Berlin Recycling Volleys

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Berlin Recycling Volleys
Logo BR Volleys CMYK klein.jpg
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Gründung 1991
Adresse Glockenturmstraße 3–5
14053 Berlin
Manager Kaweh Niroomand
Volleyball-Abteilung
Liga Bundesliga
Spielstätte Max-Schmeling-Halle
Trainer Roberto Serniotti
Co-Trainer Lucio Oro
Erfolge Deutscher Meister
1993, 2003, 2004, 2012, 2013, 2014, 2016, 2017
Pokalsieger
1994, 1996, 2000, 2016
CEV-Pokal
2016
letzte Saison Deutscher Meister
(Stand: 7. Mai 2017)

Die Berlin Recycling Volleys sind eine Volleyballmannschaft des Berliner Sportvereins SC Charlottenburg und spielen in der Bundesliga. Die Berliner sind in den vergangenen sechs Jahren fünf Mal Deutscher Meister geworden, 2016 gewannen sie außerdem den DVV-Pokal und den CEV-Pokal. Bis zum Sommer 2011 war das Volleyball-Team unter dem Namen SCC Berlin bekannt.

Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kader für die Saison 2016/17 besteht aus den folgenden Spielern:

Kader - Saison 2016/17
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position
Paul Carroll 12 AustralienAustralien Australien 2,05 m 16. Mai 1986 D
Felix Fischer 6 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,03 m 27. Feb. 1983 MB
Nikola Kovačević (bis Januar 2017) 5 SerbienSerbien Serbien 1,93 m 14. Feb. 1983 AA
Robert Kromm 3 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,12 m 09. Mär. 1984 AA
Sebastian Kühner 10 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,03 m 15. Mär. 1987 Z
Steven Marshall 2 KanadaKanada Kanada 1,91 m 23. Nov. 1989 AA
Aleksandar Okolić 1 SerbienSerbien Serbien 2,05 m 14. Feb. 1983 MB
Luke Perry 4 AustralienAustralien Australien 1,82 m 20. Nov. 1995 L
Ruben Schott 13 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,92 m 08. Juli 1994 AA
Wouter ter Maat 16 NiederlandeNiederlande Niederlande 2,00 m 07. Mai 1991 D
Graham Vigrass 8 KanadaKanada Kanada 2,03 m 17. Juni 1989 MB
Tsimafei Zhukouski 11 KroatienKroatien Kroatien 1,96 m 18. Dez. 1989 Z

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspieler

Neuzugänge 2016
Spieler bisheriger Verein
Nikola Kovačević VK Lokomotiv Nowosibirsk[1]
Steven Marshall SVG Lüneburg[2]
Aleksandar Okolić KK Roter Stern Belgrad[3]
Luke Perry VfB Friedrichshafen[4]
Wouter ter Maat VDK Gent[5]
Graham Vigrass Arkasspor İzmir[6]
Abgänge 2016/17
Spieler neuer Verein
Árpád Baróti Suwon KEPCO Vixtorm[7]
Francesco De Marchi unbekannt
Tomáš Kmeť Karriereende[8]
Nicolas Le Goff Istanbul BBSK[9]
Paul Lotman unbekannt
Erik Shoji VK Lokomotiv Nowosibirsk[10]
Nikola Kovačević Paykan Tehran VC[11]

Chef-Trainer ist seit 2015 der Italiener Roberto Serniotti.[12] Er übernahm das Amt von Mark Lebedew, mit dem die Berliner dreimal deutscher Meister geworden waren. Serniottis Assistent ist der Brasilianer Lucio Oro. Manlio Puxeddu arbeitet als zweiter Co-Trainer und Scout. Für die medizinische Betreuung sind der Mannschaftsarzt Dr. Oliver Miltner, der Physiotherapeut Sebastian Riekehr und der Athletik-Trainer Erik Helm zuständig. Kaweh Niroomand leitet als Manager die Geschäftsführung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Volleyballteam SCC entstand 1991 durch die Vereinigung der Volleyballabteilungen des SC Charlottenburg, des VdS Berlin und des SC Berlin. Viele Spitzenvolleyballer aus der DDR setzten beim SCC ihre Karriere in der Bundesliga fort: René Hecht, Franko Hölzig, Ronald Triller, Robert Dellnitz, André Barnowski und andere. Aber auch viele neue Nationalspieler spielten Ende der 1990er Jahre beim SCC: Marco Liefke, Stefan Hübner, Norbert Walter, Ilja Wiederschein, Frank Dehne, Björn Andrae und andere. In den 2000er Jahren konnten die Berliner zwar nur zweimal die Meisterschaft gewinnen, sie befanden sich aber immer unter den Top 3 der nationalen Liga und spielten jede Saison international. Am 18. November 2011 wagte man erstmals den Schritt aus der Sömmeringhalle in die Max-Schmeling-Halle, die eine Kapazität von rund 9000 Zuschauern bietet. Zur Saison 2011/12 sind die Berliner, die nun als Berlin Recycling Volleys auftraten, endgültig in die Max-Schmeling-Halle umgezogen. Im dritten Finalspiel der Saison 2012/13 gegen den VfB Friedrichshafen am 2. Mai 2013 wurde dort mit 8553 Zuschauern ein Bundesliga-Rekord aufgestellt.[1]

Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesliga-Team 2010/11

Der Berlin Recycling Volleys gehören seit Jahren neben dem VfB Friedrichshafen zur nationalen Spitze der Volleyball-Bundesliga. Sieben deutsche Meisterschaften konnten die Berliner bisher gewinnen (1993, 2003, 2004, 2012, 2013, 2014 und 2016). Nach den Meisterschaftstiteln 2003 und 2004 schied man drei Jahre in Folge im Halbfinale aus. In der Saison 2004/05 verlor der SCC im Halbfinale gegen den neuen Vizemeister evivo Düren und wurde schließlich Vierter. Ein Jahr später konnten sich die Berliner nach einer erneuten Halbfinal-Niederlage gegen Düren den dritten Platz sichern. In der Saison 2007/08 verloren die Berliner das Finale gegen Serienmeister Friedrichshafen. In den beiden folgenden Jahren unterlagen sie wieder jeweils im Halbfinale. 2011 wurde der SCC zum vierten Mal nach 2000, 2002 und 2008 Vizemeister. 2012 beendeten die Berlin Recycling Volleys im Playoff-Halbfinale die Erfolgsserie des VfB Friedrichshafen und setzten sich anschließend in einer der knappsten Finalserien der jüngeren Geschichte mit 3:2 Siegen gegen Generali Haching durch. 2013 und 2014 konnten die Berliner ihren Titel jeweils mit 3:1 Finalsiegen über den VfB Friedrichshafen verteidigen. 2014/15 wurden die Berliner nach einem 2:3 im Playoff-Endspiel gegen Friedrichshafen Vizemeister. In der Saison 2015/16 setzten sich die Recycling Volleys in drei Spielen gegen den Konkurrenten vom Bodensee durch und wurden zum siebten Mal deutscher Meister.[13]

DVV-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BR Volleys konnte den DVV-Pokal in seiner Geschichte viermal gewinnen (1994, 1996, 2000 und 2016). In der Saison 2004/05 verloren die Berliner das Finale gegen den VfB Friedrichshafen. Anschließend scheiterten sie vier Mal in Folge im Halbfinale, 2005/06 und 2007/08 erneut gegen Friedrichshafen sowie 2006/07 und 2008/09 am Moerser SC. Anschließend kamen die BR Volleys nicht mehr über das Viertel- bzw. Achtelfinale hinaus. Erst in der Saison 2013/14 gelang wieder der Einzug ins Finale, in dem man erneut dem VfB Friedrichshafen unterlag. 2016 konnten die Berliner zum vierten Mal den Titel gewinnen. Vor der Rekordkulisse von 12.000 Zuschauern gewannen sie das erstmals in Mannheim ausgetragene Endspiel gegen den TV Bühl.[14]

Europa-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach mehreren Teilnahmen in der Champions League spielte der SCC Berlin in der Saison 2005/06 im CEV-Pokal. Vom 11. bis 13. November 2005 fand im spanischen Soria ein Vorrundenturnier statt, bei dem die Berliner auf den TSV Hartberg (Österreich), Schuvoc Halen (Belgien) und das Team des Gastgebers, Numancia Caja Duero Soria, trafen. Der zweite Platz bei diesem Turnier reichte nicht für die Qualifikation zur nächsten Runde. In der Saison 2006/07 spielte der SCC im Top Teams Cup. Beim Vorrundenturnier im niederländischen Doetinchem belegten die Berliner nach Niederlagen gegen die Gastgeber und Unicaja Almeria (Spanien) und nur einem Sieg gegen die Kroaten von OK Karlovac nur den dritten Platz und schieden damit aus. In der Saison 2007/08 erreichte der SCC mit Siegen gegen Doetinchem und Prvacina das Achtelfinale im Challenge Cup und verlor dort gegen AZS Olsztyn aus Polen. 2008/09 verloren die Berliner in der ersten Runde im „Golden Set“ mit 11:15 gegen den griechischen Verein GC Lamia und schieden dann im Challenge Cup gegen CAI Teruel aus Spanien aus. 2009/10 erreichte der SCC im Challenge Cup nach einem 3:1-Sieg über VK Dukla Liberec den dritten Platz. 2010/11 kam die Mannschaft bis ins Achtelfinale des CEV-Pokals, wo sie gegen Resovia Rzeszów aus Polen mit 2:3 und 1:3 unterlag. Im CEV-Cup 2011/12 erreichte Berlin nach Siegen über Anorthosis Famagusta und Istanbul BBSK das Viertelfinale, in dem es gegen Acqua Paradiso Monza aus Italien zwei Niederlagen gab. In der Champions League 2012/13 erreichten die BR Volleys als Gruppenzweiter die erste Playoff-Runde und schieden mit zwei Tiebreak-Niederlagen gegen VK Zenit-Kasan aus. Das gleiche Duell gab es in der Saison 2013/14; diesmal gelang Berlin allerdings kein Satzgewinn gegen die Russen. In der Champions League Saison 2014/15 überstand Berlin die Gruppenphase als Zweiter punktgleich hinter Resovia Rzeszów. Die Bewerbung als Austragungsort für das Final Four der Champions-League war erfolgreich [15], somit nahm Berlin Ende März 2015 zum ersten Mal am Finalturnier teil und erreichte den dritten Platz. In der folgenden Saison 2015/16 nahmen die BR Volleys an der Champions League teil. In der Gruppenphase schieden die Berliner als Gruppendritter aus, durften jedoch danach weiter im CEV-Cup starten. Im Finale setzen sie sich in Hin- und Rückspiel gegen ZSK Gazprom-Ugra Surgut aus Russland durch (3:2 und 0:3)[16] und konnten sich so erstmals in ihrer Geschichte einen internationalen Titel sichern. 2016/17 werden die BR Volleys wieder in der Champions League antreten. In der Gruppenphase treffen sie auf Cucine Lube Civitanova (Italien), Asseco Resovia Rzeszow aus Polen und auf einen Qualifikanten.[17]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vom Verein als „SCC Juniors“ bezeichnete Nachwuchsabteilung wird von Stefan Meingast geleitet und besteht aus zwölf Jugendmannschaften von der A- bis zur F-Jugend, die alle in den höchsten Spielklassen vertreten sind. Die A-Jugend nimmt nicht am regulären Jugendspielbetrieb in Berlin teil, sondern bestreitet ausschließlich Meisterschaftsturniere (Berliner Meisterschaft, Regionalmeisterschaft Nordost, Deutsche Volleyballmeisterschaft der A-Jugend) und spielt im Erwachsenenspielbetrieb.

Im Zuge der Wende übernahm der Sportclub Charlottenburg 1991 das DDR-Jugendzentrum in Berlin-Marzahn. Auf diese Weise konnte der Fortbestand des Nachwuchszentrums gesichert und die Förderung von Kindern und Jugendlichen fortgesetzt werden. Von Beginn an bestand das Ziel darin, dass von den dort trainierenden Jugendlichen die Besten später in die Bundesligamannschaft integriert werden sollten. Aus den Jugendmannschaften sind unter anderem Björn Andrae, Norbert Walter, Manuel Rieke, Marcus Böhme, Denis Kaliberda und Sebastian Kühner hervorgegangen. Drei der 13 im Profikader der Saison 2013/14 stehenden Spieler stammten aus der eigenen Jugend.

Für ihre Nachwuchsarbeit wurde die Abteilung in den Jahren 1997 und 2005 durch den Deutschen Olympischen Sportbund mit dem Grünen Band für hervorragende Talentförderung im Verein ausgezeichnet. Im Trainerstab der Jugendabteilung sind mit Andreas Nestke, Frank Bachmann, Franko Hölzig (Berliner Landestrainer), Gil Ferrer Cutiño (Trainer am Bundesstützpunkt VC Olympia Berlin) und anderen Akteure mit direktem Bezug zur Volleyball-Bundesliga tätig. Die A-Jugend wurde in den Jahren 1995, 1997, 2000 und 2004 jeweils Deutscher Meister. Bei den B-Junioren gelang dies in den Jahren 1995, 1997, 1998, 2004, 2007 und 2009.

Die Heimstätten der Jugendmannschaften finden sich an den Stützpunkten im östlich gelegenen Ortsteil Berlin-Marzahn, zentral in Prenzlauer Berg und westlich in Berlin-Charlottenburg bzw. Westend.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nikola Kovacevic: die große Lösung für die BR Volleys. Der Tagesspiegel, 22. September 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  2. Die BR Volleys haben jetzt einen Marshall. Berliner Morgenpost, 21. Juni 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  3. BR Volleys holen Aleksandar Okolic. Tagesspiegel, 10. August 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  4. Luke Perry wird neuer Libero. Tagesspiegel, 19. Mai 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  5. Vierter Neuzugang: Volleys holen Niederländer Ter Maat. Berliner Zeitung, 7. Juli 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  6. Graham Vigrass: Ein Eismann für die BR Volleys. Tagesspiegel, 21. Juli 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  7. http://www.volleyball.it/notizie.asp?n=119869&l=1. volleyball.it, 13. Mai 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  8. Tomas Kmet beendet seine Karriere bei den BR Volleys. Berliner Morgenpost, 4. Mai 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  9. Doppeltes Gehalt lockt Volleys-Star Le Goff nach Istanbul. Berliner Morgenpost, 11. Mai 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  10. It’s Official! Shoji Brothers confirmed to play for Lokomotiv Novosibirsk in Siberia. Russia Volley, 14. September 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016 (englisch).
  11. Serbian Outside Hitter Transfers from Top German to Top Iranian Club. VolleyMob, 9. Februar 2017, abgerufen am 9. Februar 2017.
  12. BR Volleys stellen neuen Cheftrainer vor. BR Volleys, 3. Juni 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  13. Lisa Theves: BR Volleys sind Deutscher Meister 2016! BR Volleys, abgerufen am 2. August 2016.
  14. BR Volleys sind Pokalsieger 2016. BR Volleys, abgerufen am 2. August 2016.
  15. Deutscher Volleyball-Verband, Berlin richtet Finalrunde aus
  16. BR Volleys schreiben deutsche Volleyballgeschichte. BR Volleys, abgerufen am 2. August 2016.
  17. Champions-League-Auslosung beschert Hochkaräter. BR Volleys, abgerufen am 2. August 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]