Berliner Union-Film

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Berliner Union Film

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Rechtsform GmbH & CO. KG
Gründung 1963
Sitz Berlin
Leitung Clive Nichol
Website berlinerunionfilm.com

Gelände der UFA in Tempelhof mit den Kulissen für den Golem

Die Berliner Union Film GmbH & CO. KG ist ein Mediendienstleister und Studiobetreiber für Fernsehen und Film gelegen in der Oberlandstraße in Berlin-Tempelhof.

Über[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BUFA Campus ist ein ikonischer Filmcampus mit Blick auf Berlins berühmter Flughafen Tempelhof mit seinen ersten Studios erbaut 1912. Mit seiner über 100-jährigen Geschichte in den Filmen spielte das BUFA eine wichtige Rolle bei der Produktion von Weltklasse-Medien. „Der Golem“ (1920) von Carl Boese und Paul Wegener (einer der ersten Horrorfilme überhaupt); „Der Blaue Engel“ (1930) von Josef von Sternberg mit Marlene Dietrich; Walt Disney's „Emil und die Detektive“ (1964); und Bob Fosse's „Cabaret“ (1972) wurden alle auf der BUFA gedreht. BUFAs Audiopostproduktion war für Berlin ein fester Bestandteil der Berliner Post & Post-Szene. Über 60 Jahre, professionelle Dienstleistungen für alle Anforderungen an die Ton- und Bildnachbearbeitung Industrie für nationale und internationale Projekte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred Duskes gründete am 28. Dezember 1912 die Literaria Film und errichtete im Frühjahr 1913 ein Glashaus. Kurz danach baute direkt nebenan Paul Davidson für seine Projektions-AG „Union“, die erste deutsche Film-Produktion, ein Kinoatelier nach den Plänen von Bruno Buch. 1920 wurde dort Der Golem, wie er in die Welt kam gedreht. Das Atelier ging 1925 endgültig an die UFA, die hier unter anderem Der blaue Engel produzierte. Zu dieser Zeit ging man von Sonnenlicht auf das beständigere Kunstlicht über, was die Glashäuser obsolet machte. Von 1933 bis 1935 wurde es um das Studio 1 von Otto Kohtz erweitert. 1937 wurde das Gelände von der Terra Film genutzt. Dort wurde z. B. die Studioaufnahmen zu Große Freiheit Nr. 7 gedreht. Am 26. April 1945 stürmten die russischen Truppen die Oberlandstraße in Tempelhof, als Helmut Weiss grade den Film: Sag' die Wahrheit produzierte. Nach 1945 wurden in Tempelhof zunächst sowjetische Spielfilme synchronisiert. Es entstanden aber auch Filme wie die Berliner Ballade. Nach dem Konkurs der UFA wurde dort 1963 die Deutsche Synchron Filmgesellschaft von Karlheinz Brunnemann gegründet, die in der Phoenix Film aufgegangen ist und ebenfalls in Tempelhof beheimatet ist. Am 1. Januar 1964 wurde dort die Berliner Union Film als Studio-Betrieb in Erinnerung an die Produktions-AG „Union“ durch Becker und Kries gegründet. 1968 wurde mit dem Sender Freies Berlin eine Kooperationsabkommen geschlossen. Es realisierte dort viele Kino- und Fernsehproduktionen, partiell auch das Hollywood-Musical Cabaret. Das ZDF vergab durch die Nähe zum Flughafen Berlin-Tempelhof an die Union-Film zahlreiche Aufträge wie: Kennzeichen D, Der große Preis oder die ZDF-Hitparade.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Felix Wendlandt: Filmstadt Berlin. Eine raumbezogene Strukturanalyse aus Sicht der Filmwirtschaft. München 2006.
  • Alles auf Anfang. Berliner Union-Film startet neu. In: Der Tagesspiegel. vom 18. März 2009 (online).
  • Katja Fischer: Berliner Union-Film wird Media-Dienstleister. In: Die Welt. vom 29. Februar 2000 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 27′ 52,3″ N, 13° 24′ 37,9″ O