Schauspielhaus Berlin

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Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, 2015

Das Schauspielhaus (ab 1821: Königliches Schauspielhaus, ab 1919: Preußisches Staatstheater, ab 1992: Konzerthaus Berlin) ist ein Baudenkmal am Gendarmenmarkt im Berliner Ortsteil Mitte. Im Auftrag Friedrich Wilhelms III. in den Jahren 1818–1821 von Karl Friedrich Schinkel erbaut, gehört es zu den Hauptwerken des deutschen Klassizismus. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es 1976–1984 von Erhardt Gißke und Manfred Prasser außen originalgetreu und innen in historisierender Form als Konzerthaus wiederaufgebaut.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgängerbau von Carl Gotthard Langhans (rechts), 1815

Friedrich der Große befahl in den 1770er Jahren die Umgestaltung des Gendarmenmarktes. Nachdem die Pferdeställe des Reiterregiments „Gens d’armes“ beseitigt waren, erbaute Johann Boumann hier bis 1776 das Französische Komödienhaus. Von 1778 bis 1786 stand das Haus leer. Friedrich Wilhelm II. erteilte 1786 dem Schauspieldirektor Karl Theophil Döbbelin, der bisher mit seiner Truppe im Theater in der Behrenstraße aufgetreten war, das Privileg, hier zu spielen. Die Mitglieder dürfen sich „Königlich Preußische allergnädigst generalprivilegierte National-Schauspieler“ nennen. Döbbelin geriet jedoch bald in finanzielle Schwierigkeiten und wurde vom König entlassen. Nach dessen Absetzung im Jahr 1787 wurde ein Direktorium eingesetzt, das u. a. aus Johann Jakob Engel und Karl Wilhelm Ramler bestand; in diesem Jahr wurde das Theater offiziell in Königliches Nationaltheater umbenannt. Direktor des Hauses war von Dezember 1796 bis zu seinem Tod im September 1814 August Wilhelm Iffland, der es durch verschiedene Reformen zum bedeutendsten Theater um 1800 machte. Auf seine Anregung hin ließ Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1800 einen Neubau in Auftrag geben, der 1802 eröffnet wurde. Der Architekt war Carl Gotthard Langhans, der Erbauer des Brandenburger Tors. In diesem Gebäude gab es einen großen Saal für Schauspiele und einen Konzertsaal. Seit 1811 war Iffland im Rang eines Direktors der königlichen Schauspiele.[1][2] Der Nachfolger Ifflands war Carl von Brühl aus Seifersdorf (Wachau) bei Radeberg in Sachsen, ein Enkel von Heinrich von Brühl. Von 1815 bis 1828 war er der Intendant der königlichen Theater. Am 29. Juli 1817 brannte das von Langhans errichtete Theater vollständig aus. Den Wiederaufbau begleitete Brühl die ganzen Jahre.

Königliches Schauspielhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwurfszeichnung von Karl Friedrich Schinkel für das Königliche Schauspielhaus

Am 19. November 1817 vergab König Friedrich Wilhelm III. den Auftrag für einen Neubau an Karl Friedrich Schinkel, der schon im April des folgenden Jahres seine Pläne präsentierte; am 4. Juli 1818 wurde der Grundstein gelegt. Bei der Planung musste der Architekt zahlreiche Auflagen berücksichtigen. Alle wieder verwendbaren Teile des abgebrannten Theaters sollten genutzt werden, also die gesamten Fundamente, Teile des Mauerwerks sowie die Säulen des Portikus vor dem Haupteingang. Der Langhans-Bau hatte 2000 Zuschauerplätze gehabt; das neue Theater, als bürgerliches Schauspielhaus konzipiert, sollte nur 1200 Zuschauern Platz bieten, um der königlichen Hof-Oper mit ihren 3000 Plätzen auch nicht annähernd vergleichbar zu sein. Die für den eigentlichen Theaterbetrieb notwendigen Räume – Bühne und Zuschauerraum, Magazine, Werkstätten, Garderoben und Proberäume – sollten ergänzt werden durch einen Konzert- und Ballsaal, der auch privat angemietet werden konnte, durch Restaurant und Küche, um möglichst ökonomisch wirtschaften zu können und so das Königshaus bei den laufenden Kosten zu entlasten. Auf wirksamen Brandschutz war besonders zu achten – durch Wasserreservoirs, Wasserhebemaschinen und sichere Feuerstellen zur Beheizung der großen Räume.

Bauausführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspielhaus um 1825

Schinkel erfüllte alle Forderungen und schuf dabei ein ästhetisch überzeugendes und richtungsweisendes Gebäude. Sein Konzept enthielt, in seinen eigenen Worten, „1. alles das, was zum Theater und der Scenerie gehörte, 2. alles das, was zur Theater-Oeconomie gerechnet werden konnte, 3. alles das, was das Concert- und Festlokal bilden sollte“.[3] Die Dreiteilung der Aufgaben fand sich im Gebäude wieder. Den mittleren Abschnitt des bisher streng in Nord-Süd-Richtung angelegten Hauses erweiterte Schinkel nach Osten und Westen und brachte darin den Theatersaal unter; den Gesamteindruck, auch die Wirkung in Hinblick auf die städtebauliche Situation, verstärkte er durch einen Oberbau mit einem zweiten Giebel. Die beiden Flügel des Gebäudes, genau auf den alten Fundamenten errichtet, enthielten links den Konzert- und Ballsaal, rechts die Wirtschaftsräume.

Als Vorbild für die Gestaltung der Fassade diente das Thrasyllos-Monument in Athen, das 320 v. Chr. erbaut wurde, um an die Erfolge des Musikers Thrasyllos im musischen Wettstreit zu erinnern. Schinkel schrieb darüber: „Ueber den Styl der Architektur, welchen ich dem Gebäude gab, bemerke ich nur im Allgemeinen, daß ich mich […] den griechischen Formen und Constructionsweisen anzuschließen bemühte. Alle Gewölbe in Bogenlinien sind im Aeußeren sowohl als in den Haupträumen des Inneren vermieden […]“ und „Die Construction der Pilaster […] schien mir dem Charakter eines öffentlichen Gebäudes mehr zu entsprechen und mit dem Peristyl der Hauptfacade mehr in Harmonie zu treten, als gewöhnliche Fenster, wozu noch der Vortheil entstand, daß mehr Licht für das, wegen seiner bedeutenden Tiefe sonst sehr schwer im Innern zu beleuchtende Gebäude gewonnen wurde“.[3] Nach diesen Prinzipien entstand eine Netzstruktur mit großen Fensterflächen, die von Zeitgenossen als „eigentümlich“ bezeichnet wurde, seit dem frühen 20. Jahrhundert aber von funktional denkenden Architekten als Vorläufer der modernen Architektur betrachtet wurde.

Die für den Bau verwendeten Säulen waren aus Sandstein; für die ganze Fassade wäre das Material zu teuer gewesen, da es in der Nähe Berlins keine geeigneten Steinbrüche gab. Also wurden Backsteine verarbeitet und hell verputzt, dabei jedoch Fugen frei gelassen, um ein edleres Material vorzutäuschen. Diese Oberfläche war so witterungsempfindlich und damit kostspielig in der Instandhaltung, dass die Fassade 1883/1884 nachträglich mit Sandstein verblendet wurde.

Die Bauführung hatte der Architekt und Mitarbeiter Schinkels, Heinrich Bürde,[4] unter Mitwirkung von Wilhelm Berger. Die Bauarbeiten begleitet der Intendant Carl von Brühl während der gesamten Zeit. Er lud im Sommer 1817 Karl Friedrich Schinkel auf sein heimatliches Schloss Seifersdorf ein, wo die dortigen Umbaumaßnahmen besprochen wurden.

Skulpturenschmuck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reliefs und Plastik Apollo im Greifenwagen von Tieck über dem Haupteingang
Bronzeplastik von Tieck am Haupteingang

Das Bildprogramm für den reichen skulpturalen Schmuck des Schauspielhauses entwickelte Schinkel seit 1819 in enger Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Christian Friedrich Tieck, den er dazu eigens aus Italien zurückgerufen hatte. Grundlagen waren die Funktion des Gebäudes und die Vorstellungswelt der klassischen Antike. Die vier Giebelreliefs zeigen über dem Portikus die Gruppe der Niobiden, im Giebel darüber Sinnbilder der Bühnenkunst, auf der Nordseite ein Bacchanal, auf der Südseite Orpheus und Eurydike. Dazu kam eine Vielzahl von einzelnen Statuen und Gruppen für innen und außen. Insgesamt arbeitete Tieck mit Unterbrechungen über 30 Jahre lang an der Ausgestaltung des Schauspielhauses, der Bildhauer Johann Balthasar Jacob Ratgeber setzte manche seiner Stuckmodelle in Sandstein um. Tiecks letzte Arbeiten an diesem Projekt waren zwei Bronze-Skulpturen, die zu beiden Seiten der großen Freitreppe vor der Hauptfassade stehen und die Macht der Musik symbolisieren: Löwe und Panther tragen musizierende Figuren auf ihren Rücken.

Über den Spielbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gendarmenmarkt mit Schauspielhaus und Französischem Dom, um 1910

Am 26. Mai 1821 wurde die Bühne in Anwesenheit des Königs mit dem Versdrama Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang von Goethe eingeweiht. Carl von Brühl, der damalige Intendant pflegte die Freundschaft, die zwischen seinen Eltern Christina von Brühl und Hanns Moritz von Brühl und Johann Wolfgang von Goethe entstanden war über viele Jahre fort. So bemühte er sich auch darum, dass Goethes Stück bei der Einweihung zur Aufführung kam. In der Folge wurde das Haus zwar weit überwiegend als Sprechtheater genutzt, es fanden aber immer wieder auch Konzerte und Opernaufführungen statt. So dirigierte Carl Maria von Weber hier am 18. Juni 1821 die Uraufführung seiner Oper Der Freischütz. Auch dort setzte Carl von Brühl Akzente. Er sorgte dafür, dass Weber die Oper fertig stellte und ebnete den Weg, dass die Oper in Berlin aufgeführt wurde. 1826 gab es die Berliner Erstaufführung der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, 1829 gastierte der Violinvirtuose Niccolò Paganini, 1842 dirigierte Felix Mendelssohn Bartholdy, 1843 gab der Komponist und Klaviervirtuose Franz Liszt ein Gastspiel. Am 7. Januar 1844 leitete Richard Wagner seine Oper Der Fliegende Holländer.

General-Intendant der Königlichen Bühnen in Berlin war von 1815 bis 1828 Graf Carl von Brühl aus Seifersdorf (Wachau) bei Radeberg. Über die Verwaltungsarbeit hinaus war er lebhaft an Fragen der Aufführungspraxis interessiert, insbesondere an der historisch korrekten Ausstattung der Stücke. Durch eigene Entwürfe sorgte er dafür, dass die Kostüme nicht aussahen „wie sie durch Zufall und Laune entstanden sind, sondern wie sie – nach den möglichst besten Quellen – wirklich seyn sollen“. Er fand, dass auch die Dekorationen „architektonisch und historisch richtig komponirt und, was die Landschaften betrifft, selbst in Bezug auf Pflanzen und Bäume nach den verschiedenen Himmelsstrichen charakteristisch dargestellt seyn“ müssten.[5] In diesem Punkt konnte er mit Schinkel rechnen, der während Brühls Intendanz über hundert Dekorationsentwürfe zu mehr als dreißig Stücken lieferte.

Königshaus und Adel intervenierten wiederholt, um das Repertoire zu beeinflussen. Die Räuber von Friedrich Schiller – vom König wegen erkennbarer Kritik am Feudalsystem abgelehnt – durften zwischen 1819 und 1825 nicht aufgeführt werden. Heinrich von Kleists Prinz Friedrich von Homburg kam 1828 erstmals in Berlin auf die Bühne, wurde aber, obwohl schon vorsorglich gekürzt, auf Einspruch des Königs nach der dritten Aufführung wieder abgesetzt; eigenmächtiges, wenn auch erfolgreiches Handeln eines Offiziers wurde seinerzeit selbst auf der Bühne nicht akzeptiert. Der Spielplan des Jahres 1848 nennt 33 verschiedene Stücke, darunter nun doch Die Räuber, Prinz Friedrich von Homburg und Hamlet von William Shakespeare. Absolut dominierend waren jedoch triviale Lustspiele, Schwänke und Vaudevilles mit Titeln wie Der Weg durchs Fenster, Der Rechnungsrath und seine Töchter oder Ein Heirathsprojekt von Autoren wie Charlotte Birch-Pfeiffer, August von Kotzebue, Eugène Scribe und anderen.[6]

Nach diesem Muster wurden auch die Spielpläne der folgenden Jahrzehnte gestaltet. Wenigen Glanzstücken – wie den Uraufführungen des Dramas Penthesilea von Heinrich von Kleist 1876 und der Traumdichtung Hanneles Himmelfahrt von Gerhart Hauptmann 1893 – standen viele Belanglosigkeiten gegenüber. In einer heutigen Betrachtung des Spielbetriebs heißt es: „Das Königliche Hoftheater schwankt […] zwischen bürgerlichem Geschäfts- und feudalem Staatstheater.“ Es müsse als „bevorzugte Repräsentationsstätte für die adligen und großbürgerlichen Publikumsschichten gelten“ und stütze sich „den Publikumswünschen entsprechend im wesentlichen auf dekorativ überlastete und sprechtechnisch überlebte Prunkaufführungen klassischer Werke und bringt ferner Historiendramen oder anspruchslose Konversationsstücke französischer und deutscher Provenienz auf die Bühne.“[7] Künstlerisch maßgebliche Theater Berlins waren um die Jahrhundertwende das Lessingtheater und vor allem das Deutsche Theater unter seinen Leitern Otto Brahm und Max Reinhardt.

Nutzung und Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Revolutionsjahr 1848, als der Gendarmenmarkt ein wichtiger Schauplatz der politischen Ereignisse war, tagte die Preußische Nationalversammlung von September an für mehrere Wochen im Großen Saal des Schauspielhauses.
  • Theodor Fontane war seit dem 17. August 1870 bei der liberal bürgerlichen Vossischen Zeitung als Theaterkritiker speziell für die Aufführungen des „Königlichen Schauspielhauses“ angestellt, verfolgte sie von seinem Eckplatz Nr. 23 im Parkett aus und machte sich mit seinen kritischen Texten im Theater keine Freunde. „Schlecht ist schlecht, und es muss gesagt werden“ war sein journalistisches Motto.[8]

Persönliche Urteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1840 äußerte sich der Schriftsteller und Journalist Karl Gutzkow kritisch über das Gebäude:

„Wenn an einem öffentlichen Gebäude die Fassade nicht einmal als Ein- und Ausgang benutzt wird, wenn man auf einer großen Freitreppe Gras wachsen sieht, so regt sich unwillkürlich das Gefühl, das Unbenutzte auch für eine Überladung zu halten. Doch mögen die Kenner über den äußern architektonischen Wert des Schauspielhauses entscheiden! Das Innere […] hat ganz jenen gedrückten Miniatur- und Privatcharakter, den ein Haus, das früher Nationaltheater hieß, nicht haben sollte. Es wäre vielleicht nicht nötig gewesen, dies Theater größer als für 1200 Menschen zu bauen; aber warum dieser wunderliche Charakter der Isolierung in der Anlage des Ganzen? Ein Rang ist dem andern unsichtbar. Das Parterre und die Parkettlogen sehen nichts von den Rängen. […] Man kann Bruder und Schwester im Theater haben und sieht sie nicht.“

Karl Gutzkow: Berlin – Panorama einer Residenzstadt[9]

Der einflussreiche Theaterkritiker Alfred Kerr schrieb in seinen Berliner Briefen am 20. Januar 1895 über das „Königliche Schauspielhaus“:

„Die jungen Mädchen sind hier am holdesten, zahlreichsten und dümmsten. Sie werden in dieses Theater lieber als in irgendein anderes geführt, weil es am tugendlichsten ist. Und sie bewundern schwärmerisch und verehren, ohne es allzu sehr merken zu lassen, den kompakten Gliederbau des hübschen Herrn Matkowsky. Der Rest ist ein Milieu von militärischen und rustikalen Elementen, versetzt mit Beamtentum und abonnierten reichen Spießbürgern.“

Alfred Kerr: Berliner Briefe

Preußisches Staatstheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende der Monarchie begann für das Theater eine Zeit neuer künstlerischer Qualität, die – in zwei sehr unterschiedlich geprägten Phasen – bis 1944 anhielt. Das ehemals Königliche Schauspielhaus am Gendarmenmarkt erhielt im Oktober 1919 den Namen Preußisches Staatstheater und eine eigenständige Intendanz, die nur noch der Form nach der Generalintendanz der staatlichen Bühnen unterstellt war. 1923 kam das Schillertheater in Berlin-Charlottenburg als zweite Spielstätte hinzu; 1932 wurde es wieder reprivatisiert.

Intendanz Jessner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Theaterleiter wurde Leopold JessnerSPD-Sympathisant, Jude und rigoroser Erneuerer der Klassiker-Regie. Mit ihm geriet sein Theater ins Zentrum heftiger öffentlicher Kontroversen. Jessner bevorzugte einen Regie-Ansatz deutlicher politischer Zeitbezüge. Sein Ziel war zunächst die Abrechnung mit dem untergegangenen Kaisertum und den noch immer einflussreichen alten Eliten. Formal benutzte er für seine Aufführungen klassischer Stücke auch Elemente des expressionistischen Theaters: radikale Zuspitzung auf einen bestimmten Ideengehalt, expressiven Sprechgestus und ausdrucksstarke Bewegungen. Jessner polarisierte sein Publikum, die Reaktionen waren entweder Skandal oder Begeisterung. Schon seine erste Premiere im Dezember 1919 verursachte Tumulte im Theater. Friedrich Schillers Wilhelm Tell hatte er als modernes Freiheitsdrama aufführen lassen, ohne jede Alpendekoration auf einer weitgehend kahlen, abgestuften Bühne, der bald sogenannten „Jessner-Treppe“. Nachwuchsdramatiker wie Ernst Barlach, Arnolt Bronnen, Hans Henny Jahnn und Carl Zuckmayer fanden am Staatstheater Gelegenheit, ihre Stücke aufzuführen.[10]

Unter den gesellschaftlichen Bedingungen der labilen Weimarer Republik formierte sich bald Widerstand gegen Jessners Theater, das hergebrachte Autoritäten und bürgerliche Selbstzufriedenheit in Frage stellte. Wirtschaftskrisen und politische Radikalisierung vergifteten das kulturelle Klima. Bürgerlich-konservative und völkisch-nationalsozialistische Kreise machten Front gegen Jessner als Person – Antisemitismus inbegriffen –, und gegen seine Arbeit, die als Symbol für die ungeliebte sozialdemokratische Kulturpolitik in Preußen galt. Wiederholte Anfragen im Preußischen Landtag operierten mit dem Verdacht von Misswirtschaft in der Führung des Theaters. Jessner war verunsichert, machte inhaltliche und ästhetische Konzessionen und verlor damit einigen Rückhalt auch bei seinen Anhängern. Am 18. Januar 1930 zog er sich enttäuscht vom Amt des Intendanten zurück. Unmittelbarer Anlass war die vernichtende Kritik an der Aufführung des Stücks Harte Bandagen von Ferdinand Reyher. Im Theater am Gendarmenmarkt absolvierte er noch einige Regiearbeiten, bevor er 1933 ins Exil ging. Er starb 1945 in Los Angeles.[10]

Tietjen, Ulbrich, Johst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorübergehend übernahm Heinz Tietjen, Generalintendant der Preußischen Staatstheater, zusätzlich die direkte Leitung des Schauspielhauses. Ihm wurden schon für das Jahr 1932 enge Arbeitskontakte zu den Nationalsozialisten, den kommenden Machthabern nachgesagt – was er in seinem späteren Entnazifizierungsverfahren bestritt.[11] Er behielt seinen Posten auch nach der „Machtergreifung“ vom 30. Januar 1933 und verkündete wenige Tage später die neuen Personalien: Intendant des Schauspielhauses wurde der politisch bislang eher neutrale Weimarer Intendant Franz Ulbrich, ihm beigeordnet als Chefdramaturg der engagierte NS-Schriftsteller Hanns Johst. Beide begannen noch im selben Jahr, das Ensemble von unerwünschten Mitgliedern im Sinne des neuen Regimes zu „säubern“. Ihr Spielplan wurde beherrscht von Gegenwartsstücken, die der NS-Weltanschauung entsprachen. Die künstlerische Substanz war unbefriedigend.

Intendanz Gründgens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründgens als Hamlet, 1936

Gustaf Gründgens hatte in der Saison 1932/1933 in Berlin den Mephisto in Goethes Faust gespielt. Der damalige Reichstagspräsident Hermann Göring sah ihn, war nachhaltig beeindruckt und protegierte Gründgens bis zum Ende der Zeit des Nationalsozialismus. In seiner späteren Funktion als Preußischer Ministerpräsident berief er ihn am 26. Februar 1934 zum Intendanten des Theaters am Gendarmenmarkt, ernannte ihn zum Preußischen Staatsrat und 1937 zum Generalintendanten aller preußischen Staatstheater. Gründgens’ künstlerische Leistung war bei Freund und Feind unbestritten, aber frühere Weggefährten machten ihm aus dem Exil oder nach Kriegsende heftige Vorwürfe, weil er sich einem extremen Unrechtssystem um der eigenen Karriere willen angepasst habe. Gründgens erklärte dazu, er habe die Kunst schützen wollen gegen die Politik. Erwiesen ist immerhin, dass er seine offiziellen Kontakte nutzte, um Ensemblemitgliedern zu helfen, die aus „rassischen“ Gründen bedroht waren.[12]

Das 1936 erschienene Buch Mephisto – Roman einer Karriere von Klaus Mann enthält sehr deutliche Anspielungen auf die ersten beiden Jahre des Wirkens Gründgens als Generalintendant am Schauspielhaus Berlin. Nach Gründgens’ Tod führte ein von seinem Alleinerben Peter Gorski 1966 erwirktes Verbot des Buches 1971 zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, die noch heute maßgebliche Grundsätze für die Schranken der Kunstfreiheit aufstellte. Gründgens wird politische Anpassung an die nationalsozialistischen Herrschaftsstrukturen vorgeworfen, er habe die Sympathien Görings als beispielloser Opportunist zu seinem Aufstieg ausgenutzt und seine vorherigen Mitarbeiter eliminiert. Gründgens holte aber auch 1943 Bettina Moissi an die Preußischen Staatstheater.[12]

Kern der Erneuerung des Theaterwesens unter dem NS-Regime sollten „werkgetreue“ Aufführungen der Klassiker sein. Der Völkische Beobachter vom 26. März 1936 beschrieb rückblickend die Situation der Weimarer „Verfallszeit“, in der nicht nur die falschen Stücke, sondern auch verfehlte Inszenierungen das Theater als moralische Anstalt zerstört hätten: „Nur eine kleine Gemeinde intellektueller Snobs erfreute sich an diesem Experimentier-Kabarett […] Verschwunden war der ehrlich kämpfende und sich dem Dichtwerk verbunden fühlende Schauspieler und Theaterleiter […]“ Damit war im Wesentlichen auch Gründgens’ offizielle Einstellung beschrieben. Ein „Düsseldorfer Manifest“, das er 1952 initiierte, richtete sich „gegen eine willkürliche Interpretation der Dichtung durch ungerechtfertigte Experimente, die sich zwischen Werk und Zuhörer drängen“.[13][12]

Die nationalsozialistische Theaterpolitik benutzte jenseits der reinen Propaganda einen traditionellen, auf die Bedürfnisse staatlicher Repräsentation und die kulturellen Vorlieben der bürgerlichen Bevölkerungsteile zugeschnittenen „unpolitischen“ Kunstbegriff. Der „Reichsminister für Volksaufklärung und PropagandaJoseph Goebbels, früher durchaus fasziniert von agitatorischem Theater, stellte schon 1933 fest, dass weltanschaulich korrekte, aber künstlerisch dürftige Stücke dem Prestige des Regimes schaden würden. In diesem Punkt sicherte Gründgens sich besonders ab, nach einem Gespräch mit Goebbels notierte er: „Keine Tendenzstücke, sondern Dichtungen mit Tendenz. Hier stellten wir beide übereinstimmend fest, daß es im Grunde Kunst ohne Tendenz nicht gäbe“.[13] So enthielten die Spielpläne unter Gründgens zwar keineswegs vorwiegend Klassiker – dieser Eindruck ist erst im Rückblick entstanden – aber auch kaum besagte Tendenzstücke. Das Repertoire war vielseitig – mit einem großen Anteil an relativ leichter Unterhaltung –, dabei politisch möglichst indifferent, und wurde mit hochkarätigen Schauspielern in „werkgetreuen“ Aufführungen auf künstlerisch hohem Niveau präsentiert.[12]

Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Schauspieler am Preußischen Staatstheater waren:
Axel von Ambesser, Charlotte Basté, Paul Bildt, Claus Clausen, Käthe Dorsch, Berta Drews, Erich Dunskus, Karl Etlinger, Elisabeth Flickenschildt, Werner Finck, Albert Florath, Walter Franck, Käthe Gold, Otto Graf, Gustaf Gründgens, Käthe Haack, Günther Hadank, Paul Hartmann, Clemens Hasse, Elfriede Heisler, Paul Henckels, Marianne Hoppe, Malte Jaeger, Friedrich Kayssler, Eugen Klöpfer, Gustav Knuth, Maria Koppenhöfer, Hermine Körner, Viktor de Kowa, Werner Krauß, Hannsgeorg Laubenthal, Albert Lieven, Theo Lingen, Bernhard Minetti, Lola Müthel, Heinz Rühmann, Hans Stiebner, Walter Tarrach, Wolf Trutz, Aribert Wäscher, Franz Weber, Pamela Wedekind, Paul Wegener, Antje Weisgerber, Walter Werner.

Konzerthaus Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruinen des Schauspielhauses (links) und des französischen Doms, 1951
Schauspielhaus, 1968

Am 23. November 1943 zerstörte ein Bombentreffer den Konzertsaal, ein Brand in den letzten Kriegstagen im April 1945 zerstörte das Innere des Hauses dann vollständig.[14] Erst 1976 beschloss die DDR-Führung, den damals Platz der Akademie genannten Gendarmenmarkt zu einem „geistig-kulturellen Zentrum der Kunst und Wissenschaft“ wiederaufzubauen. Da es in Ost-Berlin mehrere Sprechtheater, aber kein Konzerthaus gab, entschloss man sich, den Schinkelbau zur Philharmonie Ost-Berlins auszubauen. Die Leitung des Projekts übertrug man Ehrhardt Gißke, Manfred Prasser und Klaus Just.

Nach Beseitigung der Schutt- und Trümmermassen und dem Abbruch aller instabilen Bauteile bleiben allein die Außenmauern, das Dach und die Längswände des alten Theatersaals übrig. Der heutige Bau wird von einem Stahlgerüst getragen, das die alten Mauern versteift und dessen Maße aus dem Raster der Schinkelschen Außenfassade resultieren. Die Decken wurden in Beton gegossen, die Wände und Pfeilerverkleidungen aufgemauert. Der plastische Dekor ist aus Gips oder Stuck gearbeitet.[15] Am Interieur arbeiteten rund 90 Bau- und Spezialfirmen fast drei Jahre, die Kosten spielten bei diesem Renommierprojekt keine Rolle. Das Innenleben ist eine komplette Neuschöpfung, es vermittelt jedoch eine gute Vorstellung vom Charakter des Originals.

Am 1. Oktober 1984 wurde das Schauspielhaus feierlich eingeweiht, 1992 wurde es, der neuen Nutzung entsprechend, in „Konzerthaus Berlin“ umbenannt.[16] Inoffizielle, aber seit dem 19. Jahrhundert bis heute vorwiegend verwendete Bezeichnungen für das Gebäude sind: Schauspielhaus, Schauspielhaus Berlin oder Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. Als Schauspielhaus ist es in der Berliner Denkmalliste aufgeführt.[17]

Innenausbau im Konzerthaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzerthaus abends, 2015

Der Haupteingang für den Konzertalltag befindet sich, wie schon zu Schinkels Zeiten, ebenerdig unter der Treppe. Die Passage diente ursprünglich als Durchfahrt der Kutschen. Von der Eingangshalle führt der Weg über die Garderoben seitlich in die Treppenhäuser, die die drei Teile des Hauses separieren. Der Mitteltrakt wird über der Eingangshalle vom Großen Saal ausgefüllt, im Südflügel befinden sich übereinander der Musikclub, der Ludwig-van-Beethoven-Saal (Foyer) und der Kleine Saal, im Nordflügel der Besucherservice mit Café, der Carl-Maria-von-Weber-Saal (Foyer) und der Werner-Otto-Saal.

Der rechteckige Große Saal bietet im Parkett und den zwei Rängen rund 1500 Zuschauern Platz. Er ist eine vergrößerte Adaption des Schinkelschen Konzertsaals, von dem zahlreiche Einzelheiten des Dekors wie die Gestaltung der Wandfelder, der Balkone, der Decke und die ionischen Säulen an den Schmalseiten abgeschaut sind. 16 der 28 lebensgroßen Plastiken antiker Mythenfiguren wurden nach historischen Vorbildern modelliert. Die Konzertorgel über dem Orchesterpodium stammt von der traditionsreichen Dresdner Orgelbaufirma Jehmlich, sie zählt 74 Register und 5801 klingende Pfeifen.

Der Große Saal des Konzerthauses gehört akustisch zu den besten symphonischen Konzertsälen der Welt. Die Nachhallzeit liegt mit 2,0 Sekunden bei mittleren Frequenzen mit Publikum und 2,2 Sekunden bei den tiefen Frequenzen nur wenig über den Werten, die Raumakustiker als Optimum für einen symphonisch genutzten Konzertsaal ansehen.[18]

Beiderseits des Großen Saals, auf einer Ebene mit dem Parkett, befinden sich die beiden Foyers: Der Carl-Maria-von-Weber-Saal im Nordflügel wird von korinthischen Säulen und olivgrünen Wandflächen bestimmt, der hell gehaltene Ludwig-van-Beethoven-Saal im Südflügel ist geprägt von zwei ionischen Säulenreihen.

Über den Foyers, in Höhe des zweiten Balkons des Konzertsaals, liegen zwei weitere Konzertsäle: der „neo-schinkelsche“ Kleine Saal und, am Ort des einstigen Probensaals, der nach dem Versandhausgründer und Mäzen benannte Werner-Otto-Saal, eine ganz in Schwarz gefasste, bei Bedarf fensterlose und durch Hubpodien flexibel zu gestaltende „Black Box“, die insbesondere für zeitgenössische Konzert- und Musiktheateraufführungen genutzt wird.

Die kleinste Aufführungsstätte ist der rund 80 Zuschauer fassende Musikclub im Erdgeschoss des Südtrakts, der vor allem für szenische Produktionen, Lesungen und Kindervorstellungen genutzt wird. 2004 wurde im Erdgeschoss des Nordtrakts der neue Besucherservice mit dem Café eröffnet, ein schlichter, ganz in Schwarz und Weinrot gehaltener Raum.

An der Rückfront des Hauses befinden sich schließlich, über alle Geschosse verteilt, die Musikerzimmer, die Solisten- und Dirigentengarderoben, einige wenige Büros und die den Musikern und Mitarbeitern des Konzerthauses vorbehaltene Kantine. Die Büroräume der Verwaltung wurden beim Wiederaufbau in das Intendanzgebäude an der Charlottenstraße 55–56, vis-à-vis dem Bühneneingang des Konzerthauses, ausgelagert.

Konzerthausorchester Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) gegründet, erfuhr das heutige Konzerthausorchester Berlin von 1960 bis 1977 unter Chefdirigent Kurt Sanderling seine entscheidende Profilierung und internationale Anerkennung.[19] Feste Spielstätte war ab 1984 das Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, das 1994 in Konzerthaus Berlin umbenannt wurde. Das Orchester trägt seit 2006 den Namen Konzerthausorchester Berlin. Chefdirigent während der vergangenen sechs Saisons war Iván Fischer. Seit Saison 2017/18 ist er dem Klangkörper als Ehrendirigent verbunden, Juraj Valčuha übernahm die Position des Ersten Gastdirigenten. Mit Beginn der Saison 2019/20 wird Christoph Eschenbach neuer Chefdirigent des Konzerthausorchesters.

Heute hat das Konzerthausorchester über 12.000 Abonnenten, was mit die größte Stammhörerschaft eines klassischen Orchesters in Deutschland ist. Darüber hinaus ist es regelmäßig national und international auf Tourneen und Festivals zu hören. An der 2010 gegründeten heutigen Kurt-Sanderling-Akademie wird hochbegabter Orchesternachwuchs ausgebildet.

Die Orgel im Großen Saal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühne des Großen Saales bei einem Konzert

Die Orgel im Großen Saal des Konzerthauses Berlin wurde 1983/1984 von der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden erbaut und verfügt auf vier Manualen und Pedal über 74 klingende Register mit insgesamt 5811 Pfeifen. 1994 wurde die Orgel durch einige Zusatzregister (Glockenspiel, zwei Zimbelsterne, Vogelgeschrei und Kuckuck) erweitert und erhielt eine neue Setzeranlage mit nun insgesamt 256 Setzerkombinationen. Außerdem steht seitdem neben dem mechanisch angespielten Hauptspieltisch ein elektrischer Podiumsspieltisch zur Verfügung, der je nach Bedarf installiert werden kann.[20]

Die Orgel war hauptsächlich dafür gedacht, Chören und Orchestern bei klassisch-romantischer und zeitgenössischer Musik als Partner zu dienen, war aber von vornherein auch für den solistischen Einsatz vorgesehen. Die Erbauerfirma aus Dresden steht in der Tradition des sächsischen, auf Gottfried Silbermann fußenden Orgelbaus, was in der Berliner Konzerthausorgel mit ihrem weichen Klang seinen Ausdruck findet. Auf dem Instrument ist ein breites Repertoire darstellbar, der Schwerpunkt wurde auf die Musik des 19. bis 21. Jahrhunderts gelegt. Der in klassizistischen Formen gehaltene Prospekt fügt sich organisch in das Raumganze ein.

I Positiv C–c4

Holzgedackt 08′
Quintatön 08′
Prästant 04′
Rohrflöte 04′
Oktave 02′
Blockflöte 02′
Oktave 01′
Terzian II
Zimbel III
Vox humana 08′
Tremulant
II Hauptwerk C–c4
Prinzipal 16′
Oktave 08′
Koppelflöte 08′
Viola di Gamba 08′
Oktave 04′
Spitzflöte 04′
Quinte 0223
Oktave 02′
Waldflöte 02′
Mixtur IV–V
Scharf IV
Cornett V (ab g0) 08′
Trompete 16′
Trompete 08′
Span. Regal 08′
III Oberwerk C–c4
Quintade 16′
Prinzipal 08′
Weitgedackt 08′
Oktave 04′
Blockflöte 04′
Nasat 0223
Oktave 02′
Terz 0135
Quinte 0113
Sifflöte 01′
Tonus fabri II
Scharfzimbel V
Holzdulzian 16′
Cromorne 08′
Rohrschalmei 04′
Tremulant
IV Schwellwerk C–c4
Lieblich Gedackt 16′
Zartgeige 16′
Flötenprinzipal 08′
Querflöte 08′
Salicional 08′
Schwebung 08′
Oktave 04′
Dulzflöte 04′
Schweizerpfeife 02′
Rep. Septime 047
Sesquialtera II 0
Plein jeu V–VI
Terzzimbel III
Cor anglais 16′
Trompette harmonique 08′
Hautbois 08′
Clairon 04′
Tremulant
Pedal C–f1
Prinzipal 16′
Subbass 16′
Zartbass 16′
Quinte 1023
Oktavbass 08′
Holzflöte 08′
Choralbass 04′
Koppelflöte 04′
Nachthorn 02′
Hintersatz IV
Pedalmixtur IV
Kontrafagott 32′
Posaune 16′
Dulzian 16′
Trompete 08′
Feldtrompete 04′
Singend Cornett 02′

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berger Bergmann, Gerhard Müller (Hrsg.): Apollos Tempel in Berlin – vom Nationaltheater zum Konzerthaus am Gendarmenmarkt. München (Prestel) 2009, ISBN 978-3-7913-3874-3.
  • Dokumentation zur Investitionsvorentscheidung Platz der Akademie/Konzerthaus. (7 Bände Sonderdruck), Magistrat von Berlin, Abteilung Kultur und Aufbauleitung Sondervorhaben, IVE Berlin 1978.
  • Das Schauspielhaus am Platz der Akademie. Baudirektion Hauptstadt Berlin des Ministeriums für Bauwesen, Bauakademie der DDR, Berlin 1984, Druckgenehmigung: (36a) Ag 513/4/85843.
  • Konzerthaus Berlin – Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. Das Buch über Gestern und Heute. Museums- und Galerie-Verlag, Berlin 1994.
  • Goethe-Spuren. Ein Lese-Buch zum Konzertprojekt, Konzerthaus Berlin 1998/1999. Wallstein Verlag, Göttingen 1998.
  • Das Berliner Sinfonie-Orchester. Konzerthaus Berlin und Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2000.
  • K. Kasch: Der Bühnenhaus-Umbau im Königlichen Schauspielhause in Berlin. In: Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang 42 (1892), Sp. 483–512, Tafel 64–67. Digitalisat im Bestand der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
  • Felix Gremzer: Der Umbau des vormals königlichen Schauspielhauses zu Berlin in den Jahren 1904 bis 1905. In: Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang 76 (1926), Hochbauteil, S. 93–104, Tafel 1. Digitalisat im Bestand der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Konzerthaus Berlin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einen Gutteil der Geschichte dieses Hauses bildet der Nachlass Ifflands ab, der über Hugo Fetting Anfang 2014 in den Internationalen Autographenhandel gelangte.
  2. Presseschau über die geplante Versteigerung des Iffland-Nachlasses (Memento vom 8. April 2014 im Internet Archive)
  3. a b paun.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.paun.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,5 MB)
  4. Uwe Kieling: Berliner Baubeamte und Staatsarchitekten im 19. Jahrhundert, Berlin 1986, S. 15 und 10
  5. kleist.org (Memento vom 10. April 2013 im Internet Archive)
  6. Aufführungen an Berliner Theatern 1848
  7. Nicola Denis: Tartuffe in Deutschland. Dissertation. LIT Verlag 2002, ISBN 3-8258-6022-1.
  8. Teil und Gegenteil.@1@2Vorlage:Toter Link/www.sueddeutsche.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: sueddeutsche.de/kultur, 7. März 2003
  9. Aufsatz Dom, Schauspielhaus – „Sechserbrücke“. Morgenbuch, Berlin 1995, ISBN 3-371-00380-9
  10. a b Über Jessners Theaterarbeit.
  11. Dissertation FU Berlin (PDF; 75 kB)
  12. a b c d Über Gründgens als Intendant.
  13. a b Dissertation FU Berlin (PDF; 969 kB)
  14. Alfred Mühr: Rund um den Gendarmenmarkt - Von Iffland bis Gründgens - 200 Jahre musisches Berlin. Oldenburg 1965.
  15. Adalbert Behr, Alfred Hoffmann: Das Schauspielhaus in Berlin. Hrsg.: Prof. Dr. -Ing. Erhardt Gißke. Berlin 1985.
  16. Gerhard Müller, Dieter Götze, Ariane Handrock: Apollos Tempel in Berlin - Vom Nationaltheater zum Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Hrsg.: Berger Bergmann, Gerhard Müller. Prestel Verlag, 2008.
  17. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  18. Hans- Peter Tennhard: Richtwerte für Nachhallzeiten großer Auditorien. (PDF) Abgerufen am 29. Januar 2019.
  19. Gerhard Müller: Das Berliner Sinfonieorchester. Nicolai, Berlin 2002.
  20. Zur Jehmlich-Orgel

Koordinaten: 52° 30′ 49″ N, 13° 23′ 32″ O