Bermel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bermel
Bermel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bermel hervorgehoben
Koordinaten: 50° 17′ N, 7° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 7,33 km2
Einwohner: 347 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02657
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 011
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz: www.vordereifel.de
Ortsbürgermeister: Hans-Peter Isbert
Lage der Ortsgemeinde Bermel im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte

Bermel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Osteifel. Im Norden bildet der Elzbach die Gemeindegrenze. Außer dem namengebenden Ort gibt es den Ortsteil Fensterseifen sowie die Wohnplätze Bermelermühle, Buchenhöfe und Heunenhof.[2] Der Ortsteil Güttgeshof ist seit Jahrzehnten mit dem Dorf zusammengewachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In römischer Zeit befand sich auf dem Gebiet des heutigen Ortes Bermel ein Gutshof. Reste einer römischen Badeanlage sind erhalten.

Bermel gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum kurtrierischen Amt Monreal und zum Hochgericht Masburg. Das Hochgericht Masburg war ein Lehen der Grafen von Virneburg. Im Trierer Feuerbuch aus dem Jahr 1563 sind 13 Feuerstellen (Haushalte) in Bermel verzeichnet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bermel besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bermel
Blasonierung: „Über rotem Schildfuß darin drei goldene Rauten, in Silber ein blauer, schräglinker Wellenbalken, oben ein grüner zweiblättriger Eichenzweig mit Eichel, unten ein blauer Schlägel mit Meißel gekreuzt.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bermel existiert ein Heimatmuseum.

Im Elztal unterhalb von Bermel werden die Grundmauern der römerzeitlichen Ansiedlung zurzeit ausgegraben werden. 1903 wurden eine Statue der sitzenden Göttin Fortuna mit Weiheinschrift des M(arcus) Firmius Speratus[5] und Bruchstücke einer Venusstatue gefunden, die sich heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn befinden.[6] Weitere vorgefundene Raritäten sind im Bermeler Heimatmuseum zu besichtigen.

Naturschutzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der frühere Basaltsteinbruch am Hochbermel (570 m) ist seit Ende der 1970er Jahre stillgelegt und steht inzwischen unter Naturschutz. In den letzten Jahren hat sich im Steinbruch und auf den Halden ein seltenes Biotop gebildet, viele verschiedene Amphibien haben hier und in dem angrenzenden Buchenhochwald ihre Heimat.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund um den Hochbermel führt der ausgewiesene Wanderweg „Hochbermeler“.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bermel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile (Memento des Originals vom 25. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.rlp.de, Seite 27 (PDF; 2,3 MB)
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 138, 155, 210.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Vgl. Weihinschrift, Fundort Bermel, 151 n. Chr. – 230 n. Chr.; Corpus Inscriptionum Latinarum, Bd. XIII, Nr. 7679 (Digitalisat der Heidelberger Akademie der Wissenschaften).
  6. Rheinisches Landesmuseum Bonn (Inv.-Nr. 15700–15703).
  7. Wanderweg Hochbermeler