Berliner Bank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Niederlassung der Deutschen Bank. Historisch bestand eine Berliner Bank, die 1905 in der Commerzbank aufging.
  Berliner Bank, Niederlassung der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden Aktiengesellschaft
Logo
Zentrale
Ehemalige Zentrale in der Hardenbergstraße in Berlin-Charlottenburg
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Berlin
Rechtsform Niederlassung der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 100 708 48[1]
BIC DEUT DEDB 110[1]
Leitung
Logo bis 2013
Historisches Logo

Die Berliner Bank war eine Niederlassung der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden. Sie hatte zuletzt Filialen in Berlin und Potsdam.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berliner Bank wurde am 21. Juni 1950 im damaligen West-Berlin auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters von West-Berlin Ernst Reuter gegründet. Vorrangige Aufgabe der Berliner Bank war, den Wiederaufbau der Wirtschaft Berlins zu fördern. Es folgte eine Expansion über die Stadtgrenzen hinaus.

Im Jahr 1994 gründeten die Berliner Bank AG, die Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank und die Landesbank Berlin gemeinsam die Bankgesellschaft Berlin AG, die mehrheitlich im Besitz des Landes Berlin war.

Ab 1. Januar 1999 ging die Berliner Bank AG vollständig auf die Bankgesellschaft Berlin AG über, blieb aber als eigenständige Marke erhalten. Nach dem Berliner Bankenskandal im Jahr 2001 verabschiedete die Bankgesellschaft Berlin AG im Dezember ein Sanierungsprogramm, das durch umfangreiche Hilfen des Landes Berlin eine Insolvenz verhinderte.

Schließlich wurde am 1. Juli 2003 die Berliner Bank zu einer Niederlassung der Landesbank Berlin. Diese änderte zum Jahresanfang 2006 durch das Gesetz über die Berliner Sparkasse und die Umwandlung der Landesbank Berlin in eine Aktiengesellschaft ihre Gesellschaftsform. Die Berliner Bank wurde somit zur Niederlassung der Landesbank Berlin AG.

Ein Beschluss der Europäischen Union bestimmte den Verkauf der Berliner Bank bis Ende 2006. Der Zuschlag ging Mitte Juni 2006 für rund 680 Millionen Euro an die Deutsche Bank. Am 1. Oktober 2006 wurde die Berliner Bank AG & Co. KG als eigenständige Gesellschaft aus der Landesbank Berlin AG ausgegründet. Mit Beginn des Jahres 2007 wurde sie ein Teil des Deutsche-Bank-Konzerns. Seit Juli 2010 firmiert die Berliner Bank als Berliner Bank, Niederlassung der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden Aktiengesellschaft.[2] Der eigene Markenauftritt blieb erhalten.

Im November 2015 gab der Mutterkonzern Deutsche Bank bekannt, die Marke Berliner Bank bis Ende des Jahres 2017 aufzugeben.[3] Am 17. Juli 2016 veröffentlichte die DB eine Liste der zu schließenden Filialen.[4]

Zentrale in der Hardenbergstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zentrale der Berliner Bank befand sich in der Hardenbergstraße 32 in Berlin-Charlottenburg. Neben dem Sitz der Geschäftsleitung waren in dem Gebäude auch vertriebsunterstützende Abteilungen sowie das Private Banking untergebracht. Das Haus wurde 1951 vom Architekten Gerhard Siegmann errichtet, der zuvor in einem ausgeschriebenen Architekturwettbewerb den ersten Preis gewonnen hatte.

Auflösung der Marke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marke Berliner Bank wurde zum 7. November 2016 aufgegeben, der Internetauftritt abgeschaltet und die Filialen sukzessive auf die Marke Deutsche Bank umgestellt oder geschlossen. Kunden der Berliner Bank behielten hierbei ihre Bankprodukte, die nun unter der Marke Deutsche Bank laufen. IBAN und BIC blieben hierbei erhalten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Impressum im Internetauftritt der Berliner Bank.
  3. Carla Neuhaus: Die Berliner Bank verschwindet vom Markt. In: Der Tagesspiegel. 18. November 2015, abgerufen am 2. Dezember 2015.
  4. Informationen der Deutschen Bank "Weniger Filialen – Mehr Banking", Unterpunkt "Berlin"

Koordinaten: 52° 30′ 29″ N, 13° 19′ 45″ O