Bernardino Luini

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Madonna vor der Rosenhecke
Salome, 58 × 51 cm, Tempera auf Holz, Galleria degli Uffizi, Florenz
Kreuzigung in der Kirche Santa Maria degli Angioli in Lugano

Bernardino Luini (* um 1480 in Runo, Gemeinde Dumenza in der Nähe von Luino am Ostufers des Lago Maggiore; † 1532 in Mailand) war ein italienischer Maler.

Luini war ab etwa 1510 in der Lombardei als Maler tätig und wurde von der lombardischen Schule, dem Werk Raffaels, von Melozzo da Forlì und von Leonardo da Vinci[1] maßgeblich geprägt. Er hat Erfindungen Leonardos aufgegriffen und zu eigenen Bildern verarbeitet. So beruht seine Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers (Uffizien) auf Leonardos La Scapigliata (Parma) und seine Heilige Familie mit dem jungen Johannes (Prado) gibt uns eine recht klare Vorstellung von Leonardos verschollener Originalzeichnung der einander küssenden Kinder.

Das früheste bekannte, allerdings umstrittene Werk Luinis ist Madonna mit dem Kind und zwei Heiligen von 1507, das heute im Musée Jacquemart-André in Paris ausgestellt wird.

In der Kloster Chiaravalle Milanese befindet sich auch seine Madonna della Buonanotte: nach dem Abendgebet in der Kirche kamen die Mönche auf dem Weg in ihre Zellen an diesem Bild vorbei und wünschten sich gute Nacht.[2]

Luini war in späteren Jahren vor allem als Freskenmaler beschäftigt. Berühmte sind die Kreuzigung in der Kirche Santa Maria degli Angioli in Lugano und die kleine Kreuzigung in der Kirche San Nazario in Dino Fraktion der Gemeinde Sonvico.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luini. In: Meyers. 6. Auflage. Band 12, S. 834.
  • Fondazione Elena & Arnoldo Ghirlanda-Lepori: La chiesa di San Nazario a Dino e la Crocifissione di Bernardino Luini. Sonvico 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bernardino Luini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leonardo. In: Meyers. 6. Auflage. Band 12, S. 416.
  2. Ursula Stevens: Carlo Garove Allio#Bernardino Luini. In: tessinerkuenstler-ineuropa.ch. 2016, abgerufen am 22. August 2017.