43 BelgienBelgien Magda Ilands (BEL) 2:34:10
28. Sep. 1986 PolenPolen Bogusław Psujek (POL) 2:11:03 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Charlotte Teske (GER) 2:32:10
04. Okt. 1987 TansaniaTansania Suleiman Nyambui (TAN) 2:11:11 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Kerstin Preßler (GER) 2:31:22
09. Okt. 1988 TansaniaTansania Suleiman Nyambui (2. Sieg) 2:11:45 PolenPolen Renata Kokowska (POL) 2:29:16
01. Okt. 1989 TansaniaTansania Alfredo Shahanga (TAN) 2:10:11 FinnlandFinnland Päivi Tikkanen (FIN) 2:28:45
30. Sep. 1990 AustralienAustralien Steve Moneghetti (AUS) 2:08:16 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Uta Pippig (GER) 2:28:37
29. Sep. 1991 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Steve Brace (GBR) 2:10:57 PolenPolen Renata Kokowska (2. Sieg) 2:27:36
27. Sep. 1992 Sudafrika 1961Südafrika David Tsebe (RSA) 2:08:07 DeutschlandDeutschland Uta Pippig (2. Sieg) 2:30:22
26. Sep. 1993 Sudafrika 1961Südafrika Xolile Yawa (RSA) 2:10:57 PolenPolen Renata Kokowska (3. Sieg) 2:26:20
25. Sep. 1994 PortugalPortugal António Pinto (POR) 2:08:31 DeutschlandDeutschland Katrin Dörre-Heinig (GER) 2:25:15
24. Sep. 1995 KeniaKenia Sammy Lelei (KEN) 2:07:02 DeutschlandDeutschland Uta Pippig (3. Sieg) 2:25:37
29. Sep. 1996 SpanienSpanien Abel Antón (ESP) 2:09:15 SudafrikaSüdafrika Colleen De Reuck (RSA) 2:26:35
28. Sep. 1997 KeniaKenia Elijah Lagat (KEN) 2:07:41 IrlandIrland Catherina McKiernan (IRL) 2:23:44
20. Sep. 1998 BrasilienBrasilien Ronaldo da Costa (BRA) 2:06:05 BelgienBelgien Marleen Renders (BEL) 2:25:22
26. Sep. 1999 KeniaKenia Josephat Kiprono (KEN) 2:06:44 KeniaKenia Tegla Loroupe (KEN) 2:20:43
10. Sep. 2000 KeniaKenia Simon Biwott (KEN) 2:07:42 JapanJapan Kazumi Matsuo (JPN) 2:26:15
30. Sep. 2001 KeniaKenia Joseph Ngolepus (KEN) 2:08:47 JapanJapan Naoko Takahashi (JPN) 2:19:46
29. Sep. 2002 KeniaKenia Raymond Kipkoech Chemwelo (KEN) 2:06:47 JapanJapan Naoko Takahashi (2. Sieg) 2:21:49
28. Sep. 2003 KeniaKenia Paul Tergat (KEN) 2:04:55 (WR) JapanJapan Yasuko Hashimoto (JPN) 2:26:32
26. Sep. 2004 KeniaKenia Felix Limo (KEN) 2:06:44 JapanJapan Yōko Shibui (JPN) 2:19:41
25. Sep. 2005 KeniaKenia Philip Kipkurgat Manyim (KEN) 2:07:41 JapanJapan Mizuki Noguchi (JPN) 2:19:12
24. Sep. 2006 AthiopienÄthiopien Haile Gebrselassie (ETH) 2:05:56 AthiopienÄthiopien Gete Wami (ETH) 2:21:34
30. Sep. 2007 AthiopienÄthiopien Haile Gebrselassie (2. Sieg) 2:04:26(WR) AthiopienÄthiopien Gete Wami (2. Sieg) 2:23:17
28. Sep. 2008 AthiopienÄthiopien Haile Gebrselassie (3. Sieg) 2:03:59 (WR) DeutschlandDeutschland Irina Mikitenko (GER) 2:19:19
20. Sep. 2009 AthiopienÄthiopien Haile Gebrselassie (4. Sieg) 2:06:08 AthiopienÄthiopien Atsede Habtamu (ETH) 2:24:46
26. Sep. 2010 KeniaKenia Patrick Makau Musyoki (KEN) 2:05:08 AthiopienÄthiopien Aberu Kebede (ETH) 2:23:58
25. Sep. 2011 KeniaKenia Patrick Makau Musyoki (2. Sieg) 2:03:38 (WR) KeniaKenia Florence Jebet Kiplagat (KEN) 2:19:44
30. Sep. 2012 KeniaKenia Geoffrey Kiprono Mutai (KEN) 2:04:15 AthiopienÄthiopien Aberu Kebede (2. Sieg) 2:20:30
29. Sep. 2013 KeniaKenia Wilson Kipsang (KEN) 2:03:23 (WR) KeniaKenia Florence Jebet Kiplagat (2. Sieg) 2:21:13
28. Sep. 2014 KeniaKenia Dennis Kimetto (KEN) 2:02:57 (WR) AthiopienÄthiopien Tirfi Tsegaye (ETH) 2:20:18

Entwicklung der Zieleinläufe[Bearbeiten]

Läufer im Ziel; Hervorhebungen: Rekordzahlen
Jahr Gesamtzahl Männer Frauen Anteil der
Männer
Anteil der
Frauen
1974 244 234 10 96 % 4 %
1975 236 232 4 98 % 2 %
1976 311 296 15 95 % 5 %
1977 230 219 11 95 % 5 %
1978 197 187 10 95 % 5 %
1979 222 207 15 93 % 7 %
1980 294 276 18 94 % 6 %
1981 2.561 2.418 149 94 % 6 %
1982 3.448 3.318 130 96 % 4 %
1983 5.121 4.886 235 95 % 5 %
1984 7.297 6.875 422 94 % 6 %
1985 9.810 9.146 664 93 % 7 %
1986 11.450 10.574 876 92 % 8 %
1987 12.674 11.651 1.023 92 % 8 %
1988 13.117 11.986 1.131 91 % 9 %
1989 13.433 12.233 1.200 91 % 9 %
1990 22.806 20.415 2.391 90 % 10 %
1991 14.849 13.456 1.393 91 % 9 %
1992 13.225 11.918 1.307 90 % 10 %
1993 14.107 12.586 1.521 89 % 11 %
1994 12.263 10.980 1.283 90 % 10 %
1995 13.088 11.682 1.406 89 % 11 %
1996 16.529 14.489 2.040 88 % 12 %
1997 14.982 13.120 1.862 88 % 12 %
1998 21.004 17.795 3.209 85 % 15 %
1999 19.129 16.537 2.592 87 % 13 %
2000 22.879 19.332 3.547 84 % 16 %
2001 25.792 21.669 4.123 84 % 16 %
2002 25.286 20.880 4.406 83 % 17 %
2003 30.709 25.108 5.601 82 % 18 %
2004 28.022 22.800 5.222 81 % 19 %
2005 30.373 24.501 5.872 81 % 19 %
2006 30.182 24.094 6.088 80 % 20 %
2007 32.486 25.994 6.492 80 % 20 %
2008 35.783 28.354 7.429 79 % 21 %
2009 35.035 27.965 7.070 80 % 20 %
2010 34.225 26.726 7.499 78 % 22 %
2011 32.986 25.572 7.414 78 % 22 %
2012 34.350 26.451 7.899 77 % 23 %
2013 36.544 27.549 8.995 75 % 25 %
2014 28.999 22.209 6.790 77 % 23 %

Inlineskating-Marathon[Bearbeiten]

Spitzengruppe bei Kilometer 24 des Skater-Marathons 2008

Entwicklung[Bearbeiten]

1997 wurde der Inlineskating-Marathon Bestandteil des Berlin-Marathons und damit zur ersten Veranstaltung, die das Inlineskaten als Bestandteil eines großen City-Marathons in Deutschland anbot. Zum ersten Rennen gingen 446 Skater an den Start. Die Franzosen Caroline Jean und Pascal Briand wurden die Premierensieger. Auch im Folgejahr dominierten die Franzosen und belegten sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Plätze eins bis drei.

Im Jahr 1999 nahmen bereits 4179 Inline-Skater teil. Die Streckenrekorde wurden bei den Frauen und bei den Männern um mehrere Minuten verbessert. Die Siegerin Anne Titze war die erste Frau unter 1:10:00 h.

Bei der Veranstaltung 2000 mit über 6700 Teilnehmern fuhr Angèle Vaudan eine neue Weltbestzeit (1:08:29 h). Die Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wurde 19. Die Leistungsdichte erhöhte sich von Edition zu Edition, sodass die Entscheidung immer öfter erst im Massensprint auf der Zielgerade fiel.

Nachdem im Jahr 2002 das Rennen mit über 7000 Finishern immer größer und attraktiver geworden war, entschieden die Organisatoren, das Rennen der Skater separat am Sonnabend vor dem Laufmarathon auszutragen. Das Inlineskatingrennen am Sonnabend wurde mit 9.612 Sportlern zum weltgrößten Inlineskating-Marathon. Bei den Frauen feierte man einen Dreifacherfolg für die USA.

Aufgrund von Beschwerden von Autofahrern und Einzelhandel startete das Rennen der Skater 2004 bereits am Samstagmorgen. Mit 8191 Startern führte die frühe Startzeit aber zu einem Rückgang bei Teilnehmer- und Zuschauerzahlen. Man reagierte und legte den Start 2005 wieder auf den Nachmittag. Bei den Männern gab es einen Dreifach-Triumph der Italiener und bei den Frauen gewann mit Brigitte Mendez die zweite Kolumbianerin in Folge.

Zum zehnten Jubiläum des Inlineskating-Marathons führte die Strecke das erste Mal durch das Brandenburger Tor. Somit erreichten die Skater erst auf der Straße des 17. Juni und nicht bereits Unter den Linden die Ziellinie.[17]

Die Austragung im darauffolgenden Jahr war von der regennassen Fahrbahn geprägt. Somit kam es entgegen der vorherige Jahre nicht zu einer Massensprintentscheidung. Der Schweizer Nicolas Iten konnte sich rund 2,5 Kilometer vor dem Ziel von seinen vier Fluchtgefährten absetzen und siegte im Alleingang. Bei den Frauen konnte sich überraschend Hilde Goovaerts aus Belgien im Sprint einer kleinen Gruppe durchsetzen. Zu dieser gehörten auch die Deutschen Michaela Neuling (5.) und die erst siebzehnjährige Sabine Berg (2.).

Im Jahr 2009 erzielten sowohl Cecilia Baena bei den Frauen als auch Luca Saggiorato bei den Männern jeweils ihren insgesamt dritten Erfolg in Berlin. Bis heute sind sie die Skater mit den meisten Siegen des Inlineskating-Marathons.

In den Jahren 2011 und 2012 gelang es der Deutschen Sabine Berg zwei Siege in Folge einzufahren. Beide Male setzte sie sich im Massensprint aus dem Hauptfeld durch. Bei den Männern tat es ihr Ewen Fernandez gleich und gewann ebenfalls doppelt. Bei seinem zweiten Erfolg gelang ihm dies sogar mit neuem Streckenrekord von 1:00:04 Stunden, wobei er die Ziellinie gemeinsam mit seinem Teamkollegen Bart Swings überquerte, der ihm für seine Hilfe während der Saison den Sieg überließ.[18]

Eben jener Bart Swings wurde zum Gesicht der Austragungen in 2013 und 2014. Als erster Skater gelang es ihm 2013, die Ziellinie in weniger als einer Stunde zu überqueren. Im Jahr darauf unterbot der Belgier diese Zeit noch einmal und gewann mit einer Rekordzeit von 58:10 Minuten. Ebenfalls in 2014 gelang es der Niederländerin Manon Kamminga bei ihrem zweiten Sieg in Serie einen neuen Streckenrekord aufzustellen. Sie kam mit einer Zeit von 1:07:44 Stunden ins Ziel.[19]

Von 2000 bis 2010 war der Marathon der Skater Bestandteil des World-Inline-Cup (WIC), der ranghöchsten Rennserie weltweit. Ab 2004 fand in Berlin auch das Weltcup-Finale statt. Seit der 18. Austragung 2014 ist das Rennen Bestandteil und zugleich krönender Abschluss des German-Inline-Cups (GIC).

Statistik[Bearbeiten]

Streckenrekorde
Siegerliste

Quellen: Website des Veranstalters[20]

Nr. Jahr Männer Zeit (h) Frauen Zeit (h)
01 1997 FrankreichFrankreich Pascal Briand (FRA) 1:07:52 FrankreichFrankreich Caroline Jean (FRA) 1:15:30
02 1998 FrankreichFrankreich Johann Langenberg (FRA) 1:07:32 FrankreichFrankreich Caroline Lagree (FRA) 1:14:20
03 1999 FrankreichFrankreich Tristan Loy (FRA) 1:01:08 DeutschlandDeutschland Anne Titze (GER) 1:09:32
04 2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chad Hedrick (USA) 1:01:45 FrankreichFrankreich Angèle Vaudan (FRA) 1:08:29
getrennter Start von Frauen und Männern
05 2001 FrankreichFrankreich Arnaud Gicquel (FRA) 1:04:17 SpanienSpanien Sheila Herrero (ESP) 1:12:57
06 2002 KolumbienKolumbien Juan-Carlos Betancur (COL) 1:04:44 FrankreichFrankreich Angèle Vaudan (2. Sieg) 1:13:59
07 2003 KolumbienKolumbien Juan-Carlos Betancur (2. Sieg) 1:02:03 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Glass (USA) 1:11:28
08 2004 SchweizSchweiz Roger Schneider (SUI) 1:04:43 KolumbienKolumbien Cecilia Baena (COL) 1:17:08
09 2005 ItalienItalien Luca Saggiorato (ITA) 1:01:21 KolumbienKolumbien Brigitte Mendez (COL) 1:10:43
10 2006 ItalienItalien Luca Saggiorato (2. Sieg) 1:02:25 ItalienItalien Giovanna Turchiarelli (ITA) 1:14:02
11 2007 SchweizSchweiz Nicolas Iten (SUI) 1:12:30 BelgienBelgien Hilde Goovaerts (BEL) 1:23:20
12 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joey Mantia (USA) 1:00:33 KolumbienKolumbien Cecilia Baena (2. Sieg) 1:13:24
13 2009 ItalienItalien Luca Saggiorato (3. Sieg) 1:02:50 KolumbienKolumbien Cecilia Baena (3. Sieg) 1:14:47
14 2010 SchweizSchweiz Severin Widmer (SUI) 1:09:19 ItalienItalien Giovanna Turchiarelli (2. Sieg) 1:22:25
15 2011 FrankreichFrankreich Ewen Fernandez (FRA) 1:01:26 DeutschlandDeutschland Sabine Berg (GER) 1:14:56
16 2012 FrankreichFrankreich Ewen Fernandez (2. Sieg) 1:00:04 DeutschlandDeutschland Sabine Berg (2. Sieg) 1:14:13
17 2013 BelgienBelgien Bart Swings (BEL) 0:59:28 NiederlandeNiederlande Manon Kamminga (NED) 1:09:58
18 2014 BelgienBelgien Bart Swings (2. Sieg) 0:58:10 NiederlandeNiederlande Manon Kamminga (2. Sieg) 1:07:44

 Siegerliste (Streckenrekorde farbig unterlegt)[21]

Rollstuhl- und Handbiker-Marathon[Bearbeiten]

Streckenrekorde Rollstuhl
Streckenrekorde Handbike
  • Männer: 1:03:37 h, Jetze Plat (NED), 2014
  • Frauen: 1:10:23 h, Christiane Reppe (GER), 2014

Veranstaltungswoche[Bearbeiten]

Der Berlin-Marathon beschränkt sich nicht nur auf die Wettkämpfe der Läufer und Inlineskater. Vielmehr hat er sich im Laufe der Zeit um einige Programmpunkte erweitert.

Literaturmarathon

Seit 1990 findet als kulturelles Begleitprogramm zum Laufevent der Literaturmarathon statt. Hierbei treten jährlich Autoren und Autorinnen auf, um aus ihren Werken rund um das Thema Laufsport vorzutragen. Bekannte Gastautoren waren unter anderem Volker Schlöndorff, Waldemar Cierpinski, Dieter Baumann oder Günter Herburger.[22]

Messe Berlin Vital

Die Messe Berlin Vital gehört mit über 90.000 Besuchern zu den größten Verbrauchermessen Deutschlands. Sie findet jedes Jahr auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof an den drei Tagen vor dem Marathonlauf am Sonntag statt. Auf der Messe findet man neben vielen Ausstellern zu den Bereichen Sport und Gesundheit auch die Ausgabe der Startunterlagen. Etabliert hat sich dort auch der Bambinilauf und der Malwettbewerb Kinder.

Trivia[Bearbeiten]

Im Jahr 1990 führte die Strecke zum ersten Mal durch das jahrzehntelang nicht zugängliche Brandenburger Tor, das nach dem Start in Tiergarten in Richtung Osten bereits nach drei Kilometern durchlaufen wurde. Im Film Sein letztes Rennen startet der Berlin-Marathon auf der Straße des 17. Juni und endet im Olympiastadion.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Venzke: Berlin im Eiltempo. Eine literarische Beschreibung des Berlin-Marathons, als Lauf durch die Geschichte der Stadt. In: Andreas Venzke: Berlin, Berlin – Geschichte einer Nation. Würzburg 2011. S. 171–178. ISBN 978-3-401-06143-6
  • Detlef Kuhlmann: Lit. Berlin-Marathon. Texte von der Strecke. Arete Verlag, Hildesheim 2013. ISBN 978-3-942468-12-1.
  • Klaus Feierabend: Vom Lauf des Lebens. 27 Predigten zum Berlin-Marathon aus den Jahren 1986 bis 2013. Arete Verlag, Hildesheim 2014. ISBN 978-3-942468-39-8.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berlin-Marathon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörg Wenig & Horst Milde: 35 Jahre Berlin-Marathon – Eine Bewegung aus dem Grunewald. Folge I. Website der German Road Races. 17. September 2008
  2. Jörg Wenig & Horst Milde: 35 Jahre Berlin-Marathon – Eine Bewegung aus dem Grunewald. Folge V. Website der German Road Races. 22. September 2008
  3. Website des Berlin-Marathons: Jubilee-Club (alle Läuferinnen, Läufer und Rollstuhlfahrer, die den Berlin-Marathon zehnmal oder öfter absolviert haben)
  4. Horst Milde: Marathon-Sieg mit Seltenheitswert – Der Doppelschlag der Bochröders beim 2. Berlin-Marathon 1975. Website der German Road Races. 25. März 2003
  5. Ralf Bochröder: Der Tag, an dem ich den Berlin-Marathon gewann. Website der German Road Races. 23. Februar 2009
  6. Jörg Wenig & Horst Milde: 35 Jahre Berlin-Marathon – Berlin etabliert sich in der Welt des Laufsports. Folge II. Website der German Road Races. 18. September 2008
  7. Jörg Wenig & Horst Milde: 35 Jahre Berlin-Marathon – Der Lauf in neue Dimensionen. Folge III. Website der German Road Races. 19. September 2008
  8. Jörg Wenig & Horst Milde: 35 Jahre Berlin-Marathon – Eine Bewegung aus dem Grunewald. Folge V. Website der German Road Races. 20. September 2008
  9. www.bmw-berlin-marathon.com - Finisherzahlen der Inline-Skater 2002
  10. [1] - Berlin-Marathon 2008
  11. [2] - Berlin-Marathon 2011
  12. [3] - Berlin-Marathon 2013
  13. HDsports.at - Marathon-Weltrekord in Berlin
  14. Berlin-Marathon: Statistik und Geschichte
  15. arrs.net: Berlin Marathon
  16. Deutsche Marathonmeisterschaft als gesondertes Rennen
  17. erste Durchfahrt Brandenburger Tor
  18. Geschichte Skatermarathon
  19. Geschichte Skatermarathon
  20. Berlin-Marathon: Ergebnisarchiv
  21. Berlin-Marathon Inlineskating: Geschichte und Statistik
  22. Literatur-Marathon