Bernd Klaus Buchholz

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Bernd Klaus Buchholz (* 2. November 1961 in Berlin) ist ein deutscher Jurist und Politiker (FDP). Er war von 2009 bis 2012 Vorstandsvorsitzender der Gruner + Jahr AG & Co KG und ist seit dem 28. Juni 2017 Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein im Kabinett Günther.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1980 in Berlin studierte Buchholz, der evangelischen Bekenntnisses ist, in Berlin, Erlangen und Kiel Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen 1986 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltschutz-, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel tätig, an der er 1990 mit der Arbeit Der Betroffene im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Doktor der Rechte promoviert wurde. 1992 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab.

Berufliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 begann Buchholz als Vorstandsassistent bei Gruner + Jahr. Er war 1998/99 Verlagsleiter der Hamburger Morgenpost, die damals zum Verlag gehörte. Anschließend war er kurzzeitig Verlagsleiter des STERN, bevor er Mitte 2000 Verlagsgeschäftsführer der Stern/GEO-Gruppe wurde. Im Januar 2004 wurde er zum Vorstandsmitglied für das gesamte Zeitschriftengeschäft und Leiter von Gruner + Jahr Deutschland berufen.

Am 6. Januar 2009 trat Buchholz die unmittelbare Nachfolge des ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden der Gruner + Jahr AG & Co KG, Bernd Kundrun, an.[1] Außerdem gehörte Buchholz für rund dreieinhalb Jahre dem Vorstand der Bertelsmann AG an, bis er sein Amt im August 2012 niederlegte.[2]

Am 24. August 2012 berichtete das Manager Magazin darüber, dass Bertelsmann Gruner & Jahr komplett übernehmen wollte und dazu die Sperrminorität der Familie Jahr von 25,1 % in Bertelsmann-Anteile umwandeln wollte. Buchholz schied daraufhin Mitte September 2012 mit einer Abfindung von fünf Millionen Euro aus dem Unternehmen.[3]

Seit Juni 2014 war Buchholz Of counsel für das Hamburger Büro der Anwaltskanzlei CausaConcilio tätig. Er beriet dort Führungspersonen von Unternehmen vor allem bei Compliance-Angelegenheiten.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchholz ist seit 1981 Mitglied der FDP. Von 1987 bis 1990 war er Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in Schleswig-Holstein. Von 1989 bis 2007 war er Mitglied des FDP-Landesvorstandes. Seit 2013 ist Buchholz als Stellvertretender Vorsitzender wieder Mitglied des FDP-Landesvorstandes.

Landtagsabgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Schleswig-Holsteinischer Landtag gehörte Buchholz von 1992 bis 1996 an. Er fungierte als innen- und rechtspolitischer Sprecher und war stellvertretender Vorsitzender im Kieler Untersuchungsausschuss der Barschel-Affäre. Ab dem 17. August 1993 war er Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion.

Bundestagskandidat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte Buchholz auf Platz zwei der FDP-Landesliste in Schleswig-Holstein, scheiterte mit seiner Partei jedoch an der Fünf-Prozent-Hürde. Zur Bundestagswahl 2017 wurde er von seiner Partei erneut auf Platz zwei der FDP-Landesliste in Schleswig-Holstein gesetzt,[4] verzichtete aber auf sein Mandat, da er inzwischen schleswig-holsteinischer Wirtschaftsminister geworden war. Für ihn rückte Gyde Jensen nach.[5]

Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Bildung einer Jamaika-Koalition von CDU, FDP und Grünen im Nachgang der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017 wurde er am 28. Juni 2017 zum Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein berufen und ist Teil der Landesregierung Günther.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchholz ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernd Buchholz: Vorstandsvorsitzender der Gruner + Jahr AG. In: bertelsmann.de. Archiviert vom Original am 10. Februar 2013, abgerufen am 26. Oktober 2014.
  2. Hans-Jürgen Jakobs: Buchholz verlässt Bertelsmann-Vorstand: Weg vom Sonnendeck. In: Süddeutsche Zeitung online. 29. August 2012, abgerufen am 10. Juni 2017.
  3. Ehemaliger Gruner+Jahr-Chef: Buchholz erhält fünf Millionen Euro Abfindung. In: Spiegel Online. 20. September 2012.
  4. Nord-FDP ebnet Kubicki den Weg nach Berlin. In: kn-online.de. 20. Mai 2017, abgerufen am 22. Mai 2017.
  5. Buchholz verzichtet auf Mandat, Lübecker Nachrichten Online 25. September 2017, abgerufen 3. Oktober 2017