Bernd Merbitz

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Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz

Bernd Merbitz (* 1956 in Zumroda) war von 2007 bis 2012 Landespolizeipräsident in Sachsen und danach bis Ende Januar 2019 Polizeipräsident in Leipzig[1] und Leiter der Polizeidirektion Leipzig (Leipzig, Landkreise Nordsachsen und Leipziger Land).[2][3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernd Merbitz absolvierte von 1984 bis 1986 ein Studium an der Hochschule der Deutschen Volkspolizei Berlin mit dem Abschluss als Diplom-Staatswissenschaftler. 1989 hatte er den Dienstrang eines Majors der Kriminalpolizei. Sein Einsatzgebiet war die Leitung der Morduntersuchungskommission bei der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei (BdVP) in Leipzig. Vom 15. Juli 1991 bis 31. August 1998 war Bernd Merbitz Leiter der Abteilung Polizeilicher Staatsschutz beim Landeskriminalamt Sachsen und Chef der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex)[4]. Danach übernahm er bis zum 31. Dezember 2004 die Leitung der Polizeidirektion Grimma. Anschließend wurde er Polizeipräsident der Polizeidirektion Westsachsen. Seit dem 1. Juli 2007 leitete er kommissarisch die Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Landespolizeipräsidium im Sächsischen Staatsministerium des Innern und löste damit Klaus Fleischmann ab.[5] Am 25. September 2007 wurde Bernd Merbitz zum Landespolizeipräsidenten ernannt.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 2012 trat er in Nachfolge von Horst Wawrzynski seinen Dienst als Polizeipräsident der Messestadt Leipzig an. Am 1. Februar 2019 erfolgte seine Verabschiedung in den Ruhestand, ihm folgte Torsten Schultze im Amt.[3]

Bis 1989/1990 war Bernd Merbitz Mitglied der SED. Nach der Wende wurde er CDU-Fraktionschef im Kreistag des Muldentalkreis. Seit 2008 gehört Merbitz als Beisitzer dem Landesvorstand der CDU Sachsen an.[6] Merbitz ist seit 1998 in zweiter Ehe verheiratet und Vater zweier Töchter. Merbitz wurde evangelisch getauft und war Atheist; 2012 konvertierte er zum Katholizismus und setzte sich danach erfolgreich für die Durchführung des 100. Deutschen Katholikentages 2016 in Leipzig ein.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ich bin davon überzeugt, daß die Umstellung auf den neuen Staat Leuten wie mir leichter fällt als den Menschen, die im Herbst die Revolution gemacht haben. Diese Menschen werden auch in der Zukunft nur Außenseiter bleiben.“[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Roth: Überraschende Personalie: Bernd Merbitz wird neuer Polizeipräsident in Leipzig. lvz-online.de vom 21. September 2012, abgerufen am selben Tag.
  2. Seite der Polizeidirektion mit Angaben zur regionalen Zuständigkeit, abgerufen am 21. April 2015.
  3. a b Sabine Kreuz: Chefwechsel: Torsten Schultze tritt in „große Fußstapfen“. In: lvz.de. 1. Februar 2019, abgerufen am 1. Februar 2019.
  4. Sven Siebert: Chefs sollen durch Rotation neue Bereiche kennenlernen / Gewerkschaft kritisiert Kompetenzverlust / Leiter der "Soko Rex" soll nach Grimma. LVZ, Leipzig 7. Juli 1998, S. 4.
  5. Organigramm des Sächsischen Staatsministeriums des Innern@1@2Vorlage:Toter Link/www.smi.sachsen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  6. Landesvorstand. CDU Sachsen, abgerufen am 1. Februar 2019.
  7. Christian Schafmeister: Polizeipräsident von Leipzig: Bernd Merbitz ist ein Katholik in Uniform. 17. Mai 2016, abgerufen am 2. Februar 2019 (deutsch).
  8. Preisträger des Paul-Spiegel-Preises seit 2009. Zentralrat der Juden in Deutschland, abgerufen am 1. Februar 2019..
  9. Paul-Spiegel-Preis für sächsischen Polizeichef. In: lr-online.de. 26. Juni 2009, abgerufen am 1. Februar 2019..
  10. Süddeutsche Zeitung. Nr. 195, 25. August 1990, S. 3.