Berlin Recycling Volleys

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Berlin Recycling Volleys
Logo BR Volleys CMYK klein.jpg
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Adresse Glockenturmstraße 3–5
14053 Berlin
Manager Kaweh Niroomand
Volleyball-Abteilung
Liga Bundesliga
Spielstätte Max-Schmeling-Halle
Trainer Roberto Serniotti
Co-Trainer Koichiro Shimbo
Erfolge Deutscher Meister
1993, 2003, 2004, 2012, 2013, 2014, 2016
Pokalsieger
1994, 1996, 2000, 2016
CEV-Pokal
2016
letzte Saison Deutscher Meister, DVV-Pokalsieger und CEV-Pokalsieger
(Stand: 1. Mai 2016)

Die Berlin Recycling Volleys sind eine Volleyballmannschaft des Berliner Sportvereins SC Charlottenburg und spielen in der Bundesliga. Bis Sommer 2011 war das Volleyball-Team unter dem Namen SCC Berlin bekannt. 2016 wurde Berlin zum siebten Mal deutscher Meister und gewann außerdem den DVV-Pokal und den CEV-Pokal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Volleyballteam SCC entstand 1991 durch die Vereinigung der Volleyballer vom SC Charlottenburg, vom VdS Berlin und vom SC Berlin. Viele Spitzenvolleyballer aus der DDR setzten beim SCC ihre Karriere in der Bundesliga fort: René Hecht, Franko Hölzig, Ronald Triller, Robert Dellnitz, André Barnowski und andere. Aber auch viele neue Nationalspieler spielten Ende der 1990er Jahre beim SCC: Marco Liefke, Stefan Hübner, Norbert Walter, Ilja Wiederschein, Frank Dehne, Björn Andrae und andere.

Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kader für die Saison 2015/16 bestand aus den folgenden Spielern:

Kader - Saison 2015/16
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position
Árpád Baróti 8 UngarnUngarn Ungarn 2,06 m 23. Okt. 1991 D
Paul Carroll 12 AustralienAustralien Australien 2,05 m 16. Mai  1986 D
Francesco De Marchi 18 ItalienItalien Italien 1,93 m 17. Juni 1986 AA
Felix Fischer 6 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,03 m 27. Feb. 1983 MB
Tomáš Kmeť 14 SlowakeiSlowakei Slowakei 2,02 m 01. Dez. 1981 MB
Robert Kromm 3 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,12 m 09. Mär. 1984 AA
Sebastian Kühner 10 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,03 m 15. Mär. 1987 Z
Nicolas Le Goff 7 FrankreichFrankreich Frankreich 2,05 m 15. Feb. 1992 MB
Paul Lotman 9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2,01 m 03. Nov. 1985 AA
Ruben Schott 13 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,92 m 08. Juli 1994 AA
Erik Shoji 2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1,84 m 24. Aug. 1989 L
Tsimafei Zhukouski 11 KroatienKroatien Kroatien 1,96 m 18. Dez. 1989 Z

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2015
Spieler bisheriger Verein
Árpád Baróti Pallavolo Città di Castello[1]
Nicolas Le Goff Noliko Maaseik[2]
Paul Lotman CWKS Resovia[3]
Ruben Schott Chemie Volley Mitteldeutschland[4]
Tsimafei Zhukouski Pallavolo Molfetta[5]
Abgänge 2015
Spieler neuer Verein
Rob Bontje Noliko Maaseik[6]
Christian Dünnes United Volleys Rhein-Main[7]
Martin Kryštof Jihostroj České Budějovice[8]
Kawika Shoji Arkasspor İzmir[9]
Aleksandar Spirovski Karriereende
Scott Touzinsky Shanghai University of Sport[10]

Chef-Trainer ist seit 2015 der Italiener Roberto Serniotti.[11] Er übernahm das Amt von Mark Lebedew, mit dem die Berliner dreimal deutscher Meister geworden waren. Serniottis Assistent ist der Japaner Koichiro Shimbo. Florian Vogel arbeitet als Scout. Für die medizinische Betreuung sind der Mannschaftsarzt Dr. Oliver Miltner, der Physiotherapeut Christian Schwan und der Athletik-Trainer Srdan Popovic zuständig. Kaweh Niroomand leitet als Manager die Geschäftsführung.

Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesliga-Team 2010/11

Der SCC Berlin ist seit Jahren einer der größten Konkurrenten des VfB Friedrichshafen auf nationaler Ebene. Sieben deutsche Meisterschaften konnten die Berliner bisher gewinnen (1993, 2003, 2004, 2012, 2013, 2014 und 2016). In der Saison 2004/05 verlor der SCC jedoch im Halbfinale gegen den neuen Vizemeister evivo Düren und wurde schließlich Vierter. Ein Jahr später konnten sich die Berliner nach einer erneuten Halbfinal-Niederlage gegen Düren den dritten Platz sichern. 2009 und 2010 schieden die Berliner jeweils im Halbfinale aus. 2011 wurde der SCC zum vierten Mal nach 2000, 2002 und 2008 Vizemeister. 2012 beendeten die Berlin Recycling Volleys im Playoff-Halbfinale die Erfolgsserie der Friedrichshafener (3:1 Siege) und setzten sich anschließend in einer der knappsten Finalserien der jüngeren Geschichte mit 3:2 Siegen gegen Generali Haching durch. 2013 und 2014 verteidigten die Berliner ihren Titel jeweils mit 3:1 Finalsiegen über den VfB Friedrichshafen. 2014/15 wurden die Berliner nach einem 2:3 in den Playoff-Endspielen gegen Friedrichshafen Vizemeister. In der Saison 2015/16 setzten sich die Recycling Volleys in drei Spielen gegen den Konkurrenten vom Bodensee durch und wurden zum siebten Mal deutscher Meister.

DVV-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SCC Berlin konnte den DVV-Pokal in seiner Geschichte viermal gewinnen (1994, 1996, 2000 und 2016). In der Saison 2004/05 verlor der SCC das Finale gegen den VfB Friedrichshafen. Anschließend scheiterten die Berliner vier Mal in Folge im Halbfinale, 2005/06 und 2007/08 erneut gegen Friedrichshafen sowie 2006/07 und 2008/09 am Moerser SC. Anschließend kamen die BR Volleys nicht mehr über das Viertel- bzw. Achtelfinale hinaus. Erst in der Saison 2013/14 gelang wieder der Einzug ins Finale, in dem man erneut dem VfB Friedrichshafen unterlag. 2016 wurde der Pokal zum vierten Mal gewonnen.

Europa-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach mehreren Teilnahmen in der Champions League spielte der SCC Berlin in der Saison 2005/06 im CEV-Pokal. Vom 11. bis 13. November 2005 fand im spanischen Soria ein Vorrundenturnier statt, bei dem die Berliner auf den TSV Hartberg (Österreich), Schuvoc Halen (Belgien) und das Team des Gastgebers, Numancia Caja Duero Soria, trafen. Der zweite Platz bei diesem Turnier reichte nicht für die Qualifikation zur nächsten Runde. In der Saison 2006/07 spielte der SCC im Top Teams Cup. Beim Vorrundenturnier im niederländischen Doetinchem belegten die Berliner nach Niederlagen gegen die Gastgeber und Unicaja Almeria (Spanien) und nur einem Sieg gegen die Kroaten von OK Karlovac nur den dritten Platz und schieden damit aus. In der Saison 2007/08 erreichte der SCC mit Siegen gegen Doetinchem und Prvacina das Achtelfinale im Challenge Cup und verlor dort gegen AZS Olsztyn aus Polen. 2008/09 verloren die Berliner in der ersten Runde im „Golden Set“ mit 11:15 gegen den griechischen Verein GC Lamia und schieden dann im Challenge Cup gegen CAI Teruel aus Spanien aus. 2009/10 erreichte der SCC im Challenge Cup nach einem 3:1-Sieg über VK Dukla Liberec den dritten Platz. 2010/11 kam die Mannschaft bis ins Achtelfinale des CEV-Pokals, wo sie gegen Resovia Rzeszów aus Polen mit 2:3 und 1:3 unterlag. Im CEV-Cup 2011/12 erreichte Berlin nach Siegen über Anorthosis Famagusta und Istanbul BBSK das Viertelfinale, in dem es gegen Acqua Paradiso Monza aus Italien zwei Niederlagen gab. In der Champions League 2012/13 erreichten die BR Volleys als Gruppenzweiter die erste Playoff-Runde und schieden mit zwei Tiebreak-Niederlagen gegen VK Zenit-Kasan aus. Das gleiche Duell gab es in der Saison 2013/14; diesmal gelang Berlin allerdings kein Satzgewinn gegen die Russen. In der Champions League Saison 2014/15 überstand Berlin die Gruppenphase als Zweiter punktgleich hinter Resovia Rzeszów. Die Bewerbung als Austragungsort für das Final Four der Champions-League war erfolgreich [12], somit nahm Berlin Ende März 2015 zum ersten Mal am Finalturnier teil und erreichte den dritten Platz. 2015/16 gewann Berlin den CEV-Pokal.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vom Verein als „SCC Juniors“ bezeichnete Nachwuchsabteilung wird von Stefan Meingast geleitet und besteht aus zwölf Jugendmannschaften von der A- bis zur F-Jugend, die alle in den höchsten Spielklassen vertreten sind. Die A-Jugend nimmt nicht am regulären Jugendspielbetrieb in Berlin teil, sondern bestreitet ausschließlich Meisterschaftsturniere (Berliner Meisterschaft, Regionalmeisterschaft Nordost, Deutsche Volleyballmeisterschaft der A-Jugend) und spielt im Erwachsenenspielbetrieb.

Im Zuge der Wende übernahm der Sportclub Charlottenburg 1991 das DDR-Jugendzentrum in Berlin-Marzahn. Auf diese Weise konnte der Fortbestand des Nachwuchszentrums gesichert und die Förderung von Kindern und Jugendlichen fortgesetzt werden. Von Beginn an bestand das Ziel darin, dass von den dort trainierenden Jugendlichen die Besten später in die Bundesligamannschaft integriert werden sollten. Aus den Jugendmannschaften sind unter anderem Björn Andrae, Norbert Walter, Manuel Rieke, Marcus Böhme, Denis Kaliberda und Sebastian Kühner hervorgegangen. Drei der 13 im Profikader der Saison 2013/14 stehenden Spieler stammten aus der eigenen Jugend.

Für ihre Nachwuchsarbeit wurde die Abteilung in den Jahren 1997 und 2005 durch den Deutschen Olympischen Sportbund mit dem Grünen Band für hervorragende Talentförderung im Verein ausgezeichnet. Im Trainerstab der Jugendabteilung sind mit Andreas Nestke, Frank Bachmann, Franko Hölzig (Berliner Landestrainer), Gil Ferrer Cutiño (Trainer am Bundesstützpunkt VC Olympia Berlin) und anderen Akteure mit direktem Bezug zur Volleyball-Bundesliga tätig. Die A-Jugend wurde in den Jahren 1995, 1997, 2000 und 2004 jeweils Deutscher Meister. Bei den B-Junioren gelang dies in den Jahren 1995, 1997, 1998, 2004, 2007 und 2009.

Die Heimstätten der Jugendmannschaften finden sich an den Stützpunkten im östlich gelegenen Ortsteil Berlin-Marzahn, zentral in Prenzlauer Berg und westlich in Berlin-Charlottenburg bzw. Westend.

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimspiele finden in der Max-Schmeling-Halle statt. Beim dritten Finalspiel der Saison 2012/13 gegen den VfB Friedrichshafen am 2. Mai 2013 wurde dort mit 8553 Zuschauern ein Bundesliga-Rekord aufgestellt.[13]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das BR Volleys Team ist komplett. BR Volleys, 15. Juli 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  2. Erster Neuzugang für den Hauptstadtclub. BR Volleys, 14. Juni 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  3. Amerikanische Verstärkung. BR Volleys, 18. Juni 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  4. Vertragsverlängerung und Rückkehr. BR Volleys, 8. Juli 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  5. BR Volleys verpflichten kroatischen Zuspieler. BR Volleys, 24. Juni 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  6. Volleyballer Rob Bontje uit Grevenbicht naar Maaseik. 1Limburg, 9. Juni 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  7. Nächster großer Schritt für den Bundesliga-Volleyball im Rhein-Main-Gebiet. United Volleys Rhein-Main, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  8. Reprezentační libero Kryštof posílil České Budějovice. Idnes Sport, 7. Mai 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  9. Arkas, Kawika Shoji ile anlaştı. Voleybol Extra, 29. April 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  10. GER M: Touzinsky goes to China, Shoji to Turkey, Krystof to Czech Republic. World of Volley, 5. Mai 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  11. BR Volleys stellen neuen Cheftrainer vor. BR Volleys, 3. Juni 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  12. Deutscher Volleyball-Verband, Berlin richtet Finalrunde aus
  13. volley.de, "Friedrichshafen wehrt den Meister-Matchball ab - Historischer Zuschauerrekord in der Max-Schmeling-Halle"

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]