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Berliner Landespokal (Fußball)

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Berliner Landespokal
Voller NameCOSY-WASCH Landespokal Berlin
Verband Berliner Fußball-Verband
Mannschaften175 (Saison 2025/26)
SpielmodusK.-o.-System
TitelträgerVSG Altglienicke (2. Titel)
RekordsiegerTennis Borussia Berlin (17 Titel)
Aktuelle Saison2025/26
WebsiteBerliner Landespokal
Qualifikation fürDFB-Pokal
Pokaltrophäe

Der Berliner Landespokal ist ein jährlich vom Berliner Fußball-Verband (BFV) ausgetragener Verbandspokal. Der Pokalsieger erhält die Berechtigung, an der ersten Runde des DFB-Pokals teilzunehmen. Der Pokal existiert mit Unterbrechungen wahrscheinlich seit dem Jahr 1907 unter verschiedenen Bezeichnungen. Rekordpokalsieger ist Tennis Borussia Berlin mit 17 Titeln (wobei ein Sieg von den Amateuren des Vereins errungen wurde).

Austragungsmodus

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Spielberechtigt sind alle beim BFV gemeldeten Amateurmannschaften, die am regulären Spielbetrieb teilnehmen, sowie der Sieger des Freizeitpokals. Nicht spielberechtigt sind die Berliner Fußballteams, welche in den ersten beiden Profiligen das heißt in der ersten bzw. zweiten Bundesliga – spielen (aktuell betrifft dies Hertha BSC und den 1. FC Union). Seit der Saison 2004/05 dürfen darüber hinaus nur die ersten Mannschaften eines Vereins im Pokal starten. Für die Zweitvertretungen wurde ein separater Pokalwettbewerb geschaffen.

Auslosung zur 2. Runde des Berliner Pilsner Pokals für die Saison 2016/17 im Kasino des „Haus des Fussballs“

Das Teilnehmerfeld der 1. Hauptrunde der 1. Herren besteht aus 128 Mannschaften. Da es im Verband mehr 1. Herren-Mannschaften gibt, ist eine Qualifikationsrunde nötig. Hier treten die Mannschaften der Kreisligen und einige Mannschaften der Bezirksligen gegeneinander an. In der Saison 2016/2017 waren das 51 Partien.[1] Im Gegensatz zur Auslosung beim DFB-Pokal gibt es zur Auslosung der 1. Hauptrunde des Berliner Pokals keine zwei Lostöpfe, sondern alle Spiele werden aus einem Lostopf gezogen. Das hatte in der Saison 2016/17 beispielsweise zur Folge, dass der 1. FFV Spandau aus der Kreisliga B (10. Liga) bei Tasmania Berlin aus der Berlin-Liga (6. Liga) antreten musste.

Der Wettbewerb wird im K.-o.-System ausgetragen, d. h. die jeweiligen Pokalbegegnungen werden in einem Spiel ausgetragen. Wurde während der regulären Spielzeit kein Sieger ermittelt, muss das Spiel durch Verlängerung oder ggf. Elfmeterschießen entschieden werden. Bis einschließlich dem Achtelfinale hat der unterklassige Verein Heimrecht. Bei gleicher Ligenzugehörigkeit sowie ab dem Viertelfinale hat der zuerst geloste Verein Heimrecht. Die beiden antretenden Vereine teilen sich grundsätzlich in allen Runden die Zuschauereinnahmen. Im Finale werden die Einnahmen zu je einem Drittel an die beiden Finalteilnehmer und den BFV verteilt.

1907–1945: Pokalsieger Berlin/Brandenburg

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Der erste Berliner Pokalwettbewerb wurde wahrscheinlich 1907 vom Verband Berliner Ballspielvereine (VBB; damals der führende Fußballverband in Berlin) ausgespielt. Dieser existierte bis 1910 und wurde – wie auch die Berliner Fußballmeisterschaft – vom BTuFC Viktoria 1889 dominiert, der drei von vier Austragungen gewann. Erst zehn Jahre später wird erneut ein Berliner Pokalsieger (als Gewinner einer 14 Mannschaften umfassenden Liga) genannt. Ab 1923 wurde der Pokal regelmäßig vom Verband Brandenburgischer Ballspielvereine (ebenfalls VBB) ausgetragen. Wie der Name bereits aussagt, waren auch Brandenburger Mannschaften am Spielbetrieb zugelassen. Jedoch hat sich bis heute die Bezeichnung Berliner Pokalsieger durchgesetzt. Analog dazu wird auch die Meisterschaft des VBB heute als Berliner Meisterschaft bezeichnet.

Nach der Auflösung des VBB 1933 wurde auch 1934 das letzte Mal der VBB-Verbandspokal ausgetragen. In den folgenden Jahren wurden die Teilnehmer am reichsweiten Tschammer-Pokal in sogenannten Gaugruppen ermittelt, wobei Berlin und Brandenburg zunächst mit Ostpreußen, Schlesien und Sachsen eine Gaugruppe bildete. Im Jahr 1942 wurde wieder ein Gaupokal Berlin-Brandenburg eingeführt. Der Sieger des Gaupokals war für die Endrunde des Tschammer-Pokals qualifiziert. In der Pokalsaison 1944 wurde zwar die Gaupokalrunde noch beendet, die reichsweite Pokalendrunde kriegsbedingt jedoch nicht mehr ausgetragen.

In seinen Anfangsjahren wurde der Pokal neben Viktoria 89 auch vom heutigen 2. Bundesligist Hertha BSC geprägt. Beide gewannen jeweils fünf Mal den Wettbewerb.

Endspielergebnisse (1907–1945)
DatumPokalsiegerFinalistErgebnisAustragungsortZuschauer
23. Juni 1907BTuFC Viktoria 1889Berliner BC 032:0Germania-Platz
24. Mai 1908BTuFC Viktoria 1889BTuFC Union 18924:0Viktoria-Platz
24. Okt. 1909BTuFC Viktoria 1889Berliner BC 034:0Union-Platz1500
10. Juli 1910Weißenseer FCBFC Fortuna 18944:1Germania-Platz500
1920BFC Hertha 92(Sieger einer 14er-Liga)
4. Juli 1923SV Norden-NordwestBBC Brandenburg 922:0NNW-Platz5000
29. Juni 1924Hertha BSCBV 06 Luckenwalde1:0Union-Platz6000
17. Juni 1925SV Norden-Nordwest1. FC Neukölln3:1NNW-Platz10000
20. Juni 1926BFC Viktoria 1889Union Oberschöneweide4:3Stadion am Gesundbrunnen4000
25. Juni 1927BFC Viktoria 1889SV Norden-Nordwest6:2Stadion am Gesundbrunnen12000
23. Juni 1928Hertha BSCBV 06 Luckenwalde9:2Stadion am Gesundbrunnen10000
27. Okt. 1929Hertha BSCBFC Viktoria 18895:1Stadion am Gesundbrunnen23000
22. Juni 1930Berliner SV 92Spandauer SV5:1Poststadion8000
26. Dez. 1931Tennis Borussia BerlinWacker 04 Berlin6:0Preussen-Stadion15000
26. Dez. 1932Hertha BSCBerliner SV 18923:1Poststadion25000
26. Aug. 1933Berliner SV 92SV Norden-Nordwest2:1 n.VPreussen-Stadion5000
17. Juni 1934Blau-Weiß 90 BerlinBerliner SV 923:1Stadion am Gesundbrunnen3000
1943Hertha BSCTennis Borussia Berlin4:3 n. V.
1944SG Ordnungspolizei BerlinTennis Borussia Berlin6:2

1945–1950: Gesamtberliner Pokal

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der damit einhergehenden Teilung Berlins in vier Sektoren wurde der Pokal in der Saison 1946/47 unter dem Namen Pokal des amerikanischen Drahtfunks (bzw. bis 1950 als RIAS-Pokal) wieder neu ausgetragen. Dieser fand jedoch ohne das Brandenburger Umland – welches sich auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone befand – statt. Mit der Einführung der Oberliga auf dem Gebiet der DDR wuchs allerdings der politische Druck auf die Ost-Berliner Vereine, sich vom Gesamtberliner Spielbetrieb abzumelden, was zum Anfang der Saison 1950/51 schließlich auch geschah. Die Ost-Berliner Mannschaften wurden in den DDR-Fußball eingegliedert, die West-Berliner Teams wurden fortan durch den wieder neu gegründeten VBB organisiert. Bis zur sportlichen Wiedervereinigung der BRD und DDR im Jahr 1991 sollte es in Berlin jeweils zwei Pokalsieger geben.

Endspielergebnisse (1946–1950)
DatumPokalsiegerFinalistErgebnisAustragungsortZuschauer
17. März 1946SG WilmersdorfSG Tempelhof2:1 n. V.Stadion Neukölln15000
9. Feb. 1947SG OberschöneweideSG Wilmersdorf4:3 n. V.Stadion am Gesundbrunnen12000
21. März 1948kein SiegerSG Oberschöneweide
SG Charlottenburg
2:2 n. V.Poststadion32000
25. Apr. 1948
(Wiederholung)
SG OberschöneweideSG Charlottenburg3:1Poststadion25000
3. Juli 1949Tennis Borussia BerlinBFC Alemannia 902:0Poststadion25000
21. Juni 1950Wacker 04 BerlinTennis Borussia Berlin2:1 n. V.Poststadion13500

1950–1991: Pokalsieger in Ost und West

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Im Westteil Berlins trug der Pokal in den Jahren 1950 bis 1970 den Namen Karl-Heinz-Schulz-Pokal. Schulz war Trainer und Sportjournalist. U. a. trainierte er den deutschen Ruder-Achter bei den Olympischen Spielen 1936. Mit 39 Jahren starb er infolge einer Operation.

Im Jahr 1970 wurde der Pokal in Paul-Rusch-Pokal umbenannt. Der Namensgeber Paul Rusch war ein Berliner Sportfunktionär, der 1949 durch die Alliierten zum ersten Vorsitzenden des neuen VBB ernannt wurde. Dieses Amt bekleidete er bis 1970. Am Paul-Rusch-Pokal nahmen alle Amateur-Vereine teil, die am regelmäßigen Punktspielbetrieb des Berliner Fußballverbandes (BFV) teilnahmen. Seit der Saison 1957/58 qualifizierte sich der Sieger des Karl-Heinz-Schulz- bzw. Paul-Rusch-Pokals für den bundesweiten Pokalwettbewerb, den DFB-Pokal.

Endspielergebnisse West-Berlin
DatumPokalsiegerFinalistErgebnisAustragungsortZuschauer
26. Aug. 1951Tennis Borussia BerlinSC Union 06 Berlin2:1 n. V.Poststadion28000
29. Juni 1952Blau-Weiß 90 BerlinWacker 04 Berlin3:0Poststadion8000
28. Juni 1953BFC Viktoria 1889Berliner SV 924:2Poststadion9000
11. Apr. 1954Spandauer SVTennis Borussia Berlin1:0Poststadion22000
30. Juni 1955Spandauer SVSC Minerva 932:1 n. V.Stadion am Gesundbrunnen6000
19. Mai 1957
(1956)
kein SiegerSpandauer SV
SC Tasmania 1900 Berlin
1:1 n. V.Poststadion6000
5. Juni 1957
(Wiederholung)
kein SiegerSC Tasmania 1900 Berlin2:2 n. V. 1Stadion am Gesundbrunnen6117
8. Juni 1957
(Wiederholung)
Spandauer SVSC Tasmania 1900 Berlin1:1 n. V. 2Stadion am Gesundbrunnen8500
22. Juni 1958
(1957)
SC Tasmania 1900 BerlinBerliner SV 923:1Stadion am Gesundbrunnen3000
12. Aug. 1959
(1958)
Hertha BSCSpandauer SV4:1Poststadion19093
22. Juni 1960
(1959)
Hertha BSCWacker 04 Berlin5:2Poststadion6500
25. März 1961
(1960)
SC Tasmania 1900 BerlinTennis Borussia Berlin3:0Poststadion20000
31. Mai 1962
(1961)
SC Tasmania 1900 BerlinBFC Südring3:0Stadion am Gesundbrunnen3638
25. Mai 1963
(1962)
SC Tasmania 1900 BerlinBFC Meteor 064:1Stadion am Gesundbrunnen4890
18. März 1964
(1963)
Tennis Borussia BerlinWacker 04 Berlin2:1Stadion am Gesundbrunnen4798
27. Dez. 1964kein SiegerTennis Borussia Berlin
Spandauer SV
2:2 n. V.Stadion am Gesundbrunnen8099
6. Jan. 1965
(Wiederholung)
Tennis Borussia BerlinSpandauer SV7:1Poststadion6305
20. Nov. 1965kein SiegerTennis Borussia Berlin
Wacker 04 Berlin
1:1 n. V.Stadion am Gesundbrunnen4987
27. Nov. 1965
(Wiederholung)
Tennis Borussia BerlinWacker 04 Berlin3:2Poststadion3000
23. Nov. 1966Hertha BSCTennis Borussia Berlin6:3Olympiastadion12994
22. Nov. 1967Hertha BSCSC Tasmania 1900 Berlin1:0Poststadion9122
20. Nov. 1968SC Wacker 04 BerlinHertha Zehlendorf4:2Poststadion7863
25. Dez. 1969kein Sieger  3Tennis Borussia Berlin
Hertha Zehlendorf
1:1 n. V.Poststadion2179
18. Nov. 1970SC Tasmania 1900 BerlinTennis Borussia Berlin2:0Poststadion6831
24. Nov. 1971SC Tasmania 1900 BerlinWacker 04 Berlin4:2Poststadion1722
18. Okt. 1972SC Wacker 04 BerlinSpVgg Hellas-Nordwest 045:0Stadion am Gesundbrunnen1279
31. Okt. 1973Tennis Borussia BerlinBlau-Weiß 90 Berlin1:0Poststadion2014
31. Juli 1974Rapide WeddingHertha Zehlendorf5:3Stadion am Gesundbrunnen0518
10. Aug. 1975Spandauer SVHertha Zehlendorf4:1SSV-Platz an der Neuendorfer Straße1027
2. Juni 1976Hertha BSC AmateureBFC Preussen4:1Preussenstadion0640
17. Juni 1977Hertha ZehlendorfTraber FC Mariendorf2:1Sportplatz an der Rathausstraße0938
7. Mai 1978Spandauer SVBFC Preussen2:1SSV-Platz an der Neuendorfer Straße1311
12. Aug. 1979BFC PreussenReinickendorfer Füchse5:3Katzbachstadion0950
17. Juni 1980BFC PreussenWacker 04 Berlin6:1Hertzbergplatz Neukölln1113
9. Juni 1981BFC PreussenReinickendorfer Füchse2:1Katzbachstadion1300
20. Mai 1982Hertha ZehlendorfRapide Wedding3:1Katzbachstadion0864
12. Mai 1983SC CharlottenburgTennis Borussia Berlin3:2Mommsenstadion2000
1. Mai 1984Blau-Weiß 90 BerlinLichterfelder SU3:1Mommsenstadion0829
16. Mai 1985Tennis Borussia BerlinSC Charlottenburg1:0Mommsenstadion1823
11. Mai 1986SC CharlottenburgSpandauer SV2:1Stadion am Askanierring1157
17. Mai 1987Hertha BSCTennis Borussia Berlin2:0Poststadion3002
12. Mai 1988Türkiyemspor BerlinBFC Preussen2:1 n. V.Katzbachstadion5500
4. Mai 1989Hertha ZehlendorfTürkiyemspor Berlin2:0Poststadion5969
13. Mai 1990Türkiyemspor BerlinHertha Zehlendorf2:1Mommsenstadion2863
9. Mai 1991Türkiyemspor BerlinNSC Marathon 023:0Stadion Lichterfelde1980
1 
Die zweite Partie wurde nach 110 Minuten wegen Dunkelheit abgebrochen.
2 
Nach der dritten Partie entschied das Los für den Spandauer SV.
3 
Es konnte kein Termin für das Wiederholungsspiel gefunden werden, weil Zehlendorf zu einer traditionellen Auslandstour aufbrach. Die Startberechtigung für den DFB-Pokal erhielt Tennis Borussia.[2]

In Ost-Berlin wurde ab 1957 ein regionaler Pokal ausgespielt. Dieser war einer von 15 FDGB-Bezirkspokalen der 1952 gebildeten DDR-Bezirke. Am Wettbewerbe nahmen dabei alle Ost-Berliner Vereine teil, die nicht in der Oberliga, Liga oder II. Liga spielten, und konnten sich so für den republikweiten FDGB-Pokal qualifizieren.

Endspielergebnisse Ost-Berlin
DatumPokalsiegerFinalistErgebnisAustragungsortZuschauer
23. Feb. 1958
(1957)
SG AdlershofSG Nordring8:4Hans-Zoschke-Stadion1500
26. Dez. 1958SG HohenschönhausenBEWAG/Turbine Berlin2:1Hans-Zoschke-Stadion0850
27. Dez. 1959SG AdlershofSG Köpenick4:3 n. V.Hans-Zoschke-Stadion2000
12. Jan. 1961
(1960)
SG Lichtenberg 47 IIBSG Lok Schöneweide6:2Kleines Jahnstadion1000
26. Dez. 1961BSG Motor WeißenseeBSG Lok Schöneweide3:1Hans-Zoschke-Stadion0500
8. Juni 1963BSG Rotation BerlinBSG Berliner Verkehrsbetriebe4:2Ernst-Grube-Stadion0500
20. Juni 1964kein SiegerSG Dynamo Adlershof
SG Adlershof
0:0Fritz-Lesch-Sportplatz1000
27. Juni 1964
(Wiederholung)
SG Dynamo AdlershofSG Adlershof8:0Hans-Zoschke-Stadion0800
28. Apr. 1965SG Lichtenberg 47BSG Motor Köpenick2:1Stadion An der Alten Försterei1500
19. Mai 1966SG Lichtenberg 47BSG Einheit Weißensee3:1Hans-Zoschke-Stadion1000
3. Juni 1967BSG Einheit PankowBSG Berliner Verkehrsbetriebe1:0 n. V.Kleines Jahnstadion0900
15. Juni 1968BFC Dynamo IIFC Vorwärts Berlin II6:1Hans-Zoschke-Stadion0600
31. Mai 1969BFC Dynamo IIIBSG Einheit Pankow3:0Stadion an der Zachertstraße0200
14. Juni 19701. FC Union Berlin IISG Fortuna Biesdorf1:0Stadion an der Zachertstraße0500
13. Juni 1971BSG EAB Lichtenberg 47BSG Rotation Berlin2:0Sportstadion Oberspree1000
4. Juni 1972BSG NARVA BerlinBSG Rotation Berlin1:0Sportplatz Langenbeckstraße1500
2. Juni 1973BFC Dynamo IIIBEWAG/Turbine Berlin7:2Käthe-Tucholla-Stadion0300
15. Juni 19741. FC Union Berlin IISG Berolina Stralau4:0Sportplatz Kynaststraße1000
8. Juni 1975SG HohenschönhausenBSG Luftfahrt Berlin4:1Sportplatz Kynaststraße0700
29. Mai 1976BSG NARVA BerlinBSG Bergmann-Borsig Berlin4:0Sportplatz Kynaststraße0800
5. Juni 1977BSG Sparta LichtenbergBSG Bergmann-Borsig Berlin4:2Stadion an der Zachertstraße1000
3. Juni 1978BSG NARVA BerlinSG Hohenschönhausen4:2Sportplatz Kynaststraße0800
9. Juni 1979BSG Bergmann-Borsig Berlin IIBSG Luftfahrt Berlin1:1 n. V., 7:6 i. E.Sportplatz Kynaststraße0500
31. Mai 1980BSG EAB 47 BerlinBSG Berliner Verkehrsbetriebe5:0Sportplatz Kynaststraße1000
30. Mai 1981BSG Rotation BerlinBSG EAB 47 Berlin4:4 n. V., 3:1 i. E.Sportplatz Kynaststraße1000
4. Juni 1982BSG Rotation BerlinBSG Berliner Verkehrsbetriebe4:1Sportplatz Kynaststraße0500
11. Juni 1983BSG EAB 47 BerlinBSG Einheit Pankow3:2 n. V.Sportplatz Kynaststraße1200
22. Mai 1984BFC Dynamo IIBSG Berliner Verkehrsbetriebe6:0Sportplatz Kynaststraße0500
24. Mai 19851. FC Union Berlin IISG Hohenschönhausen4:2Sportplatz Kynaststraße0500
23. Mai 1986BSG Kabelwerk Oberspree BerlinBSG Rotation Berlin II2:0 n. V.Sportplatz Kynaststraße1000
29. Mai 1987BSG Kabelwerk Oberspree BerlinBSG Bergmann-Borsig Berlin2:1Sportplatz Kynaststraße0800
27. Mai 1988BSG Bergmann-Borsig BerlinBSG Empor HO Berlin3:2Sportplatz Kynaststraße0800
3. Juni 1989BSG Bergmann-Borsig BerlinBSG Tiefbau Berlin2:1 n. V.Sportplatz Kynaststraße0700
30. Mai 1990BSG Tiefbau BerlinBSG Motor Köpenick2:1Sportplatz Kynaststraße0500
1. Mai 1991SV Blau-Gelb BerlinSV Empor Berlin2:0Sportplatz Kynaststraße0250

1992 bis heute: BFV-Pokal für Gesamt-Berlin

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Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde auch im Fußballbereich in der Saison 1991/92 der Pokalwettbewerb der ehemaligen West- und Ost-Verbände zusammengelegt. So sind seitdem auch die Ostberliner Vereine wieder teilnahmeberechtigt am Berliner Pokalwettbewerb. Bis heute gelang es fünf ehemaligen DDR-Teams, das Finale zu erreichen: dem 1. FC Union Berlin (1994, 1997, 2007 und 2009), BFC Dynamo (1999, 2000, 2010, 2011, 2013, 2015, 2017, 2018, 2021 und 2026), Köpenicker SC (2007), SV Lichtenberg 47 (2013 und 2016) und VSG Altglienicke (2020, 2022 und 2026).

Logo des Landespokals bis zur Saison 2021/22

Der Paul-Rusch-Pokal entwickelte selten überregionale Bedeutung. In der Saison 1992/93 sorgten die Hertha BSC Amateure für bundesweites Aufsehen, als dem Team nach dem Sieg im Berliner Wettbewerb auch in der darauffolgenden DFB-Pokal-Saison der überraschende Einzug ins Finale gelang. Dort unterlagen aber die als „Hertha-Bubis“ gefeierten Spieler Bayer 04 Leverkusen. Im Jahr 2001 standen sich mit dem SV Yeşilyurt Berlin und Türkiyemspor Berlin erstmals in einem bundesdeutschen Regionalpokalfinale zwei Migrantenteams im Endspiel gegenüber. Das „türkische Derby“ sorgte für internationales Medieninteresse und eine einmalige TV-Liveübertragung des Paul-Rusch-Pokals Endspiels durch den türkischen TV-Sender TRT-int über Satellit weltweit.[3]

Im Jahr 2004 wurde der Wettbewerb erneut umbenannt und trug bis zum Jahr 2006 den Namen ODDSET-Cup. Aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes durfte der Name des Sponsors jedoch nicht weiter verwendet werden und der Pokal erhielt zunächst den Namen BFV-Pokal, bevor er 2007 in Berliner Pilsner-Pokal umbenannt wurde. Von 2018 bis 2022 hieß der Pokal aufgrund eines Sponsorings der AOK Nordost offiziell AOK-Landespokal Berlin.[4] Seit der Saison 2022/23 ist der Waschanlagenbetreiber COSY WASH Sponsor des Landespokals.[5]

Endspielergebnisse seit 1992

In den Klammern hinter dem genannten Fußballverein ist die jeweilige Ligazugehörigkeit aufgeführt:

3L: 3. Liga (seit 2008)
RL: Regionalliga Nordost (1994 bis 2000), Regionalliga Nord (2000 bis 2012), Regionalliga Nordost (seit 2012)
OL: NOFV-Oberliga Mitte (1991 bis 1994) bzw. NOFV-Oberliga Nord (seit 1992)
VL: Verbandsliga Berlin (seit 2008 Berlin-Liga)
LL: Landesliga Berlin

DatumPokalsiegerFinalistErgebnisAustragungsortZuschauer
29. Mai 1992Hertha BSC Amateure (OL)Reinickendorfer Füchse (OL)1:0Mommsenstadion1418
6. Mai 1993Tennis Borussia Berlin (OL)Türkiyemspor Berlin (OL)2:0Mommsenstadion2898
12. Mai 19941. FC Union Berlin (OL)SD Croatia Berlin (LL)2:1Mommsenstadion3377
25. Mai 1995Tennis Borussia Berlin (RL)Türkiyemspor Berlin (RL)5:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1754
16. Mai 1996Tennis Borussia Berlin (RL)Hertha Zehlendorf (RL)2:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1156
8. Mai 1997Reinickendorfer Füchse (RL)1. FC Union Berlin (RL)1:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark3700
21. Apr. 1998Tennis Borussia Berlin (RL)VfB Lichterfelde (OL)2:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark0903
11. Mai 1999BFC Dynamo (RL)Türkspor Berlin (VL)4:1Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1888
31. Mai 2000Tennis Borussia Berlin Amateure (RL)BFC Dynamo (RL)2:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1841
30. Mai 2001SV Yeşilyurt Berlin (LL)Türkiyemspor Berlin (OL)2:1Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1926
22. Mai 2002Tennis Borussia Berlin (OL)Reinickendorfer Füchse (OL)4:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark0964
14. Mai 2003Reinickendorfer Füchse (OL)Tennis Borussia Berlin (OL)1:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark0962
5. Mai 2004Hertha BSC Amateure (OL)SV Yeşilyurt Berlin (OL)3:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1967
4. Mai 2005Tennis Borussia Berlin (OL)BFC Alemannia 90 Wacker (VL)5:4 n. E.Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1088
24. Mai 2006Tennis Borussia Berlin (OL)Hertha BSC II (RL)2:1 n. V.Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1600
16. Mai 20071. FC Union Berlin (RL)Köpenicker SC (VL)7:0Stadion An der Alten Försterei5624
4. Juni 2008Tennis Borussia Berlin (OL)VfB Hermsdorf (VL)2:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark2063
6. Mai 20091. FC Union Berlin (3L)Tennis Borussia Berlin (OL)2:1Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark3700
2. Juni 2010Berlin Ankaraspor (OL)BFC Dynamo (OL)1:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark3100
8. Juni 2011BFC Dynamo (OL)SFC Stern 1900 (VL)2:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark5100
26. Mai 2012Berliner AK 07 (RL)SC Gatow (VL)2:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark1237
12. Juni 2013BFC Dynamo (OL)SV Lichtenberg 47 (OL)1:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark6381
4. Juni 2014FC Viktoria 1889 Berlin (RL)Tasmania Berlin (VL)2:1Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark3468
20. Mai 2015BFC Dynamo (RL)Tasmania Berlin (VL)1:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark6914
28. Mai 2016BFC Preussen (VL)SV Lichtenberg 47 (OL)1:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark3874
25. Mai 2017BFC Dynamo (RL)FC Viktoria 89 (RL)3:1 n. V.Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark6700
21. Mai 2018BFC Dynamo (RL)Berliner Sport-Club (VL)2:1Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark6428
25. Mai 2019FC Viktoria 1889 Berlin (RL)Tennis Borussia Berlin (OL)1:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark2712
22. Aug. 2020VSG Altglienicke (RL)FC Viktoria 1889 Berlin (RL)6:0Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark0.[6]
29. Mai 2021BFC Dynamo (RL)Berliner AK 07 (RL)2:1Mommsenstadion
21. Mai 2022FC Viktoria 1889 Berlin (3L)VSG Altglienicke (RL)2:1Mommsenstadion1215[7]
3. Juni 2023TuS Makkabi Berlin (OL)Sparta Lichtenberg (VL)3:1 n. V.Mommsenstadion4673
25. Mai 2024FC Viktoria 1889 Berlin (RL)TuS Makkabi Berlin (OL)3:0Hans-Zoschke-Stadion2739[8]
24. Mai 2025BFC Dynamo (RL)Eintracht Mahlsdorf (OL)2:0Mommsenstadion8400[9]
23. Mai 2026VSG Altglienicke (RL)BFC Dynamo (RL)2:1 n. V.Mommsenstadion
Rekordgewinner ist Tennis Borussia Berlin
RangVereinAnzahldavon West *davon Ost * Sieger
1Tennis Borussia Berlin 11760 1931, 1949, 1951, 1963, 1964, 1965, 1973, 1985, 1993, 1995, 1996, 1998, 2000, 2002, 2005, 2006, 2008
2Hertha BSC 21460 1920, 1924, 1928, 1929, 1932, 1943, 1958, 1959, 1966, 1967, 1976 (II.), 1987, 1992 (II.), 2004 (II.)
3BFC Dynamo 31204 1968 (II.), 1969 (III.), 1973 (III.), 1984 (II.), 1999, 2011, 2013, 2015, 2017, 2018, 2021, 2025
4FC Viktoria 1889 Berlin 41010 1907, 1908, 1909, 1926, 1927, 1953, 2014, 2019, 2022, 2024
51. FC Union Berlin 5803 1947, 1948, 1970(II.), 1974(II.), 1985 1994, 2007, 2009
6SC Tasmania 1900 Berlin770 1957, 1960, 1961, 1962, 1963, 1970, 1971
7Spandauer SV550 1954, 1955, 1956, 1975, 1978
8SV Lichtenberg 47 6404 1960 (II.), 1965, 1966, 1971
9BFC Preussen430 1979, 1980, 1981, 2016
* 
Anzahl der Titel, die zwischen 1950 und 1991 in den jew. Ost- bzw. Westbewerben gewonnen wurden.
1 
Ein Titel wurde von der 2. Mannschaft des Vereins gewonnen.
2 
Drei Titel wurden von der 2. Mannschaft des Vereins gewonnen.
3 
Jeweils zwei Titel wurden von der 2. bzw. 3. Mannschaft des Vereins gewonnen.
4 
Sechs Titel wurden vom Vorgängerverein, dem BFC Viktoria 1889 bzw. dem BTuFC Viktoria 89, gewonnen.
5 
Drei Titel wurden von der 2. Mannschaft des Vereins gewonnen.
6 
Ein Titel wurde von der 2. Mannschaft des Vereins gewonnen.
  • Christian Wolter: Rasen der Leidenschaft. Die Fußballplätze von Berlin. Geschichte und Geschichten. Edition Else, Berlin 2011, ISBN 978-3-00-036563-8.
  • Matthias Weinrich, Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 6: Deutsche Pokalgeschichte seit 1935. Bilder, Statistiken, Geschichten, Aufstellungen. Agon-Sportverlag, Kassel 2000, ISBN 3-89784-146-0, S. 82–90.
Commons: Berliner Landespokal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Berliner Pilsner-Pokal 2016/17. In: berliner-fussball.de. Berliner Fußball-Verband e. V., abgerufen am 13. August 2016.
  2. Sebastian Sons: Tennis Borussia ist im Finale der Favorit. In: Berliner Zeitung, 15. Mai 1996.
  3. André Görke: Paul-Rusch-Pokal: Pokalgesetz auf Türkisch. In: Der Tagesspiegel, 30. Mai 2001.
  4. Herren-Pokal heißt zukünftig AOK-Landespokal Berlin. In: berliner-fussball.de. 23. Juli 2018, abgerufen am 9. September 2022.
  5. Der Pokalwettbewerb der Herren heißt ab sofort COSY-WASCH Landespokal Berlin. In: berliner-fussball.de. 18. August 2022, abgerufen am 9. September 2022.
  6. Stefan Hermanns: Warum beim Pokalfinale die Ränge leer bleiben. In: tagesspiegel.de. 21. August 2020, abgerufen am 24. August 2020.
  7. Karin Bühler: Trainer Toku verabschiedet sich von Viktoria Berlin nach Gewinn des Landespokals. In: Berliner Zeitung. 21. Mai 2022, abgerufen am 21. Mai 2022.
  8. Favorit Viktoria entthront Titelverteidiger Makkabi und holt den Berliner Landespokal. In: rbb24. 25. Mai 2024, abgerufen am 26. Mai 2024.
  9. Favorit BFC Dynamo feiert achten Berliner Landespokalsieg. In: rbb24.de. 24. Mai 2025, abgerufen am 25. Mai 2025.